DHL Poststation / Packstation, was haltet Ihr davon?

  • Zitat

    Original geschrieben von Antwort
    Beim Packstationsbetrug geht es weniger um das Kopieren einer Karte als vielmehr um das sich in Besitz bringen einer originalen Karte mit fremden Inhaberdaten.

    Wozu braucht man eine originale Goldkarte? Es reicht doch an die Nummer zu kommen...

    Zitat

    Und hier ist der Vorteil, das durch das hinterlegen einer Handynummer und gültigen Mailadresse Möglichkeiten einer Rückverfolgung besteht.

    Klar erhöht die Handynummer den Aufwand und beschränkt die Möglichkeiten eines Betruges, damit habe ich grundsätzlich auch kein Problem. Aber Handynummer (und sonstige Daten) sind auslesbar UND änderbar, wenn man Zugriff auf den Packstationsaccount eines Nutzers erlangt.
    Auch mit Chip auf der Goldkarte gibt es natürlich weiterhin Betrugsmöglichkeiten (wie auch bei Bank- und Kreditkarten), Betrug wie weiter vorne im Thread beschrieben/verlinkt ist weiterhin möglich. Aber wie "Der mit dem Bart" ursprünglich schon schrieb ist vielen das Konzept von Karte+PIN mitsamt Sicherheitsregeln wie "Gib nie deine Karte aus der Hand", "Lass die Karte sperren wenn sie gestohlen wird" etc pp einigermaßen gut bekannt.

    Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Die Post müsste handeln, und die zigtausend Karten tauschst du eben nicht über Nacht aus, genauso wenig wie man die ganzen Automaten umrüsten kann.

    Den Fehler im System (fehlender Chip auf der Karte) hat die Post natürlich schon ganz zu Beginn gemacht. Selbst die Banken bzw. Kreditkartenunternehmen waren nicht gerade Musterknaben, was die Sicherheit angeht (siehe die ähnliche Magnetstreifenproblematik bzw. Skimmingwelle der vergangenen Jahren). Aber auch das mTAN System hat die Post nicht von heute auf morgen einführen könne. Ich sehe eigentlich wenige Gründe warum in der gleichen Vorbereitungs-/Entwicklungszeit, die für Softwareanpassungen für mTAN (wie auch für Karten mit Chip) nötig gewesen ist, nicht auch neue Karten hätten produziert und die Packstationen umgerüstet werden können- vorallem (einmalige) Kosteneinsparung zu Lasten der Sicherheit sprechen für mTAN (langfristig laufen für die SMS auch immer wieder Kosten auf) . Wie gesagt, grundsätzlich habe ich auch nichts gegen die mTAN. Und die Kombination Karte mit Chip plus mTAN wäre mir auch sehr sympathisch. Aber mTAN (alleine) erzeugt wie gesagt auch begrenzt mehr Sicherheit, aber meiner Meinung nach werden die Nutzer dadurch in zuviel 'Sicherheitsgefühl' eingelullt- mit der Folge von zu viel Sorglosigkeit. Und letzteres eröffnet wieder Möglichkeiten für (organisierten) Betrug...

  • Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    mTAN: Software-Änderung.
    Chip: Kartentausch, Hardware-Tausch und Software-Änderung.
    Jetzt klarer?

    Inwiefern klarer? Kartentausch und Hardware-Tausch können parallel zu Software-Änderungen geplant und ausgerollt werden. Wie gesagt: ich sehe wenige Gründe warum die mTAN Lösung zeitlich einen Vorteil gegenüber einer Chiplösung geboten hat/hätte. Da scheint mir eher wahrscheinlich, daß die Entscheidung nach (vermeintlich) gesparten Kosten erfolgt ist.

  • Es sind über 2.500 Packstationen, die einzeln von einem Techniker angefahren werden müssen, um die Hardware auszutauschen.


    Die Umstellung auf mTAN ist über ein Online-Update erfolgt. Die dazu notwendige Änderung ist sogar äußerst klein: Wenn der Kunde aktuell kein Paket in der Packstation hat und er eine neue Sendung erhält, wird ein neues Passwort gesetzt. Das heißt ab sofort nicht mehr Passwort, sondern mTAN. Dies wird in der SMS-Benachrichtigung, die ja ohnehin gesendet wird, einfach mitgegeben. Dann noch die Beschreibungstexte anpassen. Fertig.


    Mehr ist für das große mTAN-Update nicht nötig gewesen.


    Und ja, ich meine auch, dass hauptsächlich die enormen Kosten da im Vordergrund stehen.

  • Zitat

    Original geschrieben von kues
    Wozu braucht man eine originale Goldkarte? Es reicht doch an die Nummer zu kommen...


    Bei meiner Packstation funktioniert ein Einführung der mTAN die manuelle Eingabe der Kartennummer nicht mehr. Es ist zwingend das einstecken der Karte notwendig.


    Aber wie gesagt, es geht nicht um die Karte, sondern um die Identität hinter der Karte.



    Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob die DHL überhaupt in solchen Fällen durch den geprellten Händler in Haftung genommen werden kann.


    Nein, DHL haftet nicht.
    Wenn wir wieder einen Schaden haben, bleibt nur die Anzeige, meist zusammen mit der Person auf die die Karte ausgestellt ist, bei der Polizei und das hoffen, das sie den Betrüger finden.

    Ich würde mich ja gerne mit Dir geistig duellieren, aber wie ich sehe bist Du unbewaffnet ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Antwort
    Bei meiner Packstation funktioniert ein Einführung der mTAN die manuelle Eingabe der Kartennummer nicht mehr. Es ist zwingend das einstecken der Karte notwendig.


    Aber wie gesagt, es geht nicht um die Karte, sondern um die Identität hinter der Karte.

    Ich habe mir sagen lassen, dass sich die Karte mit ihrem Magnetstreifen sehr leicht nachmachen ließe, auch wenn man die originale nicht zur Verfügung hätte.
    Wenigstens dies könnte man mit einer "gechipten" Karte verhindern.


    Zitat

    Nein, DHL haftet nicht.
    Wenn wir wieder einen Schaden haben, bleibt nur die Anzeige, meist zusammen mit der Person auf die die Karte ausgestellt ist, bei der Polizei und das hoffen, das sie den Betrüger finden.

    Also besteht für DHL auch kein finanzieller Druck, da eine teure Lösung auszurollen.


    Bei allen Sicherheitsmechanismen steht ja immer das Kosten-Nutzen-Verhältnis an oberster Stelle. Man kann alles sicherer machen, aber zu welchem Preis?


    Beispiel: Man könnte jedem Karteninhaber einen bewaffneten Sicherheitsbeamten an die Seite stellen, der jede Transaktion überwacht. Bei 3 Millionen Karteninhabern wäre das ein Milliardenbetrag. Super sicher, aber eben von den Kosten her indiskutabel. ;)


    Und gemessen am Aufwand (ich hatte es ja oben kurz skizziert) ist die mTAN die beste Lösung. Die Software-Änderungen hätte ein halbwegs begabter Entwickler an einem Nachmittag erledigen können (und es vermutlich auch getan).

  • In meiner Stadt wird die einzige Packstation leider abgebaut. Die nächste befindet sich in 8km Entfernung in der Nachbarstadt, so das es für mich uninteressant wird.


    Finde ich schon ein wenig Komisch denn ich hatte den Eindruck das die Station gut angenommen wird. Manchmal bildete sich sogar eine Schlange vor dem Terminal und es waren auch nicht immer alle Fächer frei.

  • Bist du dir sicher, dass sie tatsächlich abgebaut wird? Oder wird sie evtl. durch eine größere ersetzt?


    Bei mir um Ort wurde sie nämlich gleich zweimal ab- und eine jeweils größere wieder aufgebaut. ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Bist du dir sicher, dass sie tatsächlich abgebaut wird? Oder wird sie evtl. durch eine größere ersetzt?


    Bei mir um Ort wurde sie nämlich gleich zweimal ab- und eine jeweils größere wieder aufgebaut. ;)


    Also es gab eine Mail das sie abgebaut wird und halt als Alternative wird die Packstation in der Nachbarstadt genannt.


    Wäre schön wenn die hier eine größere wieder aufbauen, aber davon stand nichts in der Mail. Aber wir werden sehen.

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