Beiträge von HoldaT

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    Original geschrieben von headymobil
    Die Sache mit dem iPhone ist doch die, wer bis dato keins hat wird sich auch keins mehr holen. Die meisten iPhones werden über teure Verträge abbezahlt.


    Bezüglich der "Abbezahlung" bist du IMHO falsch informiert.


    Interessant finde ich, dass Apple immer als der "Nicht-Durchbruch" und das definitiv nicht überwältigend Neue schlecht geredet wird. Das Problem der Wettbewerber ist aber, dass die Idee des iTunes nahezu genial war. Man hat die Musikbranche aufgemischt (Marktanteil in USA >> 70 %) und nebenbei auch noch die Plattform für die Apps.


    Wer argumentiert, dass er die Apps alle nicht braucht, der hat definitiv kein iPhone und auch keinen iPod. Meine Töchter haben jeweils einen Touch und eine App-Warteliste, da das Taschengeld nicht für alles gleichzeitig ausreicht. Beide missbrauchen die ipods als Spielkonsole und sparen iMHO gegenüber einem Paket aus Nintendo+Spielen+mp3-Player noch Geld.


    Ich glaube aber nicht daran, dass Apple Ambitionen in Richtung MVNO hegt, da man sich damit appleuntypisch in ein Segment wagen würde, das einzig preisgetrieben ist. Und gerade das tun die ja nun eben nicht. Ich glaube auch nicht, dass sich Apple von Google in ein solches Kleinholzsegment treiben lässt. Was sollte das denn auch bringen, die Pipeline kann man andere betreiben lassen, die sich dabei aufreiben und keinen Wert auf Marke legen müssen.


    Wo gibt es brauchbare Android-Telefone zu 50 % des iPhone-Preises??? IMHO liegen die vergleichbaren Geräte auf Augenhöhe bzw. bestenfalls leicht darunter.


    Was unter dem Strich zählt, ist das Betriebsergebnis und da macht Apple so schnell keiner was vor. Die haben analog den Ölförderern begriffen, dass man am besten jedem PReiswettbewerb aus dem Weg geht, denn der entzieht einem einerseits Cash und andererseits muss man um die Umsätze zu halten die Kapazitäten massiv hoch fahren. Schaue sich doch nur einer die 19.- €-Knochen von Nokia an. Was werden die wohl daran verdienen??? 3 - 4 € bestenfalls. Da ersetzt ein iPhone gleich mal 100 solcher Klapperkisten... Und um die 100 abzusetzen muss die Logistik 100 x größer sein und man muss auch marketingtechnisch deutlich mehr klappern.


    Das iPhone verkauft sich dem gegenüber fast von selbst.


    Aber ich denke, jeder sollte sich sein eigenes Bild machen, nur eben nicht vom rand des Geschehens, da man dann wohl eher neid- oder missgunstgetrieben ist. Leihe dir mal ein Apple-Phone aus und urteile dann. Vergleiche mal in Punkto


    - Ergonomie
    - Bedienlogik
    - Design


    Interessant könnte die Auswirkung der sich ankündigenden Tabletts werden (nicht nur Apple). Ggf. werden die von Haus aus mit GSM/UMTS ausgestattet sein und man könnte dann zumindest in den Ballungsräumen noch öfter Netzzusammenbrüche erleben. 2009 hat doch gezeigt, dass die NBs bezüglich der Datentauglichkeit der Netze jahrelang geträumt haben. Da kommt ein Datensauger auf den Markt und gleich hat man in Weltstädten wie NY und London Probleme mit der Netzlast. Eigentlich peinlich... Aber im kleinen konnte man das ja z.B. auch auf dem Weihnachtsmarkt in DD erleben. Da ging z.B. bei Vodafone teilweise nicht einmal Voice und man wurde mit dem kurzen Piepton abgespeist. Wahrscheinlich ist die Auslegung so knapp, dass nicht mal jeder Besucher fix zu Hause anrufen kann, um den Stollenpreis durchzugeben. Hier muss noch gearbeitet werden.

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    Original geschrieben von iDet
    Ich bin fest davon überzeugt, dass wir heute in einem Jahr uns alle an den Kopf packen und sagen werden: "Warum haben die anderen sich das so aus den Hand nehmen lassen???" Gemeint ist die jetzt erst startende breite Erfolg des apple iPhones. Wenn Steve Jobs mitte 2010 eine neues "4G" präsentiert und er wenn es schlau ist ein iPhone-NANO (analog der Strategie beim iPod) herhausbringt, ist doch zum Herbst hin kein halten mehr.


    Auf Grund eben dieser Spekulation habe ich doch noch meine Apple-Aktien. :D Die anderen Anbieter haben jeweils ein Portfolio von dutzenden Geräten und verzetteln sich in x Betriebssystemen. Apple hat "genormt" und allein dadurch einen übervollen Appstore.


    Ich bin ja mal gespannt, was als nächstes kommt. Erfahrungsgemäß bringen die Äpfel ja zumeist Sachen auf den Markt mit denen zum jeweiligen Zeitpunkt niemand gerechnet hat. Sollte das Tablett tatsächlich im Januar kommen, wird es sicher wieder alle anderen ausstechen... Vorteil insbesondere in Europa ist, dass die Marktanteile durchaus noch ausbaufähig sind. In USA haben die ja mit dem ipod einen Marktanteil von 80 %, was man sich nur mal vorstellen muss. Dann teilen sich Sony, Philipps, Samsung etc. etc. die restlichen 20 % und hacken sich dort die Preise klein...

    Wenn ich nun aber alle meine Kostenlos-Prepaids in o2o tausche/portiere, dann nach 3 - 4 Wochen die Verträge kündige... Soll ich dann etwa bis Anfang März ausschließlich von O2-Guthaben meine Familie ernähren??? Das verleitet doch regelrecht zur Ausnutzung/Umnutzung.


    Gibts eine Mengenbeschränkung/Person? Allein schon, um denen ihre Dummheit/Naivität zu demonstrieren, werden im Januar sicher viele meiner Prepaids mal schnell überlaufen.


    Das ist so ein Irrsinn, wie seinerzeit 10 €-Neukundenwerbung bei Simyo mit einer SIM für 5.- € bei 5.- € Guthaben. Da hat mein Kollege ausschließlich auf sich allein fast 100 SIMs bestellt und damit einen 1000.- €-Schnitt gemacht. Die derzeitige Aktion schließt Eigenwerbung aus und man muss wenigstens einmal telefonieren, um die Kohle zu bekommen. Die lernen also doch, wenn die Kurve auch ziemlich flach ist.


    Marketing-Fuzzis denken offenbar in der ebene und nicht von hinten durch die Brust. Nur weiter so...

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    Original geschrieben von qwqw
    Ich traue mich mal:


    Mobil telefonieren und surfen wird nur durch höhere Provisionen günstiger oder lediglich auf Prepaidniveau angeglichen. Um bei steigender Inflation später nicht die Preise noch wieder anheben zu müssen (wie Energie etc.), werden die Minutenpreise nicht mehr gesenkt. Höchstens bekommt man mehr (Z.B. wer die Voip-Option für 29 Euro/Monat zubucht kann auch die tollen 360° mitnutzen oder sowas).


    Dann sollte McDonalds MVNO werden, die haben mit "das Doppelte für`s gleiche Geld" IMHO am meisten Erfahrung. Statt des dämlichen Weihnachtsmonopoly könnten die mit der gleichen Aktion (SIMs statt Lose) ein paar Millionen Neukunden generieren, die dann alternativ zur Schublade in der Biotonne vegetieren.


    Spaß beiseite: Vielleicht wird ja in 2010 endlich mal jemand merken, dass gute Kunden guten Umsatz machen und nicht das Leben in Schubladen verbringen. Entsprechend sollte bei Einschaltung des Hirns die Provision sinken und dem entsprechend mehr für weniger Geld erhältlich sein.


    Vielleicht kommt man auch auf die Idee in der Pampa schnelles Funk-Internet auszubauen, um den Kabelbetreibern ein paar Flecken dauerhaft zu klauen (Kommt IMHO deutlich zu spät, wenn überhaupt.). UMTS in der City auszurollen und die Pampa verzweifeln zu lassen war IMHO das Dümmste aller dummen Entscheidungen der Funker. Dort hätte man ganze DSL-freie Landstriche kapern können, die dann von der Telekom nie wieder lukrativ zu erschließen gewesen wären. Hätte, wären, wenn man ist in den Ballungsräumen gegeneinander angetreten, hat die letzte U-Bahn-Station abgedeckt und konnte damit nicht falsch liegen, da ja niemals alle falsch liegen können...


    Ich fürchte 2010 werden weiter die Sparfüchse regieren und ebenso fürchte ich, dass kein aggressiver und kapitalstarker MVNO Deutschland erlösen wird. Google wird hierzulande gerade in eine Gebührenkleinkrieg verwickelt, da man sich in Hinterhammelburg ausgespäht fühlt bzw. der Sack respektive der Gemeindesack leer ist, analog dem Kopf der entsprechenden Entscheider. Es werden sicher noch ein paar zündende Sub-Marken auf den markt stürmen, die Ethnien hat man bisher kaum bedient. Schließlich will nicht nur E.T. nach hause telefonieren und bestimmte ethnische (Rand)Gruppen könnten an kurz laufenden Tarifen zur Steuerung von Maschinen Interesse finden. :eek: Schließlich ist bei den hierfür derzeit priorisierten Prepaids der Service miserabel...


    Hennings Überlegung zu den Femtozellen ist IMHO die interessanteste, schließlich könnten sich die NBs so ihr Netz preiswert vom Nutze rausbauen lassen. Das Ganze baurechtlich und strahlenschutzrechtlich ohne Barrieren... Jedoch könnte sich dann die Festnetzgemeinde ob des Traffic erbrechen, da die ja üblicherweise Flats verkauft haben.


    Ich denke, 2010 wird ein interessante und spannendes und hoffentlich auch lustiges Jahr. Das Ganze gerade nicht nur mobilfunktechnisch, da hier IMHO derzeit die Messen irgendwie gelesen sind.

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    Original geschrieben von autares
    Ich würde aber grds von allem Zyklischen die Finger lassen, vor allem was mit der Automobilbranche zu tun hat. Zuviel Staatsgeld geflossen, Konsolidierung noch längst nicht abgeschlossen. Würde alles in dem Bereich shorten. Im Endeffekt würde ich alles shorten ausser Gold, Softs und Dollar - am besten sogar einen umgekehrten Carry Trade aufmachen. Irgendwann müssen die alle schliesslich zurückdrehen..


    Interessant, wie konkret zu einsteigst. Nur könnte man auch unterstellen, dass die Indizes nicht zurückkommen, weil alle glauben, dass sie zurück kommen müssen.


    Ich beobachte das Schauspiel derzeit lieber sehr interessiert von der Seitenlinie und bin nur noch in Apple und A0S9GB investiert. Mit Apple habe ich gleichzeitig eine Spekulation auf die Erholung des Dollar.

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    Original geschrieben von vodafrank
    Irgendwann muss ja auch mal Schluss sein mit dem ganzen Preisdumping und Österreicher werden wir auch nie werden.


    Man sollte nie nie sagen. Hätte vor 3 - 4 Jahren jemals netzinterne und Festnetz-Flats für 10.- €/Monat vorhergesagt, hätte auch niemand dran geglaubt.


    Beim Mobilfunk sind IMHO noch längst nicht alle Messen gelesen, schließlich muss nur wieder einer den ersten Stein werfen und alle anderen müssen dann zeitversetzt hinterher laufen.


    Wenn O2 seinen Netzausbau nun refinanzieren will/muss, geht das nur über den Preis, schließlich muss/kann man nicht eine neu erreichte Netzqualität gegenüber D1 oder D2 heraus stellen. Also: Preise setzen, bis es knackt. Der o2o als 40.- €-Aktion ist hier IMHO nur der Auftakt.


    Und die Großen ziehen doch, wenn auch zögerlich, nach. Wie ist denn z.B. der CallYa Surf+SMS mit den Tagesflats aufzufassen, wenn nicht als Preissignal?! Erst nimmt man den Tarif vom Markt, dann zwingt man Nichtnutzern den Tarif sogar auf. Offenbar steht bei den Roten so einiges Kopf.


    Pfund der beiden Großen sind derzeit noch die Geschäftskunden. Nicht umsonst versucht man Bundles anzubieten, um die Kundschaft rundherum zu versorgen aber auch "auszuspähen", was der Markt will. Außerdem fesselt man so seine Kundschaft, da Pakete nur mit Reibung aufzulösen sind.


    Als kleines Beispiel haben wir dieses Jahr ein "Not leidendes" westdeutsches Ingenieurbüro übernommen, das zwar im Vergleich zu Ostdeutschland super Honorarsätze und Kapazitätsauslastungen hatte/hat, aber das Geld trotzdem nicht bzw. nur knapp reichte. Dort hatten 10 Mitarbeiter monatliche Kommunikationskosten (Festnetz + Handy + Internet) von sage und schreibe 3500.- € (netto). Nachdem wir denen unser System übergestülpt haben (Eplus + O2 + VoIP etc) bleiben allein für diesen Posten deutlich über 2000 €/Monat über, von denen man im Osten einen halben Konstrukteur bezahlen kann. Das sind für manchen sicher nur Peanuts, nur muss man einfach mal hochrechnen, was da im Gesamtmarkt schon zu heutigen optimierten Konditionen für Reserven bzw. Umsatzeinbrüche auf Anbieterseite schlummern...

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    Original geschrieben von big_daddy2008
    Fakt ist auch, das ich mit mehreren Grossen (auch Weltweit arbeitenden Firmen) zusammen arbeite und weiss, das ein sehr grosser Teil als Businesskunden auf T-Mobile schwört, frag dich mal wieso....


    Meine Erfahrung ist, dass gerade Firmen seit Anbeginn der Zeit Mobilfunk nutzen und dem entsprechend automatisch bei den Platzhirschen eingecheckt haben. Die Hürde zu wechseln ist doch recht hoch... Schade für die Kleinen.


    ABER, seit MNP ist IMHO doch so einiges in Bewegung geraten. In unserer Kundschaft haben auch international agierende Mittelständler und "Kleinkonzerne" seit einiger Zeit nicht mehr nur D1 oder D2.


    Ich denke, hier fühlen sich die Platzhirsche zu sicher. Rennt die Meute erstmal z.B: aus Gründen des eigenen Kostendrucks los zu preiswerteren Angeboten, ist es zu spät zu reagieren.


    Außerdem ist IMHO tendeziell der Mobilfunk doch eher ein Massenmarktgeschäft, als dass man sich auf ein paar wenige Geschäftskunden fokussieren muss, die einem als Anbieter eh den letzten Taler rauszuquetschen versuchen. Deshalb kann ich das extreme Zögern bei der Reaktion auf den o2o auch nicht so recht nachvollziehen. Ich kenne bereits mehr als 3 Hände voll Leute, die von der Vodafone-SuperDuper-Flat, T-Mobile-AllNet (?) und Base5 zu o2o gewechselt sind, vordergründig nicht, um bei 40/60 Euro den Deckel drauf zu machen, sondern um die fixen Kosten zu kappen. Läuft nix, kost's nix. Ist doch letztlich das IMHO fairste Angebot auf dem Markt.


    D1 und D2 werden aber IMHO gar nicht adäquat nachlegen können, da sonst deren Netzen unter Überlast zusammenbrechen würden. Mit dir bin ich einer Meinung, das D1 ein sehr gutes Netz ausgerollt hat, nur werden die in Ballungsräumen derzeit eher Opfer des eigenen Erfolges und ggf. ähnlich wie AT&T den Heavyusern Angebote machen müssen, damit die das Telefon nicht gar so intensiv nutzen. Kenne ich überdies noch von vor 1989. Im Westen wurde "Ruf doch mal an!" geworben. Im Osten hieß es "Fasse dich kurz!"

    Sehr interessante Vaselineverwendungsansätze...


    Ich wusste noch gar nicht, dass die Großen einen Verein gründen, der die Lieferanten berät. Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis...


    Anstatt hart zu verhandeln, wird deutschtypisch der Vereinsmeierei gefröhnt und man fühlt sich angepi***, wenn der Lieferant selbstbewusst eine "eigene" Kundenplattform auf den goldenen Schild hebt. Anstatt herum zu mautzen, sollte einfach hart nachverhandelt oder eben abgewandert werden. Aber soweit geht man im konsenskranken Deutschland irgendwie nicht.


    Auch die Telekom ist nur ein Lieferant unter mehreren und trotz Staatskonzernvergangenheit eigentlich gleich zu behandeln. Warum presst man aus mittelständischen Lieferanten das weiße aus den Augen und gründet beim Exmonopolisten einen Verein?


    Eplus und o2 stehen noch immer nicht zur Diskussion, man hat offenbar noch kostenmäßige Reserven, die es in zukünftigen Krisen bzw. bei weiter ausbleibendem Wachstum zu heben gilt.