Beiträge von schmidt3

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007


    In anderen Bundesländern und mit anderen Parteien könnte man vermutlich ähnliche Analogien ermitteln, aber hier war die Steilvorlage "Bayern" und "intelligent" einfach zu schön, um sie nicht zu nutzen... :D


    Kann man, kann man wirklich.


    Ergebnisse der letzten Bundestagswahl 2005 (gültige Zweitstimmen):


    Wahlkreis 025 Aurich-Emden: SPD 55,9%


    Wahlkreis 027 Friesland-Wilhelmshaven: SPD 46,6%



    Der durchschnittliche Ostfriese scheint also typischer SPD-Wähler zu sein. :D

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Bereits in der Überschrift wird freilich ein von Dir verschwiegener Zusammenhang hergestellt, nämlich der, dass die um sich greifende Dummheit im Osten mit der hohen Arbeitslosenquote dort zusammenhängt. Was von beiden zuerst da war und was davon folglich was zur Folge hatte, braucht sich keiner zu überlegen - das ist bekannt.


    Davon abgesehen ist Deine zusammengefasste Formel "dumm wählt links, schlau wählt bürgerlich" an stammtischhaftem Populismus ja nun kaum mehr zu übertreffen. Wenn man "schlau" durch "reich" ersetzt, dann stimmt es eher. Anders ist es kaum zu erklären, dass extrem bildungs- aber nicht unbedingt wirtschaftsnahe Menschen (die sogen. "geistige Elite") dann im Schnitt doch eher wieder der linken Seite des politischen Spektrums zuzuordnen sind.



    Du scheinst übersehen zu haben, daß ich keine Kausalzusammenhänge postuliert, sondern die Schlußfolgerungen dem geneigten Leser selbst überlassen habe.
    Abgesehen davon, würde ich Dipl.-Sozialpädagoginnen, Politologiestudenten im 30. Semester und hauptberufliche Frauenbeauftrage oder was es sonst noch an archetypischen linken Lichtgestalten gibt, nicht gerade als "geistige Elite" bezeichnen bloß weil sie wissen, wo der Haupteingang zur Universität ist. Auch wenn Dich das jetzt schockieren mag: Die meisten intelligenten Menschen setzen ihre Fähigkeiten gerne auch für eigennützige Zwecke ein, z.B. um Geld zu verdienen. Deswegen ist der von zusammenphantasierte Gegensatz zwischen "bildungsnahen" aber "wirtschaftsfernen" Intelligenzlern einerseits und reichen aber grenzdebilen Großverdienern andererseits schlichtweg lächerlich. Ob der taxifahrende aber stramm linke Soziologe oder der erfolgreiche konservative Diplom-Ingenieur über den höheren Intelligenzquotienten verfügen, das wäre durchaus einer Überprüfung wert. Du darfst nicht vergessen, daß die ja meist selbstgewählte Bezeichnung "Linksintellektueller" durchaus nicht unbedingt etwas mit Intelligenz zu tun hat.
    Um Deine Argumentation entgültig ad absurdum zu führen habe ich mir wegen des aktuellen Anlaßes gerade mal die soziale Schichtung der Wähler von SPD und CDU bei den Landtagswahlen in Hessen angesehen: Von den Arbeitslosen wählten 36% SPD und nur 25% CDU, bei den Arbeitern 40% SPD und 35% CDU. Bei den Selbstständigen wählten dagegen 41% CDU und nur 24% SPD. Nun frage ich Dich: Sind die Arbeitslosen wohl alle arbeitslos weil sie solche topgebildeten Intelligenzbestien sind oder sind die Selbstständigen alle selbstständig weil sie nicht bis drei zählen können? Denk mal drüber nach.



    Wir können gerne damit weitermachen, uns die Skandale in den verschiedenen Bundesländern vorzuhalten. Ich fürchte allerdings, daß dies wenig sinnvoll ist, da sich hier nichts quantifizieren läßt. Also lassen wir doch einmal ein paar Zahlen sprechen: Die Arbeitlosigkeit etwa lag in BW im Jahr 2007 durchschnittlich bei 4,9% und in Bayern bei 5,3%. In den chronisch roten Bundesländern NRW und HB betrug sie dagegen 9,5% bzw. 12,7%. Im Osten findet sich das gleiche Bild: am besten stehen die stets von bürgerlichen Regierungen geführten Länder Thüringen (13,2%) und Sachsen (14,7%) dar, während das "rote Paradies" MV mit 16,5% das Schlußlicht bildet. Auch die Abwanderung aus den ostdeutschen Bundesländern war übrigens in Sachsen noch am geringsten. Irgendetwas macht man in den südlichen, traditionell unionsgeführten Bundesländern also offenbar richtig.
    Interessanterweise gibt es noch weitere auffällige Unterschiede zwischen den südlichen und den nördlichen Bundesländern (die offenbar auch mit den Wanderungsbewegungen zu tun haben) und zwar in sowohl West- als auch in Ostdeutschland. Ich zitiere aus einem Artikel, den drei hohe Ministerialbeamte des Bundesverteidigungsministeriums im Jahr 2003 in der Zeitschrift "Politik und Zeitgeschichte" veröffentlicht haben:

    "Seit langem stellt der Psychologische Dienst der Bundeswehr beim Vergleich der Bundesländer auffällige Unterschiede bei den Intelligenztestleistungen wehrpflichtiger junger Männer fest. So haben wir vor einiger Zeit ausführlich über ein deutliches West-Ost-Gefälle der Testleistungen in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung berichtet.[1] Gleichzeitig war über den gesamten Beobachtungszeitraum von 1992 bis 1998 ein kaum weniger starkes Süd-Nord-Gefälle zu erkennen: Deutlich geringere kognitive bzw. geistige Fähigkeiten ("Humankapital") fanden sich in den nördlichen Bundesländern Bremen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Eindeutige Leistungsspitzen waren in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, auf einem niedrigeren Niveau auch in Sachsen und Thüringen, auszumachen."


    Der gesamte Text ist hier zu finden:


    http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=LENL2A


    Zusammenfassend kann man also folgendes sagen: Im Süden der Republik erzielt man die deutlich besseren wirtschaftlichen Leistungen, weist die Bevölkerung signifikant höhere kognitive Fähigkeiten auf und man wählt traditionell bürgerlich. Welche Kausalzusamenhänge zwischen diesen drei Beobachtungen bestehen mögen, mag sich jeder für sich selbst überlegen.


    Abschließend muß ich Dir noch sagen, daß man hier unten schwarze Brillen trägt um besser sehen zu können. Man nennt sie Sonnenbrillen. Dir würde ich jedoch empfehlen die rosa-rote Brille abzunehmen, Selbstbetrug ist keine Lösung. ;)


    Und jetzt warte ich auf das Wutgeschrei.

    Re: Provinzpolitiker als Weltenbummler



    Ehrlich gesagt wundert mich nur eines: Wenn in Bayern so grauenhafte Korrupton herrscht und sich die Provinzler und Bauerntölpel da alle so töricht anstellen, warum strömt dan die Bevölkerung aus solchen roten Paradiesen der sozialen Gerechtigkeit wie Brandenburg, MV, Berlin, Bremen etc. in Scharen in die südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg? So etwas nennt mal wohl Abstimmung mit den Füssen.

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
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    Du hast sie wahrscheinlich gemeint.
    Ich bin ja froh daß ich in Bayern wohne, da stellen sich solche Probleme nicht, wie in Hessen. . Die Bayern sind halt da......


    Glücklicherweise ist auch in meinem Bundesland Baden-Württemberg so bald keine rote Machtübernahme zu erwarten. Sollte es dennoch jemals so weit kommen, vertraue ich auf Bayern als letzten sicheren Rückzugsraum. :D


    Bis dahin kann ich nur sagen: "Gott mit Dir du Land der Bayern"

    Zitat

    Original geschrieben von Hinniwilli
    Mir liegt es absolut fern, die Verbrechen des Regimes zu verteidigen. Ich finde es nur heuchlerisch, diejenigen als die geläuterten Demokraten hinzustellen, die wendig genug waren, sich nach `89 nach den neuen Geldtöpfen auszurichteten und in CDU und FDP wecheselten und die anderen als Stasi-Schergen.
    Als Lehre aus der Nazi-Zeit dürfte auch hängen geblieben sein, dass gerade die hemmungslosen Opportunisten die größte Gefahr für die Demokratie sind.


    Die Integration der alten Nazis und ihrer Mitläufer in die bundesdeutsche Demokratie hat doch geradezu perfekt funktioniert. Die haben sich brav angepaßt und das neue System nicht einen Augenblick in Gefahr bringen können. Allerdings hat man ihnen auch nicht erlaubt, sich in einer neuen NSDAP politisch zu organisieren, so wie man es heute bei den Kommunisten und ihrer SED 2nd edition zuläßt.


    Nein, interssanterweise kommt in Deutschland knapp zwanzig Jahre Nach dem Mauerfall niemand auf die Idee die Partei der Mauer-Killer zu "kriminalisieren". Ich frage mich allerdings, was passiert wäre, wenn die Abgeordnete irgendeiner Partei die Wiedereinführung des Reichssicherheitshauptamtes gefordert hätte. Ich denke, man hätte sich kaum mit einem ziemlich lahmen Ausschluß aus einer Fraktion begnügt. Hier wäre sicherlich sofort die Immunität aufgehoben und zumindest wegen Volksverhetzung ermittelt worden.
    Aber wie weit in diesem Land die Begriffs- und Werteverwirrung bereits fortgeschritten ist, beweist schon allein die Tatsache, daß Du an den Kommunisten jetzt schon "sozialliberale" Züge zu entdecken glaubst. :gpaul:


    Würde mich ehrlich interessieren, mit welchem Prozedere Koch Neuwahlen herbeiführen könnte.