ZitatOriginal geschrieben von frank_aus_wedau
Hohe Ladeströme induktiv zu übertragen, dürfte nicht unproblematisch sein; zumal bei einem modernen High-Tech Produkt die Verlustkleistung bei diesem Verfahren unmittelbar hohe Wellen schlagen dürfte.
Nein, gar kein Problem. Wir reden hier im Grunde nur über einen Transformator. Nicht mehr und nicht weniger. Sicherlich ist der Verlust etwas höher, weil die Isolationsschicht dicker ist, aber wir reden hier von Ladeströmen von 500mA bis 1A. Das sind Peanuts.
Ich selber habe hier Antennen mit induktiver Kopplung, die deutlich mehr leisten müssen ![]()
Es gibt seit etlichen Jahrzehnten induktive Stromübertragung: Der Transformator
Der macht nichts anderes, als von einer Spule auf eine andere Spule den Strom zu übertragen. Und das ohne jeglichen elektrischen Kontakt. Die Spulen sind voneinander getrennt. Was man hier nur macht, sind die beiden Spulen nicht in ein Gehäuse zu packen, sondern diese zu trennen.
Die Primärwicklung ist nun im "Ladetisch" und die andere Spule im Handy (oder auch die Zahnbürste).
Ganz simples uraltes Prinzip.
RFID Systeme arbeiten ebenfalls so. Will man halt höhere Ströme, dann werden nur die Spulen größer. Wobei bei den geringen Strömen eines Handys das alles noch recht klein ist.
Und der Witz ist, das ein normaler Transformator einen wesentlich höheren Wirkungsgrad hat, als ein Schaltnetzteil. Um bei einem Schaltnetzteil 80% zu erreichen, muß ein enormer Aufwand betrieben werden, währen ein Transformator locker 90% macht.
Vorteil ist bei Schaltnetzteilen halt, das diese wesentlich kleiner gebaut werden können.
Aber da die Fläche ja recht groß sein kann (um bequem sein Handy einfach aufzulegen ohne zu zielen) ist es kein Problem eine entsprechende Primärwicklung unterzubringen.
Dann ein wenig mehr Verlustleistung durch die andere Bauweise, die sich aber letztendlich dann irgendwo wieder bei einem Wirkungsgrad einen Schaltnetzteiles wiederspiegelt.