Ende der Ausbildung - Bezahlung mies? Was nun ?

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Aufstiegschancen sind relativ. Mein Chef hat ne Transplantation hinter sich, die aber irgendwann wieder ersetzt werden muss durch ein neues Organ. (...)


    Sprichst Du jetzt von der Organisationsstruktur in Deiner Stadtverwaltung oder war das eine medizinische Formulierung. :D


    So ähnlich wurden Stellenabbau, -Verschiebereien etc. immer bezeichnet. ;)



    Stefan

  • Zitat

    Original geschrieben von igel-online
    Ganz einfach: Mach den Job, halte die Klappe, schau dich anderweitig um und wenn du was besseres hast mach dich vom Acker. ;)


    Besser hätte ich es nicht sagen können ! :top:
    Nebenbei könntest Du dich ja noch etwas weiterqualifizieren,
    als Microsoft Qualified WasAuchImmer und / oder in der Linux-Ecke, da ja viele Verwaltungen neuerdings auf Linux gehen wegen der Lizenzkosten.


    Wenn Du den Job - auch unter den Bedingungen - nicht nimmst (wo er Dir ja quasi "vor die Füsse gelegt" wird), dann kan Dir keiner mehr raten.

  • Hi,
    vieles wurde ja schon gesagt, aber


    - nimm den Job an, dort weisst Du, was du hast und was nicht und suchst nicht als "Berufserfahrungsloser" nach einer Stelle.
    - Schau, dass Dir die Stadt (trotz klammer Kassen) Zusatzzertifikate finanziert (je nach Deinem Job koennen das CC*, MC* oder Zertifikate aus dem Unix-Umfeld sein), das erleichtert die Jobsuche. So nebenlaeufige Dinge lassen sich oft leichter im Budget platzieren, kommen sowohl Dir als auch Deinem (jetzigen und zukuenftigen) Arbeitgeber zu Gute und demonstrieren im Lebenslauf, dass Du Dich neben Deiner Arbeit weiterbilden willst.
    - Wenn Du offiziell Personal- und/oder Projektverantwortung bekommst, wirst Du womoeglich neu eingestuft
    - wenn Du einen anderen Job hast, hilft vielleicht (je nach Leidensdruck, vom aktuellen Arbeitgeber wegzukommen) ein Gespraech, um ein hoeheres Gehalt zu bekommen (wobei man dann auch darauf eingestellt sein muss, *wirklich* die Konsequenzen zu ziehen und zu wechseln). Dabei denke ich ausdruecklich auf einen Fall in meinem Bekanntenkreis bei einer (zugegebenermassen) grossen Stadtverwaltung in Deutschland, wo alle Hebel in Bewegung gesetzt wurden, um jemanden *deutlich* besser einzugruppieren.
    - Ueberleg Dir mal, was fuer "Zusatzleistungen" Dir eine Stadt als Arbeitgeber bieten koennte (verbilligtes Wohnen, Jobticket fallen mir da aus meiner Heimatstadt ein), die es in der freien Wirtschaft nicht so haeufig gibt. Auch das sind Dinge, die sich einfach auch bei klammen Budget machen lassen koennten.


    cu
    XlF

  • Zitat

    Original geschrieben von elektrisch
    Nebenbei könntest Du dich ja noch etwas weiterqualifizieren,
    als Microsoft Qualified WasAuchImmer und / oder in der Linux-Ecke, da ja viele Verwaltungen neuerdings auf Linux gehen wegen der Lizenzkosten.


    Na das wäre mir neu :rolleyes: Linux in Verwaltungen ? Bis auf dieses Prestige-Teil in München, wo ja hinter vorgehaltener Hand sowieso klar ist, dass die mehr Probleme haben als vorher, kenn ich keine. Dabei kenne ich nicht wenige Verwaltungen. ;) Linux wird wenn dann mal auf nem Server angetroffen, mehr aber auch nicht :)


    Was mich nach wie vor interessiert: Meine Kollegen haben alle irgendwelche Zusatzqualifikationen, ob ein Studium in Verwaltungswirtschaft oder Angestelltenlehrgänge. Sowas gibt es anscheinend für meinen Job nicht. Diese speziellen Netzwerkkurse bringen mir imho nix, da ich genug Kurse im Bereich Netzwerk besucht habe, die IMHO ausreichen.


    Ein Studium ist zur Zeit die einzigste Alternative, so wie ich das sehe. Doch wären das ziemlich viele Einschnitte die ich hinnehmen müsste. Die Zeit die ich weniger für meine Freundin investieren kann sind ein wichtiger Punkt. Die monatlichen Mehrbelastungen von knapp 300 € für ein Studium sind bei meinem bescheidenen Lohn auch nicht wirklich wenig.
    Und dann ist da noch die Frage, was mich wirklich weiter bringt. Ich persönlich bin mehr an Organisation und Management interessiert, in Verbindung mit IT.


    Wenn jemand zufällig einen interessanten Werdegang hingelegt hat, darf er es hier gerne posten, bzw. Tipps geben. Und noch was: Programmieren ist nicht unbedingt mein Ding (ich spreche jetzt von C++), was ja leider oft bei Informatikstudien bestandteil ist :(


    Gruß,
    Dominik

  • Ich hab noch mal über die ganze Sache nachgedacht. Wie stelle ich es am besten an, dem Personalchef klar zu machen, das die Bezahlung eine Zumutung ist und ich gerne min. 6b und dann 5c kriegen soll ?


    Ich bin dermaßen deprimiert, weil ich mich nicht so abspeisen lasse.


    Nächste Woche liegt mir der Vertrag vor. Ich bin schon am überlegen ob ich sage, dass ich ein bis zwei Wochen bedenkzeit brauche, weil mir die Bezahlung nicht zusagt.
    Ich halte es für eine Zumutung und bin tierisch wütend darüber. Jeder blöde Sachbearbeiter kriegt als Einstieg 5c bzw. 6b ! :( *binsotraurig*


    Gruß,
    Dominik

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Ich bin dermaßen deprimiert, weil ich mich nicht so abspeisen lasse.


    Wie schon öfter im Thread geschrieben - nimm´ es erstmal und schaue dich nach etwas anderem um. Mit einem festen Arbeitsverhältnis im Rücken sucht es sich leichter und macht sich auch im Lebenslauf besser, auch wenn die angebotene Bezahlung mies ist.


    Natürlich kannst du dem Personalchef sagen, dass die Einstufung nicht in Ordnung ist, aber dann wird er dir vermutlich sagen, dass du den Vertrag ja nicht annehmen musst. Moderne Sklavenhaltung ;) ...

  • Zitat

    Original geschrieben von Merlin
    Natürlich kannst du dem Personalchef sagen, dass die Einstufung nicht in Ordnung ist, aber dann wird er dir vermutlich sagen, dass du den Vertrag ja nicht annehmen musst. Moderne Sklavenhaltung ;) ...


    Der Arbeitsmarkt ist doch dermaßen überfüllt, wie soll ich da ne Chance haben !? Ich finde das einfach lächerlich. Jeder Sachbearbeiter kriegt als Einarbeitung mehr. Ne Schreibkraft kriegt das gleiche Gehalt wie ich - ist doch lächerlich oder? :( Dabei ist mein Job 10mal Anspruchsvoller und komplexer.


    Ach man ich bin so depremiert. :(

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Der Arbeitsmarkt ist doch dermaßen überfüllt, wie soll ich da ne Chance haben !?


    Naja, dann ist der angebotene Job ja doppelt wertvoll. Es ergibt sich immer wieder mal etwas. Also den Mut nicht verlieren und aus der sicheren Position heraus operieren.

  • Hi,


    Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Na das wäre mir neu :rolleyes: Linux in Verwaltungen ? Bis auf dieses Prestige-Teil in München, wo ja hinter vorgehaltener Hand sowieso klar ist, dass die mehr Probleme haben als vorher, kenn ich keine. Dabei kenne ich nicht wenige Verwaltungen. ;) Linux wird wenn dann mal auf nem Server angetroffen, mehr aber auch nicht :)


    Muenchen war beileibe nicht die erste Stadt in Deutschland, die in Richtung Linux umgeschwenkt hat. Schwaebisch Hall ist hier mit gutem Beispiel vorangegangen, insbesondere eben auch, wie man die psychologischen Probleme bei so einer Umstellung geloest bekommen will. Ein netter Artikel dazu war im Februar unter http://news.zdnet.co.uk/softwa…,39020390,39146113,00.htm .


    Man darf sich natuerlich keinerlei Illusionen machen, dass IRGENDeine Betriebssystem- (oder auch Windows-)Migration, ohne Komplikationen ablaufen wuerde.


    cu
    XlF

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