Beiträge von Martyn

    Zitat

    Original geschrieben von Sencer
    Ja, nur gibt es eben zahllose Texte nicht-religiöser Natur die dasselbe tun. Und die auch wesentlich älter sind als das Christentum.


    Es geht mir darum, dass nicht-religiöse Menschen eben genauso morlaisch und gut sein können (und es im Mittel vermutlich sind). Das ist ja auch der Grund warum in den Verfassungen Europas und der meisten Demokratien kein Zwang zur Religion besteht, und warum die Religion aus den meisten Verfassung gänzlich rausgehalten wird. Die Ansich, dass religiöse Menschen prinzipiell besser sind, ist meiner Ansich nach weniger im Einklang mit unserer Verfassung, als die welche Menschen prinzipiell als gleich gut betrachtet, egal welche und ob sie eine Religion befolgen.


    Sehe ich auch so ... Moral bedarf imho keiner Religion.


    Ansonsten würde ich sogar sagen, das viele Grundsätze der Weltreligionen von der Evolution bedingt sind, und nur wirklich gute Ratschläge sind, aber nichts mit einem Willen Gottes zu tun haben, z.B. Monogamie im Christen- und Judentum, kein Schweinfleisch im Judentum und Islam, oder das Sakrament der Beichte im katholischen Glauben.


    Nehmen wir mal das Sakrament der Beichte: Ich denke nicht das es darum wirklich um Vegebung der Sünden vor Gott geht, aber trotzdem denke ich das die Beichte für die Menschen wichtig war. Wenn wir ein paar Jahrhunderte ins Mittelalter zurückdenken, gab es damals noch keine Psychologen, in den Familien wurde damals nicht wirklich über die persönlichen Probleme geredet, die meisten Leute lebten auf dem Land als Bauern oder in kleinen Städten und hatten nicht viele Freunde ... da war es sicher wichtig sich beim Pfarrer auslassen zu können um keine Psychose zu entwickeln.

    Merkel will notfalls noch mal Neuwahlen


    Zitat

    Original geschrieben von lanturlu
    Beide Artikel zitieren einen "nicht genannten stellvertretenden Unions-Fraktionsvorsitzenden". Bei den onNachrichten bezieht sich die Aussage "Damit könnte eine Kanzlerin Merkel den Weg "zu wirklich klaren Verhältnissen freimachen."" vor allem auf erneute Neuwahlen.


    Im Spiegel Artikel wird aber noch deutlicher, daß es Überlegungen gibt, sie auch ohne absolute Mehrheit der Abgeordneten zur Kanzlerin zu wählen.


    Vorallem ersteres wären ja Methoden wie bei der NSDAP anno 1933. Auch wenn die Union nicht ganz mit der NSDAP zu vergleichen ist, dieser Weg darf nicht gegangen werden ... die Politik, vorallem die Union würde dann ja die Wähler zum Wahlvieh, das ihre Intressen auszuführen hat, degradieren.


    Zweiteres wäre vorstellbar, auch wenn das dann eventuell mit einem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Merkel enden könnte.


    Bei den zwei Punkten muss ich dir schon irgendwie zustimmen. Irgendwie finde ich es gut, das sich die SPD und die Grünen gegen Studiengebühren einsetzen, was nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wohl trotzdem nicht mehr sehr viel hilft. Aber eine gute Einstellung wäre es allemal.


    Andererseits hat sich besonders in der letzten Legislaturperiode die Situation für Jugendliche und junge Erwachsene doch sehr verschlechtert, was die beruflichen Möglichkeiten angeht. Jetzt gibt es für junge Mütter und Väter fast keine Teilzeitanstellungen mehr, sondern nur noch Minijobs, bei denen man nur seinen Job machen kann, aber keine Weiterbildungen und Aufstiegsmöglichkeiten erhält. Ausserdem ist es für Berufseinsteiger nach der Ausbildung oder zunehmend auch für Studienabgänger schwer geworden eine direkte Anstellung zu finden, stattdessen müssen immer mehr junge Berufseinsteiger über Zeitarbeitsfirmen arbeiten, wo man warhscheinlich auch nicht wirklich weiterkommen kann.


    In die Linkspartei habe ich am Anfang sehr viele Hoffnungen gesetzt, aber je öfter ich mir Lafontaine angehört habe, desto mehr glaube ich, das es dem WASG Teil der Linkspartei nur um die älteren Arbeitnehmer ab 50 geht, aber nicht wirklich um Jugendliche und junge Erwachsene, ... auch wenn man einige gute Ideen wie das schon so oft vom mir zitierte Wahlrecht ab 16 hat.


    Die Union ist im Grunde nur eine populistische Volkspartei, und was die CSU betrifft ... eine Partei die es nur in einem Bundesland gibt, würde ich sowiso nicht wählen. Und die extrem konservative Einstellung bei der Innepolitik und Aussen- sowie EU-Politik ist für mich nicht tolerabel.


    Dann bleibt also nur noch die FDP ... die mich zwar auch nicht mehr überzeugt, aber wohl das kleinste Übel sein dürfte.


    Allerdings kann ich dir bei deinen Ansichten über die Türkei garnicht zustimmen ... da bin ich komplett anderer Meinung.

    Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Leute, strengt mal eure Allgemeinbildung an. :rolleyes: In manchen Ländern (z.B. USA u.a.) benutzt man statt eines Kommas einen Dezimalpunkt. Hier sieht man halt, für welchen Markt die Software von Eplus ursprünglich Programmiert wurde ...

    Aber die Software sollte sich auch auf jeden Fall soweit anpassen lassen, das die richtige Zahlenformatierung gewählt wird.

    Imho wird unter der Mobilfunkvorwahl 0151 bis jetzt nur der Block 01511 verwendet. Die nachfolgende Rufnummer hat dann aber nur sieben Stellen, aber da die Vorwahl noch ne zusätzliche Blockkennzahl beinhaltet wird die Rufnummer schon um eine Stelle länger.


    BTW: Werden die Blöcke 01512 und weiter wirklich schon benutzt?

    Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Oder glaubst Du ernsthaft, daß jemand der wie ich seinen Beruf wegen reiner, ungerechter Willkür seitens Schröders nicht mehr ausüben darf, Rot-Grün seine Stimme gibt?

    In dem Fall kann ich es natürlich verstehen, das man dann so einer Regierung auf keinen Fall seiner Stimme geben ... auch wenn ich jetzt nicht weis was für ein Beruf das sein könnte.


    Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Du darfst nicht vergessen, daß man 100.000ende völlig inkompetenter Leute zur Gründung einer ICH-AG getrieben hat nur weil man da ein Jahr lang 600 statt 345 €uro erhält. Die machen alle nach 364 Tagen wieder dicht...

    Dem kann ich nur zustimmen. Viele sogenannte ICH-AGs sind wirklich ohne Subvention nicht wirtschaftlich tragfähig ... das Geld könnte man sicher bei der Förderung tragfähiger Existenzen oder bei den Schulen und Hochschulen besser gebrauchen.


    Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    Die einzigen, die neben der Türkei vom Beitritt profitieren würden, wären die Amerikaner, für die die Türkei aus kriegsstrategischen Gründen natürlich unverzichtbar ist und sollte sich die US-Außenpolitik nicht ändern, war der Irak-Krieg mit Sicherheit nicht der letzte von den Amerikanern geführte Krieg in der Region.

    Und genau da kann auch Europa und die EU provitieren ... Wenn in Europa einige grosse Staaten mit einer grossen Bevölkerungszahl wie Deutschland, Frankreich, Italien und die Türkei zusammenarbeiten kann man durchaus bei wichtigen Entscheidungen einen Gegenpol zum USA-UK Regime bilden.


    Was die Islamisierung in einige Staaten in Nah-Ost wie den Iran angeht ist Westeuropa und Amerika nicht ganz unschuldig. Als im Iran noch die Schah's herrschten wer der Iran ein durchaus liberaler Staat. Nachdem sich die USA und Westeuropa nur für Israel intressierten, hat sich ein grosser Teil von Nah-Ost auf die Seite des Ostblocks geschlagen, wovon dann die islamischen Fundamentalisten mit ihrer ebenfalls Antikapitalistischen Einstellung provitiert haben. Das war ein sehr grosser Fehler ... es könnte heute auch im Iran eine Demokratie und Religionsfreiheit wie in der Türkei geben, stattdessen gibt es jetzt dort ne Theokratie.

    Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    Was hat denn die Türkei-Frage mit dieser Wahl hier zu tun? Es ist doch schon längst entschieden, dass es Beitrittsverhandlungen geben wird.

    Schon, und das ist auch gut so. Aber trotzdem denke ich das sich ein FDP Aussenminister eher für einen Beitritt der Türkei engagieren würde, als ein CDU oder CSU Aussenminister.


    Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    Glaubst Du ernsthaft, dass sich in der aktuellen Schily-Beckstein-Stimmung irgendjemand für Bürgerrechte interessiert? Ich meine jetzt die Parteien, insbesondere in Koalitionsverhandlungen, nicht interessierte Einzelpersonen.


    Nachdem sich ein Otto Schily von der SPD nicht mehr für die Bürgerrechte intressiert als ein Günther Beckstein von der CSU, bringt es auch nichts der SPD die Zweitstimme zu begeben. Also ist es hier immer noch die Beste Möglichkeit FDP zu wählen. Hier in Bayern würde man mit der Zweitstimme für CSU oder SPD ja direkt Günther Beckstein oder Otto Schily unterstützen. Mit einer Zweitstimme für die FDP hingegen Sabine Leutheuser-Schnarrenberger ... das ist dann eindeutig die bessere Wahl.


    Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    Wie oft denn noch? Die FDP ist seit Jahren festgelegt, das Beispiel mit dem Parteitag am Sonntag habe ich nur angeführt, um die Aktualität zu betonen. Wenn es eine Große Koalition gibt, was keineswegs sicher ist, und wenn diese dann nicht die ganze Legislaturperiode lang hält, wofür ich ebenfalls keinen Anhaltspunkt sehe, dann gibt es einfach wieder eine Neuwahl, was denn sonst?

    Es ist wahr das sich in der letzten zeit Schwarz-Gelb zum Standartmodell für die FDP etabliert hat, und das die FDP dieses Modell auch über alles präferiert. Aber wenn es in Rheinland-Pfalz eine Rot-Gelbe Regierung gibt, müsste das auch in anderen Bundesländern und im Bundestag gehen.