Welche Beschäftigungsmöglichkeiten nach Geschichtsstudium?

  • Hallo,


    da für mich die in nächster Zeit die Entscheidung bezüglich eines Studienganges ansteht, brauche ich eure Hilfe.
    Es geht darum, daß ich mich nicht entscheiden kann, welchen Studiengang ich wählen soll. Ich habe für mich Geschichtswissenschaften ( neuere und neuste ~ ), Wirtschaftsinformatik, so wie Wirtschaftrecht in die engere Auswahl genommen. Geschichte fällt hierbei aus dem Rahmen, jedoch liegt genau in diesem Fach mein Interesse. Die beiden anderen Fächer sind zweifelsohne interessant, jedoch habe ich mittlere, bis schwere Probleme mit Mathematik. Deshalb bin ich eher skeptisch, was diese beiden Fächer angeht. Vorteil ist jedoch, daß nach erfolgreichem Studium ein aussichtsreicherer Job zu erwarten ist, als bei einem abgeschlossenem Geschichtsstudium.
    Deshalb ist meine Frage, zu welchem der Studiengänge würdet ihr mir raten? Welche Berufsmöglichkeiten habe ich im einzelnen nach einem abgeschlossenem Geschichtsstudium? Der Studiengang "Geschichtswissenschaften" würde mir definitv am meisten Spaß machen, nur habe ich wenig Lust später als Archivar in einem Museum zu arbeiten.


    Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.


    Gruß, Basti

  • Re: Welche Beschäftigungsmöglichkeiten nach Geschichtsstudium?


    Zitat

    Original geschrieben von Basti756
    ...nur habe ich wenig Lust später als Archivar in einem Museum zu arbeiten.


    Ist das kein ehrbarer Job, oder was? :)

  • Entschuldige, falls ich dir mit dieser Aussage zu nahe getreten sein sollte :) . Ich stelle es mir bloß ein wenig langweilig vor

  • Also Basti: Der Studiengang Geschichte ist zum Teil nur noch zur Selbsterhaltung anzusehen. Wenn du nicht auf Lehramt studierst, wirst es extrem schwer haben, einen Job zu finden. Professorenstellen sind äußerst rar, Museums Direktoren werden heutzutage kaum noch nach geschichtlichen Fähigkeiten eingestellt und selbst mit einem summa cum laude Abgang wirst du es schwer haben, einen gut bezahlten Job zu finden. In dem Bereich läuft fast alles mit Beziehungen und Bekanntschaften.
    Selbst Geschi Lehrer sind nicht mehr so gefragt.


    Will dir keine Angst machen, aber wir haben einen promovierten Geschichtsprofessor in der Familie, der mir öfters mal was über die Situation berichtet.

    "Linienflüge sind was für Loser und Terroristen!"
    H.S.

  • ich würde ja erst überlegen, was Du später mal werden willst und dann die Ausbildung nach dem Beruf aussuchen.

    schönen gruß, faxe318

  • Ich würde gerne den Part des Archivaren im Museum übernehmen, wer will das nicht? Gute Bezahlung und keine dreckige Arbeit, eine ruhige Kugel schieben

  • Nun gut, wenn du kein Mathe kannst, dann würde ich dir bestimmt nicht zu Wirtschaftsinformatik raten. Wirtschaftsrecht dürfte noch gehen. Ich habe auch keinen richtigen bezug zu Mathe, hatte bisher aber in meinem BWL-Studium damit keine Probleme. Du solltest halt Ableiten können und die Grundschulsachen (Dreisatz, Prozentrechnung, Binomische Formeln etc.).


    Was du mit Geschichte machen kannst hängt wesentlich ab, wie gut du bist und was du später machen willst. Es soll schon einige Leute in Unternehmensberatungen geben, die geschicht studiert haben. Ebenso in Banken (man schaue sich nur den CEO Lehman Bros. an, der hat auch Geschichte studiert ;) )


    Mal wieder die Frage: Wat willste denn später mal werden, mein Jung? :D


    greetz,
    autares

  • Ganz so aussichtslos wie z.T. dargestellt ist ein Geschichtsstudium nun auch nicht. Einer hats damit immerhin zum Bundeskanzler geschafft ;) :D


    Geschichte gehört nunmal wie Politologie, Soziologie etc. zu den weichen Fächern ohne klares Berufsprofil. Viel hängt von Glück und "zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein" ab und es schadet auch sicher nicht, neben der fachlichen Qualifikation vielleicht auch noch die eine oder andere Spezialdisziplin zu beherrschen. :)


    Es ist aber in der Tat so, daß man schon den einen oder anderen Historiker in Personalbüros, in PR-Agenturen, Unternehmensberatungen, in Verbänden und Organisationen etc. gesehen hat. Es hängt eben viel vom eigenen Engagement ab. Viele schätzen an den Sozial- und Geisteswissenschaftlern eben die methodische Kompetenz etc., so daß die genannten Felder durchaus (bei entsprechenden Zusatzqualifikationen) relevant werden können.


    In den "klassischen" Feldern der Historiker hingegen siehts im Moment wirklich eher mau aus.

  • Sehr viele Historiker werden auch Diplomaten und sind dann weiter im auswärtigen Amt beschäftigt. Beim Aufnahmetest wird auch sehr viel historisches Faktenwissen verlangt und außerdem Fremdsprachenkenntnisse.
    Allerdings sind solche Jobs wohl nicht sehr zahlreich vorhanden.

  • Zum Geschichtsstudium kann ich leider nichts sagen.


    Wirtschaftsinformatik solltest du nur machen, wenn du auch etwas Spaß an der Mathematik hast.
    Hier sind (zumindest zur Zeit) die Berufschancen ganz ordendlich. Einige meiner Bekannte die kurzlich Diplomiert haben, haben binnen recht kurzer Zeit einen Job bekommen.
    Bei Wirtschaftsrecht brauchst du sicher etwas weniger Mathe.
    Auch hier stehen die Berufschancen ganz gut. AFAIK wirst du dann aber kein Jurist, kannst also kein Rechtsanwalt werden.
    Ansonsten werden solche Leute in der Industrie auch nachgefragt.


    Du solltest dich bei der Auswahl des Studiengangs aber nicht nur daran orientieren, wo du HEUTE ein Job bekommst, das kann sich schnell ändern.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!