Ich bräuchte mal kurz einen Rat von den einschlägigen Experten (und gerne auch neue Meinungsäußerungen
) hier. Ganz zum Schluss des Beitrages habe ich mal mein Posting aus dem vergangenen Jahr (ebenfalls in diesem Topic zu finden) angehängt, da das "Voraussetzung" für die jetzt folgende Frage / Schilderung ist:
Ich habe im vergangenen August (Monatsanfang) meine Arbeitsstelle selbst auf den 15. Dezember gekündigt, und hätte theoretisch Mitte August bereits meine Überstunden abfeiern können. Auf Bitten des Chefs habe ich dann mit mir reden lassen und die "Startphase" des Überstunden-Abfeierns erst zum 12.09. begonnen - Gründe war die Urlaubszeit auf der Arbeit, außerdem wollte ich meine Kollegen tatsächlich nicht im Stich lassen. Aus diesem Grunde war ich einen Monat länger auf Arbeit, dieser Monat wurde mir per Lohnabrechnung ausbezahlt.
Die Trennung lief meinerseits einwandfrei ab, was auch die obige Geste klar zeigt (es gab noch mehr Faktoren die ich aufzählen könnte). Nachdem also mein Arbeitsverhältnis zum 15.12.2014 offiziell geendet hat, habe ich am vergangenen Samstag mal angefragt, wo denn mein Arbeitszeugnis bleiben würde. Am Montag habe ich per Mail die Info bekommen, dass das "wohl vergessen wurde bzw. untergegangen ist" und man sich drum kümmern würde. Zwei Tage später, am Mittwoch, folgte dann der "Entwurf" per Mail. Dieser Entwurf ist - gelinde gesagt - eine absolute Frechheit. Das liegt nicht daran dass die Bewertung absichtlich und/oder ungewollt schlecht ist, es sind andere Faktoren:
- - Das unten zu sehende Arbeitszeugnis wurde von ehemals 1,5 Seiten auf jetzt 1 Seite (mit großzügiger Formatierung) gekürzt, die halbe Seite wird dabei vom Unternehmensbild ausgefüllt
- - als Datum ist der 06.11.14 gesetzt (warum auch immer - anscheinend wurde das Zeugnis ja "vergessen" - was diese Angabe dann soll, ist mir nicht bekannt)
- - es wurden einige Tätigkeiten vergessen, im Prinzip wurde eigentlich das komplette bisherige Zeugnis drei mal geschüttelt und gerüht, anschließend noch gestampft
Zum Hintergrund muss ich sagen, dass die Zeugnisse von zwei unterschiedlichen Personen stammen. Das bisherige Zeugnis (unten) wurde vom Ex-Chef geschrieben, der im Herbst 2013 vom jetzigen Chef "abgelöst" wurde (Aufgabengebiete wurden neu definiert). Beide Chefs haben defacto absolut keine Ahnung davon, wie Arbeitszeugnisse geschrieben werden. Dazu kommt, dass der "jetzige" Chef eine Kopie vom früheren Arbeitszeugnis von mir bekommen hatte, in dem ich bereits Änderungen vermerkt habe. Meine Vermutung ist, dass dieses Konzept schlichtweg verschlampt wurde. :mad:
Frage: Wie würdet ihr diese Angelegenheit jetzt "regeln"? Da ich wie gesagt nicht im Streit gegangen bin (zumindest habe ich meinen Ärger nie rausgelassen - soweit hatte ich mich im Griff
) ist das Verhältnis noch relativ gut. In der Mail von Mittwoch steht auch klar drin, dass ich mir das Zeugnis angucken soll und ggf. Änderungen vermerken kann, die dann geprüft werden (ich gehe davon aus, dass die ohne große Murren einfach akzeptiert und abgetippt werden). Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass - egal wie die Mail formuliert wird - vllt. etwas auf "stur" oder "beleidigt" geschalten wird wenn man sieht, dass ich das "neue Zeugnis" komplett über den Haufen geworfen habe und mehr hanschriftliche Bemerkungen drauf sind, als computergeschriebene Zeichen... ![]()
Ich bin einfach nur absolut sauer und empfinde das als Frechheit - deshalb habe ich auch absichtlich etwas Zeit verstreichen lassen und nicht direkt am Mittwoch geantwortet.
Hinweis: Die damals gegebenen Ratschläge (Link zum Beitrag samt Meinungen dazu ) wurden von mir bereits in das an den Ex-Chef abgegebene "Konzept" mit eingearbeitet.
ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von THWS
An alle Zeugnis-Spezialisten: Ich würde mich freuen, wenn mal jemand über mein Zeugnis aus dem Jahre 2012 drüberschauen könnte:
Das Zeugnis wurde damals aufgrund dem Beginn eines nebenberuflichen Studiums angefertigt. Ein separates Ausbildungszeugnis existiert nicht, daher wurde das mit dem Arbeitszeugnis kombiniert. Das Zeugnis soll in der Tat eine sehr gute bis gute Arbeitsleistung darstellen (ich verstehe mich gut mit unserem Chef und das hat er mir auch in einem persönlichen Gespräch so übermittelt). Allerdings sind mir jetzt - nachdem ich mich mit dem Thema etwas auseinandergesetzt habe - ein paar Ungereimtheiten bzw. leicht negative Formulierungen aufgefallen, die aber sicherlich nicht so gemeint waren. Daher einfach die Bitte, mir hier evtl. ein paar bessere Formulierungen aufzuzeigen.
Was mir persönlich aufgefallen ist:
- Die Kundschaft sollte - speziell im Dienstleistungsbereich - heute an erster Stelle, noch vor dem Vorgesetzten, stehen; oder?
- Änderung im Schlusssatz: "Glück" ersatzlos streichen
- außerdem wirkt der Satz mit den "Zusatzaufgaben" etwas lieblos hingeklatscht und nicht vollends ausformuliert - fehlt hier nicht noch die Tatsache, dass diese Aufgaben auch stets erfolgreich abgeschlossen bzw. durchgeführt wurden?
- auch die darauf folgenden Sätze wirken etwas zwiespältig, so könnte doch der Teil mit dem selbstständigen Arbeiten als "eigenbrötlerisch" und nicht teamfähig deklariert werden, oder?
Außerdem kommen weitere Tätigkeiten zum Zeugnis hinzu:
- Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Inventur im Unternehmen
- Seit 2013 erster Ansprechpartner bei Fragen zum System/Warenwirtschaft für alle Kollegen im Unternehmen (quasi die Vorstufe zum IT-Support)
- In Kürze Mitwirkung bei der Einführung des Web-Shops
Würde mich über ein paar Äußerungen freuen