Auch diesen Thread hol ich wieder hoch... weil ich mich zu den beiden Themen schon recht oft habe aufregen müssen.
Grundsätzlich sollten IMHO einige Verstöße viel stärker bestraft werden als sie es im Moment werden. Soweit ich weiß wird ja ab Mitte '05 ein erster Schritt in diese Richtung. Ich hab die genauen Zahlen nicht mehr im Kopf, habs nur mal kurz in einer Nachrichten Sendung gesehen. Also man möge mir falsche Zahlen vergeben
Drängler werden mit 250 € (immer noch lachhaft) und 3 Monaten Fahrverbot (sehr schön, von mir aus auch gern mehr) bestraft.
Zum Tempolimit kann ich nur sagen, daß es mit wenigen Ausnahmen völlig schwachsinnig ist. Es gibt Abschnitte, da gibt es für mich keinen ersichtlichen Grund warum nur 120 erlaubt sind. Das sind Abschnitte auf denen man auch locker mit 250 durchschießen könnte. Dann gibts wieder Strecken auf denen gibts keine Begrenzung (A6 HN --> MA, 2-spurig!!!).
"Bremser" sollten härter bestraft werden. Soweit ich mich richtig entsinne, gibts ne Strafe wenn ein Trecker eine Kolonne von mehr als 20 Autos hinter sich aufstaut. Die Strafe liegt bei IMHO 20 €. Das ist ein Witz. Erstmal dauerts bei Nicht-Berufsverkehr ne ganze Weile bis 20 Autos dahinter sind und 20 € tun keinem Weh.
Parkidioten sollten mindestens 30 € Strafe zahlen und das sollte gesammelt werden. Wenn einer nämlich wirklich zu doof oder zu faul ist korrekt zu parken, würde ich ihm ebenfalls ein Fahrverbot oder nochmal ein paar Fahr-/ bzw. Parkstunden verordnen, was dann natürlich erheblich teurer käme.
Ich denke mittlerweile ist die Vernunft nur noch über den Geldbeutel anzusprechen.
Das Rechtsüberholverbot gilt laut ADAC nur auf BAB. Sprich auf jeder anderen Straße kann ich rechts überholen wie ich will. Egal ob Bundes-, Landstraße oder innerorts. Ich persönlich wäre für eine Aufhebung dieses Verbots.
Und wenn jemand Angst hat Auto zu fahren, dann sollte er es lassen. Und wenn er es selbst nicht einsieht, dann muß man ihn zwingen (Führerscheinentzug). Bei älteren Verkehrsteilnehmern würde ich sowieso eine regelmäßige Überprüfung der Fahrtüchtigkeit vorschlagen. Diese darf allerdings nicht auf Kosten der Fahrer gehen. Sonst wäre ja Alt im Straßenverkehr = Strafe.
Aber unsere Herren Politiker versuchen ja lieber etwas mehr Kohle aus uns Autofahrern zu pressen, als tatsächlich was sinnvolles zu tun.
Blitzer: Da wäre eine gesetzliche Regelung eine gute Idee. Ganz einfach an häufigen Unfallorten und an besonders zu schätzenden Stellen (Kindergärten, etc.) Alles andere ist Mumpitz.
EDIT: Ach ja, meine lieben LkW-Fahrer hab ich ganz vergessen... auf 2-spurigen Straßen sollte zu Hauptverkehrszeiten (eigentlich immer tagsüber) ein grundsätzliches Überholverbot gelten.
Wenn man es genau nimmt schadet jeder "Rausscherer", "Bremser" oder sonst irgendwie "Behinderer" ja auch wirtschaftlich, also finanziell. Es mag Haarspalterei sein. Aber wenn ich konstant 140 fahre, dann verbrauche ich weniger Sprit, als wenn ich aus 140 runterbremsen und wieder beschleunigen muß... von daher geht es hier (zumindest wenn man es mal hochrechnet) nicht nur um ein Ärgernis, sondern fast schon um ein "Kapitalverbrechen" (O.K. der Begriff mag nicht stimmen, aber das Wort "Kapital" trifft zumindest auf den finanziellen Schaden zu)