Beratung Geldanlage Bausparvertrag / Immobilienfinanzierung

  • Hallo TT´ler,


    da ich mich gerne absichere in Form des Einholens mehrere Meinungen,
    möchte ich euch meinen Fall schildern. Ich würde mich freuen, wenn
    ich diesbezüglich einige Tipps bekommen könnte.


    Ursprünglich wollte ich bauen, aus diversen Gründen kam es nicht
    dazu. Nun habe ich ein kleines Mehrfamilienhaus ins Auge gefasst.
    Mein Eigenkapital ist nicht "viel" (reicht bei dieser enormen
    Summe gerade für die Nebenkosten aus). Der Finanzierungsberater
    hat für mich ein Angebot von der DiBa eingeholt. 100% Beleihung,
    10 Jahre Laufzeit, 3,95% Zinsen.


    Ich hätte gedacht, um die Zinsvorteile zu sichern, sollte man eine längere
    Laufzeit wählen, sprich 15 Jahre oder gar 20. Der Berater sagte mir, dass
    ich dieses Angebot wahrnehmen und anschliessend einen Bausparvertrag
    abschliessen sollte. Die regelmäßigen Mieteinnahmen würden ca. bei 2300
    Euro liegen. Die Rate für den Kredit liegt bei knapp 1500. Ich hätte also einen
    Überschuss von 800 Euro.
    Von meinem Gehalt würde ich noch 200 Euro drauf packen,
    um so monatlich auf 1000 Euro zu kommen. Wäre in meinem Fall
    ein Bausparvertrag wirklich sinnvoll, was würdet ihr tun, gibt es bessere
    Alternativen? Sollte man die Laufzeit so belassen oder lieber erhöhen?


    Danke für die Antworten

  • moin,
    also der zinssatz hört scih erstmal gut an. ich habe letztes jahr ein haus gekauft und das mit 4% finanziert allerdings auf 30 jahre festgeschrieben!
    die übrigen 1000€ sollen dann in den bausparvertrag eingezahlt werden und somit nach 10 jahren den restlichen betrag ablösen? das ist imho ziemlich kutzsichtig. wenn du vermietest, mußt du ja auch für die anfallenden reperaturen aufkommen und die können doch sehr schnell relativ hoch werden. könntest du diese kosten dann auch bewältigen?




    cu

  • Zitat

    wenn du vermietest, mußt du ja auch für die anfallenden reperaturen aufkommen und die können doch sehr schnell relativ hoch werden. könntest du diese kosten dann auch bewältigen?


    Das ist richtig.


    Und: Könntest du auch nen Mietnormaden kostentechnisch überleben? Oder eine leerstehende Wohnung?

  • Die meisten Baufinanzierungen werden erstmal auf 10 Jahre abgeschlossen, danach müssen sie verlängert werden. Den BSV kannst Du entweder nutzen, um für Reparaturen zu sparen oder egal was, oder Du finanzierst einen Teil des Gesamtkredits über ihn, weil es da nochmal nen günstigeren Zinssatz gibt.


    Auf jeden Fall solltest Du genügend Luft lassen, damit du Mietausfälle und anderes überbrücken kannst.

    Q: I've always tried to teach you two things. First, never let them see you bleed.
    Bond: And the second?
    Q: Always have an escape plan...

  • Ich denke das er den Bausparvertrag abschließen soll um sich für die Anschlussfinanzierung nach 10 Jahren einen günstigen Zinssatz zu sichern.


    Meiner Meinung nach ist das nicht sinnvoll, denn durch das ansparen des Baussparvertrags wird Geld benutzt was sonst in die Kredittilgung fließen wurde.


    Lohnt sich nur wenn die Rendite des Bausparvertrags größer ist als der Kreditzinssatz.


    Besser: Längere Zinsbindung (dafür einen etwas höheren Zins in Kauf nehmen) und möglichst schnell tilgen. Ein gewisses Polster für Reparaturen, Mietausfall... nicht vergessen.

  • Danke erstmal für die Zahlreichen Antworten.


    bei meinen Mietern handelt es sich um Familienangehörige. Ich hoffe, dass es bei
    einigen Dingen unproblematischer von statten geht. Bei fremden Mietern würde ich ein solches Risiko wahrscheinlich gar nicht eingehen. Selbst wenn eine Mietpartei ausziehen würde,
    dürfte ich eine gewisse mieterlose Zeit überbrücken können.


    Grundsätzlich wird zwar einem oft geraten, eine längere Laufzeit zu wählen und
    schnell zu tilgen. Das Problem wäre halt, dass mein "Polster" nicht mehr vorhanden wäre, wenn
    ich schnell tilgen wollte.


    Reserven muss ich in jedem Falle anlegen, dass ist mir durchaus bewusst.
    Der Finanzberater sollte zwar auf meiner Seite sein, jedoch ist mir auch bewusst,
    dass er nach Abschluss des Darlehensvertrages eine Provision erhält und auch bei Abschluss eines solchen Bausparvertrages dürfte er von dem entsprechenden Unternehmen "entschädigt" werden. Er macht zwar einen ganz vernünftigen Eindruck. Jedoch glaube ich, dass man es nie ausschliessen kann, dass auch er als Mensch schwach werden und mich mit einer schlechten Finanzstrategie um mein schwer verdientes Geld bringen könnte. Bei solch einer Lebensinvestition will ich mich selbstverständlich so gut wie möglich absichern.


    Mit der DiBa hätte man eine "vernünftige" Bank als Vertragspartner was die Immo-Finanzierung angeht. Daher hörte sich das für mich erst mal nicht schlecht an. Sollte man aber in jedem Falle
    eine längere Laufzeit wählen und ist diese Lösung des Finanzberaters grundsätzlich verwerflich?


    Gibt es noch weitere Hinweise bzw. Ratschläge was ich beachten sollte?

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