Jetzt muss ich mich doch auch nochmal zu Wort melden.
Bei Bafög denke ich schon das man nur Einkommen, und natürlich auch Kapitaleinkünfte zur Berechnung heranziehen sollte, aber nicht angespartes Vermögen, zumindest bis zu einem gewissen Freibetrag.
Irgendwie provitiert ähnlich wie bei den sonstigen Gesetzen der kürzeren Vergangenheit nur zum einen die Untersicht, die gerade so knapp über dem Existenzminimum dahinvegitiert und zum zweiten die Obersicht, die sich locker ohne weiteres Einkommen Ausbildung, Gesundheitsvorsorge, Kinderbetreuung für die nächsten zehn Jahre leisten kann.
Wenn jetzt z.B. ein Student vielleicht 500.000 EUR Vermögen hat dann kann er sich vielleicht seine Studium selber finanzieren ohne auf Förderung angewiesen zu sein.
Aber wenn jetzt ein Student wie oben genannt 15.000 EUR Vermögen hat, dann kann er sich vielleicht die ersten drei Semester finanzieren, und danach ist er ebenso am Existenzminimum angelangt, wie wenn er von vorn herein nichts gemacht hätte.
Zum einen führt das wie tkjever schon gesagt hat, dazu das man extrem benachteiligt ist. Was bleibt dann noch (ausser Erfahrungen und Wissen) davon übrig, wenn jemand vielleicht vor dem Studium zwei Jahre lang gejobbt hat und das Einkommen angespart oder investiert hat. Für was sollte er das dann überhaupt noch machen? Oder einen Nebenjob.
Obwohl man mit dieser Ausgangssituation gute Chancen für die Zukunft hätte, führt das dazu das man nach ein paar Monaten wohl auch nicht besser dastehen würde, als wenn man die ganze Zeit nur Sozialhilfe bezogen hätte.
Die Entwicklung führt wohl dazu das es nur noch eine Unterschicht und eine Oberschicht gibt, aber keine Mittelschicht mehr.
Irgendwie sind das ziehmliche Paralellen zu Harz 4, was jetzt aber nicht direkt was damit zu tun hat.
Wer erst nach abgeschlossenen Studium mit der Kapitalbildung beginnt, braucht wohl sowiso nicht mehr auf eigenes Wohneigentum spekulieren, sonder kann sich wohl gleich eher in Richtung betreutes wohnen orientieren. 