Ich will jetzt nicht generell davon abraten, auch wenn ich ohnehin keine zu gute Meinung von privaten Bildungseinrichtungen habe. Das wichtigste an eine Ausbildung wäre, besonders in Gesundheitsbereicht, das der Abschluss entweder staatlich annerkannt ist oder mit einem offiziellen Berufsabschluss endet.
Ansonsten möchte ich nochmals betonen, das man keinesfalls zu knapp kalkulieren soll. Denn auch wenn es jetzt gerade noch so für Busticket und weggehen reicht, die Anforderungen können sich schnell ändern. Was ist wenn sie vielleicht für den Job ein Auto benötigt, oder sich in jemanden der weiter weg wohnt verliebt, und dann einiges an Geld für das hin- und herfahren draufgeht. Ausserdem sollte man auch noch etwas Geld für persönliche Bedürfnisse wie mal nen kleineren Urlaub, Klamotten oder vielleicht ein Handy einplanen.
Ausserdem ist es nicht garantiert, das sie sofort nach der Ausbildung einen Job findet, und wenn es kein Ausbildungsvertrag wie bei einer dualen Ausbildung ist gibt es auch kein Arbeitslosengeld. Und was ist wenn sie danach noch Abi nachmachen möchte oder sowas in der Art und deswegen nicht voll erwerbstätig sein kann. Oder das sich die Ausbildung durch Krankheit um ein halbes Jahr verlängert oder sowas, was wir natürlich nicht hoffen wollen.
Und selbst wenn sie dann eine feste Anstellung findet, gerade im Gesundheitsbereich sind die Gehälter eigentlich nicht so üppig. Ich denke das man mit Steuerklasse I oder II kaum mehr als so 900 bis 980 Euro rausbekommen wird. Hört sich zwar nicht so schlecht an, aber bis dahin vergehen ja noch ein paar Jahre, und dann kommen vielleicht Dinge wie Leasingraten fürs Auto oder Miete für die Wohnung dazu.
Und bis 30 am Existenzminimum leben und die Schulden für die Ausbildung abstottern wäre wirklich nicht mein persönlicher Traum. Zumal man dann nicht mal wie bei einem Studium ein Diplom oder Bachelor im Namen hat, und auch nicht dementsprechend später verdienen kann.