Ermittlung von Immobilienverkaufspreis?

  • Ein Bekannter möchte gern eine Eigentumswohnung an den derzeitigen Mieter verkaufen. Er ist sich nur nicht ganz sicher, welchen Preis er ansetzen soll (Makler möchte er wegen der Kosten nicht einschalten)


    Gibt es da bestimmte Formeln (z.B. Monatsmiete x X) oder gibt es da a la Schwacke eine Möglichkeit, den Wert zu ermitteln.


    Die Wohnung ist in München

  • So ganz einfach ist die Wertermittlung nicht.


    Es gibt bestimmte Ertragsverfahren in Bezug auf die Miete, die dann auf einen Kaufpreis kommen.
    Weiter spielt ein: Alter der Wohnung, Lage, Substanz des Gebäudes usw.


    Dein Bekannter kann ja zum Makler gehen, sich als Interessent ausgeben und selber Wohnungen anschauen und sich ein Bild von deren Preisen machen, als Anhaltspunkt.


    So würde ich das machen. Weiter hat der Mieterschutzbund oder ein Verband der Vermieter dazu bestimmt nähere Informationen. Kosten dann vielleicht ein paar Euro, die ich bei so einem Verkauf aber investieren würde.

    "Das einzige Backup das Du je brauchst ist das, wofür Du keine Zeit hattest."


  • Vielleicht kann man dir hier helfen:


    http://www.immobilienwert24.de/


    Dort findest du unter Berechnungsbeispiel auch die für die Verkehrswertermittlung relevanten Daten!
    Aber bedenke stets, der Verkehrswert wird nur in den seltesten Fällen der Verkaufspreis sein, zumindest nicht bei Wohnungen.


    Wenn du nähere Fragen hast, schicke mir eine PN, mein Studienschwerpunkt waren Immobilien- und Finanzdienstleistungen!


    Gruß,


    Oliver

  • sorry, dass ich den alten beitrag wieder hochhole aber ich habe da einige fragen, die mich schon seit einiger zeit beschäftigen, und du als studierter immobilienfachmann kennst vieleicht die passenden antworten:


    es gibt diverse immobilien hier in der umgebung, die zur vermietung oder zum kauf angeboten werden


    einer dieser "speziellen" vermieter ist sogar mein nachbar:


    er lässt seine wohnungen teilweise über jahre unbewohnt, oder hat nur sporadisch mieter für die überteuerten wohnungen.....


    ebenso gibt es viele häuser, die schon seit jahren angeboten weren aber keine käufer finden, wo es aber nicht am objekt oder sonstwas liegt, sondern nur am zu hohen preis.....


    es kann sich doch unmöglich rechnen eine wohnung jahrelang oder sogar nur wenige monate unbewohnt zu lassen.....


    meine logik würde sagen, besser ein paar cent billiger vermieten aber keinen monat mietausfall haben.....


    nach bwl gesichtspunkten wäre doch sogar eine vermietung, die fixkosten (betriebskosten) deckt besser als ein leerstand?


    und bei den Häusern hätte man den niedrigeren verkaufspreis schon über die zinsgewinne bei anlage der verkaufssumme abdecken können.... oder wie kann man sonst x jahre auf einen verkauf warten (ausser man hat unendlich geld und zeit)


    kann jemand erklären was hinter dieser logik steckt?


    wollen z.B. irgendwelche makler die preise nicht kaputtmachen und halten die preise schön oben?


    warum wird 5 jahre lang eine immobilie lieber leer gelassen als vermietet ( ok jeder will solvente und gute mieter, aber angenommen es gäbe sie)

  • Zitat

    Original geschrieben von Mundi
    kann jemand erklären was hinter dieser logik steckt?


    Steuern sparen... ;)


    Die Verluste aus dem leerstehenden Objekten mindern seine Steuerlast.

    Früher konnte man Drachen töten und durfte dann eine Jungfrau heiraten -
    heute gibt's keine mehr und man muss den Drachen heiraten :-(

  • Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Die Verluste aus dem leerstehenden Objekten mindern seine Steuerlast.


    Na ja, aber mal ganz ehrlich, die mindernde Steuerlast deckt doch nicht den tatsächlichen Verlust. Es gibt keine Logik, warum Leute sowas machen.
    Ich arbeite in der Kreditabteilung einer Bank. Leute handeln nicht logisch.
    Beispiel: Ein Kunde kann (aus welchen Gründen auch immer) seinen Kreditverpflichtungen für sein Haus nicht mehr nachkommen. Die Bank empfiehlt dem Kunden, sein Haus "freihändig" zu verkaufen. Die Bank gibt ihm auch einen Tipp, z.B. Euro 250.000 zu verlangen. Der Kunde glaubt aber, dass sein Haus Euro 300.000 wert ist und geht damit zum Makler. Der Makler ist natürlich froh, einen Kunden gefunden zu haben und makelt das Haus zu einem Preis von Euro 300.000.
    Wen wunderts, das Haus geht nicht weg! Nach einem halben Jahr Erfolglosigkeit des ersten Maklers wird der nächste Makler für, sagen wir mal Euro 280.000 beauftragt.
    In der Zwischenzeit laufen die Zinsen weiter auf, die der Kunde mittlerweile seit über einem halben Jahr schon nicht mehr bezahlten kann. Ihr könnt Euch schon denken, das Ganze geht noch weiter, bis letztlich das Haus für Euro 240.000 weggeht oder, falls der Kunde nicht einsichtig ist, die Bank irgendwann das Haus versteigern MUSS. Dann geht das Haus wahrscheinlich für Euro 200.000 weg.
    In manchen Situationen handeln solche Leute einfach nicht rational. (Geschichte hier nur ein Beispiel, aber Praxis-Echt)
    Wie auch die hier von Dir beschriebenen Vermieter.
    Jeder BWL-Student lernt spätestens im 2. Semester etwas von Deckungsbeitrag.
    Das wurde hier auch schon erwähnt.
    Aber wie gesagt, solche Handlungsweisen sind nicht mit Logik zu erklären.

  • Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Steuern sparen... ;)


    Die Verluste aus dem leerstehenden Objekten mindern seine Steuerlast.


    Richtig, aber was bringt es denn Steuern zu sparen, wenn ich auf der anderen Seite hohe tatsächliche Ausgaben habe?

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