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Original geschrieben von pallmall
Das Argument "Verbote nutzen nix" ist so dämlich wie nicht tot zu kriegen...
Hast Du den Wiki-Link mal gelesen? Im Falle von Alkohol bewirkt Prohibition z.B. das Schwarzbrennen hochprozentigstem Gifts.
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Mord ist auch verboten. Da verlangt auch niemand ein Erarbeiten/ Wiedererlangen eines angemessenen Umgangs mit den verschiedenen letalen Tötungsmechanismen...
Finde selber heraus, warum der Vergleich hinkt.
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Fakt ist, Drogenkonsum wird von einer kleinen Minderheit betrieben, solange es sich um illegale Drogen handelt-quasi der unverbesserliche Bodensatz einer jeden Gesellschaft.
Dass die Unterscheidung von illegalen und legalen Drogen Blödsinn ist, wurde doch schon weiter oben erörtert. Insofern nimmt eine Mehrheit der Bevölkerung Drogen zu sich. Bei vielen führt das zu keinen gravierenden Problemen. Nur eine Minderheit kommt leider mit dem Konsum bestimmter Substanzen nicht klar, was aber nur zum Teil an der Substanz an sich liegt, sondern vielmehr an den gesellschaftlichen und persönlichen Umständen.
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Eine Verbotsaufgabe würde nur die gleichen negativen Effekte haben, wie bei Alkohol und Nikotin.
Ich habe nirgendwo geschrieben, dass man alle Drogen für jeden frei zugänglich machen sollte! Aber es ist aus früheren/anderen Gesellschaften bekannt, dass dort Drogen nur in einen bestimmten rituellen Kontext konsumiert wurden. Diese schützende und kontrollierende Umgebung fehlt heute.
Der Übergang vom Genussmittelkonsum zum Drogenmissbrauch ist fließend.
Ein Beispiel: Man stelle sich vor, Alkohol würde ausschließlich von Erwachsenen zu großen Festen (Weihnachten, Geburtstag, Hochzeit etc.) gemeinschaftlich getrunken (nicht gesoffen). Und jeder, der alleine zu Hause trinkt würde von der Gesellschaftlich schlecht angesehen, und jeder unkontrollierte Alkoholkonsum (Kotzend im Rinnstein liegen) würde von allen eindeutig negativ sanktioniert. - Dies würde dem Alkoholmissbrauch viel besser vorbei vorbeugen als Verbote.
Leider ist aber heute bei uns das Gegenteil der Fall: Drogenkosum gilt (z.B. in der Werbung) als 'befreiend', cool usw. (- Na, wer findet den Widerspruch?)
Auch gelten eine hohe Alkoholfestigkeit ("Der verträgt 'was!") und das Koma-Saufen (besonders unter Jugendlichen) in vielen Kreisen eher als etwas Positives. 
Aber solange man(n) noch damit prahlen kann, wie lange der Filmriss am letzten Wochenende war, solange sind die Türen für einen vernünftigeren, ungefährlicheren Drogengebrauch verschlossen.
Dies meinte ich damit, dass die Gesellschaft nicht (mehr) reif für einen angemessenen Umgang mit Drogen (welche es immer geben wird) ist. Es fehlen die soziale Kontrolle und Ersatz-Problemlöse-Strategien.