Elektromeister gesucht!

  • Tja, so schauts aus in diesem 5 vor 12 Land. Mehr davon! Irgendwann haben wir hier so viele Arbeitslose, Gescheiterte, Ausgebremste, daß sie die Mehrheit der Bevölkerung stellen. Und dann wird's lustig hier...

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • in meinen Augen macht die Handwerksordnung schon sin. Was soll denn das werden, wenn jeder selbst seine Heizungen baut oder an der Elektro Anlange rum fummelt.
    Bestes Beispiel ist der Trockenbau, da einen ordentlichen Trockenbauer zu finden ist schon nicht leicht da jeder sagt er kann das.
    In eueren Fall ist es zwar tragisch, aber allen kann man es nicht gerecht machen. Aber es gibt mit sicherheit genügend arbeitslose Elektro Meister die ihr mit ins Boot holen könnt.

  • Die Handwerksordnung macht insofern sicher keinen Sinn als da wieder mit deutschem Bürokratismus unsinnige Hürden aufgebaut werden.


    Ich sehe ein daß es gewisse, überprüfbare Qualitätsstandards geben muß, wenn jemand an der Elektroinstallation fummelt oder irgendwelche tragenden Wände in Gebäuden einreißt weil derjenige keine Ahnung hat ist das sehr gefährlich. Natürlich muß sichergestellt werden daß jemand fachkundig ist und weiß was er tut, wie man sicher arbeitet und wie eine qualitativ hochwertige Arbeit aussieht.


    Aber dazu muß man nicht unbedingt Handwerksmeister sein. Man könnte auch Prüfungen verlangen, bei denen jemand einfach seine Fachkunde und das Verständnis sicherheitsrelevanter Fragen nachweisen muß.


    Daß jemand Handwerksmeister ist garantiert noch lange nicht daß derjenige gescheite Arbeit abliefert. Hast Du schon mal diese Tests mit versteckter Kamera im Privatfernsehen gesehen? Egal ob da Maler, Elektriker, Heizungsmonteure oder KFZ-Mechaniker überprüft wurden, der Anteil an schwarzen Schafen ist immer ziemlich hoch.
    Mag sein daß für das Fernsehen auch nur die Fälle interessant sind bei denen es schief gegangen ist, aber daß z. B. KFZ-Werkstätten nicht das beste Image haben und man sich immer fragt ob man über's Ohr gehauen wurde hat ja seine Gründe...


    Just vor ca. 1 Monat hat meine Freundin ihren Fernseher zum ortsansässigen Radio-/Fernsehladen gebracht. Es sollte ein Kostenvoranschlag gemacht werden um zu entscheiden ob die Reparatur lohnt. Ein Austauschgerät wurde nicht angeboten, nach 1 Woche auch immer noch keine Rückmeldung. Nachfrage im Laden, Antwort: "Äh, wir haben uns noch nicht darum gekümmert, aber wir hätten schöne neue Geräte da..."
    Nach 2 Wochen immer noch keine Rückmeldung, da wurde es meiner Freundin zu blöd, ihr riß der Geduldsfaden. Also freitags rein in den Laden um den Fernseher abzuholen. Und was muß sie hören? Daß der Fernseher "bei einem Bekannten in der Reparatur" sei, der sich "am Samstag darum kümmern wolle".
    Das ganze Szenario spielt übrigens in 20 km Entfernung von der tschechischen Grenze...


    Was dürfen wir also annehmen/unterstellen? Daß an dem Gerät am Wochenende von einem schwarz arbeitenden Menschen - womöglich noch im Ausland, weil's da besonders preiswert ist - gefummelt wird, während meine Freundin nach ungefähr 3 Wochen Wartezeit den stolzen deutschen Preis für die Reparatur in einer deutschen "Meisterwerkstatt" bezahlt hätte...


    Das nächste Mal geht sie lieber zu einem Anbieter, der vielleicht keinen Meistertitel hat, aber von dem sich rundgesprochen hat daß er gute Arbeit zum fairen Preis abliefert, auch ohne Meister.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • @PremiereFan:
    Hast Du es schon mal mit einer Anzeige in einem Offline-Medium versucht? Außerdem würde ich an Deiner Stelle die Suchanzeige im Forum etwas ausführlicher gestalten, was genau wird von dem Elektromeister verlangt? Wie sieht die genaue rechtliche Lage aus, haftet der Meister, wenn Du die Reparatur verbockst? Was bist Du bereit zu zahlen? Ich glaube, Du hast mit einer so schnell hingehuschten Anfrage wenig Chancen, aber ich wünsche Dir viel Glück, dass Du jemanden findest, der es Dir ermöglicht, Dein Geschäft weiter zu führen, von der Gesetzgebung zum Thema Meisterbrief halte ich nämlich auch nicht viel, eine einfache Prüfung erachte ich da auch als viel sinnvoller.

  • Näheres wird natürlich persönlich besprochen!


    Wer bereit ist zu helfen kann sich per PN melden, dann werde ich die Telefonnummer mitteilen.

  • Meiner Meinung nach ist die Gesetzgebung durchaus sinnvoll. In England zum Beispiel, kann jeder Handwerker ohne Meistertitel einen eigenen Betrieb eröffnen. Die Leistung und Qualität ist dementsprechend schlecht (deutlich schlechter als in Deutschland). In diesem Thread wurde außerdem impliziert, dass die Meisterschule eine reine Formalität, ohne Bezug zum Fach sei, was jedoch ganz und gar nicht stimmt. Daher finde ich unsere Gesetzgebung richtig, da sie Qualitätsstandards schafft.
    Natürlich gibt es Ausnahmefälle, wie der von Goodzilla beschriebene. Ist jemand jedoch in einem bestimmten Bereich in diesem Maße außergewöhnlich begabt, so wird die Meisterschule (wo nebenbei auch wichtige Bereiche abgedeckt werden, die zwar nicht für das Handwerk selbst, wohl aber für das Führen eines Betriebes signifikant sind) für ihn nur ein kleines Hindernis darstellen.
    Im Großen und Ganzen hätten, durch eine Abschaffung dieser Gesetzgebung zwar einige wenige einen Vorteil, für die Gesellschaft ansich hätte sie allerdings einen negativen Effekt.


    Printus: In welcher Weise trägt diese Regelung bitte zu einer höheren Arbeitslosenzahl bei? Es ist ja nicht geradeso, dass bereits existierende Handwerksbetriebe in ihrem Auftragsvolumen ersticken.


    Spy

  • Spy:


    Zitat Goodzilla: "1.1.2004. Die neue Handwerksordnung wird veröffentlicht und von den Medien kommuniziert. Gärtner, die Teiche bauen in denen kleine Kinder ertrinken könnten, KFZ-Mechaniker, die an Bremsen rumschrauben die durch Nicht-Funktionieren Unfälle verursachen könnten, Heizungsbauer deren Heizungen expoldieren könnten dürfen sich nun alle ohne Meistertitel selbstständig machen. Was die Zeitungen gar nicht oder nur in kleingedruckten Tabellen schreiben: Jedliche Arbeiten die mit Elektronik bzw. Computerhardware unterliegen nun dem Handwerksrecht und dürfen nur noch ausgeführt werden, von Leuten die selber den entsprechenden Handwerksmeistertitel haben oder die in einer Firma angestellt sind, die mindestens einen solchen Meister beschäftigt.


    Unser hochbegabter Mensch darf nun also nicht einmal mehr für einen Kunden einen Computer aufstellen, eine Steckkarte einbauen oder ein Netzwerkkabel anschließen. Nein, er muss auch noch zusehen, wie ein "Ausweniglerner" ohne Begabung und Verständnis, der nicht mal 1% des Fachwissens und der Erfahrung hat und schon verweifelt ist, wenn das Kabel eine andere Farbe hat wie gewohnt den Job machen und das Geld einstreichen darf.


    Immer wieder finden sich in den Zeitungen Berichte über das Klagen des Handwerks über die neue Konkurrenz. Davon, das tausende Elektroniker und Computerspezialisten, die mit ihrem Forschungsgeist und Ideenreichtum das wirtschaftliche Rückgrat Deutschlands bilde(te)n, Sozialhilfe beantragen mussten oder kurz davor stehen, steht in den Medien natürlich kein Wort.


    Man hat ihnen ja nicht einmal eine Übergangslösung gelassen, etwa daß sie ihre Tätigkeit fortsetzen dürfen wenn sie eine Prüfung nachholen - nein, man besteht darauf daß sie 12 Monate lang eine Meisterschule besuchen und dafür rund 10.000 Euros hinblättern um danach nur einen Teil ihres Angebotsspektrums wieder anbieten zu können..."


    Deswegen werden sinnlos Arbeitslose produziert, scheinbar haben wir noch nicht genug davon...

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Wobei aber IMHO das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.


    Ich kenne genügend "Meisterbetriebe" die gross und fett ihr "Wir sind inne Innung" Schild an der Fasade haben, aber nur schutt abliefern. Genausoviele "Hobbybastler" verstehen sehr viel von dem was sie treiben.


    Im Gegenteil, ich finde sogar, dass oben genannte "Auszeichnungen" eher eine oftmals nicht gegebene Seriösität vorgaukeln.


    @PremiereFan: Haste Dich schonmal an nen Fachanwalt gewandt? Oftmals hilft es schon, den Unternehmenszweck ein wenig umzuformulieren. Hatte nämlich das gleiche Problem vor einigen Jahren. Der Unternehmenszweck der auf meiner Gewerbeanmeldung stand rief auch die Handwerkskammer auf den Plan. Da ich aber als GmbH eh zu nem Notar musste (der auch noch RA ist) hat der mich entsprechend beraten und nu is alles gut!


    Charlie

    --
    Die 5 Sinne des Menschen:
    Unsinn, Irrsinn, Stumpfsinn, Blödsinn und mein persönlicher Liebling, der Wahnsinn.
    ---------------

  • Ich fürchte, dass es aktuell eher drum geht, eine bereits im Dreck festgefahrene Karre wieder flottzukriegen, korrigier mich, wenn ich da falsch liege:


    • Ihr macht Konsolenumbauten und baut etwas in die Dinger ein.
    • Dies habt ihr in der Gewerbeanmeldung auch so oder zumindest ähnlich klingend als Unternehmenszweck (Rechtsform aussen vorgelassen) hinterlegt, bzw. ihr habt nachweislich derartige Leistungen erbracht und somit für Tatsachen gesorgt-
    • Jemand ist neidisch auf Euch und hat euch genau deswegen angezeigt - idealerweise hat er eine derartige Leistung bei Euch testweise angefordert und auch erhalten, quasi
    • Ihr werdet nun - basierend auf diesen Tatsachen -eine Anhörung/Unterlassungserklärung/einstweilige Verfügung oder ähnliches erhalten haben, in der Euch ebendieses (Einbauen ohne Meisterbrief) vorgeworfen wird.
    • Ihr wollt Euren Hals durch die Vorlage eines Meisterbriefes retten.


    Wenn ich richtig liege, dann ist es (nennen wir es mal) "taktisch unklug", mit so einem Thread an die Öffentlichkeit zu gehen. So oder so: Der Gang zum Anwalt wird Dir nicht erspart bleiben.

    Johnny
    just enjoy it! - meet Johnny B. & friends at the DJFactory
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    Ich mag keine Brummschlümpfe...

  • Zitat

    Original geschrieben von Johnny B.
    Ich fürchte, dass es aktuell eher drum geht, eine bereits im Dreck festgefahrene Karre wieder flottzukriegen, korrigier mich, wenn ich da falsch liege:


    Moment...
    Nimm als Beispiel Briefpapier und/oder Visitenkarten.


    Du schreibst das Wort "Schriftsatz" oder so in Deine Gewerbeanmeldung, und Du hast die Handwerkskammer an der Backe, weil Schriftsetzer ein Handwerksberuf ist und zum selbstständigen Ausüben dieses Gewerbe einen Handwerksmeister brauchst. Schreibst Du "DTP" rein, können sie dir gar nix.


    Die Tätigkeit und dein Angebot ist quasi das gleiche, nur heisst das Kind anders. Sowas kann man auch hinterher ändern, da muss nicht zwangsweise "der Karren im Dreck" sein...


    Was in anderen Handwerksberufen fakt ist und nur schwerlich wiederlegbar (z.B. Schreiner, Kfz-Mechaniker, usw.), ist z.B. bei IT-Berufen extrem schwer zu beweisen. Wie gesagt, oftmals liegt durch die einfache Umformulierung des Geschäftszweckes kein Meisterzwang mehr vor, bzw. die Handwerkskammer kann Dir diesen nicht mehr nachweisen.


    Charlie

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