Wir haben einige Nutzer in der Firma, die deinem Profil entsprechen. Tägliche 40-60 km und 1-2 Fahrten im Monat über mehrere hundert Kilometer. Die einen nutzen dafür unsere Model III. Andere fahren mit ihrer Zoe zum nächsten Verleiher und von dort mit einem Leihwagen weiter. Betriebswirtschaftlich ist es mir vordergründig egal. Hintergründig finde ich es optimaler, wenn die vielen Kilometer von Leihwagen gefressen werden. Du bekommst Golfgrösse für weniger als 40€ pro Tag und übers Wochenende für weniger als 20€ pro Tag. Da macht es rechnerisch sogar Sinn, den eigenen Verbrenner vor großen Fahrten zu schützen und diese Leihern aufzubrummen.!
Das schraenkt aber dann wieder die Flexibilitaet und den Komfort ein wenn man sich jedesmal drum kuemmern muss sich einen Mietwagen zu reservieren, auf die Oeffnungszeiten Ruecksicht nehmen muss, Reisegepaeck jedesmal umladen muss, etc.
Solange es nicht zu arg viele Langstreckenfahrten sind, schaden sie ja auch garnicht, weil der laufleistungsabhaenige Wertverlust gemessen am altersabhaengigen Wertverlust untergeht.
Und gerade modernen Autos mit Partikelfiltern tun gelegentliche Langstreckenfahrten ja ganz gut.
Ich weiß, dein Auto ist ein Familienmitglied, deshalb kannst du nicht leihen. Dafür leihst du lieber eine Wohnung. Jahrzehntelang.
Natuerlich ware Immobilieneigentum auch schoen. Aber zwischen einem schoenen 15.000€ Gebrauchtwagen und einer schoenen 270.000€ Wohnung liegt Faktor 18.
Wenn man es sich leisten kann mit so 28-35 in die eigene Wohnung zu ziehen und sie dann innerhalb von so 15-20 Jahren abzubezahlen, ohne sich im Alltag zu extrem einschraenken zu muessen, dann ist Immobilieneigentum unschlagbar.
Aber jahrzehntelang trotz Vollzeitjob ein Leben auf Hartz-Niveau fuehren ums sich dann irgendwann mit Ende 50 / Anfang 60 Immobilieneigentum leisten zu koennen, gut zehn Jahre drin Wohnen, bevor dann der Umzug ins Pflegeheim ansteht - Nein Danke!
Aus meiner Sicht wäre es maximal dumm, täglich einen Verbrenner ungenutzt als Zweitantrieb durch die Gegend zu rollen, um diesen dann wenige Male im Monat zu nutzen. Maschinen müssen laufen. Am besten rund um die Uhr!
Wenn man jetzt mal von der Produktionsindustrie absieht, dann laesst sich die Auslastung aber einfach nicht so gut steuern.
Ueberall wo man es mit echten Menschen zu tun hat, laesst sich die Auslastung aber nicht so gut steuern. Egal ob es jetzt ein Restaurant, ein Freibad, ein Callcenter.
Aehnlich ist es auch mit der Mobilitaet. Fast jeder moechte halbwegs normale Arbeitszeiten haben, und Ausfluege an schoenen, sonnigen Abend oder Wochenenden machen.
Eine Carsharing-Flotte so zu betreiben, das es zu den Berufsverkehrzeiten und an schoenen Abenden und Wochenende nicht zur Ueberlastung kommt, aber die Fahrzeuge dann nicht an verregneten Vormittagen oder Werktag-Naechten ungenutzt rumstehen, halte ich fuer ein Ding der Unmoeglichkeit.