Ob das Notebook eingeschaltet ist, oder nicht, spielt keine Rolle. Der einzige Unterschied ist, das bei einem laufenden Notebook der Ladevorgang länger braucht, weil das Netzteil ja dann nicht nur den Akku laden muß, sondern nebenher auch das Notebook mit Saft versorgen muss.
Wenn Du das Netzteil nutzt UND den Akku drin lässt werden keine Zellen zerstört (welcher Vogel hat eigentlich diese Urban Legend in die Welt gesetzt :confused: :flop: ).
Was sich negativ auf die Zellenkapazität auswirkt, ist das ständige "kleine" Nachladen. Die Zellen entladen sich mit der Zeit. Wenn nun dann ständig wieder nachgeladen wird, tut das den Zellen nicht gut. Aber es spielt dabei keine Rolle, ob das Notebook ein- oder ausgeschaltet ist.
Gute Notebooks laden die Zellen erst ab einem gewissen Wert wieder auf. So wird diese Phase deutlich verlängert. Auch sollte man einen LiPo Akku niemals komplett entleeren, bzw. z.B. wenn man im BIOS ist leer laufen lassen. Damit bekommt man den besten Akku zerstört.
Ideal ist es, den Akku ab und an mal bis zu 30% zu entladen und dann wieder aufzuladen. Auch sollte man bei längerer nicht Benutzung den Akku nicht komplett geladen lagern. Besser ist es, den Akku so auf 55-60% zu Laden und dann in den Schrank zu legen.
Dazu kommt noch, das die Lithium Akkus im Schnitt 2 Jahre halten. Danach verlieren diese immer schneller an Kapazität. Das ist auch der Grund, warum man niemals Lithium Akkus auf Vorrat kaufen sollte. Kauft man sich z.B. einen neuen Notebook und nimmt direkt einen Ersatzakku dazu (weil er im Angebot war) kann es passieren, das dieser nach zwei Jahren sogar noch weniger Energie speichern kann, als der Akku der immer im Notebook belassen wurde.
Du kannst also ruhig den Akku im Gerät lassen. Ich mache das nun schon seit etlichen Jahren so. Und meine Akkus leben meist länger, als die, die andere in den Schrank legen (und dort meistens auch noch schlecht lagern).
Im Gegenteil: Die Zellen müssen ausbalanciert werden. Das grösste Problem bei Lithium Akkus sind unterschiedliche Zellenspannungen. Je größer der Unterschied, desto schneller gehen diese kaputt. Und in den Ladegeräten sind entweder Balancer (die etwas günstigere Methode) oder Equalizer (die beste Methode) drin, die dafür sorgen, das während des Ladevorganges die Zellenspannungen angeglichen werden.