Sicher, auch wenn der obige Beitrag kein "Test" im engeren Sinne ist, so beleuchtet er doch einige (alle?) wichtige Aspekte von i-mode. Zudem ist es halt so, daß seit geraumer Zeit nur ein i-mode-fähiges Händi auf dem Markt erhältlich ist, so daß die Qualität von i-mode noch existenziell von diesem NEC-Gerät abhängt.
Meine ganz persönliche Meinung zu i-mode ist -- nun ja -- eher "vernichtend": Ich sehe keinen Sinn hinter dem Ganzen. In Anbetracht der doch mitunter nicht unerhablichen Kosten ist die gebotene Information (und solche will ich für mein Geld erhalten) eher dürftig. Abgesehen davon ist in den allermeisten Fällen eine farbliche, peppige, poppige oder sonstwie "abgedrehte" Aufmachung unnötig, wenn nicht sogar störend.
In meinen Augen ist i-mode der Triumph der Verpackung über den Inhalt. Ich gehöre nicht zu denjenigen, die WAP totreden: Es kann nützliche Informationen rasch auf das Mobiltelefon liefern. Ebenso will ich i-mode nicht totreden*. Allerdings sehe ich keine Innovation dahinter, sondern lediglich Spielerei. So gesehen sollte man i-mode vielleicht im Was-ist-Luxus-Thread weiterdiskutieren ...
Zum Abschluß noch ein paar Worte "in eigener Sache": Damit man meine Ausführungen leichter als "persönliche Meinung" einschätzen kann, sollte ich sagen, daß für mich in den allermeisten Fällen "weniger ist mehr" gilt. Barocke Architektur ist mir in ihrer Überfrachtung ein Grauß. Ich gehöre außerdem zu den Leuten, die beim Abfassen eines Textes am Computer nur maximal drei Schriften (Antiqua für den Lauftext, Grotesk für die Überschriften, Symbol für Sonderzeichen) und keine Farben brauchen. Vermutlich schreibe ich deshalb meine ganzen Texte mit LaTeX.
"Eine Sache ist dann vollkommen, wenn man nichts mehr wegnehmen kann." -- Antoine de Saint-Exupéry
Barrie 
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*) Marcel Reich-Ranicky sinngemäß: "Ein Kritiker tötet nicht; er stellt nur die Totenscheine aus."