Original geschrieben von HoldaT
Nun, sicher wäre dein Wunschtarif mit 3,86 € GG und 726 Optionen, vorzugsweise alle kostenlos und natürlich ein kostenloses Business-Handy dazu, der Tarifknaller schlechthin. 
Wenn ich deine Argumentationen so lesen, scheinst du wirklich weit weg zu sein von der Business-Basis bzw. -Realität . Die Masse der Leute will telefonieren und maximal noch e-Mail (funktioniert mit Base problemlos und sehr sehr preiswert). Alle anderen Menkenke will zumindest bisher niemand. Frag doch mal, wer schon mal Videotelefonie gemacht hat! Solange du wirkliche Business-Kunden fragst, werden die meisten Leute nur mit den Augen rollen, denn wer will schon permanent das Head-Set nutzen bzw. alternativ frei sprechen, damit jeder alles mithören kann. Außerdem ist es mehr als fraglich, ob jeder beim Telefonieren immer gesehen werden will.
Ich denke mal, ich kann mich zu den Power-Usern zählen. Persönlich habe ich aber z.B. noch nie eine MMS bekommen. Das ist die Realität. Klingeltöne, Bildübertragungen, der ganze Schmarrn ist für die Zielgruppe 10 - 18 Jahre sicher interessant, nur sind die wenig Business und haben auch nur begrenzt Geld. Entsprechend hat E+ den unaussprechlichen Musiktarif kreiert, um maximale Mengen an Taschengeld versenken zu können. Aber, wie gesagt, Taschengeld ist nicht Business!
Unser Unternehmen arbeitet bundes- und europaweit, ist deshalb auf Mobilkommunikation und mobiles VPN angewiesen. Dafür ist aber Base mit seinen Datenraten durchaus ausreichend. Auch wenn es niemand glauben kann, brauchts z.B. für einen Remote-Zugriff auf Windows-Rechner kaum Bandbreite, das ging früher sogar mit Modems!!!
Wie schon so oft gesagt, Base mit seinen 2 Flats war für sehr sehr viele Business-Kunden der Segen schlechthin. Allein aus unserer Weihnachtsaktion 2005 (Verteilen von E+Prepaids zum Netztest) haben mittlerweile > 75 unserer Kunden auf E+ umgestellt und dabei zu fast 100 % Base gebucht. Anscheinend haben wirklich viele Leute außer Martyn gerade auf die preiswerten Flats gewartet.
Empfang hat absolut nichts mit den Tarifen zu tun! Service ist definitionsbedürftig. Wenn Service z.B. ein kostenloses Sorgentelefon ist, brauchst du es als Geschäftskunde nicht, da z.B. Flats kaum erklärungsbedürftig sind und der der sich im Unternehmen mit Mobilfunk/-einkauf beschäftigt dies ja als Vollprofi tut.
Das ist der Unterschied zur 96-jährigen Oma mit Professionell S, die auch business ist.
Nun, wir arbeiten auf Baustellen und "verlieren" bei nunmehr 25 Leuten im Jahr so ca. 10 Handys durch Defekte und Abstürze. Dann greife ich zur Amazon-Reserve im Schrank und bestelle eins nach.
Wer dies nicht tun will, muss natürlich in den Service-Shop, daür aber auch deutlich mehr als 16 € blechen!
Hast du mal erhoben, wievielen Privatiers du die Business-Tarife verkaufst bzw. wer wirklich Business ist? IMHO ist es nämlich doch ziemlich unprofessionell als Firmenkunde in einen Mobilfunkladen zu gehen. Man schreibt doch für gewöhnlich seine Anforderungen einfach aus, testet im Zuge der Ausschreibung oder vorher die in Frage kommenden Anbieter und macht dann den Vertrag.
Das einzige, was ich z.B. nicht ausschreibe bzw. im herkömmlichen Laden kaufe, sind Stifte, Klopapier, Kaffee und Tee. Und wir sind nur Krauter.
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber ich denke mal, es wird sicher einige Privatiers geben, die sich durch das Buchen von Business-Tarifen gebauchmietzelt fühlen. So wie die Leute auf ihr Premium-Bier bestehen, obwohl die Brühe seit 30 Jahren eigentlich unverändert zusammengerührt wird. Ich für meinen Teil war bis Ende 2005 an einer kleineren Mobilfunkladenkette beteiligt und wir haben damals nicht ohne Grund verkauft. Denn die Altgesellschafter sahen sich bereits damals vor einem mehr oder weniger gesättigten und ins Internet abwandernden Markt. amals gabs noch einen guten Preis selbst für kleine Läden. Heute werden sogar mittelgroße Provider wie Telco von der Konsolidierung erlegt. Der Trend wird doch immer klarer, die NBs setzen auf Flats und eigene Rundumsorglos Pakete, damit geht den Freien die Luft aus. Aus Sicht der NBs ist das mehr als verständlich, denn schließlich schaltet man so einen Verwerter aus, der einen Teil der Marge beansprucht.