Beiträge von Anja Terchova

    Jetzt wo es auch bei Norma Connect LTE Freigabe gibt, muesste sich auch WEtell daran messen. Ein Aufpreis von vielleicht 2-5€ fuer den "Guten Zweck" wuerden manche Leute zwar durchaus zahlen.


    Aber bei 30€ fuer einen Tarif der so aehnlich (mehr Datenvolumen aber keine SMS Flat) bei Norma Connect gerademal 12,99€ kostet wird niemand buchen.


    Daher sind E-Autos vor allem für diejenigen interessant die 30TKm+ pro Jahr schrubben und daher einen Verbrenner nach spätestens 8-10 Jahren abgeritten haben, für eine durchschnittsfahrer geht die Rechnung eher nicht auf.

    Das jemand einen Neuwagen kauft und fährt bis er auseinanderfaellt, kommt aber sowohl privat als auch gewerblich relativ selten vor.


    Bei so hohen Fahrleistungen werden die Fahrzeuge in der Regel kaum laenger als zwei Jahre gehalten. Entweder kauft man sich dann einen Neuwagen oder Jungen Gebrauchten und stoesst ihn nach zwei Jahren wieder ab, oder man kauft sich (wie manche Pizzadienste) ein billiges Altauto, und faehrt dann innerhalb von zwei, drei Jahren soviel Kilometer drauf bis es reif fuer den Afrika-Export oder die Schrottpresse ist.


    Aber ansonsten stimme ich dir zu, reine E-Autos sind derzeit rentabel fuer den Einsatz:


    - wenn mindestens 70km pro Tag gefahren werden, aber auch nie mehr als 150-250km je nach Modell
    - wenn so gut wie nie schneller als 120 km/h gefahren wird, die meiste Zeit eher so 30-70 km/h


    So ein Nutzungsprofil haben allerdings nur bestimmte gewerbliche Nutzer, die jeden Arbeitstag viel innerhalb ihrer Grossstadt oder Ballungsraum rumgurken. Privatnutzer fahren entweder viel zu wenig als das sich ein E-Auto lohnen würde, oder aber so brauchen eine flexible, uneingeschraenkte Langstreckentauglichkeit die bislang kein bezahlbares E-Auto bietet.



    Natürlich werden fossile Energieträger zukünftig auch teurer und höher besteuert, daher wird eher die Frage werr sich individuelle Mobilität zukünftig noch leisten kann wenn Einkommen oder Rente schon fürs Heizen der Wohnung draufgeht.

    In Kleinstaedte und auf dem Dorf ist aber die individuelle Mobilitaet die einzige Mobilitaet die es dort ueberhaupt gibt. Und ich fuerchte trotz allem Gerede und Traeumerein wird sich das nicht aendern.


    Ich denke viele Leute wuerden durchaus freiwillig ihre individuelle Mobilitaet einschraenken wenn es dort einen vernuenftigen ÖPNV (mindestens 20min Takt, maximal 750m zur Haltestelle, vernuenftige Fahrzeiten in alle Richtungen) zu einem fairen Preis gaebe. Und mehr Service, wie zum Beispiel guenstige Schliessfaecher an moeglichst vielen Orten als Kofferraumersatz. Aber ich fuerchte das will niemand bezahlen.


    Bliebe theoretisch noch der Umzug in die Grossstadt oder Ballungsraum, aber wenn man sich anschaut wie da jetzt schon die Mieten und Immobilienpreise zum Problem werden, ist das wohl auch nicht machbar.


    Also wird die individuelle Mobilitaet wohl alternativlos bleiben.

    du glaubst doch hoffentlich nicht, dass ein 50 km-Akku nur 1/5 eines 250 km-Akkus kosten wird?!

    Was die Zellen betrifft denke ich sollte es innerhalb der naechsten 8 Jahre schon zu einem spuerbaren Preisverfall kommen, so das die Zellen dann billiger sind als heute.


    Wo ein PlugIn Hybrid wie der A 250e aber im Vorteil sein duerfte, denke ich das man da an die Zellen unter dem Ruecksitz wahrscheinlich gut rankommt und der Tausch wahrscheinlich eine Sache von vielleicht zwei Stunden ist.


    Bei einem Vollelektorauto wo die Zellen wegen maximaler Raumausnutzung an den unmoeglichsten Stellen wie hinterm Cockpit oder im Mitteltunnel sitzen, duerfte das eine viel langwierigere Arbeit sein.


    Und das Nähmaschinenmotörchen braucht parallel auch Wartung und hat Verschleiß.

    Selbst bei reinen Verbrennungsmotoren haelt sich der Verschleiss in Grenzen.


    Oelwechsel wird ein PlugIn Hybrid zwar trotzdem alle zwei Jahre brauchen, aber Zuendkerzen sollten wegen der geringeren Nutzung schon vier Jahre halten. Auspuffendtopf wie beim Verbrenner wegen Salzwasser nach 8-10 Jahren noetig sein. Das duerfte es dann aber im Wesentlichen gewesen sein. Vielleicht mal Kleinigkeiten wie ein Sensor oder eine Zuendspule. Das finde ich absolut verschmerzbar.


    Das Leben ist planbarer und langweiliger als man zumeist denkt. Zumindest sehe ich das bei uns in der Firma. Aber vermutlich sind wir nur zurück gebliebene, vertrottelte Hinterwäldler, die eben nicht spontan sind, sein können oder wollen.

    Es gibt auch Leute die buchen sich schon ein halbes Jahr in voraus Sparpreis-Bahntickets. Fuer mich waere das aber nichts. Ansonsten will ich darueber nicht urteilen.

    Es macht bei der Lebenszeit des Akkus aber einen Unterschied, darum ging es mir. Ein Nachladen von 70 auf 100% ist ja kein vollständiger Zyklus. Beim Hybridbeispiel von oben wäre es jeden Tag ein vollständiger Zyklus.

    Da man ja normalerweise nicht jeden Tag das Auto nutzt sondern auch mal einen Tag stehen laesst und auch mal Urlaub hat, wuerde ich mit so 250 Zyklen pro Jahr rechnen. So 2.000 Zyklen sollten also fuer 8 Jahre reichen.


    Ein Plug-In Hybrid wie der A 250e haette dem Vorteil das die Akkuzellen nur an einer Stelle unter dem Ruecksitz sind, und somit ein Akkutausch noch im bezahlbaren Rahmen liegen sollte.


    Klar wuerde es Geld kosten, aber es waere dann auch eine Chance, auf eine neuere, bessere Akkutechnologie zu wechseln ohne das komplette Auto zu ersetzen.


    Und nach weiteren 8 Jahren, also 16 Jahren insgesamt, sind wohl auch das Fahrwerk, die Polster und die Bleche wegen Rost soweit durch, das das Auto ohnehin ein Fall fuer den Afrika-Export oder die Schrottpresse ist.


    Meine Frau hat aktuell einen A250E Limo als Übergangsfahrzeug und war noch nie tanken, 23km Wegstrecke für den Arbeitsweg je Richtung, kostenfrei kann auf der Arbeit geladen werden. Das erste mal wird sie dann tanken müssen, wenn sie zu einer Zweigstelle fahren muss - genau da ist dieses Konzept super. Die Nutzung von fossilen Brennstoffen wird somit auf einmal in drei Monaten reduziert. So ein Fahrzeug setzt allerdings voraus, dass man an seinen frequentierten Punkten stets laden kann. Der Aufwand ist gering und dauert keine 20 Sekunden, dies sollte Dir als überzeugter Vollelektro Fahrer doch bekannt sein? Knopf drücken, Kabel an beiden Ecken stecken, NFC Karte vorhalten und fertig.

    Ich glaube zwar das ich schon etwas oefter tanken muesste, aber denke schon das ich mindestens 70% der Strecken rein elektrisch fahren koennte, und das ist ja auch schon was.


    Eine 7,4KW Wallbox koennte man problemlos installieren ohne das man neue Kabel verlegen muesste, NFC-Karte braucht man daheim ja eh nicht, und das Kabel ist ja direkt an der Wallbox angeschlagen.


    In Verbindung mit einer Photovoltaikanlage sollte man zumindest am Wochenende und im Sommer auch werktags einen beachtlichen Teil mit eigenen Solarstrom laden koennen.


    Ich sehe die kleinen Akkus der Hybride trotzdem kritisch, weil man denen tatsächlich heftig viele Ladezyklen verpasst, während einer mit WLTP > 200 km nur 1 x pro Woche einen Zyklus bekäme.

    Wer nur einmal in der Woche, zum Beispiel am Wochenende den Akku lädt, hätte bei einem reinen Elektroauto zum Beispiel an einem Donnerstag Abend kaum noch reichweite. Spontan jemanden besuchen oder einen Ausflug machen waere da vollkommen unmoeglich.


    Einen Plug-In Hybriden hingegen kann einfach waehrend man was isst, sich umzieht und ein bisschen Facebook und Instagram einfach nachladen. Und wenn die 50km E-Reichweite mal nicht reichen, dann faehrt man eben einfach auf Benzin weiter. Hauptsache man ist flexibel.

    [USER="983"]Anja Terchova[/USER] 50 km Reichweite heißt täglich ein Ladezyklus.


    Der Akku bei Vollelektrischen ist eben gerade nicht überdimensioniert, weil die Zykluszahl den Akku altern lässt. Und egal wie groß der Akku oder Tank, irgendwann sind beide leer, so dass dein Argument keins ist. Man kann ja tanken und laden gleichermaßen. Jeden Tag wegen 50 km zu laden ist hingegen unpraktikabel, da stehen Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis, denn die Handgriffe bleiben gleich. Wärst du anders herum bereit, bei einer Ölquelle im Keller, jeden Tag Benzin für 50 km in den Tank zu kippen??? Eher nicht, viel zu nervig.

    Ich glaube gerade auch ein reine E-Aut würde ich mindestens jeden Tag laden, um dann am nächsten Tag wenigstens entwas Feierabendreichweite zu haben.


    Denn Akku soweit runterfahren, bis man dann am letzten Tag kaum mehr Restreichweite hat, und man quasi trotz Autobesitz an seine Wohnung gefesselt ist, würde ich niemals machen. Denn das nimmt einem doch jegliche Flexibilitaet. Und gerade darum geht es doch beim Autobesitz.


    Wenn man in der Garage oder dem Carport eine Wallbox hat wo eh das Kabel angeschlagen ist, dann ist das nachladen doch nahezu null Aufwand. Jeden Tag nachladen würde mich da jetzt nicht stoeren.


    [USER="983"]Anja Terchova[/USER] „Materialanmutung“ ist ebenfalls so tun als ob, denn Plastik bleibt Plastik, auch wenn es doppelt bis dreifach teuer verkauft wird, weil es hochwertiger aussieht.

    Natuerlich gibt es auch bei Plastik riesige Unterschiede.


    Man muss doch nur mal zum Beispiel ein Nokia 7110 oder 8850/8890 als Positivbeispiel und die quitschbunten Nokia Lumia als Negativbeispiel nehmen.

    Wer bitte steckt sein Auto für weniger als 50 km elektrisch an eine Ladesäule??? Diese Hybriden werden gekauft, um grün zu erscheinen und einfach weiter zu fahren, wie bisher. Diese Hybriden werden gebaut, weil ZF & Co. sonst arbeitslos würden. Direkt brauchen kann die eigentlich niemand. Zu teuer, zu kompliziert, wenig effizient. Ein grünes Mäntelchen wie die Ablasszertifikate der grünen Vielflieger.

    Ich finde das Konzept schon gut.


    Für den Alltag reichen die 50km elektrische Reichweite durchaus aus, und gelegentliche Langstreckenfahrten kann man dann einfach ganz bequem und sorglos auf Benzin fahren. Das finde ich ist eine Vernünftige Kombination.


    Bei reinen Elektroautos ist hingegen der Akku fuer die Alltagsfahrten vollkommen ueberdiemensioniert, fuer die gelegentlichen Lanstreckenfahrten reicht er aber trotzdem nicht.


    Und zuhause ist es kein Problem taeglich nachzuladen. Auch Unterwegs sind 1:45h noch eine Ladezeit die man bei vielen Gelegenheiten noch hinbekommt.


    A-Klassen sind übrigens keine Mercedes. Die werden überwiegend von französischen Motoren angetrieben, die auch in billigsten Billigautos wie dem Dacia verbaut werden. Dafür dann einen Mercedes-Preis zu zahlen? Naja.

    Natuerlich sind die Mercedes A- / B- / CLA- / GLA-Modelle auch echte Mercedes.


    Ja, die Motoren wurden von Renault entwickelt, und gehoeren zur gleichen Motorenfamilie wie die bei Renault und Dacia verbauten Motoren.


    Aber zwischen einem 898ccm Dreizylinder und 5-Gang Schaltgetriebe im Dacia Sandero und einem 1332ccm Vierzylinder und 7-Gang DCT-Getriebe in einer Mercedes A-Klasse liegen schon Welten.


    Auch im Design und und der Materialanmutung liegen zwischen einem Dacia Sandero und einer Mercedes A-Klasse Welten.