Bundestagswahl 2005

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Allerdings das man an den Realschulen, Gymnasien sowie Fach- und Berufsoberschaulen die Lehrpläne etwas anpassen sollte, uns so die Anforderungen teilweise ein kleines bisschen nach unten schrauben sollte.


    Nenne doch bitte einen Grund, warum das System weiter verwässert werden soll? Es gibt mehr als genug Abiturienten, warum also noch mehr das Abi schenken? Das Anspruchsniveau war zumindest zu meiner Zeit (noch nicht so lange her) schon mäßig. Jeder der halbwegs im Schultrott dringeblieben ist, hat das Abi erreicht. Wer gelernt hat, hatte eine 1 vorm Komma, wer wenig gemacht hat, bekam die 2, und wer nichts machte, kam auch durch.

  • Zitat

    Original geschrieben von qwasy
    Und an den Universitäten stellt man leider tatsächlich teilweise gravierende Unterschiede zwischen den Studenten aus verschiedenen Bundesländern fest.


    Das deckt sich nicht mit meiner Erfahrung. An welche Universität hattest Du denn gedacht?

    Zitat

    Original geschrieben von qwasy
    Und ich wüsste tatsächlich aus der letzten Zeit keine Kritikpunkte an Schily [...]


    Mir fallen da spontan ein paar Ideen ein, von denen aber zum Glück jeder weiß, dass es bei der Idee bleiben wird, weil dasselbe als Gesetz glatt verfassungswidrig wäre.

  • Zitat

    Original geschrieben von qwasy
    Ein Innenminister muss vom Schlag eines Schily oder Beckstein sein, ein Pudel als Wachhund schreckt nunmal keinen ab.


    Die Frage ist eben ob ein Innenminister abschrecken muss und ob ein Wachhund abschrecken musst.


    Fangen wir mal mit dem Wachhund an: Ein guter Wachhund sollte imho intelligent und freundlich sein, das er potentielle Eindringlinge erkennt, aber Besuchern und Kindern gegenüber freundlich sein. Ausserdem darf er nicht ängstliche sein und verkriechen wenn geschossen wird. Aber aggressiv darf ein Wachhund nicht sein und beissen.


    Dann zum Innenminister: Ich denke ein Innenminister sollte sich nicht nur um die Verbrechens- und Terrorbekämpfung bemühen, sondern auch die in der Verfassung garantierten Grundrechte wie Unverletzlichkeit der Wohnung, Post- und Fernmeldegeheimniss, ... stärken. Und das hat weder Union noch SPD im Programm, wenn dann schon eher die FDP.

  • Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    Das deckt sich nicht mit meiner Erfahrung. An welche Universität hattest Du denn gedacht?


    Ich denke die Universitäten (TUM, FAU, EBS) sind weniger wichtig, vielmehr die Studiengänge: BWL, Wirtschaftsingenieure (trotz hohem NC viele Lücken), Maschinenbau. Vor allem im Bereich Mathe sind lt. Auskunft deutliche Unterschiede festzustellen, was sowohl bei den anfänglichen Mathe-Prf. als auch in VWL auffällt (lt. Auskunft der Lehrenden). Auch Allgemeinwissen (akt. Wirtschaftsgeschehen, Politik) tendenziell schwach, aber das wird ja nicht formalisiert abgefragt, daher mit großem Fragezeichen.


    Pauschal kann man solche Aussagen natürlich nicht treffen, aber tendenziell bestätigen sich die Vermutungen (lt. Auskunft). Grund, diese Aussagen anzuzweifeln habe ich nicht, wenn ich erfahre, dass ein ehemaliger Kommilitone einen Teil seines Abis durch Rudern (!) auf einem Kanal erhalten hat...


    Allerdings sind diese Unterschiede spätestens beim Examen weitgehend ausgebügelt...

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Dann zum Innenminister: Ich denke ein Innenminister sollte sich nicht nur um die Verbrechens- und Terrorbekämpfung bemühen, sondern auch die in der Verfassung garantierten Grundrechte wie Unverletzlichkeit der Wohnung, Post- und Fernmeldegeheimniss, ... stärken. Und das hat weder Union noch SPD im Programm, wenn dann schon eher die FDP.


    Schau dir mal die Sache mit "good cop" und "bad cop" an, dann erkennst du wahrscheinlich auch, wie es in der Regierung läuft: Jeder ist für sein Ressort verantwortlich, Justizminister für GG und andere Gs, der Innenminister für die Sicherheit und Ordnung. Die Meinungsverschiedenheiten machen sie unter sich aus, der standhaftere gewinnt. Einer spielt den Bösen, der andere den Guten. Und aus diesem Grund sehe ich auf absehbare Zeit auch keinen brauchbaren Innenminister bei der FDP....

  • Wirklich überragende Kandidaten kenne ich jetzt weder bei SPD noch FDP, aber eine Alternative zu Schily und Beckstein muss es doch geben, aber Sabine Leutheuser-Schnarrenberger dürfte schon einiges an Standhaftigkeit haben.


    Die Gut-Böse Strategie ist vielleicht manchmal ganz sinnvoll, aber manchmal wäre es vielleicht auch sinnvoller wenn man sich zusammen an einem Tisch setzen würde.


    Ich glaub wir zwei sind hier das Beste Beispiel. Immer wenn wir einen Thread beginnen sind wir total anderer Meinung, aber durch Diskussion kristalliesieren sich dann doch Gemeinsamkeiten heraus.


    Heute werde ich jetzt nicht mehr soviel schreibe, weil ich jetzt dann bald schlafen gehe. Wünsch euch auch ne Gute Nacht.

  • Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Nehmt mal etwas die Polemik und den Sarkasmus raus: Hat er in gewisser Weise nicht Recht? Ist es nicht doch in irgendwie "gefährlich", wenn Wahlentscheidungen rein aus Protest getroffen werden?



    Stefan


    hmm... ist dieser Protest nicht genau das worauf der Wahlkampf der CDU/CSU abziehlt. Die ganzen Wahlplakate an denen ich heute morgen vorbei gefahren bin sagen doch genau das aus. Die anderen haben das und das schlecht gemacht. jetzt wählt doch mal uns.


    tut mir leid aber mir ist schon klar dass man mit dem Wahlprogramm der CDU keinen Blumentopf gewinnen kann aber trotz dem will ich doch wissen wofür die Partei steht die ich wählen soll und nicht was die anderen gut oder schlecht machen.


    ach ja ist Bayern nicht das Land in dem die Siemens Manager wohnen... ts von wegen erfolgreich. Adios Amigos sag ich da mal lieber.

  • Re: Stoiber gegen Wahlrecht für Ostdeutsche?!!



    auf einer anderen wahlkampfveranstaltung der CDU/CSU, bekräftigte er seine aussage nochmal:


    Wenn es überall so wäre wie in Bayern, so der Ministerpräsident, dann gäbe es keine Probleme. "Wir haben leider nicht überall so kluge Bevölkerungsteile wie in Bayern", so Stoiber. :rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von Heinz Ketchup

    Ich verstehe absolut nicht, warum man sich plötzlich in unserer Gesellschaft nicht mehr an den Besten, sonderen ausgerechnet an den Schlechtesten orientiert. Dass Bayern um millionenfach lebenswerter ist als der ausgetrocknete Osten sieht ja selbst ein Blinder und trotzdem wird mit allen Mitteln an der Struktur von Bayern kritisiert. Sowas kann und will ich nicht verstehen.


    :confused: Den Unterschied zwischen Äpfel und Birnen kennst du aber, oder? Wie kann man denn die Struktur eines westdeutschen mit einem ostdeutschen Bundesland vergleichen, die erst seit 15 Jahren die soziale Marktwirtschaft haben?


    Zum Schulsystem: Wer sich einmal mit der Pisa-Studie beschäftigt hat, wird sofort feststellen, dass die regelmäßigen Gewinner (Finnland, Südkorea etc.) es längst geschafft haben, Bildung von elterlicher Erziehung zu trennen. Die bayrisch dreigliedrige Schule lässt an dieser Stelle jedoch die soziale Schere immer weiter auseinander klaffen, weil sie dies eben nicht zulässt.


    Die Vergleiche, auf die ihr euch hier immer bezieht, sind grundsätzlich innerdeutsch. Im internationalen Vergleich sind die Kinder aus Bayern nämlich ebenfalls absolut chancenlos (außer im Bereich Mathe). Für mich ist die bayrische Schulbildung so wie unser Sozialsystem: Noch funktioniert es....


    ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Apropos NPD und Osten: Der Hauptsitz der Rechten ist nach meinem Empfinden Würzburg. In keiner Stadt sehe ich zu Wahlzeiten dermaßen viele Plakate der REPs und NPD... ;)


    Also bitte....wie kommst du denn da drauf. Ich habe dort Studiert....das kann ich absolut nicht bestätigen....ich bin der Meinung...Glatzenland=Osiland.....


    Zitat

    Original geschrieben von Kosmos
    :confused: Den Unterschied zwischen Äpfel und Birnen kennst du aber, oder? Wie kann man denn die Struktur eines westdeutschen mit einem ostdeutschen Bundesland vergleichen, die erst seit 15 Jahren die soziale Marktwirtschaft haben?


    Genau...erst 15 Jahre mit dabei....aber die Erwartungen sind so hoch als wären sie schon immer mit dabei....das läuft was Falsch.....und ich bin auch der Meinung das die Politik nicht von den jenigen bestimmt werden darf, die erst seid kurzem wissen was Demokratie eigentlich ist und damit scheinbar nicht wirklich gut umgehen können.

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