Beiträge von schmidt3

    Neben Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern werden jetzt mit Hessen die fünf größten Bundesländer, die immerhin 67% der Bevölkerung und 72% der Wirtschaftsleistung Deutschlands auf sich vereinigen, von schwarz-gelben Koalitionen regiert und somit von dem Regierungsbündnis, das man wohl mit Fug und Recht als das geringste aller denkbaren Übel bezeichnen kann. Denn immerhin bilden die Liberalen in einer derartigen Koalition wenigstens im wirtschaftspolitischen Bereich ein Korrektiv zu der zunehmend sozialdemokratisierten Union der der Merkels und Seehofers. Das läßt für den September hoffen. :)

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    Original geschrieben von Partybombe
    http://www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id=94600977


    Nun meldet es auch eine seriöse Zeitung :mad:


    Klasse, dann brauch ich mir garkeine Gedanken mehr über einen Neuwagen machen da ich den alten erst im Dezember 2009 1 Jahr zugelassen habe.


    Ich würde an Deiner Stelle zwar nicht fest darauf vertrauen, daß Du noch zum Zuge kommst, es aber auch nicht von vornherein ausschließen. 1,5Mrd. € reichen für 600000 derartiger Abwrackprämien. Ich weiß nicht, ob es in Deutschland unbedingt 600000 Kfz-Halter gibt, deren Fahrzeug


    a) älter als 9 Jahre ist,


    dessen Wert


    b) unter 2500€ liegt


    und die es sich


    c) ausgerechnet im zu erwartenden Krisenjahr 2009 werden leisten können und wollen ein Neufahrzeug zu erwerben.

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    Original geschrieben von Partybombe
    Wie scheiße ist das denn? Oh wir haben dieses Jahr schon genug Kindergeld ausbezahlt, jetzt gibts nichts mehr oder dergleichen.


    Edit: Die Infos können aber auch nicht wirklich stimmen. man lässt sein Auto verschrotten, kauft den Neuen und erfährt dann hinterher das es die Prämie leider nicht mehr gibt? Außerdem steht bis jetzt nur bei der Blödzeitung und nirgends sonst.


    Ich fürchte, daß das schon stimmen könnte. Der Sinn dieser Abwrackprämie besteht ja darin, die Leute möglichst rasch und mit möglichst hoher Multiplikatorwirkung zu Konsumausgaben zu bewegen, um so der sich abzeichnenden Schrumpfung des Sozialproduktes und der damit verbundenen Zunahme der Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken. Und da kann so ein Windhundrennen schon durchaus sinnvoll sein. Da stecken natürlich auch wahltaktische Überlegungen dahinter. Die Arbeitlosenzahlen sollen natürlich vor der Bundestagswahl im September möchlichst niedrig gehalten werden. Da nützt es denen nichts wenn man im Dezemder ein Auto kauft.
    Ob diese Maßnahme allerdings sehr zielführend ist, wage ich eher zu bezweifeln. Da der Gebrauchtwagen ja verschrottet werden muß, ist diese Prämie ja eigentlich nur für die Fahrer von alten Kleinwagen mit einem Wert unter 2500€ interessant. Und von denen werden wohl die wenigsten als nächstes einen in Deutschland hergestellten Mittelklassewagen oder gar eine Luxuslimousine erwerben. Das ist also eher ein Konjunkturprogramm für Korea oder Rumänien, vielleicht z.T. auch für Frankreich und Italien. Das kann zwar auch wieder positive Rückkoppelungseffekte auf die deutsche Exportindustrie haben, dennoch denke ich, daß man die hierfür vorgesehenen 1,5 Mrd. € auch hätte sinnvoller ausgeben können.

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    Original geschrieben von Jochen
    Joah, eben mal intensiver MP3 per Lautsprecher und Headset gehört. Super!
    Mir macht das Teil Spaß. :)


    Ich bin nach einigen Monaten der Nutzung eigentlich auch ganz zufrieden mit dem Gerät, insbesondere das A-GPS und der Tracker stellen in meinen Augen einen echten Mehrwert dar. Die vorinstallierte Navigationssoftware ist dagegen nicht besonders intuitiv, da gibt es bessere freeware. Und was gerade angesichts der nur mittelmäßigen Akkulaufzeit wirklich stört, ist der fummelige Akkufachdeckel. Den Akku kurz mal im Gehen oder Stehen auszutauschen ist (zumindest mir) fast nicht möglich und birgt jedesmal die Gefahr eines physischen Absturzes des Gerätes in sich. Trotzdem, alles in allem den Daumen nach oben. :top:

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    Original geschrieben von Jimmythebob


    edit: @ schmidt3: Nein, meine Muttersprache ist Deutsch. Warum ich nicht Spanisch oder Franz. gewählt habe, frage ich mich jetzt auch. Hinterher, weiß man immer mehr. ;)
    Der Vorteil einer Fremdsprache ist die Verständigung untereinander, da sind wir uns hoffentlich einig. Allerdings sollte die Fremdsprache doch nach dem wirklichen Nutzen ausgesucht werden und nicht danach, welche weltweit am häufigsten gesprochen wird. Sonst wäre Französisch und erst Recht Spanisch nämlich ganz schnell abgeschafft zu Gunsten von Chinesisch oder Hindu. Und in D bringt es mir für die Verständigung mit Sicherheit mehr Türkischkenntnisse zu haben als Spanischkenntnisse. Das ist einfach ein Fakt, auch wenn es einige nicht wahr haben wollen. Das fördert Parallelgesellschaften eben nicht, ganz im Gegenteil! Schlag mal den Unterschied zwischen Integration und Assimilation nach. Integration ist keine Einbahnstraße! *5€ ins Phrasenschwein werf*


    Wenn Du dir die reine Verbreitung als Muttersprache ansiehst, dann kommt Spanisch hinter Chinesisch und Englisch auf Platz drei vor Hindi und Arabisch und weit vor französisch. Ich sprach aber auch explizit von "internationaler Bedeutung" und da liegt wohl Englisch dezeit uneinholbar vorne allerdings gefolgt von Französisch und Spanisch. Versuche doch mal in einer internationalen Organisation eine Stelle zu finden, wenn Du neben Englisch nicht zumindest Französisch oder Spanisch sehr gut beherrschst.
    Und was die Verständigung in Deutschland angeht, so wird diese wohl kaum dadurch gefördert, daß Deutsche anfangen Türkisch zu lernen. Denn wie verständigen Sie sich dann mit den Polen, Russen, Italienern oder Griechen die hier zahlreich leben. In Deutschland muß die "lingua franca" selbstverständlich Deutsch sein, allein schon weil es eben die Muttersprache von über 80% der Bevölkerung ist. Und d.h., daß jeder, der hier dauerhaft leben möchte, die deutsche Sprache hinreichend beherrschen muß. Und diese Verständigung wird sicher nicht dadurch gefördert, daß man in deutschen Schulen Türkisch lehrt. In Frankreich oder England käme jedenfalls niemand auf die Idee, die Integration dadurch zu fördern, daß er französische oder englische Kinder Arabisch oder Hindi lernen ließe. Eine solche Schnapsidee kann nur in einem Land aufkommen das aufgrund seiner traumatischen Vergangenheit unter einer schweren nationalen Identitätsstörung leidet.

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    Original geschrieben von Jimmythebob
    Ich hätte es zu Schulzeiten toll gefunden, wenn Türkisch als zweite Fremdsprache angeboten worden wäre.


    Du bist nicht zufällig türkischer Muttersprachler? Ansonsten findet man ein derartiges Interesse an der türkischen Sprache unter "Ur-Deutschen" eigentlich eher selten.


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    Original geschrieben von Jimmythebob
    So habe ich neben Englisch Latein "gelernt", was mir mal so überhaupt nichts gebracht hat.


    Wenn Dir das Lateinische "überhaupt nichts gebracht" (kommt vielleicht noch falls DU einmal versuchst, eine romanische Sprache zu erlernen) hat, warum hast Du dann keine lebende zweite Fremdsprache wie Französisch oder Spanisch gewählt?


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    Original geschrieben von Jimmythebob
    Wie man sagen kann, dass einem die türkische Sprache keinen "wirklichen Vorteil" verspricht, erschließt sich mir grade vor dem Hintergrund der o.g. Statistiken nicht.


    Der "wirkliche Vorteil" einer Fremdsprache kann wohl nicht darin bestehen, daß man seinen Döner in der Muttersprache des Wirtes ordern kann. Von seinem Verbreitungsgrad und seiner internationalen Bedeutung her kann es Türkisch nun einmal nicht mit Englisch, Französisch oder Spanisch aufnehmen. Und es kann wohl kaum im interesse des deutschen Staates liegen, durch seine Schulpolitik die Bildung und Aufrechterhaltung von Parallelgesellschaften auch noch zu fördern und zu belohnen.

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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Da irgendwelche Politiker (gerade von Randparteien) von Zeit zu Zeit abwegige Ideen ins Spiel bringen um sich als Person mal wieder in den Medien zu präsentieren ist nun auch nichts neues und gab es schon immer. Das diese Visionen selbst bei den eigenen Parteien häufig auf Unverständnis stoßen ist den Leuten dabei völlig egal, Hauptsache mal wieder auf der Titelseite der Bild.


    Daß es sich bei den Grünen um eine "Randpartei" handelt finde ich ja auch. Leider hat es diese Randpartei schon einmal in die Bundesregierung geschafft und es ist nicht auszuschließen, daß derartiges wieder geschieht. Insofern muß man leider auch ihre abstrusesten Vorschläge ernst nehmen.


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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Aus wie vielen derartig abstruser Ideen ist in der Vergangenheit denn (außer einer menge heißer Luft und viel Wirbel) mal wirklich was geworden? Noch wird die Nationalhymne nicht auf türkisch gesungen, Polizisten tragen keinen Truban oder Schleier etc. pp.


    Nein, Polizisten tragen noch keinen Turban, aber bei der Diskussion über kopftuchtragende Lehrerinnen sind wir ja schon geraume Zeit. Und wenn sich das durchsetzt, wer wird dann auf Dauer einem Polizisten etwa mit Sikh-Migarationshintergrund das Turbantragen verwehren können. ;)

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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Hr. Özdemir darf zwar den Vorsitzenden der Grünen mimen, im Bundestag will die eigene Partei ihn aber nicht haben, dass sagt doch schon einiges. (Mal ganz davon ab: Er hat nicht Türkisch statt Deutsch gefordert sondern gefragt warum Englisch, Französisch oder Spanisch als Fremdsprache angeboten wird, aber kein Türkisch).


    Das primäre Argument ist wohl, daß es sich bei Englisch, Französisch und Spanisch im Gegensatz zum Türkischen um Weltsprachen handelt, deren Kenntnis einen wirklichen Vorteil verspricht. Ich hätte mit dem gleichen Argument übrigens überhaupt nichts dagegen, wenn an deutschen Schulen die Fächer "Chinesisch" oder auch "Arabisch" angeboten würden. Englisch oder Französisch aber durch Türkisch ersetzen zu wollen, ist eindeutig reine Klientelpolitik und das gleiche wäre bei Serbokroatisch oder Vietnamesisch der Fall. Es kommt ja auch niemand auf die Idee eine Wahlmöglichkeit zwischen Mathematik und Ikebana einzuführen obwohl das vielleicht manchen Schüler mit japanischem Migrationshintergrund freuen würde.

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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Wir haben nicht mal 2 Mio. Türken bzw. türkischstämmige Mitbürger in Deutschland, also irgendwas knapp über 2% der Gesamtbevölkerung.


    Im Jahr 2005 lebten in Deutschland etwa 2,4 Menschen mit "türkischem Migrationshintergrund" wie es in neudeutsch so schön heißt. Das waren ungefähr 3% der Bevölkerung, inzwischen dürfte dieser Anteil durch weitere Zuwanderung sowie fundamentale Untrschiede in der demographischen Entwicklung noch angestiegen sein. Insgesamt lebten 2005 etwa 15,3 Millionen Menschen mit "Migrationshintergrund" also immerhin fast 19% der Bevölkerung, auch hier mit steigender Tendenz. In manchen deutschen Großstädten haben schon 2 von 3 Neugeborenen zumindest ein Elternteil mit "Migrationshintergrund". Das nur zur Faktenlage.


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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Wer da jetzt "Angst" hat, dass irgendwie türkisch als Amtssprache über die Hintertür eingeführt wird, dem ist dann auch nicht mehr zu helfen. Weder CDU noch SPD würden einen solchen Vorschlag mittragen, die Grünen und FDP haben auf lange Sicht keine Sonne und selbst die Linke würde derartig dämliche Vorschläge nicht ernsthaft in Erwähgung ziehen.


    Du solltest durchaus nicht vergessen, daß Herr Özdemir schon heute mehr türkisch an deutschen Schulen verlangt und Herr Ströbele schon laut die Ersetzung christlicher durch moslemische Feiertage gefordert hat. So abwegig ist das ganze also durchaus nicht. Aber selbst wenn es das wäre, würde ja immer noch nichts dagegen sprechen deutsch als Amtssprache Verfassungsrang einzuräumen, sozusagen als weise Salbe um derartige "Ängste" zu beruhigen.

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    Original geschrieben von pflaumeberlin
    Und inwiefern sollte mit einem solchen Passus einer solchen Forderung vorgebeugt werden? Schließlich könnte er, genau so wie er installiert werden kann, jederzeit um türkisch, griechisch oder baskisch ergänzt, als auch einfach wieder gestrichen werden.


    Das Grundgesetz hat ja vor allem normativen Charakter und beschreibt nicht den Ist-Zustand, aber konkret in dieser Frage kann ich den Mehrwert einfach nicht erkennen.


    Deutsch als Amtssprache hat bei uns keinen Verfassungs-, sondern hat nur einfachen Gesetzesrang, kann somit durch eine einfache parlamentarische Mehrheit geändert bzw. um andere Amtssprachen erweitert werden. Daß in Deutschland Parteien, die auf derartige Ideen verfallen könnten, vielleicht irgendwann eine einfache Mehrheit im Bundestag erhalten, ist wohl leider nicht auszuschließen. Hätte deutsch als Amtssprache jedoch Verfassungsrang, so wäre für eine Änderung bzw. Erweiterung erneut eine verfassungsändernde Mehrheit notwendig. Und daß sich im Bundestag und dem Bundesrat in absehbarer Zeit 2/3-Mehrheiten finden würden, um etwa türkisch als zweite Amtssprache einzuführen, darf vermutlich doch bezweifelt werden.

    Re: CDU will Bekenntnis zur deutschen Sprache im GG



    Die Zielrichtung der ganzen Sache ist in meinen Augen offensichtlich. Mit einer Festschreibung der deutschen Sprache im Grundgesetz soll Forderungen vorgebeugt werden, die unweigerlich innerhalb der nächsten zehn Jahre von den Grünen und ähnlichen Figuren kommen werden, nämlich neben deutsch weitere Sprachen (vermutlich zunächst türkisch) als offizielle Amtssprachen einzuführen. Insofern ist der Vorschlag meiner Ansicht nach an sich durchaus vernünftig, hat in im Deutschland des Jahres 2008 aber leider nicht die geringste Chance auf die erforderlichen Mehrheiten.