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Original geschrieben von oleR
Selbst die Eskapaden mit der Wahlfälschung konnte der CSU nix anhaben. Amigo-Affäre: folgenlos. Die verzockten Milliarden der Bayern-LB - das Land kann es sich offensichtlich leisten. Da die Bayern wohl trotzdem mit der CSU "zufrieden" sind, scheinen die Ansprüche ja nicht besonders hoch zu liegen.
Schwarze Brille abnehmen, schmidt! Weiß doch jeder, dass man damit nix mehr sieht.
Zur Aufklärung: Die Leute zogen wie nach Bayern und BaWü auch nach NRW - schon zu SPD-Zeiten. Ebenso hatten sie wohl keine Lust auf die gute, seit knapp 20 Jahren andauernde, CDU-Politik in Sachsen. Da lag übrigens die Arbeitslosenquote im Dezember bei 13,4 %. Im "Paradies der sozialen Gerechtigkeit" etwas weiter nördlich waren es - 13,5 %. Klar, die CDU kann es einfach besser.
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Wir können gerne damit weitermachen, uns die Skandale in den verschiedenen Bundesländern vorzuhalten. Ich fürchte allerdings, daß dies wenig sinnvoll ist, da sich hier nichts quantifizieren läßt. Also lassen wir doch einmal ein paar Zahlen sprechen: Die Arbeitlosigkeit etwa lag in BW im Jahr 2007 durchschnittlich bei 4,9% und in Bayern bei 5,3%. In den chronisch roten Bundesländern NRW und HB betrug sie dagegen 9,5% bzw. 12,7%. Im Osten findet sich das gleiche Bild: am besten stehen die stets von bürgerlichen Regierungen geführten Länder Thüringen (13,2%) und Sachsen (14,7%) dar, während das "rote Paradies" MV mit 16,5% das Schlußlicht bildet. Auch die Abwanderung aus den ostdeutschen Bundesländern war übrigens in Sachsen noch am geringsten. Irgendetwas macht man in den südlichen, traditionell unionsgeführten Bundesländern also offenbar richtig.
Interessanterweise gibt es noch weitere auffällige Unterschiede zwischen den südlichen und den nördlichen Bundesländern (die offenbar auch mit den Wanderungsbewegungen zu tun haben) und zwar in sowohl West- als auch in Ostdeutschland. Ich zitiere aus einem Artikel, den drei hohe Ministerialbeamte des Bundesverteidigungsministeriums im Jahr 2003 in der Zeitschrift "Politik und Zeitgeschichte" veröffentlicht haben:
"Seit langem stellt der Psychologische Dienst der Bundeswehr beim Vergleich der Bundesländer auffällige Unterschiede bei den Intelligenztestleistungen wehrpflichtiger junger Männer fest. So haben wir vor einiger Zeit ausführlich über ein deutliches West-Ost-Gefälle der Testleistungen in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung berichtet.[1] Gleichzeitig war über den gesamten Beobachtungszeitraum von 1992 bis 1998 ein kaum weniger starkes Süd-Nord-Gefälle zu erkennen: Deutlich geringere kognitive bzw. geistige Fähigkeiten ("Humankapital") fanden sich in den nördlichen Bundesländern Bremen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Eindeutige Leistungsspitzen waren in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, auf einem niedrigeren Niveau auch in Sachsen und Thüringen, auszumachen."
Der gesamte Text ist hier zu finden:
http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=LENL2A
Zusammenfassend kann man also folgendes sagen: Im Süden der Republik erzielt man die deutlich besseren wirtschaftlichen Leistungen, weist die Bevölkerung signifikant höhere kognitive Fähigkeiten auf und man wählt traditionell bürgerlich. Welche Kausalzusamenhänge zwischen diesen drei Beobachtungen bestehen mögen, mag sich jeder für sich selbst überlegen.
Abschließend muß ich Dir noch sagen, daß man hier unten schwarze Brillen trägt um besser sehen zu können. Man nennt sie Sonnenbrillen. Dir würde ich jedoch empfehlen die rosa-rote Brille abzunehmen, Selbstbetrug ist keine Lösung. 
Und jetzt warte ich auf das Wutgeschrei.