Studium: Wie sich selbst zum Lernen motivieren??

  • Zitat

    Original geschrieben von katinkamaus
    Dem kann ich nicht zustimmen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass jeder Mensch ein individuelles Schlafbedürfnis hat. Der eine braucht mehr, der andere weniger. Da bringt auch Gewöhnung nichts.


    In meinem ersten Semester habe ich auch noch den Nachtmensch in mir bekämpft, und kam in der Regel auf 5 Stunden Schlaf pro Nacht. Ich habe das ganze 3 Monate durchgehalten und war die ganze Zeit dermaßen im Eimer, dass gar nix mehr ging. Das wurde auch nach mehreren Wochen nicht besser. Ich habe nur noch "funktioniert" - und auch nur dann, wenn ich den ganzen Tag literweise Kaffee getrunken habe, aber selbst dann lief mein Hirn nur auf halber Kraft... Mir haben die 5 Stunden Schlaf definitiv nicht gereicht. Ich komme dauerhaft mit 7 Stunden sehr gut zurecht; diese Phase wie im ersten Semester möchte ich nie wieder erleben. :o


    Geht mir genau so, ich kann es auch nicht nachvollziehen, dass man sich daran gewöhnen kann. In der Schulzeit schlafe ich meisten 5-6 Stunden und die reichen mir üüüberhaupt nicht aus. Ich bin dann meistens auch total "zerstört". Aber irgendwie übersteht man den Tag doch. Leider kann ich auch nicht 100% Kraft aus meinem übermüdeten Körper schöpfen. Wie hieß das, nur in einem gesunden Körper, kann ein gesunder Geist stecken...
    Ungelogen schlafe ich am Wochenende 10-12 Stunden :eek: :) , wenn man mich nicht weckt. Auch ist mein Schlaf, glaube ich, nicht mehr normal. Ich bekomme manchmal nichts mit, wenn man mich weckt. Ich schalte den Wecker einfach aus, ohne das es mir bewusst ist. Ich bekomme gar nix mehr mit.
    Mein Ziel ist es jetzt wirklich zu versuchen früher ins Bett zu gehen, indem ich was unternehme, was mich müde macht.

  • @ N°5


    Das ist kein Wunder, der Körper holt sich am Wochenende, was ihm an den Wochentagen verwehrt wurde. Mein Freund schläft am WE 13 Stunden durch. Meist steht er erst gegen 16 oder 17 Uhr auf. Kannst dir vorstellen, wieviel wir im Moment zusammen unternehmen. :(


    Bei mir klappt es mittlerweile ganz gut - wenn auch nicht immer. ;) Dauerhafter Schlafmangel hat bei mir sowieso die unangenehme Folge, dass ich Pickel bekomme wie eine 13jährige. :rolleyes: Anscheinend ist doch etwas dran am "Schönheitsschlaf". :D Mein Hautbild ist für mich schon Grund genug, halbwegs früh genug ins Bett zu gehen. Wer läuft schon gerne freiwillig herum wie ein Streuselkuchen? ;)

  • Mir hat es sehr gut geholfen ein wenig Struktur in den Tagesablauf zu bringen.


    Ein Anfang ist es z.B. praktisch jede Vorlesung zu besuchen. Einfach stur morgens aufstehen, in den Hörsaal setzen und sich den "Blödsinn" anhören. Selbst bei abstrakten Themen zu denen man keinen Zugang hat bleibt immer irgendwas hängen. Um zehn Uhr wenn dann die erste Vorlesung rum ist und man sich sonst eigentlich erst allmählich aus dem Bett rollen würde hat man dann schon richtig was geschafft gekriegt und hat auch den nötigen Schwung weiterzumachen.
    Wenn man das zwei Wochen gemacht hat kehrt auch der nötige Alltag und die nötige Müdigkeit ein, um nicht mehr bis zwei Uhr nachts wachzubleiben und morgens kaputt zu sein.


    Außerdem hat das Besuchen von vielen Vorlesungen auch den Vorteil, daß man ein Gespür dafür bekommt wie der jeweilige Professor tickt und worauf es ihm ankommt, man nimmt auch Impulse mit, was man sich nochmal durchlesen könnte oder welche Übungsaufgaben man in Angriff nehmen kann.


    Was mich zum nächsten Punkt bringt.
    Wenn man nicht in der Vorlesung war und keinen Plan hat wo die Reise hingeht, ist das erstmalige Aufschlagen von nem Vorlesungsskript ne richtig bittere Angelegenheit. Dann ist die erste Reaktion sich zu denken "Was soll ich denn mit der Sch**ße!?" ganz natürlich. Man braucht einfach Ansatzpunkte um ins Thema zu kommen. Selbst wenn man nur Aufgaben aus Übungsveranstaltungen wiederholt, ganz egal, hauptsache man beschäftigt sich ein bisschen damit.
    Dann merkt man auch recht schnell worauf es ankommt und kann selbständig entscheiden was einem noch fehlt und nochmal wiederholt werden muss.
    Auch das nachvollziehen von z.B. Mathevorlesungen, noch am gleichen Tage, ist auch ne gute Sache. Einfach am Ball zu bleiben ist entscheidend.


    Als letztes Mittel kann man noch versuchen sich Feindbilder zu schaffen. :D
    Ich hatte in meiner damaligen Umgebung im Wohnheim genug Gelegenheit mir kaputte Leute anzugucken, die nach 14 Semestern noch im Grundstudium waren und jeden Tag gesoffen und gekifft haben. Das ich so nicht enden wollte war mir recht schnell klar.

  • nicht zu vergessen, im nächsten Semester wird alles besser/interessanter, dass kann man sich immerhin 9 Semester vormachen :D
    Ne im Ernst Grundstudium ist nunmal Grundlagenwissen, gerade im techisch/mathematischem Bereich. Richtig interessant wird es doch erst, wenn man das Gelernte anwenden kann, was so ab dem 4/5 Semester richtig akut wird. Ist es ein Bachelor/Master Studiengang, dann ist auch der Bachelor Abschluss eine Motivation, weil man dann erstmal was in der Hand hält ;)

  • Hallo nochmal und danke für die vielen Beiträge!


    Bin jetzt gerade ein ganz kleines bißchen stolz auf mich ;) Auch wenns fürs erste sehr lächerlich klingt, so habe ich es doch geschafft, immerhin die ersten 1 1/2 Stunden in diesem Semester zu lernen :top: Habe mir sogar dafür das Buch für eines meiner absoluten Angstfächer (Mikroökonomie) rausgekramt. Und ich meine wirklich so richtig aufmerksames Lernen, also nicht nur Durchlesen. Das habe ich schon daran gemerkt, dass ich in dieser Zeit nichtmal 20 Seiten des 500 seitigen Schinkens geschafft habe. Und genau das, so denke ich, motiviert mich nun wirklich dazu, mehr zu machen, da ich gerade gesehen habe, wieviel Zeit ich doch wirklich investieren muss. Zumal die meisten Prüfungen bereits in einem Monat beginnen (zum Glück sind dann zwischendrin teilweise noch mehrere Tage).


    Das ganze hat aber fast schon Glücksgefühle bei mir hervorgerufen, da ich das Gefühl hatte, vieles plötzlich ENDLICH zu verstehen, nicht so wie in der Vorlesung in der ich dann meist den Hans-guck-in-die-Luft gemacht habe, sobald es zu abstrakt wurde.


    Ich habe mich dabei übrigens an meine Abi-Zeit besinnt. Mir ist wieder eingefallen, dass ich damals vorm Abi festgestellt habe, dass das mit dem Lernen bei mir wirklich nur funktioniert, wenn ich alles um mich herum abschalte, d.h. TV und Radio. Habe es mal mit leisen Musikhören beim Lernen versucht, aber das klappt bei mir nicht. Ständig ist mir die Musik entweder zu laut oder zu leise oder überhaupt zu nervig.


    Es ist zwar wirklich schrecklich, dann einfach ein Buch in die Hand zu nehmen und anzufangen mit dem Lesen. Denn anfangs ertappe ich mich oft dabei, die Sätze zwar zu lesen, aber überhaupt keinen Schimmer mehr zu haben, was dort eigentlich stand. Und damals schon habe ich eben die Erfahrung gemacht, dass wenn ich mich über die ersten 1-2 Seiten zwinge, meine Aufmerksamkeit allmählich wirklich steigt und ich so langsam reinkomme und beginne zu verstehen. Auch habe ich mir angewöhnt, wenn ich den Inhalt eines Satzes nicht richtig verstehe, diesen solange zu lesen, bis ich absolut nachvollziehen kann, worum es geht. Damit möchte ich dann verhindern, hinterher sagen zu können, wieviele Seiten ich doch gelesen habe, aber nicht mehr, was denn dort stand ;)


    Der Anfang scheint gemacht zu sein :) Zumal es ja nicht so ist, dass mich meine Fächer (bin Student von Wirtschaftswissenschaften) alle nicht interessieren. Denn sowas wie Marketing etc., so finde ich, kann durchaus sehr spannend und interessant sein. Ich will "mein" Produkt später ja zu verkaufen wissen ;)

  • Sehr gut, deine Gefühl ist verständlich.


    Mach weiter und lasse dich nicht abhalten von irgendetwas unwichtigen, den von tv und internet kannst du später keine kinder ernähren :D

  • @ Avalanche


    Das klingt doch vielversprechend. :)


    Ich studiere übrigens das gleiche wie du. Und meine Klausuren fangen schon in 3 Wochen ( :eek: ) an. Und ich bin auch erst sein ein paar Tagen dabei, mich auf die Prüfungen vorzubereiten. :rolleyes: Die meisten meiner Kommilitonen übrigens auch. Du liegst also noch gut in der Zeit. :D

  • Zitat

    Original geschrieben von Wayne88



    [...]Personal-Management nennt sich der Zauberbegriff [...]


    Du meinst Sekretärin, Spickerschreiber und geschmierter Prof? Oder
    hat wer noch weiteres Personal? :D


    Das Abitur bekommt man in meinen Augen gratis aber mit dem Studium
    sieht die Welt echt anders aus - kommt natürlich drauf an was/wo
    man studiert.


    Das wichtigste in meinen Augen ist, dass man Abends aus der Bude
    rauskommt. Egal ob zum Sport oder zum Saufen - einfach AUSGLEICH


    Mein Areitstag in der Bib fängt gegen (je nach Abend davor) zwischen
    9-12 and und hört gegen 16.30-20.30 auf. Wie gesagt wenn man dort
    ist - muss man auch was machen.


    Zu Hause sein -> Lern Tot. Wollte z.B. jetzt schon wieder in der Bib
    sein aber nun lenke ich mich mal wieder ab :D


    FAZIT: Duschen gehen, anziehen, Bib :)

    o2 can't do

  • Ich kann dem nur zustimmen, zu Hause kann man einfach nicht lernen, in der Bibliothek klappt das einfach besser...

  • Hi,


    Zitat

    zu Hause kann man einfach nicht lernen


    ...also ich kann das ausgezeichnet und mein Erfolg gibt mir Recht.


    Es ist halt einfach typabhängig.


    n3o.

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