Ich denke im November und Dezember wird es auf jeden Fall noch turbulent an den Börsen zugehen. Und der Neoliberalismus und Turbokapitalismus werden vielleicht doch noch ihr Grab finden.
Welche Aktien kauft Ihr im Moment?
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Original geschrieben von bernbayer
Du hast es richtig auf den Punkt gebracht. Die Schönredner sollten jetzt mal in sich gehen."Schönreden" will bestimmt so gut wie keiner. Er beschwichtigen und beruhigen - was in der momentanen Situation vollkommen i.O und auch gerechtfertigt ist. Es herrscht Panik und Panik ist nie gut - weder bei einem Flugzeugabsturz noch an der Börse.
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Original geschrieben von autares
"Schönreden" will bestimmt so gut wie keiner. Er beschwichtigen und beruhigen - was in der momentanen Situation vollkommen i.O und auch gerechtfertigt ist. Es herrscht Panik und Panik ist nie gut - weder bei einem Flugzeugabsturz noch an der Börse.Sicher spielt Panik auch eine gewisse Rolle bei de gegenwärtigen Kursen, aber eben nicht nur, die realen Aussichten sind trübe. Es steht uns noch einiges bevor, wie die Kreditkartenkrise und eine weltweite Rezession. Die Gemengelage ist halt sehr negativ.
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Original geschrieben von autares
"Schönreden" will bestimmt so gut wie keiner. Er beschwichtigen und beruhigen - was in der momentanen Situation vollkommen i.O und auch gerechtfertigt ist. Es herrscht Panik und Panik ist nie gut - weder bei einem Flugzeugabsturz noch an der Börse.Danke! Das sehe ich ganz genauso. Es mag perspektivisch nicht so gut aussehen, aber zu kopflosem Handeln besteht nun wirklich kein Anlass. Wenn zum Teil zu lesen ist, es gebe Parallelen zur Weltwirtschaftskrise der frühen 1930er Jahre, dann kann man sich wirklich nur an den Kopf fassen. Leider tragen die Medien nicht unwesentlich zu dieser blödsinnigen Panikmache bei.
Die einzige richtige Sorge, die mich im Moment umtreibt, ist die Befürchtung, im Zuge der staatlichen 'Rettungsmaßnahmen' werde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und schon völlig unsinnigerweise das Totenglöckchen des Kapitalismus geläutet. (Ein Wirtschaftssystem, das sich seiner nicht zu schämen hat.)
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Original geschrieben von Robert Beloe
Danke! Das sehe ich ganz genauso. Es mag perspektivisch nicht so gut aussehen, aber zu kopflosem Handeln besteht nun wirklich kein Anlass. Wenn zum Teil zu lesen ist, es gebe Parallelen zur Weltwirtschaftskrise der frühen 1930er Jahre, dann kann man sich wirklich nur an den Kopf fassen. Leider tragen die Medien nicht unwesentlich zu dieser blödsinnigen Panikmache bei.Die einzige richtige Sorge, die mich im Moment umtreibt, ist die Befürchtung, im Zuge der staatlichen 'Rettungsmaßnahmen' werde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und schon völlig unsinnigerweise das Totenglöckchen des Kapitalismus geläutet. (Ein Wirtschaftssystem, das sich seiner nicht zu schämen hat.)
Dazu fällt mir ein, die soziale Marktwirtschaft ist das "schlechteste" Wirtschaftssytem außer allen anderen die noch schlechter sind. Im Klartext, es gibt kein besseres Wirtschaftssystem, als die soziale Marktwirtschaft. Manchester-Kaptialismus das ist was anderes, den wollen wir natürlich nicht.
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Original geschrieben von Robert Beloe
Danke! Das sehe ich ganz genauso. Es mag perspektivisch nicht so gut aussehen, aber zu kopflosem Handeln besteht nun wirklich kein Anlass. Wenn zum Teil zu lesen ist, es gebe Parallelen zur Weltwirtschaftskrise der frühen 1930er Jahre, dann kann man sich wirklich nur an den Kopf fassen. Leider tragen die Medien nicht unwesentlich zu dieser blödsinnigen Panikmache bei.Ähhh - es GIBT Parallelen. Sogar sehr große. Der einzige Unterschied: Das was man damals versäumt hat zu tun, wurde diesmal getan - der Eingriff von staatlicher Seite. Ansonsten, da bin ich mir absolut sicher, wäre das ähnlich verheerend ausgegangen.
Ich stimme dir und autares im Prinzip zu - keine Panik. Die ist, im Vergleich zu 1929/30/31, nicht angebracht, aber man sollte nicht un-besorgt sein. Jetzt gilt es Investmentstrategien zu re-fokussieren und zu optimieren. Es geht für viele um viel Geld. Nicht nur kurzfristig, da ich und auch die Mehrheit der Analysten als auch Banken/Wirtschaftsinstitute von schweren Zeiten ausgehen (die DeuBa ist gar seeehr pessimistisch).
Von daher - keine Panik, aber jetzt verstärkt informieren und versuchen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nicht nur alles aussitzen (es sei denn, man kann es sich leisten, und das können vermutlich die wenigsten).
ZitatDie einzige richtige Sorge, die mich im Moment umtreibt, ist die Befürchtung, im Zuge der staatlichen 'Rettungsmaßnahmen' werde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und schon völlig unsinnigerweise das Totenglöckchen des Kapitalismus geläutet. (Ein Wirtschaftssystem, das sich seiner nicht zu schämen hat.)
Das Totenglöckchen sollte sicher nicht geläutet werden, aber zumindest sollte man das Kind nicht mehr frei rumlaufen lassen und wieder ins abgesperrte und mit hohen Holz-Gittern versehene Bett stecken.
Der Kapitalismus an sich sollte sicher nicht hinterfragt werden, aber die momentane Interpretation eben jenes schon. Ich finde es richtig, das man sich momentan vermehrt fragt, ob der Kapitalismus des 21ten Jahrhunderts den Sinn hat, den Wohlstand einer Gesellschaft zu fördern oder es ihm nur darum geht, eingesetztes Kapital ohne Rücksicht auf Verluste schnellstmöglich zu vermehren.
Anderes Thema: Ich finde es momentan überraschend, wie wenig international passiert. Es wurden also jetzt Pakete geschnürt, die mit einigen Regeln versehen wurden. Aber was ist sonst passiert? Wurde jetzt wirklich ernsthaft etwas geändert? Irgendein Gesetz? Irgendeine neue Aufsichtsbehörde eingesetzt, die schärfere Regeln auch effizient kontrolliert (die sicher noch sehr langwierige Diskussion um den IWF mal außen vor)? Sind Köpfe gerollt?
Ich kann es nicht verstehen, das jemand wie Kemmer noch im Amt bleibt und sich Sparkassenverbände massiv hinter ihn stellen. Wer es schafft, eine Landesbank derart stark in den quasi-Ruin zu treiben, gehört abgeschafft. Nicht er allein, sondern der Vorstand + Aufsichtsrat. Und was passiert? Nüchts.
Nicht nur hier, sondern auch in Frankreich (ich kann nur heilfroh sein keinen Mann wie Süper-Sarko als Präsident zu haben
) und in den Staaten. Für mich ein absolutes Armutszeugnis.Au revoir...
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Kemmer war es nicht der das Desaster bei der Landesbank im wesentlichen zu verantworten hat, das war sein Vorgänger der ja bereits gehen mußte. Was man Kemmer aber vorwerfen kann, daß ist seine Informationspolitik und das nur scheibchenweise zugeben der tatsächlichen Außmaße der Verluste bei der bayerischen Landesbank.
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Ich verweise hier auf die Unterhaltung mit dem UBS man bzgl. HRE: Der Vorstand wird wahrscheinlich gar nicht gewusst haben, was seine Mitarbeiter tun. In meinen Augen sollte nicht der Vorstand, sondern in den Etagen darunter bzw. in den Aufsichtsgremien begonnen werden. Der Vorstand hat kaum eine goldene Nase daran verdient, sondern viel mehr die MDs und VPs der ABS, MBS und sonst welchen Abteilungen. Und DIE müssen gewusst haben, was sie genau tun, die sind schliesslich die Produktverantwortlichen. Ebenso sollte man imho die Schuldigen in den Strukturiern suchen, die es immer weiter und besser verstanden haben, komplizierte und risikoreiche Anlagen zu verpacken.
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DJ Wisdom, ich finde, es geschieht international sogar recht viel. Natürlich kann man nicht von heute auf morgen die Funktionsmechanismen des Finanzmarktes umkrempeln, aber dass die in diesem System tonangebenden angelsächsischen Staaten sich zu Veränderungen bereit erklärt haben oder sie, wie im Falle Gordon Browns, sogar selbst fordern, ist schon mal ein sehr gutes Zeichen.
Diese internationale Zusammenarbeit ist ja gerade einer der entscheidenden Unterschiede zu 1929ff. Heute ist es nur Island, das Probleme hat, Unterstützung von anderen Ländern zu bekommen (wenn man mal von Skandinavien und dem IWF absieht), damals waren es alle Staaten, die sich misstrauisch beäugen. Ganz abgesehen davon, dass die Geldpolitik heutzutage völlig anders ist als 1929ff. Zum Glück haben wir nirgendswo einen Brüning an entscheidender Stelle.
Es wird eine Reihe von internationalen Tagungen geben, ob dabei wirklich, wie es sich Gordon Brown vorstellt, ein zweites Bretton Woods herauskommt, ist abzuwarten. Sicherlich wird sich entscheidendes erst nach der US-Präsidentschaftswahl tun.
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Original geschrieben von bernbayer
Dazu fällt mir ein, die soziale Marktwirtschaft ist das "schlechteste" Wirtschaftssytem außer allen anderen die noch schlechter sind. Im Klartext, es gibt kein besseres Wirtschaftssystem, als die soziale Marktwirtschaft. Manchester-Kaptialismus das ist was anderes, den wollen wir natürlich nicht.Da hast du recht, allerdings ist in den letzten Jahren vermehrt das "soziale" an der "sozialen Marktwirtschaft" abhanden gekommen so das nur noch die "Marktwirtschaft" übrig geblieben ist. Denke wir müssen zurück zur "sozialen Marktwirtschaft".
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