Beiträge von Martyn

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    Original geschrieben von Printus
    Viele Akademiker arbeiten heute de facto nach Beendigung ihres Studiums in ihrem Job und sind offiziell doch nur Praktikanten, manchmal ohne überhaupt bezahlt zu werden.


    Das heißt im Klartext: wirklich sicher im Job ist man nach 5, 6 Jahren - wenn man nach Abschluß der Praktikantenzeit auch noch die befristetn Verträge abgeritten hat und endlich in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis ist.


    Wie blöd muß ein Arbeitgeber sein wenn es ihm nicht gelingt innerhalb der momentan 6 Monate Probezeit zu entdecken ob ein Mitarbeiter fähig ist? Und schon dreimal wenn sich de facto bereits jetzt nach einem und nach 2 JAhren die Möglichkeit bietet den AN loszuwerden.


    Sicher reichen 6 Monate als Probezeit aus. Ausserdem hat eine kürzere Probezeit für den Arbeitnehmer den Vorteil, das er danach relative Planungssicherheit hat, wenn es zum Beispiel um Mietverträge geht. Das muss man bein einer 24 Monate dauernden Probezeit schon kritisch sehen.


    Aber trotzdem bietet dieses Übel den kleinen Vorteil, das vielleicht mehr reguläre Beschäftigungsverhältnisse entstehen statt befristeten Arbeitsverhältnissen und Zeitarbeit.


    5 bis 6 Jahre in einem Unternehmen zu bleiben ist heute garnicht mehr so einfach.


    Wie schon gesagt, ich befürworte die Verlängerung der Probezeit in keiner Weise, aber ich kann damit leben.


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    Original geschrieben von Printus
    Und was mich wirklich auf die Palme bringt: Weißt Du was 15-20 EUR Mehrbelastung für sozial Schwache bedeuten? Für Dich sind das vielleicht nur Peanuts und hier im TT sind auch mehrheitlich Leute in wirtschaftlich "sicheren" Verhältnissen. Aber Du mußt Dich mal wirklich in Erwerbslosen- oder Schuldner-Foren belesen wie es denn Leuten geht.


    Du bekommst 345 EUR Grundsicherung und sollst Dich davon ernähren, Kleidung zahlen und alle Verbindlichkeiten bedienen, die noch laufen. - ganz normale Dinge, siehe oben, die jeder kennt und irgendwelche Verträge, Abos und sonstwas hat JEDER. Gar nicht davon zu reden daß Du auch noch Raucher sein könntest oder einen Kanarienvogel, einen Hund oder sonst ein Haustier hast, das gefüttert werden will.


    Ich hab auch niemals eine Erhöhung der Mehrwertsteuer gefordert, sondern lediglich festgestellt, das sie z.B. im Vergleich mit den Studiengebühren die auf Monate umgerechnet einer Belastung von bis zu 85,17€ doch eher ein Peanut ist.


    Ich wünsche es sicher niemanden von 345€ pro Monat leben zu müssen, und ich habe im Gegensatz zu anderen Usern hier auch niemals weitere Einschnitte gefordert, sondern das Gegenteil, den Satz auf 480€ anzuheben, vielleicht erinnert ihr euch ja noch an den Thread.

    Bei war der Kartentausch auch ohne Probleme ... und die ersten 64K Karten laufen wirklich ohne Probleme.


    Bei der aktuellen Version hab ich allerdings eine Niete gezogen.

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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Und wieder einmal stellt sich die Frage, wo Du eigentlich im Leben stehst.
    2 Jahre um einen AN zu testen? Hallo wo sind wir denn? Wenn es ein Unternehmen nicht in 3-6 Monaten schafft einen AN auf seine Fähigkeiten hin zu testen sind sie doch selber Schuld.


    Da hast du schon recht, aber diese Forderung kam ja nicht von mir, sonder von der Union, die ihr ja sonst so unterstützt.


    Wenn es schon nichts gutes ist, bringt es nebenbei vielleicht doch die Vorteile, das es mehr unbefristete Arbeitsverhältnisse statt befristeter Arbeitsverhältnisse und Zeitarbeit geben wird.


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    Original geschrieben von qwasy
    Deine Einstellung halte ich übrigens für überaus unsozial, egositisch und unausgewogen, einfach weil Du Dir anscheinend einzig die wenigen Interessengruppen herausgreifst, deren Lebenslagen sich möglicherweise mit Deiner überschneiden. Für deren Wohlergehen scheint alles recht zu sein, gerne auf Kosten anderer. Ein bisschen nach dem St.-Florians-Prinzip.


    Das hat doch damit nichts zu tun. Ich bin nur dagegen das es den wirtschaftlich Schächeren noch schlechter gehen soll. Die Erhöhung der Umsatzsteuer ist nicht schön, das hab ich niemals behauptet. Aber ich bin mir sicher, das sowohl du als auch ich die lächerlichen 3% Mehrwertsteuer schaukeln werden. Ich hab mal für mich nachgerechnet. Man weiss ja nicht wie der Einzelhandel und die Gastronomie wirklich regieren, aber wenn die Umsatzsteur voll durchgegeben würde, aber nichts draufgeschalgen wird, wären das bei mir nichtmal 20€ im Monat.


    Ich selber bin Nichtraucher, aber ich denke die Erhöhung der Tabaksteuer hat da viele Menschen stärker getroffen.

    Ich muss insgesamt sagen, das ich mit diesem Koalitionsvertrag als Basis für die künftige Regierung leben kann. Klar ist er nicht schön, aber es hätte viel schlimmer kommen können. Wenn wir usn mal die Punkte anschauen.


    Stärkung der Familenkassen und Elterngeld: Ist doch eine gute Sache für Erziehende. :top:


    Sicherung der Zuschüsse beim Bafög: Ohne die SPD hätten die eventuell dran glauben müssen, auch wenn die Freibeträge beim Bafög viel zu gering sind, ist es auf jeden Fall trotzdem eine gute Entscheidung. :top:


    Angleichung von ALG II in Ost und West: Wurde auch umgesetzt, und zwar die 345€ von den Westbundesländern. :top:


    Sozialabgabenbefreiung für Niedrigverdienste: Hilft vielleicht das nicht nur 400€ entstehen, sondern auch wieder echte Teilzeitjobs. :top:


    Verlängerte Probezeiten bis zu 24 Monaten möglich: Auf der einen Seite negativ, da Arbeitnehmer viel geringere Sicherheiten haben, vorallem wenn es darum geht zum Beispiel eine Wohnung in einer fremden Stadt zu mieten. Auf der anderen Seite aber positiv, da vielleicht mehr Unternehmen wieder unbefristete Arbeitsverträge anbieten, statt befriesteter Arbeitsverhältnisse und Zeitarbeit. :confused:


    Erhöhung des Rentenbeitrages: Sicher wäre es besser gewesen die Rente an sich stärker zu reformieren, und so dort mehr einzusparen, statt den Rentenbeitrag zu erhöhen. Aber es hätten mehr als 19,8% werden können. :confused:


    Erhöhung der Umsatzsteuer: 3% sind schon ne bittere Pille, das muss man sagen, aber andererseits denke ich es es noch immer im europäischen Mittelfeld, und ich habe immer noch die Hoffnung das es vorallem der Handel und die Gastronomie nicht voll weitergeben. Wer mit Kursen von so 1,3 bis 1,6 statt 1,95583 umgerechnet hat, kann jetzt wohl die 3% einstecken. Wenn jetzt Smirnoff schon überalle 4,00€ kostet, können die sicher nicht 4,10€ verlangen. Und selbst wenn die Mehrwertsteuer überall draufgeschlagen werden würde, dann würde das an monatlicher Belastung etwa 15€ bis 25€ ausmachen, das wären dann p.a. 180€ bis 300€ ... im Vergleich zu Studiengebühren von bis zu 1.022€ p.a. sind das Peanuts. :confused:

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    Original geschrieben von Goodzilla
    Sparen - ja gerne, aber da wo es Sinn macht: ALG II/Sozialhilfe besser prüfen und vor allem wieder konditionieren (z.B. Jugendliche die zu Hause wohnen erhalten 150 € Essengeld statt 350 € Spielgeld)


    Das ist auch keine Lösung, den weil heute niemand mehr von 150€ leben kann, müssen dann die Eltern die restlichen 200€ aufbringen, und dann fehlt die Kaufkraft wieder dort.


    Das ist genau das gleiche Getue, das jetzt einige Minister darüber meckern, das einige Leute ALG II beanspruchen, obwohl sie garnicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Im Prinzip ist das aber egal, weil wenn sie kein ALG II beanspruchen würden, dann würden sie Sozialhilfe beanspruchen, und das läuft aufs gleiche hinaus.


    @qwasi: Da hab ich sparen und Abgaben erhöhen unrechtmässig zusammengefasst, da hast du recht, aber wenn man es übertreibt dann schadet einem Beides.


    Sparen ist wichtig, eventuell muss man auch die Steuern erhöhen, aber man muss auch noch was an der Situation ändern und politisch gestalten, das hat Schwarz-Rot vergessen.

    Die grösste Gefahr bei den Erhöhung der Umsatzsteuer ist, das sie die ohnehin schwächelnde Binnennachfrage noch stäker belastet. Bisher hatten wir immer nur Erhöhungen um 1%, was mit einer Erhöhung um 3% nicht zu vergleichen ist.


    Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen das 19% trotzdem noch im europäischen Durchschnitt liegen.


    Aber das grösste Problem in den Koalitionsverhandlungen ist, das es nur ums sparen geht, aber nicht wie man die nächste Legislaturperiode politisch gestalten will. Sparen ist wichtig, aber noch lange nicht alles. Es gibt soviele Sachen, wie z.B. Integration,Bildung, Forschung, Erziehung, Familie, Arbeitsmarkt wo man auch was machen müsste, aber darüber wird ja garnicht mehr geredet. Im Wahlkampf war das genauso.


    Ein Unternehmen das nur überlegt, wie sie die die Kasse hinbekommt, aber ihre Produkte und Dienstleistungen, Marketing und Promotion völlig vernachlässigt ist auch zur Insolvenz verurteilt.


    Auch als schlimm sehe ich an, das die grosse Koalition die Steuerminderung auf Filmfonds und Windkraftfonds streichen will, nur damit mehr Geld in die Kassen kommt. Aber man muss sich vor Augen halten, das diese Steuerminderung nicht geschaffen wurden, damit die Reichen Steuern sparen können, sondern damit das Geld in Medien (um dort Arbeitsplätze zu schaffen) und Windkraft geht, statt in amerikanische Bergwerke.


    Die Bundesregierung degradiert sich mit dieser Politik zur Bundesfinanzverwaltung.

    Ich denke mal das es keine durchgehende Erhöhung der Preise gibt, sonder das das meiste so bleibt wie es ist, aber man sich dann einige Services raussucht, für die man dann deutlich mehr verlangt.


    Zur Beruhigung würde ich aber sagen das der IT und Kommunikationsbereich die erhöhte Umsatzsteuer zum Grossteil selbst schlucken wird, in anderen Branchen wie der Gastronomie siehts warhscheinlich schlimmer aus.


    So wie ich die einschätze kostet da die Pizza die jetzt 6,00€ kostete nicht 6,16€ sondern gleich 7,00€.

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    Original geschrieben von DonRayden
    imode halte ich für die totgeburt des 21 jahrhunderts. guck dir die geräte an die i-mode unterstützen... außer einem neuen samsung ding sind nur alte hobel dabei... sowas kauft keiner mehr, nur um nen buntes "wap" ding zu haben


    Die zwei grundsätzlichen Probleme bei I-Mode waren das man sich bei fast jedem Content-Partner registrieren musste und die meisten auch noch Abogebühren wollten, der zweite das vielzuwenig Handys für I-Mode freigegeben wurden.


    Prinzipiell kann jedes WAP 2.0 und die meisten WAP 1.2.1 Handys I-Mode ohne Probleme darstellen.


    Wenn man I-Mode für alle Handys die es können angboten hätte, und deutlich mehr freien Content, den man sich ohne Registrierung anschauen kann, wäre I-Mode siche r eine Grösse wie Vodafone Live! geworden.