Zitat
Original geschrieben von Kaan
Mich nervt es langsam, dass die Linken die ganze Zeit als gefährlich deklariert werden.
Heute, knapp 20 Jahre nach dem Ende der zweiten Diktatur auf deutschem Boden ist die Nachfolgeorganisation der SED dabei, in Deutschland nicht ganz unerheblichen politischen Einfluß zu gewinnen. Ihre Mitgliedschaft besteht zu ca. 50% aus früheren Mitgliedern der ehemaligen Staatspartei der DDR und ihr Ziel ist ganz unverblümt die Wiedereinführung des Sozialismus. Diesmal soll dieser natürlich ganz demokratisch sein und ohne irgendwelche Menschenrechtsverletzungen auskommen. Mauer, Stasi und Tretminen wird es nicht mehr geben, dafür aber jede Menge "soziale Gerechtigkeit".
Nun mal ein Gedankenspiel: Angenommen etwa 20 Jahre nach Ende des dritten Reiches hätte sich eine Partei gegründet, die man als Nachfolgeorganisation der NSDAP hätte bezeichnen können. Ihre Mitgliedschaft hätte zur Hälfte aus ehemaligen Nazis bestanden und ihr erklärtes Ziel wäre die Einführung eines "demokratischen Nationalsozialismus" gewesen, diesmal ganz ohne Gestapo und KZ dafür aber mit jeder Menge sozialer Gerechtigkeit.
So eine Partei hättet ihr niemals gewählt? Recht habt ihr, denn es gibt sie tatsächlich und sie heißt NPD. Allerdings war der Anteil ehemaliger NSDAP-Mitglieder in der NPD niemals so hoch wie der Anteil ehemaliger SED-Mitglieder in der Linken und von der Einführung eines "demokratischen Nationalsozialismus" würden die niemals sprechen, denn dann würden sie unverzüglich verboten.
Aber was, frage ich mich, kann dann angesichts dieser offenkundigen Analogie einen einigermaßen vernünftigen Menschen dazu bringen, die "Linke" zu wählen. Liegt es nur daran, daß diese "Sozialisten" rot und nicht braun lackiert sind? :confused: