ZitatOriginal geschrieben von Mephisto
Kenne auch zwei Leute, denen ihre WoW-Sucht ordentlich die Zukunft verhagelt hat, irgendwann steht halt einfach Exmat auf dem Programm; daher ist das einzige, was imo hilft, der ganz kalte "Guantanamo"-Entzug (man verzeihe den drastischen Vergleich), sprich seine Eltern müssen ihn zurück nach Hause holen, die Geldmittel und das Internet kappen und ihn täglich an die Bücher schleifen, dann kann's noch was werden. Aber ohne so harten Druck und die entsprechend konsequente Vorgehensweise ist nicht zu machen, Spielsucht ist tasächlich eine ernstzunehmende "Sucht".
Ehrlich gesagt halte ich das für keine Gute Idee, denn sowas wird vielleicht einige Wochen klappen, aber sobald er wieder an nem PC kommt wird er wieder rückfällig werden.
Ich denke er muss es einfach selber einsehen das WoW nur ein Spiel ist und mab nicht sein ganzes Leben danach ausrichten darf, und viele Sachen im Reallife mehr zählen als so ein Rollenspiel.
Meist ist es aber so das WoW oder generell gesagt die Sucht nicht das primäre Problem ist, sondern er wohl wie die meisten Süchtigen mit sich oder seiner Rolle im Real Life nicht zufrieden ist, und sich deswegen in eine zweite Welt flüchtet.
Die einzige Methode die klappen kann ist deswegen im erstmal aufzuzeigen das auch die echte Welt für ihn Perspektiven bietet.
Das wird aber sicher kein einfacher Weg. Denn wenn er damals schon nicht zufrieden war es er Schüler war und seine Peer Group auch Schüler waren und heute dann feststellen muss das seine Bekannten von damals ihr Studium erfolgreich beendet haben und seit Jahren im Berufsleben stehen und evtl. Familie haben, und er noch nichtmal das Vordiplom dann kann das durchaus ne Kriese geben.
Und da hier die Sucht extrem ausgeprägt ist und auch schon extrem lange andauert, würde ich auch sagen das du allen oder intern im Freundeskreis allein nichts machen könnt. Denke da muss auf jeden Fall professionlle Hilfe durch Suchtexperten her, evtl. auch eine Selbsthilfegruppe.