Beiträge von Martyn


    Die Analyse finde ich wirklich richtig gut.


    Ich denke auch das eine Erhöhung der nominellen Arbeitszeit absolut der falsche Weg ist. Denn wenn es nötig ist, erlauben auch die jetzigen Tarifverträge schon Abweichungen. Und noch mehr arbeiten, wäre imho weder für die Konsumenten noch für die Arbeitsmarktlage förderlich. Stattdessen sollte man eher versuchen, z.B. Schulabgänger zu höheren Schulabschlüssen zu motivieren. In Europa wird man in Zukunft wahrscheinlich eher Arbeitensplätze im gehobenen Dienstleisterbereich, Developerbereicht, Rechtsberatungsbreich haben. Arbeitsplätze im Produktionsbreich und unteren Dienstleistungsbereich, werden einfach tendenziell ins Ausland verlagert. Aber wenn man bei der man darauf richtig reagieren würde, kann man sicher hier auch wirtschaftlich überleben. Ausserdem kann man durch eine länger Schulbildung die Lebensarbeitszeit senken, ohne das die Wochenarbeitszeit innerhalb eines Unternehmens zurückgehen würde. Und da denke ich z.B. das das G12 genau der falsche Weg ist. Wer der Industrie blind vertraut, die 40 Stundenwoche vertritt, und noch freiwillig in den gewerblichen Bereich geht, der begeht imho wirtschaftlichen Selbstmord über den Weg der Leibeigenschaft.


    Das mit dem Controlling kann ich auch bestätigen. Aber ich muss auch dafür sprechen, nicht ständig über Betriebswirte und Controller zu schimpfen. Die meisten tun wirklich ihr Bestes, aber beste Controller kann nichts anderes machen, wenn sich die Geschäftsleitung anders entscheidet, weil sie vieles zu kurzfristig sieht. Im Controlling wird schon auch vieles vorausgesehen, aber in anderen Abteilungen, auch z.B. in der Produktion verläuft es sich dann. Manchmal sind auch die Leute dort schuld, indem sie Angebote einfach nicht annehmen, und zuwenig eigenverantwortlich handeln. Wenn z.B. die Arbeiter sich auch wo wie die Controller mit dem Unternehmen beschäftigen würden, könnte man viel Verschwendungen eher erkennen und darauf reagieren.

    So sehe ich das auch.


    Ich will nicht unbedingt sagen, das 40h zuviel sind, ich hab trotz 37h im Vertrag schon oft 43h oder 45h die Woche gearbeitet, und das ist auch okay. Aber wenn die Industrie mal anfängt, dann gibt es bald kein Halten mehr, die Befürchtung hab ich einfach.


    Gegen Flexibilisierung hab ich eigentlich auch nicht unbedingt was, schon garnicht wenn dadurch Jobs geschaffen werden. Aber wenn es dann soweit gehen würde, das man sich nicht mehr regelmässig sieht, dann wäre das für mich nicht mehr praktikabel. Und auf Hobbys würde ich für den Job auch nicht langfristig verzichten.


    Irgendwie sollte die Politik eben auch darauf achten,
    nicht nur die Intressen der Industrie zu wahren, sondern
    auch die der Konsumenten, egal ob es jetzt Schüler, Auszubildende, Studenten oder Angestellte sind.

    Ich würde mit auch keinen Fall gegen flexible Arbeitszeitreglungen sträuben, insofern sie sozialverträglich ist. Das vielleicht mal kurzfristig länger gearbeitet werden muss, dafür hab ich sogar Verständniss. Aber das erlauben ja auch die bisherigen Tarifverträge. Das man nie mehr als 40 Stunden arbeiten muss, das erwartet ja wohl niemand. Aber so lange Arbeitszeiten dürfen einfach nicht zur Regel werden. Das was die Arbeitgeber wollen ist viel mehr.


    Das "flexible" bei flexiblen Arbeitszeiten, so wie die Industrie es wohl versteht, ist eindeutig nur auf der Arbeitgeberseite.


    Wenn z.B. für ein Projekt ein jetzt für ein paar Wochen länger arbeiten müsste, und die Arbeitszeiten abweichend wäre, dann macht man das natürlich schon mit. Aber wenn es dann auf sowas wie 40h Schichtarbeit hinauslaufen würde ... dann ist das nicht mehr Zumutbar. Wie soll man sich dann z.B. noch so um was kümmer können, wenn dann z.B. die Freundin andere "flexible" Arbeitszeiten hat.


    Ich will mich nicht hineinsteigern, zum Glück bin ich nicht im produzierenden Sektor tätig, also ganz so schlimm wie für die Arbeiter wirds für uns schon nicht werden ... aber wären wir davon natürlich auch. Aber für die nächsten Jahre ab Herbst ist eh FH angesagt ... also, dann mal schaun.

    Ich kann mich mit der 40h nicht so recht anfreunden, und ich denke das der die Gewerkschaften, und auch die Politik den Forderungen der Unternehmen nicht so leicht nachgeben sollten, obwohl ich eigentlich eher kein Anhänder der Gewerkschaften bin. Aber z.B. gerade von Siemens denke ich, das sich die herzlich wenig darum kümmern, ob sie jetzt Arbeitsplätze in Deutschland erhalten können oder ins Ausland auslagern müssen. Die Entscheidung ist bestimmt schon gefallen. Und wenn man die Forderung durchsetzen kann, beutet man die Arbeitnehmer eben noch ein paar Jährchen aus, und stellt dann etweder noch grausamere Forderungen und Schlussendlich verlagert man die Arbeitsplätze doch ins Ausland. Die Geschäftsanalysen sind manchmal verdammt kurzsichtig.


    Und um mal zu sagen, wie sehr sich die Unternehmen für die Wirtschaft in Deutschland intressieren. Schaut euch mal Müller Milch an.


    Und wie es bei deutschen Unternehmen in Ausland läuft, wissen ja wohl die meisten, die bei einem Unternehmen mit Niederlassungen in Osteuropa arbeiten, und Gelegenheit zum Blick in die Zahlen , das dort nur noch Hire&Fire herrscht, und die Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit nicht in Jahren sondern in Monaten oder Wochen ausgedrückt wird.


    Aber 40h sind wohl doch etwas viel, wenn man sich im Job engagieren will. Dann herrst wohl seitens der Mitarbeiter mehr Dienst nach Vorschrift als Intresse für das Unternehmen. Man muss bedenken, das wer z.B. 37h arbeitet, wird wohl ohnehin schon auf die 40h oder noch mehr kommen. Und dann kommt noch die Forderung nach erhöhter Flexibilität ... das heisst dann, der Arbeitnehmer darf vielleicht mal ganz woanders hinfahren, und täglich zwei Standen mehr im Auto sitzen. Und dann werden sich die meisten wohl überlegen ob das ganze wirklich einen Sinn hat ... es gibt ja nicht nur das Unternehmen, sonder auch noch Familie, Freunde und eigene Intressen.


    Irgendwann muss die Industrie wie auch die Politik begreifen, das die Konsumenten keine Melkkuh sind.


    Das heisst jetzt nicht, das ich nicht bereit wäre, meinen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen zu leisten. Vor mir aus können wir z.B. gerne über eine zusätzliche Versicherung für Weiterbildung und Arbeitsbeschaffung im Rahmen der Sozialversicherung reden. Mal als Vorschlag.

    Kann es schein das du das mit dem Sehtest verwechselst. Der darf nicht älter als zwei Jahre sein, die Bescheinigung über lebensrettende Sofortmassnahmen darf so alt sein wie sie will. Dann handelt eure Stelle dort rechtswiedrig.

    S ist dann die Klasse, die international B1 heisst. Aber ähnlich wie den Führerschein mit 17 sehe ich hier die Beschränkungen viel zu hoch. Das Gewicht eines Quads in Verbindung mit 50ccm Hubraum ... ich bin so ein Ding noch nicht gefahren, aber mein physikalischer Verstand sagt mir trotzdem, das so ein Ding keinen Fahrspass bringen kann.


    Generell würde ich der neuen Führerscheinklasse schon positiv gegenüberstehen, aber wenn dann soll es eine sinnvolle Grenze geben, mindestens 125ccm oder besser 250 oder 400.


    Und von Zweitakterdreckschleudern halte ich generell nichts, wenn dann soll man schon aus Gründen des Umweltschutzes einen Viertakter nehmen, und dafür mehr Hubraum.


    Wie ich das so sehe ist man mit 16 imho mit A1 am Besten bedient.