Wer die Möglichkeit hat, kauft eher in einem "Center", wie Centro in Oberhausen. Doch was macht diese so attraktiv? Kostenfreie Parkmöglichkeiten, gute Anbindung, viele Geschäfte, Lademöglichkeiten für E-Autos, Tankstellen für Benziner und Selbstzünder im Umkreis, Bespaßung für die Kinder in der Nähe. Die Innenstädte radieren sich immer weiter aus und werden primär von Schülern und Rentern angelaufen - somit eine vollständige Differenzierung von Angeboten der beiden primären Klassen. Der Einzelhandel klagt, wird verdrängt... Was findet man in vielen Innenstädten noch? Ein paar Lebenshalter wie einen Kaufhof / Karstadt, einen H&M, C&A, paar Mobilfunkäden und sonst "1€ Läden". Die Innenstädte haben sich schon in den letzten Jahren gewandelt, das ist fakt. Sicherlich nicht ganz so überspitzt, wie von mir dargestellt, aber wer kann und wenig Zeit bei bester Bequemlichkeit investieren möchte, fährt in Zentren/Arcaden. Der Rest wird online bestellt.
Die ältere Generation wird irgendwann dahin scheiden und nicht mehr die Innenstadt besuchen, die jüngere wird die Zeit nach der Schule/Studium nicht mehr aufweisen.
In Oberhausen war ich nicht nie, deshalb kann ich da die Situation nicht bewerten.
So denke ich haben Innenstadtfillialen und Center / Malls beide fuer sich Vorteile. In den Center / Malls hat man natuerlich recht viele Laeden und Gastronomie auf sehr kompakten Raum. Dafuer ist die Flaeche der Stores aber recht klein und das Sortiment ist gegenueber den regulaeren Fillialen meist reduziert.
Oftmals schliesst sich aber ohnehin Beide garnicht aus, weil die Center / Malls entweder direkt in der Innenstadt liegen (z.B. Anger 1 Erfurt, Goethe Galerie Jena, Gera Arcaden, Arcaden Erlangen) oder zumindest recht innenstadtnah liegen (z.B. Mercado Nürnberg, Regensburg Arcaden, Pasing Arcaden). Da kann man Beides perfekt miteinander verbinden.
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Generell wuerde ich sagen das ab grossen Mittelstaedten ab etwa 70.000 Ew. die Innenstädte schon noch sehr gut funktionieren, sowohl was den stationaeren Einzelhandel betrifft als auch Gastronomie-, Freizeit- und Kulturangebote.
Das Problem sehe ich aber drunter. Kleinstädte verkommen schon länger immer mehr zu reinen Wohndörfer, aber selbst kleinere Mittelstädte geraten immer mehr in Bedrängnis, und verlieren immer mehr attraktiven Einzelhandel aber auch attraktive Gastronomie-, Freizeit- und Kulturangebote.
Da werden die Bewohner ja geradezu genoetigt auf Onlineshopping und Streaming auszuweichen.