Diesel wird teuer, aktuell 150,9 cent/l

  • Zitat

    Original geschrieben von drago
    Und Politik kann sehr wohl einiges ausrichten, wenn sie denn wollte. Sie kann entsprechende Rahmenbedingungen setzen (z.B. Steuer auf Gewinne erhöhen, auch aus Spekulationen etc.) aber auch mehr investieren in neue Technologien. Außerdem, Politik sind wir alle, wir müssen nur endlich von unten Druck machen.


    Oder mal Steuersätze senken ;).


    Ich bin auf die Wahlen 2009 gespannt. Die Politikverdrossenheit hat ja so wie ich es mitbekomme neue Höchstwerte erreicht.



    Au revoir...

    "A day without laughter is a day wasted." - Charlie Chaplin


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  • Ich fahre vor der Fahrt an 3 Tankstellen und nach der Arbeit an 4 Tankstellen vorbei und muss ständig lachen, seit die Preise so extrem steigen. Seit 2 Wochen also etwa. Ich weiss ehrlichgesagt auch gar nicht warum, es trifft mich ja genauso wie jeden anderen auch. Ich leide unter den Preisen, mein Golf säuft eh viel mehr als eure Top-modernen Audi A4, Ford Focus etc. und ich muss mich auch mehr einschränken. Nichtsdestotrotz muss ich immer lachen. Wenn ich blos wüsste, warum.


    Ich war schon immer ein sarkastischer, ironischer Typ, aber nun zweifele ich doch ein wenig an mir selbst... :(



    Au revoir
    z.


    PS: Nein, ich arbeite nicht für einen Mineralölkonzern und ich bin auch kein Tankstellenbetreiber. ;)

    * Account opened: 01/2006
    + Account closed: 01/2010

  • Dann hast Du bestimmt den Jackpot irgendwann geknackt und Dir die richtigen Aktien-Pakete zugelegt, was? :D

    9 von den 10 Stimmen in meinem Kopf sagen - ich bin nicht verrückt.

  • Zitat

    Original geschrieben von fireblade_RR
    Das ist Blödsinn....es werden immer stärkere Motoren verbaut. Das war auch letztens eine Feststellung in einer Auto-Sendung. Die Motorrisierungen der meisten neu zugelassenen Fahrzeuge sind recht stark. Also demzufolge ist der Sprit wohl immer noch zu günstig.


    Wer sich ein neues Auto, noch dazu mit relativ starker Motorisierung leisten kann, den stören die Spritpreise auch noch nicht so sehr.


    Weniger fahren ist ja schön und gut. Aber wenn ich mal sehe, wie es hier in Rhein-Main ist, ich habe Kollegen, die kommen aus Montabaur oder auch aus Speyer, aus Giessen, aus südlich von Darmstadt, nach Eschborn zur Arbeit. Und letztere sind noch die, die näher wohnen. Wohnen nahe der Arbeit ist unheimlich teuer, zumindest wenn man Familie hat. Eigentum ist fast unbezahlbar. Bezahlbar ist es nur da, wo man wieder weiter von Frankfurt weg wohnt. Und dann? Muss ich wieder weiter zur Arbeit fahren und stecke das Geld wieder (und imho mehr, als ins Haus, auf die Jahrzehnte gesehen!) ins Auto. Zusätzlich wird verlangt, dass man flexibel und mobil ist. Aber der Staat nimmt einem die Pendlerpauschale. Das passt nicht zusammen. Die Belastung steigt und steigt. Da wir in Deutschland eine gewisse Spanne an Einkommen haben, trifft es viele nur immer noch nicht so sehr.


    Ich für meinen Teil versuche, soviel wie möglich, aufs Auto zu verzichten. Aber besonders mit einem kleinen Kind ist das gar nicht so einfach. Reine Spaßfahrten sind bei mir seit gut 2-3 Jahren passé. Mal an einem freien Tag in den Odenwald cruisen? Unbezahlbar! :eek:


    Aber wie gesagt, es geht nicht einmal um sowas, es geht vor allem darum, dass man nun mal zu seiner Arbeitsstätte kommen muss, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen und was für die Wirtschaft zu tun. Wenn das immer teurer wird, geht es an die Kaufkraft. Dann kaufe ich halt nur noch beim Discounter, kaufe kaum noch Konsumartikel wie TV, DVD, Handy etc.. Denn schliesslich ist das das einzige und erste, woran man wirklich sparen kann.


    Die Politik muss erkennen, dass die Notwendigkeit, wirtschaftlich günstig zur Arbeit zu kommen, gewährleistet bleiben muss.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • ich musste vorhin lachen, als ich die preise sah:


    eine jet und eine calpam, 200m voneinander entfernt:


    jet:
    "such dir was aus, kostet 1,419"


    calpam:
    alles 1,409, super+ 1,439



    die aral 4 km weiter hat alles bis auf die vergoldeten sorten auf 1,509 stehen.


    *kopfschüttel*

    c ya

  • fahrsfahrwerkaus
    Deine Antwort auf meinen Beitrag wurde von DJ Wisdom schon hinreichend beantwortet - dem habe ich wirklich nichts hinzuzufügen.


    Zitat

    Original geschrieben von fireblade_RR
    Das ist Blödsinn....es werden immer stärkere Motoren verbaut. Das war auch letztens eine Feststellung in einer Auto-Sendung. Die Motorrisierungen der meisten neu zugelassenen Fahrzeuge sind recht stark. Also demzufolge ist der Sprit wohl immer noch zu günstig.

    Dank Fortschritt der Technik haben moderne Motoren ein Vielfaches der Leistung bei gleichzeitig reduziertem Spritverbrauch wie noch vor 15 Jahren. Sicherheit und Komfort haben allerdings auch das Trockengewicht der Fahrzeuge verdoppelt - und vor 20 Jahren konnte ein Facharbeiter noch für ein Nettojahresgehalt ein gutes Auto kaufen - davon sind wir heute weit entfernt (auch, weil die Realeinkommen für fast alle bis auf die ohnehin schon Reichen kaum bis gar nicht gestiegen sind, hallo Meudalismus und jjahnke.net). Alle Produzenten, und das ist nicht auf den Automobilsektor begrenzt, schiessen sich aber zunehmend auf die wenigen Leute ein, die noch Geld über haben. Premium und Discount heisst das dann. Welcher deutsche Hersteller baut denn noch Fahrzeuge, die man sich mit einem Durchschnittseinkommen (Median: 28.000 EUR p.a.) leisten kann?
    Der ADAC beklagt schon seit längerem, daß das Durchschnittsalter der Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen in dem Maße steigt, wie das Wartungsniveau sinkt. Der oft zitierte Spruch "Jammern auf hohem Niveau" (wo im Vergleich mit den meisten anderen Ländern schon etwas dran ist) entschuldigt nicht die krasse Fehlentwicklung im Bereich der Wohlstands- und Einkommensverteilung - diese Sprüche kommen auch immer nur von denen, die am Monatsende nicht um eine schwarze Null auf dem Konto kämpfen und denen der Spritverbrauch ihres Fuhrparks grad mal egal ist.


    Und spar Dir doch bitte die Geschichte mit Deinem Fahrrad. Ich kann sogar zu Fuß zur Arbeit laufen, aber ein paar Millionen können das nicht - und jeder bezahlt die Raffgier einiger weniger mit, spätestens über die Miete, über die Stromrechnung, über die Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs: auch die müssen irgendwie in die Geschäfte gefahren werden, und rate mal wer da den Sprit für die Lastwagen bezahlt...

    [deutschlandsim ALL-IN premium:Galaxy Nexus; BASE-internet:iPad1; BASE-internet:mifi]

  • Warum soll die Politik reagieren? Es fließt doch gerade so schön die Staatskassen. Die werden nicht wirklich etwas tuen. Wie lange wird schon über die verschandelte Pendler-Pauschale herum diskutiert. Und was ist bisher passiert? Nix außer noch mehr Steuereinnahmen. Es hilft nur, soweit möglich, der persönliche Protest Jedes Einzelnen. Warum nicht von einem modernen PKW auf einen alten PKW umsteigen, der mit Alternativ-Kraftstoffen gefahren werden kann? Da sind die meisten sich doch auch wieder zu schade. Da hört man dann wieder Argumente wie, Anfälligkeit, Unsicher, Lahm... etc.


    Vermutlich sind die alten PKWs in der Reparatur erheblich günstiger, weil da noch jeder "Schrauber" helfen kann.

    9 von den 10 Stimmen in meinem Kopf sagen - ich bin nicht verrückt.

  • Zitat

    Original geschrieben von fireblade_RR
    Warum soll die Politik reagieren? Es fließt doch gerade so schön die Staatskassen.


    Was an sich nicht schlecht ist - und gebraucht wird. Unsere Kassen machen immer noch Schulden, grade der Bund und einige Länder geben immer noch zu viel aus. Nichtsdestotrotz muss hier eine Umverlagerung erfolgen. Es muss für die Mehrheit der Menschen möglich sein, sich den Weg zur Arbeit leisten zu können.



    Und das heißt eine unmittelbare Senkung der Steuersätze auf Treibstoff. Das dafür andere steigen müssen (Spitzensteuersatz, Vermögenssteuer etc.) ist logisch und würde ich wie die Mehrheit begrüßen. Nur traut sich das da oben niemand.


    Leider ist die große Koalition in den letzten 6-12 Monaten von ihrem Reformkurs doch stark abgekommen. Denn Reformbedarf ist noch weiterhin stark vorhanden.




    BTT: Ich wollte mir nächstes Jahr eigentlich ein größeres Auto kaufen, werde meine Entscheidung aber revidieren und weiter "runter" gehen. Momentan fahre ich einen Golf III mit 90 PS, der es auf ca. 1100 KG und 6-7l/100KM bringt.


    Mein nächstes Auto wird definitiv ein Model aus der Polo- oder Smart-Klasse werden. Ohne viel Schnick-Schnack, möglichst leicht.



    Au revoir...

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  • Zitat

    Original geschrieben von fireblade_RR
    Warum nicht von einem modernen PKW auf einen alten PKW umsteigen, der mit Alternativ-Kraftstoffen gefahren werden kann? Da sind die meisten sich doch auch wieder zu schade. Da hört man dann wieder Argumente wie, Anfälligkeit, Unsicher, Lahm... etc.


    Was für Alternativkraftstoffe? Bio-Diesel? Der ist kaum billiger und noch lange nicht besser. Gas? Die Umbaumassnahmen sind auch nicht gerade billig. Und ja, Sicherheit ist auch ein sehr hoher Wert. Das Argument kann ich so nicht gelten lassen. I.d.R. sind moderne Autos umweltfreundlicher, als ältere. Ich muss immer schmunzeln, hier im Ort fährt so ein Anti-Atomkraft, Anti-Lärm, Anti-Alles, aber Pro-Bio- und Öko-Mensch herum. Und zwar mit einem alten "Bremer" Benz-Transporter. Ihr wisst, die die früher immer die Gemüsebauern hatten und die es als Rettungswagen gab. Ich will nicht wissen, wie viel Dreck der nur beim Anschmeissen in die Luft pustet!


    Warum die Politik reagieren soll? Weil irgendwann die Einnahmen wieder geringer werden, da der Aufschwung aufgrund der geringeren Kaufkraft nachlässt.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Zitat

    Original geschrieben von Hadraniel
    @autaresDeinen Humor möchte ich haben. Der, der Du tiefen Einblick in die Materie hast (und ja auch kräftig daran zu verdienen scheinst): wie sieht für Dich denn die mittel- bist langfristige Lösung für das Energieproblem und den Individualverkehr aus? Und vor allem: was kann und sollte der einzelne dafür tun?


    Nur um das ein für alle mal klar zu stellen: Nur weil ich Öl - nebenbei - handel, bedeutet das nicht, dass ich an steigenden Preisen verdiene! Im Futureshandel muss es für jeden Gewinner einen Verlierer geben. Du kannst also davon ausgehen, dass es zu jedem Gewinner im Handel auch einen Verlierer gibt - und nein, in diesem Fall bist nicht du das als Autofahrer.


    Zitat

    Original geschrieben von Hadraniel wie sieht für Dich denn die mittel- bist langfristige Lösung für das Energieproblem und den Individualverkehr aus? Und vor allem: was kann und sollte der einzelne dafür tun?


    Den Menschen wird es mittelfristig zunehmend in die Städte ziehen. Kürzere Wege und geringere Kosten im Bereich der Energie werden durch höhere Mietkosten aufgefressen, die Unabhängigkeit von täglich schwankenden Benzinpreisen wird wegfallen. Wasserstoff-angetriebene Auto werden zunehmend eingesetzt.


    gebäude werden über hocheffiziente virtuelle Kraftwerke betrieben, die Versorger sind somit Kunden der Verbraucher.


    Zitat

    Original geschrieben von Hadraniel Eine kurzfristige Lösung wäre wohl die Zerschlagung und Enteignung der Energiekonzerne, und die Wiederherstellung eines echten Wettbewerbs. Meiner Meinung nach ist das schon länger überfällig.


    Jetzt redest du von zwei unterschiedlichen Dingen: Mineralölgesellschaften und Versorgungsunternehmen. Auf dem Ölmarkt herrscht echter Wettbewerb, ebenso auf dem lokalen Benzinmarkt - eine Zerschlagung bringt da nichts, nur eine bessere Kontrolle. Die Zerschlagung der Versorger hat bereits begonnen - auch wenn dann die Leute wieder jammern, dass die Netze in der hand von PE-Gesellschaften noch maroder werden.


    Zitat

    Original geschrieben von Hadraniel
    Jetzt hast Du vermutlich was zu lachen. Da bin ich gespannt auf Deine Antwort, vielleicht hab ich dann auch was zu lachen ...


    Wieso sollte ich lachen?

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