Durchsichtige Strategie
Für mich ist es schon seit seinem Amtsantritt und seiner omnipotenten Mediendarstellung klar, wo der Zug hinfährt.
Letztlich passt dazu, dass er nun, im Zusammenhang mit dem Opel Theater, als einer der letzten Aufrechten medial verklärt wird.
Hier wird offensichtlich ein politisches, schweizer Taschenmesser inszeniert, eben eine vermeintlich tugendhafte Allzweckwaffe.
Reichlich ausgestattet mit überdimensioniertem Selbstvertrauen und wichtigen Medienkontakten, aber vor allem mit sehr vielen Ambitionen und besonders ausgeprägtem Drang zum Zentrum der Macht.
Solche Charakterzüge sind mir grundsätzlich suspekt, insbesondere, wenn hier erneut, wenn auch ein deutlich verbessertes Modell, eines reinen Medienpolitikers positioniert werden soll.
War Westerwelle die hiesige Urform dieser Art von Politikern mit trojanischen Aufgaben, so ist von Guttenberg eindeutig das verbesserte Nachfolgemodell.
Über die Schiene: Idealer Schwiegersohn und everybodys darling, gepaart mit reichlich Pathos, wird er sicherlich in unserem Medienzeitalter seinen Weg machen- ja offensichtlich ist es wohl sogar unvermeidbar.
Für mich ist und bleibt aber ganz besonders diese Art von ferngesteuerten, schön hochglänzend polierten Politikmarionetten ausdrücklich nicht ein Teil der Lösung, sondern eindeutig ein gewichtiges Teil des Problemes!