ZitatOriginal geschrieben von staroperator
Hi HoldaT,
danke für deine weisen Ausführungen, jetzt weiß ich wie die Wirtschaft funktioniert, bitte beschreibe uns doch noch mehr Internas von E-plus, wenn du so gut informiert bist, so wie zu lesen ist, werden bei Eplus ca 300 Mitarbeiter entlassen, ganze 60 davon sind Manager.
Ich bin übrigens schon seit fast 10 Jahren mit dem Studium fertig, habe eine Zeit bei verschiedenen Mobilfunkern gearbeitet und kann nur sagen das Eplus relativ schlank gegenüber den anderen aufgestellt war, zumindest in den Bereichen in die ich Einblick hatte.
Das E+ vergleichsweise schlank ist, heißt doch noch nicht, dass nicht doch noch Reserven vorhanden sind. Und was den beiden Großen blüht, kannst du z.B. hier nachlesen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,438548,00.html
Leider ist das aber unvermeidbar, außer man errichtet Handels- und Marktzugangsbeschränkungen und belässt alles beim guten Alten. Nur macht sich das als Exportweltmeister besonders schlecht :cool:
Selbst O², die ja auch vergleichsweise schlank sind, schraubt ständig am internen System herum... http://www.heise.de/newsticker/meldung/78533
Ich denke, gerade die Technologiebranche bewegt sich nunmal immer am schnellsten und wegen der Technologienähe wird halt ruck zuck durchoptimiert und 1000e sitzen wieder auf der Straße.
Wenn ich das Kommunikationsverhalten in Familie und Firma so betrachte, fällt auf, dass bis 1998 der Kuchen an Telekom und E+ verteilt wurde. Danach kam CbC und schon teilte sich der Telekom-Kuchen in mindestens 4 - 6 kleine monatliche Scheibchen. Seit etwa 1 Jahr nutzen wir nun noch VoIP (Sipgate, Skype etc. etc.), so dass aus den 4 - 6 Scheibchen unter dem Strich nun vielleicht 10 Scheibchen geworden sind. Das von jeweils einem kleinen Scheibchen kein Riese mehr satt wird ist doch klar oder? Aber was soll ich dagegen tun? Soll ich meine Preise erhöhen und gegenüber meinen Kunden argumentieren, dass ich weiterhin treu, brav, doof nur die Telekom nutze und einen extra teuren Mobilfunktarif gewählt habe, damit ja kein Arbeitsplatz bei denen gefährdet wird??? Würde tatsächlich keiner gefährdet, wenn man die Produktivitätsfortschritte dieser Branche sieht??? Besser ist doch, wenn sich jeder den Kleister aus den Augen reibt und versucht seine Chance in einer realen Welt zu ergreifen...
Ich habe früher schon mal unter einem anderen Namen hier geschrieben und dort dargestellt, dass ich trotz Familie mit 2 Kindern (10 / 4,5 Jahre) in Deutschland, Irland, Tschechien, Polen, GB und seit neuestem Rumänien arbeite... So ist das Leben und solange es einem Spaß macht ist es doch o.k. Nur wird es leider zunehmend denen keinen Spaß mehr machen, die ein beamtenähnliches Angestelltenverhältnis suchen.
Dieses abendfüllende Thema möchte ich aber jetzt beenden.