Beiträge von HoldaT

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    Original geschrieben von Simon21
    Mir geht es um die Heimfahrten. Bei einer Strecke von fast 300 km machen die sich als Werbungskosten schon deutlich bemerkbar.


    Simon


    Eine wöchentliche Heimfahrt kannst du geltend machen. Doppelte Haushaltsführung natürlich nicht, da du ja keine Kosten hast. Geldwerter Vorteil ist eine kostenfreie Wohnung IMHO nicht.


    Um die Zweitwohnsitzsteuer sparen zu können, müsstest du gegen das Meldegesetz verstoßen, schließlich ist deine Wohnung im Prinzip eine Zweitwohnung, wenn auch kostenlos gestellt.


    Die Steuer wird aber im Vergleich zu den Heimfahrtskosten marginal ausfallen...

    Den Ansatz von openstreetmap.org finde ich genial. Nur leider ist es eben ein Insidersystem, bei dem man trotz Suchbemühungen nicht so einfach fündig wird, welche Konfigurationen bzw. welche Geräte empfehlenswert sind.


    Da ich keine Lust habe herumzubasteln, aber doch einige 10000 km p.a. fahre und täglich mindestens 8 km laufe könnte ich so einiges tracken...


    Mir wäre der "Spaß" Daten zu sammeln schon so 250 € wert, wenn also einer einen Tipp für ein narrensicheres und möglichst lang funktionierendes System (Batteriestandzeiten) hat, dann bitte hier oder PM. THX

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    Original geschrieben von caoz
    das halte ich für falsch. Das Geplauderforum ist eine Plattform fuer alles ;) .


    Aber vielleicht hast Du ein Tipp, wo man sich fundiert informieren kann. Ich finde Eure Diskussion als Laie doch recht interessant.


    greetz


    Wie man bei der "Diskussion" sehen kann, prallen einfach und unvereinbar Meinungen aufeinander, die aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln den gleichen Markt beschreiben.


    Ich kenne kein "Immobilienforum", da sich Leute, die wie ich davon leben nicht unbedingt tiefgründig austauschen. Schließlich könnte/müsste man um sauber argumentieren zu können Insiderinfos in Form von Kalkulationen etc. posten und keiner ist so blöd seine Nische transparent zu machen.


    Ich finde Tobis2k's Standpunkt übrigens auch sehr interessant und dem Standpunkt ganz vieler hier im Osten vor 15 Jahren vergleichbar. Man hofft oder denkt, die Bäume wachsen langfristig in den Himmel, dann schloss z.B. im Osten ein Tagebau mit sagen wir 15000 Beschäftigten und AUS für eine ganze Region. Wie sähe es wohl aus, wenn in Sindelfingen oder Dingolfing oder Braunschweig oder Wolfsburg bei den Großen die Säge anfinge zu klemmen. Ich meine so richtig zu klemmen... Um das Ganze z.B. mal für Wolfsburg näher zu betrachten, so sollte man mal fragen, wie es dort aussah vor VW und wie es dem entsprechend danach aussehen würde. ...hat irgendwie etwas von Hoyerswerda nur vielleicht mit Faktor 3 - 4. Und man sollte NIE nie sagen.


    Wenn Tobias von Tangermünde schwadroniert und vom dort nachts herumstreunenden Mopp, dann frage ich mal nach Oberhausen, dem Ruhrpott allgemein, Bremerhafen, Pirmasens, dem Westharz, dem "Zonenrandgebiet" um Coburg, Neustadt vorm Wald etc. etc. Auch dort gehen die Lichter aus, obwohl im Westen gelegen. Irgendwie scheint sich die Struktur zusammen zu ziehen.


    Beruflich bin ich viel unterwegs und kenne deshalb dynamischere Märkte als den deutschen. z.B. haben wir unsere Wohnungen in Dublin mit guten 75 % Gewinn nach nur 5 Jahren Haltefrist verkaufen können. Warum stagnieren die deutschen Preise bestenfalls, wenn sie nicht gar sinken??? Ich denke bei den Immobilien werden Wirtschaft, Demografie und Staatsgläubigkeit mit eingepreist und nur weil die Bausparkassen ständig die Werbetrommel rühren muss man längst noch keine eigene Hütte bauen, schon gar nicht als Grillwurst fressender Altrocker.


    Jedenfalls sollte man IMHO nie alle Eier in ein Nest legen. Aus nur eine Immobilie alles zu setze halte ich dem entsprechend für höchst gefährlich. Schließlich kann man die kommenden 25 Jahre in KEINER Region voraussehen und sollte entsprechend flexibel bleiben. Aber ich denke mal, dass eben diese Flexibilität vielleicht ein Vorteil der jüngeren Ossis ist, denn die haben zum großen Teil die Pferde vor der Apotheke kotzen sehen, die die gleich alten Wessis nur als Alpträumen kennen, wenn überhaupt.


    Zielrendite für meine Immobilienengagements sind minimale 10 %. Die schafft man, glaube ich, keinesfalls mit einer selbst bewohnten Wohnhöhle auf irgendeiner Pampa.


    Ich hätte noch ein paar Fragen an Tobias, die er aber nicht mehr beantworten wird:


    1. Was passiert mit dem Holzpreis wenn 10 % der Deutschen mit Holz die Wohnungen heizen?
    2. Was ist mit dem Maispreis passiert als die Amis anfingen daraus Benzin zu machen?
    3. Könnte ggf. der Staat auf die Idee kommen Erdwärmeentnahmen zu besteuern? Schließlich ist alles in Tiefen > 3 m "Volkseigentum" bzw. wird von der Behördendiktatur verwaltet!
    4. Wieviel Primärenergie in Form von zumeist Strom braucht man doch gleich für Wärmepumpenanlagen? Und werden diese Systeme nicht schon bei Gleichstellung des Nacht- mit dem Tagstrompreis finanziell ineffizient bzw. zumindest sehr sehr grenzwertig? (In DD bekommt man seit 01.01.2008 keinen Nachtstromtarif mehr für Wärmepumpenanlagen! Und DD wird kein Einzelfall sein/bleiben.)
    5. Was passiert in einem Wohnpark mit Grundstücksgrößen langfristig, d.h. auf 10 - 20 Jahre wenn bei Parzellen im Bereich bis 500 m² alle mit Erdwärme heizen? Gibt es ggf. Überlagerungen in den Entnahmeprognosen, die keine Sau reinrechnet?
    6. Wie funktioniert bei der Beauftragung der billigsten Bohrfirma die Qualitätssicherung der Verpressung um Kältebrücken und damit Wirkungsverlusten wirksam vorzubeugen? Gibt es überhaupt eine Qualitätssicherung bzw. kann man zukünftig nachbessern/reparieren falls man bemerkt, dass die Entnahmemengen nicht den Prognosen entsprechen?

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    Original geschrieben von tobias2k
    Ich für meinen Teil glaube, dass du vor mir dumm aus der Wäsche guckst ;)


    Sicher, sicher... Sicher auch alle anderen Leute, die du so kennst.


    Ich habe hier nur meine Meinung geäußert, die sich über das Vermieten von knappen 70 Wohnungen und über Jahre der teilweise leidvollen Erfahrungen von Häuslebauern in meiner Kundschaft herausgebildet hat. Ich habe dich nicht angepisst oder vollgemotzt. Also bitte! Sonst maule ich dich auch persönlich voll...


    Ich habe mich in der Aufzuchtphase ganz bewusst für ein gemietetes Stadthaus entschieden, dessen Entfernung zu KITA und Schule bei etwa 250 m liegt. Im Umkreis sind in 10 min Laufweite 5 Supermärkte, 2 Apotheken, ein Krankenhaus und mehrere Ärzte. Eben alles was man so braucht. Dadurch konnten wir gegenüber dem früheren Pampaleben gehörig Zeit und ein Auto einsparen.


    Zu meinem Bestand gehören mehrere Niedrigenergiehäuser mit jeweils 8 Wohnungen, die aber eben auch alle in urbanen Zentren liegen. Pampa-Immobilien habe ich noch nie besessen.


    Wären meine Gutachten zu zig Niedrigenergie- und Passivhäusern nicht vertraulich, könnte ich dir mal einen ganzen Sack Mangelimmobilien mailen. Die Leute wollen ein Passivhaus, beauftragen den billigsten Bieter, der wiederum den billigsten Lieferanten beauftragt, der wiederum den billigsten Hilfsclown schickt und der wiederum kennt nur passives Verhalten, aber eben nicht wirklich die Funktionsweise eines Passivhauses.


    Zum Spiegel-Artikel nur soviel: Ich komme aus einer Gegen die seit 1990 mehr als 25 % der Bevölkerung verloren hat, bis 2020 nochmal 17 % verlieren soll und sich zunehmend aus den Rand- auf die Kernbereiche zurückzieht. Ich habe Kundschaft (potentielle Rentner) die gezielt aus der Randlage in die Stadt wollen und sich einen Berater suchen, der Wohnungen in urbanen Räumen mit vollständiger Infrastruktur sucht. Unter Infrastruktur ist dabei definitiv keine Straße und kein Abwasserkanal zu verstehen.


    IMHO sind Ränder von ballungsgebieten in Zukunft massiv existensbedroht, da Verkehr wieder teuer wird und die Masse der Leute eben nicht über bezahlbare Fortbewegungsmittel verfügen wird. Nur so am Rande kann man sich diesbezüglich an die DDR zurück erinnern. Damals verdienten die Leute 750 DDR-Mark und zahlten für den Liter Sprit 1,55 DM. Betriebe mit 10000 Beschäftigten hatten deshalb teilweise nur wenige Dutzend Parkplätze. Der Verkehr wurde nahezu komplett öffentlich abgewickelt (Betriebsbusse etc. etc.) Wenn nun aber in der heute (im Osten) viel kleinteiligeren Wirtschaft o.a. Preisrelation eintrifft, was wird dann aus 100-km-Pendlern? Die müssen umziehen oder von HartzIV leben, dazwischen wird es kaum Alternativen geben. Die steigenden Energiepreise werden entsprechend genau wie die sinkende Bevölkerung als Katalysator für eine weitere Verstädterung wirken. Da nutzt dann das Niedrigenergiehaus in der Pampa nur noch dem Pensionär, der gesund genug zum Autofahren und finanziell fremdversorgt ist. Entsprechend werden sich die Preise dieser Immobilien entwickeln.


    Nun aber genug, dieses Thema ist definitiv kein TT-Thema und wird von der Masse der Eigennutzer viel zu emotional gesehen. Die Träger der rosaroten Brillen vergessen in o.a. Kalkulationen nämlich IMHO immer wieder die das Wohnglück am meisten beeinflussenden Randbedingungen: Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung. Und Schluss. Jede nach seinen Geschmack und den Taschenrechner nicht vergessen.

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    Original geschrieben von polli
    Bist du wirklich der Meinung das es sich negativ auf die Schufa auswirkt wenn ich meinen Dispokredit nutze?
    Es gab bei mir Phasen wo ich den monatelang (dummerweise) komplett ausgereizt hab...


    Ich weiß es nicht genau, jedoch hat ein Kollege einen grotten-Score von 75 und eigentlich (zumindest uns gegenüber) immer nur auf sein Dispo-Problem verwiesen. Aber man weiß ja nie...

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    Original geschrieben von tobias2k
    Mir persönlich wären z.B. die 100m² für 2 Personen schon etwas zu beengt. Und ob man in einer 100m² Mietwohnung so viel weniger Aufwendungen für Heizung hat, als in einem gut gedämmten Eigenheim mit 160m² möchte ich jetzt auch mal bezweifeln. Die (mögliche) Differenz zzgl. eines kleinen Aufschlags überweist man halt an den Vermieter ;)


    Ich finde eben dieses Argument des besser gedämmten EFH gegenüber der lausig kalten Mietwohnung immer wieder sehr sehr bestechend. Da ich selbst vom Bau komme und auch noch als Schadensgutachter arbeite, kann ich nur sagen: Dream on baby!


    Die 100 m²-für-2-Personen-Spinner (Sorry!) werden demnächst sicher ganz dumm aus der Wäsche gucken, nämlich dann wenn die Energiepreise auf dem heutigen Niveau bleiben oder tendenziell noch weiter steigen. Ich fürchte, dass der Wohnungsmarkt sich in naher Zukunft für ganz ganz viele Leute ganz schnell in einen Horrorabgrund wandeln wird. EFHs sind nämlich egal ob passiv, Null oder sonstwas das energetisch und ressourcentechnisch Dümmste was es auf der Welt gibt. Da wird der Wald voll gebaut, einen Straße, Kanäle und Elt gelegt. Anschließend ziehen die bekloppten Städter in den Wald und wollen per Kilometerpauschale auch noch die Aufwendungen für diese Dummheit der Allgemeinheit aufbürden!


    Heute hat im Spiegel einer die Prognose abgegeben, dass die masse der Leute, nämlich der Mopp sozusagen absehbar nur noch einen Raum heizen können wird. ...und von 100 m²-Räumen war glaube ich nicht die Rede.


    Die Zukunft für Wirtschaft und Immobilien liegt IMHO im kleinteiligen regionalen Markt. Pendeln ist demnächst (10 - 15 Jahre) unbezahlbar, herkömmliches Heizen ebenso.


    ChickenHawk: Nach 15 Jahren hast du schon wieder gute 20000 € Investitionsstau vergessen. Außerdem sind 230000 € in 15 Jahren mit einem Einsatz von 1300 € monatlich wohl kaum komplett zu tilgen?! Wie kalkulierst du außerdem die Verzinsung des Eigenkapitals? Mein eigenes Geld wirft über die Jahre immer nahe an 10 % nach Steuern ab... Warum sollte ich also einen Betonbunker als Eigennutzer kaufen, der mich 230 T€ + Zinsen kostet, wo ich doch nur knappe 195 T€ einzusetzen hätte um die Kiste für etwa 10 Jahre aus den Zinsen zu mieten??? Nach meiner Nutzungsperiode habe ich noch immer mein Geld komplett in der Hand, bin zwischenzeitlich flexibel geblieben (Krankheit, Job) und überlasse den Investitionsstau dem werten Vermieter.


    Aus meiner beschränkten Sicht sind Stadthäuser mit vergleichsweise kleinen bis mittleren Wohnungen zentrumsnah (komplette Infrastruktur) bzw. nahe dem ÖPNV die Zukunft. Mit dem explodieren der Energiepreise werden die Massen nämlich wieder zurück zu den Arbeitsplätzen ziehen müssen, da doch niemand ernsthaft gewillt sein wird mehr als 1/3 seines Einkommens für Transportkosten auszugeben und auch noch ein nebenkostenintensives Haus in der Pampa zu unterhalten. Pampa ist dabei auch die Schwäbische Alp, nicht nur die Lausitz oder MeckPom!

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    Original geschrieben von Frank
    Bei mir haben 3 Mobilfunkverträge meinen Score um 5 % gedrückt! ;) Es gab seither keinen Zahlungsverzug oder sonstige Veränderungen. Es waren insgesamt 14 Verträge eingetragen davon sind 10 seit zum Teil Jahren beendet.


    Seit der Scoreberechnung vom letzten mal zum jetzigen kamen eben diese 3 Verträge dazu und mein Score ging runter.


    Aber wenn jemand einen kompletten Auszug sich zusenden lässt stehen zig Mobilfunkverträge drauf. Jeder muss bezahlt werden und dann kommt die Frage nach dem warum man so viele Verträge hat. Und genau dieses kann ebenfalls zu einer Ablehnung führen. Gut einem Kreditinstitut wird das egal sein,... aber trotzdem halte ich dieses für bedenklich.


    Also um auf die Schnelle obiges klar zu stellen: Handyverträge die regelmäßig und fristgemäß bezahlt werden haben KEINE negativen Score-Auswirkungen bei der Schufa! Definitiv. Anders kann ich mit meinen Score von 98,7 nicht erklären.


    Mein derzeitiges persönliches "Portfolio":
    - 2 x Vodafone
    - 4 x Eplus/Base/vybemobile
    - 3 x T-Mobile
    - 2 x O2
    - 2 x Cellway
    - 1 x Mobilcom
    - 2 x Talkline
    - 2 x Debitel


    Dabei handelt es sich AUSSCHLIESSLICH um Laufzeitverträge EINER natürlichen Person!


    Nebenbei habe ich 4 Bankkonten (Privatkonto und Personengesellschaften/Freiberuflerkonto), 3 Kreditkarten und 12 Immobilienkredite im Rahmen bis zumeist ca. 100.000 €.


    Offenbar sinkt der Score also nicht, wenn man regelmäßig seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt und z.B. Immobilienkredite mit Wertpapierbepots besichert. Ich habe aber KEINE Konsumentenkredite, Dispo- oder Überziehungsschulden. Offenbar wichtet die Schufa doch recht schlau, denn ich kenne auch einige Leute, die immer mal in den Dispo bzw. sogar die Überziehung abtauchen und entsprechend grottige Scores haben.

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    Original geschrieben von ocb
    Ich würde Eigentum nur noch dann empfehlen, wenn mans gleich Cash bezahlen könnte. Als Sicherung fürs Alter lohnt es nicht und bis man endlich alt ist ist das Risiko einfach zu groß, dass man mit dem Abzahlen einer Immobilie eingehen würde.


    Cash ist steuerlicher Selbstmord. Eigennutzung ebenso! Ich habe mehrere Häuser und wohne trotzdem zur Miete (bei einem Freund).


    Einen Kredit zusätzlich zur Steinkiste z.B. mit einem Wertpapierdepot zu unterfüttern um die Zinsen zu drücken ist dagegen IMHO optimal.


    Wieso bringen die Leute nur immer Alter und Immobilie in einen Zusammenhang??? Derzeit brauche ich mit 2 Kindern und Frauchen mindestens 100 m². In 7 Jahren, wenn die Große geht ist schon ein Zimmer übrig. 5 Jahre später das 2. Kinderzimmer. Warum soll ich mich also für den Lebensabend mit einer 120 m²-Immobilie behängen, in der ich dann mit meinem Frauchen Verstecken spiele und 50 % der Rente fürs heizen brauche?!


    Man beachte, dass der deutsche Immobilienmarkt eigentlich kein richtig funktionsfähiger Markt ist und man erfahrungsgemäß für Einfamilienhäuser außerhalb der topp Lagen kaum noch Wertsteigerungspotential unterstellen sollte.


    Beim Thema Immobilie sollte man die Demografie nicht unterschätzen. Und dies ist keineswegs nur ein Ostproblem! Wer sich eine Wohnung/ein Haus zulegen will, sollte schon Geduld und genaue Marktkenntnis mitbringen. Vom Makler, Bauträger etc. zu kaufen ist IMHO tunlichst zu vermeiden. Schließlich kalkulieren z.B. Bauträger im Schnitt 30 % Gewinn.


    Außerdem sollte man beachten, dass es bei Immobilien, wenn auch abgedroschen immer nur auf Lage, Lage, Lage ankommt und man sich von guten Preisen in schlechten Lagen nicht täuschen lassen sollte. Erfahrungsgemäß sind Immobilien immobil, so das ein Transport von Billig-Cottbus nach Teuer-München ausfällt. Und, Hand aufs Herz, hat man nicht die Taschen voll Cash, sollte man die Pfoten von Häusern lassen!


    Wohnungen würde ich niemals kaufen, da ich von Immobilien, bei denen die Außenwände einer Gemeinschaft gehören einfach nichts halte. In Bezug auf Reparaturen, Umbauten etc. bin ich definitiv demokratieunfähig! Meine Meinung!


    Nur so als Anregung: Die Sanierung einer heruntergekommenen Bestandsimmobilie, die zu 150 - 200 €/m² zu erweben ist, kalkuliere ich im Mittel mit maximalen 450 - 550.- €/m² für einen mittleren Standard. Somit habe ich Einstandskosten von im worst case ca. 800.- €/m². Schaue ich mir die Annoncen der Profiverkäufer mit deutlich jenseits der 1200 €/m² für mittlere Ausstattungen und Lagen an, frage ich mich, wer da noch wieviel Rendite machen kann?!


    Vorsicht ebenso vor Kaufpreisen im Bereich des Verkehrswertes. Ich habe vor kurzem ein Haus (500 m² Wohnfläche, 5 Wohneinheiten) erstanden, dessen Verkehrswert bei 500 T€ lag. Der Eigentümer war insolvent und die Bank hat die Kiste (Baujahr 1996, Ostdeutsche Kleinstadt, Zentrumslage) für 150 T€ raus gehauen (300 €/m² bei 5 €/m² Kaltmiete!!!). Jeder kann selbst rechnen, wieviel Miete ich brauche um den Kredit zu bedienen bzw. wieviel Leerstand man tolerieren könnte. Für solche Kisten braucht man aber Kontakte zu Banken, offene Augen und Bargeld! Scheiß auf Kredite, Banken werden IMHO erst zutraulich, wenn man denen klar machen kann, dass man sie eigentlich nicht braucht, sondern nur als Steuervehikel nutzen will...


    TT ist IMHO außerdem die falsche Plattform für derlei Dinge. Hier ist das Handyschnäppchenparadies und keine fundierte Beratung zu Immobilienkäufen bzw. Lebensplanungen.


    Man könnte hier noch Seiten über Seiten füllen. Eins vielleicht noch:


    In die Kaltmiete sollte man mindestens 1.- €/m² und Monat als Instandhaltungsrücklage einkalkulieren. Alles andere ist Schönfärberei.

    Re: Was bringt die Mehrmarkenpolitik mit den Discountern?


    Zitat

    Original geschrieben von perpetuummobile
    e-plus hatte ja den Anfang gemacht: Aber was bringt denn der ganze Kram letzten Endes? Würde ein einziger Discounter pro Provider denn nicht ausreichen? Da gibt es Anbieter für Musikfernsehenschauer, Migrationshintergründler, Supermarkteinkäufer...


    Worauf spekulieren die Anbieter mit mehreren Marken? Dass der Türke, der mit ayyildiz zwar günstig in die Türkei telephoniert, zur Abwechslung auch mal eine in seinem Tarif teure Nummer wählt? Oder dass der SMS-Power-Schreiber auch mal teuer seine Mama anruft?


    Warum nicht einfach einen Discounter mit den niedrigsten Sätzen aller Anbieter eines Unternehmens? Oder geht es vielleicht darum, das Risiko zu streuen, indem man neue Gesellschaften gründet?


    Kurzum sieht man so offenbar die Chance mehr Geld zu verdienen und diverse Randgruppen zufrieden zu stellen bzw. überhaupt zu erreichen.


    Wie fändest du die Abschaffung der "Mehrmarkenstrategie" beim Edeka, man könnte doch Edeka, Netto, Plus etc. zu einer großen Halle auf einem weiten Acker zusammenschmelzen und aus... Aber das scheint niemand zu wollen. Ebenso sind Saturn und MediaMarkt doch auch ein Geschmeiß und die Leute rennen sogar von der einen zur anderen Metrotochter um Preise zu vergleichen...


    Letztlich geht es um Reichweite, Verarsche und Verdrängung und maximal viel Geld. Mehr nicht.


    Es soll überdies Leute geben, bei denen der AldiTalk-Empfang um Welten besser ist als der Empfang bei Original-Eplus...

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Dafür gibts bei Simyo, Blau und Bild aber die Möglichkeit der Rufnummernauswahl und Rufnummerportierung.


    Aber im Ernst glaube ich nicht das maXXim grossen Erfolg erlangt. congstar, Bild, Simyo, Blau und Fonic kennen durchschnittliche intressierte Mobilfunkkunden noch, aber Anbieter wie solomo oder maXXim kennt doch abgesehen von TT und Teltariflesern niemand.


    Ich gehe mal davon aus, dass doch ein paar mehr Leute Notiz nehmen von Meldungen bei n-tv, spiegel.de etc. Entsprechend ist maxxim sicher auch über TT hinaus ein bisschen bekannter. Sicher nicht mit Simyo vergleichbar, da die im Marketing Millionen "investiert" haben und seit 3 Jahren am Markt sind.


    Man sollte nie vergessen, dass jedes Jahr eine knappe Million potentielle neue Mobilfunkkunden auf den Markt kommt, da auch Kinder älter werden und so ab 12/13 ein Handy brauchen/wollen. Von diesem Kuchen kann sich jeder neue einen Teil holen, ohne MNP anbieten zu müssen. (MNP wird IMHO gerade bei Privatleuten maßlos überschätzt, da doch die Nummern im Handyspeicher versenkt werden und sie sich somit eh keiner merken muss! Eine Rundmail oder-SMS reicht doch privat zur Bekanntgabe.)