Original geschrieben von DUSA-2772
Dass Du jetzt soziale Kompetenzen nicht sehr schätzt, ist mir schon klar 
Ich kann das nicht nur aus eigener Erfahrung sagen - meine Mutter war Lehrerin an ner Grundschule mit 70% Ausländeranteil, mit bis zu 11 verschiedenen Muttersprachlern in der Klasse und in einem sozialen Milieu, wo schon ab der 1. Klasse mitunter Schutzgeld"spielchen" liefen. Viele Lehrer, die ich hatte hätten da keine Woche überlebt. Auch sonst hab ich von einigen ehemaligen Mitschülern und Komilitonen mitbekommen, was man denn für Seminare besuchen muss, wenn man auf Lehramt studiert - zumal die auch alle bei uns im Nebenfach abhingen. Nicht umsonst wird auf der einen Seite von Pädagogen gesprochen, auf der anderen Seite von Lehrern

Anyways...
Wenn ich mit Menschen arbeite, sollte ich auch ein wenig Kenntnisse darüber mitbringen, wie Menschen erstmal für sich ticken - und das stellt bei Kindern und Jugendlichen nochmal ne extra Herausforderung dar, denn bei denen bildet sich erst die Persönlichkeit heraus. Und dann sollten sie Ahnung haben, wie Gruppen funktionieren und wie man sie steuert. Dazu gehört auch, dass sie da ne ganze Menge über sich selbst wissen sollten, denn ich bin immer Teil des Systems und habe meine "wunden Punkte". Gut, an dem Punkt hapert es auch bei den ganzen anderen Studenten in egal welcher Fachrichtung und so mancher entwickelt bis ins hohe Alter als Führungskraft null Selbstreflexionsfähigkeiten
Das sollte uns trotzdem nicht hindern, das für Lehrer zu fordern, schließlich schicken wir dort unsere Kinder 5 Tage die Woche hin. Und nur Schizophrene dürften die Fehler und Schwächen von einem Lehrer schneller und fieser aufzeigen als das Jugendliche tun... 
Fazit: ja, da vorne stehen hauptsächlich Fachidioten und nur wer für sich mit der Zeit Selbstreflexionsfähigkeiten entwickelt und sich in der Richtung "soziale Komeptenz" beschäftigt, wird ein guter Lehrer. Und wenn wir alle an unsere Schulzeit zurückdenken, können die meisten genau sagen, wer zu welcher Gruppe gehörte...