Beiträge von HoldaT

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    Original geschrieben von gaspode
    Wer braucht die Feuerwehr? Brennt ja nie, oder?


    Wenn Du wie ich 1.5 Wochen wegen Streik auf Reparatur Deines DSL warten müsstest, dann würdest Du vielleicht anders denken.


    Bei mir zu Hause ist DSL seit Freitag komplett breit, weil ein Besoffener in einen Telekom-Kasten gefahren ist. Der wurde auch bis heute nicht repariert. Dafür habe ich zum Glück mein Base...


    So ganz schlecht würde ich O² nicht reden. Genion S finde ich persönlich absolut genial für Leute, die Internet auf der Luft oder dem Fernsehkabel beziehen können und solange die IC-Gebühren noch hoch sind eine Festnetznummer suchen. ABER leider ist der Sachverhalt, warum Genion S gut ist nur in Schachtelsätzen zu beschreiben. Außerdem ist für den Vertrieb sicher nicht allzuviel Provision drin. Deshalb braucht man sich nicht zu wundern, dass die Leute keinen Wechsel in Erwägung ziehen bzw. lieber zur deutlich teureren Konkurrenz gehen... Das Schmankerl ist für mich außerdem, dass wenn die Telefonie zu Hause wegen pubertierender Heranwachsender explodiert man schnell in den M wechseln kann und so flat mit 10 € dabei ist.


    Derzeit nutze ich selbst beruflich freenet (flat), so dass ich das o²-Netz respektive die vielen Lücken ausgiebig kennenlernen durfte. Da hilft vielfach nur der Zwang zu D1. Und als Netzbetreiber ist man nun einmal ganz arm, wenn man gar kein richtiges Netz hat, dann ist man nämlich nur noch Betreiber, nur von was eigentlich?


    Was ich als größtes Problem beim Netzausbau sehe, sind die derzeit zumindest bei uns sehr regen Bürgerwehren, die gegen E+ in letzter Zeit Erfahrungen sammeln konnten und bei Plänen von o² sicher nicht wieder die gleichen Fehler machen würden... Da könnte es mancherorts recht schwierig werden, da schon E+ klammheimlich und recht halbseiden seine Standorte sicherte...

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    Original geschrieben von <registered>
    Bis heute hat davon aber nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung profitiert.
    Und zwar nicht der, der großartig verzichtet hat.


    Darum ist zur Zeit Arbeitskampf kein unfaires Pochen auf Pfründe und Besitzstände, sondern ein letzter Versuch, die eigenen berechtigten Interessen zu wahren.


    Richtig ist, dass sich steigende Einkommen zunehmend auf die Kapitalseite verschieben. Dagegen kann jeder etwas tun, da z.B. über die Börse die Möglichkeit besteht zumindest teilweise Einkommen von der Kapitalseite zu beziehen.


    Was ich sehe und das nimmt IMHO noch zu, ist ein Preisverfall für Arbeit. Entsprechend muss man um das Einkommen zu bewahren immer höherwertige Leistungen anbieten bzw. alternativ die Effizienz steigern. Wenn beides nicht funktioniert, kann man nur in Richtung Selbstausbeutung ausweichen und irgendwann mit leeren Händen da stehn.


    Wenn ich mich selbst sehe, so habe ich 1990 - 1996 als Student nahezu alle Semesterferien durchgejobbt. Das Geld lag damals trotz Massenarbeitslosigkeit im Osten IMHO auf der Straße... Die verdiente Knete habe ich jeweils in Aktien/Fonds angelegt und einfach nur liegen gelassen (auch 2001 - 2003). Gleiches tue ich mit allen derzeit anfallenden finanziellen Überschüssen. Wer nun die Zinseszinsen verstanden hat, kann leicht nachvollziehen, dass absehbar, d.h. innerhalb der kommenden 5 Jahre das durch meinen Kopf erziehlte Arbeitseinkommen im Vergleich zum Einkommen aus Aktien, Renten, Mieten und schnöden Zinsen vernachlässigbar wird. Man hat dann also eine Art finanzieller Unabhängigkeit erreichen, was nicht heißt, dass wir faul auf der Haut liegen bleiben können/werden, aber zumindest sind Kost und Logi gedeckt...


    In 1990 bin ich übrigens mit gerade mal 500 DM gestartet, so dass der Start sicher nicht so ganz doll wohlhabend war...


    Unterschied zu meinen Studienkollegen war, dass ich in den Ferien durchgekloppt und das Geld investiert, nicht verkonsumiert habe... Die haben es damals anders herum gemacht und müssen nun eben bis 67 und länger schuften, da, wie geschrieben, mit der Zeit der Preis der Arbeit zunehmend verfällt... So ist das Leben und alles war freiwillig. Aber wer damals für PKW-Überführungen etc. 1000 DM/Fahrt ausgeschlagen hat, war doch irgendwie schön blöd... Heute bekommst'e dafür 4,50 €/h...

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    Original geschrieben von <registered>
    Ich denke allerdings auch, dass dadurch die Selbständigkeit gegenüber dem Angestelltenverhälnis immer attraktiver wird.


    Genau das ist der Kernsatz. Selbständig heißt nichts anderes als für sich selbst und bestenfalls noch ein paar andere Leute Verantwortung zu übernehmen. Dafür darfst du dann auch ein bisschen mehr verdienen als als Angestellter, schließlich besteht immer ein Zusammenhang zwischen Chance und Risiko und es wäre der Wahnsinn, bekämen verbeamtete und angestellte Beschäftigte identische Gehälter trotzdem sie nicht die Veranstalterrisiken tragen...


    Bei Konzernen sehe ich das Ganze kritischer, da der Vorstand zumeist auch nur angestellt ist und damit nicht Gutsherr, sondern bestenfalls Verwalter. Trotzdem benimmt man sich in diesen Kreisen, als gehöre einem der Laden... Ist aber leider ein Effekt bei anonymisiertem Geld, da die Aktionäre nicht konsequent dagegen vorgehen...


    Als Telekom-Aktionär (Einstieg << 10 €) wäre ich beispielsweise für den Verkauf bzw. die Zerschlagung... Dann könnte ich von mindestens 100 % Profit ausgehen. Aktionäre sind, das vergessen viele Leute, die EIGENTÜMER und damit die die bestimmen sollten, wo der Hase hin läuft. Weder Angestellte noch Vorstände sollten Aktionären in die Suppe spucken dürfen. AKtionäre sind IMHO zumeist jedenfalls langfristorientiert...

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    Original geschrieben von Printus
    Aufwärts geht es bisher für Unternehmen und Kapitalgesellschaften. Die Arbeiter und Angestellten haben bisher gar nichts vom Aufschwung...


    Doch! Jobs!!! Gäbe es keinen Aufschwung, würde weiter Personal abgebaut.


    Wer auf der Kapitalseite profitieren will, muss Aktionär werden oder selbst eine Firma gründen. Man kann nicht beides haben wollen und dafür kein Risiko eingehen wollen/können.

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    Original geschrieben von Martyn
    Aber ich kann mir nicht vorstellen das die Bevölkerung es duldet Jahrzehntelang zuzusehen wie ihre Lebensumstände sich einen Niveau wie dann vor 80 Jahren annähren.


    Dann werden sich auch wohl gemässigter Leute der brauen Fraktion anschliessen und es würde Randale geben, vermutlich sogar internationale Konflikte.


    Nunja, wenn du denkst, dass es sich lohnen könnte im Bedarfsfall z.B. gegen Frankreich oder Polen in den Krieg zu ziehen... Bitte!


    Ich denke schon, dass es gerade für den Westen sehr schwierig werden wird. Wohlstandsverzicht ist leider schwer vermittelbar. Wobei, es ist machbar diesen zu akzeptieren und trotzdem halbwegs ausgeglichen zu leben. In meinem näheren Wohnumfeld (Lausitz) sind schlappe 25 % arbeitslos oder Hartz-IV und zig Leute zusätzlich frühverrentet. Da gib es auch keine Aufstände... Gleiches gilt für Regionen in Portugal, Spanien etc. mit teilweise noch höheren Arbeitslosenquoten.


    Macht euch doch mal davon frei, ständig nur schaffen zu müssen und Geld zu raffen... Das letzte Hemd hat definitiv keine Taschen. Und ich persönlich denke, dass die Epocher der Vollbeschäftigung nach dem 2. Weltkrieg in Europa definitiv zu Ende geht und historisch als kriegsbedingte Sonderkonjunktur gesehen werden kann. Dabei hat der alten BRD der Osten noch ein paar Jahre geholfen, als Absatz- und Investitionsmarkt, doch nun ist die Infrastruktur nahezu fertig und dagegen hilft wirklich nur ein Krieg... Da hätten alle wieder leere Taschen und es müsste unendlich gebaut werden.


    Wer denkt, dass die Zukunft braun ist, hat sich mit Demografie noch nicht beschäftigt. Eher werden die grauen Panther profitieren, da die sich vehement für Rentenerhöhungen einsetzen und es nunmal jeder einsehen muss, dass die Wähler unter 40 bald eine Randgruppe sein werden. (Noch dazu liegt deren Wahlbeteiligung bei grottenschlechten << 50 %, wogegen Rentner zu über 80 % zur Wahl gehen...) Macht was draus, aber bitte keinen Krieg!


    Was hat denn Europa vor 100 Jahren getrieben? Exakt das Gleiche wie China, nur waren die Technologien noch andere.


    Ich habe die Erfahrung eines Umsturzes von 1989. Die derzeitige Situation unterscheidet sich entscheiden: Es fehlt die Alternative. Ich hatte 1989 weder Mistgabel noch Spaten! Wozu eigentlich Spaten??? Brotmesser sind kleiner und praktischer...


    Außerdem glaube ich kaum, dass der gewöhnliche Hartz-IV-Empfänger zum Putschen bereit ist/wäre. Eher wohl zum Erdbeeren ernten... Und ein Putsch aus einer Gehalts-Elite z.B. von Siemensianern ist doch lachhaft. Was würden die wollen können? Gehälter angepasst an das deutsche Mittelmaß?


    Was sollte das Ziel eines Umsturzes sein? Gleiches Geld für alle? Hatten wir annähernd schon, lohnt sich nur für die Veranstalter, da die an der Bananenverteil-Station sitzen.


    Mit Schäuble hast du allerdings recht, er und sein Vorgänger geben mir heftig zu denken bzw. rufen Erinnerungen wach... Keine guten!!!

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    Original geschrieben von BigBlue007
    Dazu hätte ich dann aber auch ohne Globalisierung schon gehört.


    Sicher, aber jetzt wollen auch die anderen mal! Mit welchem Recht willst du die Chinesen wieder einpferchen? Weil du Deutscher bist und definitiv weiter nördlich wohnst???


    Gehe mal ein paar Monate nach Afrika, dort tobt für zig Millionen noch der richtige Existenzkampf... Da geht's banal gesagt um's Fressen und von Entwicklunsghilfe-Almosen werden die niemals satt! Also werden die entweder wirtschaftlich einbezogen = globalisiert werden müssen oder man macht sich auf die Socken! Sollen die Spanier dann den Schießbefehl bekommen und kann es sich die EU leisten in Nordafrika 10000'e zu massakrieren, damit alles bleibt, wie es ist mit dem Wohlstand und dem dicken, feisten Bauch??? Wie weit wärst bereit zu gehen, um deinen Wohlstand zu verteidigen? Ist Mord an Unterprivilegierten die etwas abhaben wollen legitim???

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    Original geschrieben von <registered>
    Ich habe auch Zweifel. Meine These ist, dass es entweder mal kracht, oder dass sich das Wirschaftssystem doch noch ändert, weil die Mehrheit merkt, wie sie übervorteilt wird.


    60 % der Deutschen sind zu fett, dass heißt übersatt. Warum sollten die putschen???
    Die Mehrheit liest BILD-Zeitung und die wird sicher nicht zum Putsch aufrufen, außer vielleicht Bayern wird auch 2008 wieder nicht Meister!


    Welches System hättest du als Alternative? Sozialismus? 20 Jahre gehabt, auch Kacke! Kommunismus? Bitte nicht, dann wirst du nicht mehr satt! Und nun? Weitermachen und dabei nicht zum Schwein werden, sondern seinen Mittelpunkt außerhalb des Materiellen suchen und finden!


    Hunde die bellen beißen nicht!

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    Original geschrieben von BigBlue007
    Was mich dabei am meisten ankotzt, ist, dass die Globalisierung nur denen Vorteile bringt, die den Hals eh nicht vollkriegen können. Wenn große Konzerne ihre Produktion nach Fernost auslagern, dann ist das ok. Aber wehe, du bestellst Dir als Otto-Normalbürger mal 'ne Uhr in Hong Kong. Da wird der hiesige Zoll ganz schnell zum Erfüllungsgehilfen der Großkonzerne, für die die Golbalisierung genau da aufhört, wo es darum geht, Absatzmärkte gegeneinander abzuschotten.


    Wer eine Uhr in HongKong ordert ist doch auch ein Globalisierungsgewinner... Allein schon die Möglichkeit dort zu ordern und dabei satt vor'm eigenen Computer zu sitzen erhebt dich in das wohlhabendste Viertel der Weltbevölkerung...


    Das Arbeit in Zukunft billig wie Dreck wird ist doch die logische Konsequenz dessen, dass in den Entwicklungsländern zig Millionen p.a. für den Arbeitsmarkt aktiviert werden...


    Gerade die deutsche Ausrüstungsindustrie profitiert ja aber sehr stark davon, dass globalisiert wurde. Käme einer auf die Idee der Boykotthetze gegen China-Kram, was würde wohl mit VW, BMW und Benz in China passieren?


    Wie es nunmal immer ist, kann man nicht erwarten, immer nur zu nehmen. Die aufstrebenden Länder fordern einfach nur ihren Anteil am Wohlstand und werden den Westen noch ein ganzes Weilchen vor sich her hetzen. Dabei wird unser Wohlstandsniveau, wenn man Prognosen trauen darf [z.B. Miegel] etwa auf das Niveau der 1960'er abfallen. D.h. für viele im Osten eine Verbesserung aber für die Masse im Westen ein böses Erwachen.


    Führt doch einfach das Telekom-Monopol wieder ein (siehe Südamerika), dann können die Preise an die Personalkosten anreguliert werden. Die Mitbewerber könnten geschlossen oder übernommen werden... Man sollte vielleicht auch die digitalen Vermittlungsstellen wieder durch elektromechanische ersetzen, schließlich braucht man dann mehr Leute. Zusätzlich könnte die Deutsche Bahn wieder ein paar 1000 Schrankenwärter einstellen und die Automatiken verbieten... Außerdem könnte man Autos verbieten, da dann im Transportwesen erstens mehr Kutscher und zweitens mehr Hufschmiede und drittens mehr Bauern zur Futtererzeugung benötigt würden... Wenn man aus Bequemlichkeit aber die Autos nicht verbieten will/kann, könnte man zumindest SB-Tanken verbieten und Waschanlagen ebenso und Kompressoren für den Reifendruck... Klingt irgendwie alles wie Maschinenstürmerei und Besitzstandswahrung... Irgendwie!


    Dringend sollte man aber Internet und E-Mail verbieten, da dies bei der Post und in Tante-Emma-Läden definitiv Arbeitsplätze vernichtet.


    Ach, früher war halt doch alles besser, besonders damals als die Erde noch eine Scheibe war, die die Obrigkeit vor dem Kopf trug!


    An alle Telekom'ler: 12 Jahre war es recht kuschelig, aber endlich hat die breite Masse erkannt, dass es bessere Angebote gibt. (Preiswerter bei gleicher Leistung). WILLKOMMEN IM LEBEN!

    Zum Thema Einsparung sprach ich mit unserem E+Außendienstler. Der hat sich über den 40%-Management-Abbau bei E+ köstlich amüsiert. Am besten fand er, dass die, die die Arbeit draußen tun davon nichts mitbekommen haben. Offenbar gibt's nicht nur unter den arabischen Mitbürgern Schläfer, sondern auch in großen Firmen. Deren Aufgabe ist es zwar nicht sich in die Luft zu sprengen, aber ab und zu mal eine Hand voll Sand ins Getriebe lassen die auch springen...


    Ich denke mal, je größer der Haufen, desto zutreffender ist: "Der Fisch stinkt immer vom Kopf..." (Ohne blind Partei für die teilweise auch sehr blinden und besitzstandswahrenden unteren Kasten ergreifen zu wollen.)


    Morgen streiken wieder 15000 Telekom'ler und am wird man vielleicht merken, dass man auf noch viel mehr Leute reuelos verzichten kann, weil der Laden einfach weiterläuft, trotzdem die alle aufgedreht auf der Straßen tanzen... In DD haben heute ein paar Spaßvögel direkt neben der Telekom-Filiale Simyo-Aufkleber geklebt. Die Magenta-Riesen waren so blind vor Streikwut, dass die Dinger stundenlang da klebten ohne dass eine befähigte Person diesen Wink mit dem Zaunspfahl entfernt hätte. Dürfen die vielleicht aber auch nicht... Bei VEB's ist ja alles sooo schön geregelt, bis die Karre an den Baum knallt und alle verwundert den Kopf schütteln...


    Ganz am Rande wäre ich dafür, die Telekom den Gewerkschaften zu überantworten. Die haben doch bei der neuen Heimat, Coop etc. etc. schon ihre Kompetenz bewiesen.