Weiterbildung: Lohnt (Fern-)Studium mit 28 noch?

  • Zitat

    Warn das nicht die mit dem bezahlten Abschluß ?!


    Ich glaub das sind die :D Aber was daran so schlecht sein soll, weiß ich auch nicht. Ich hab mir auch mal Informationen von denen zukommen lassen. Alles in allem, kann man darüber nichts negatives sagen.


    Ich selbst hab auch mal mit dem Gedanken gespielt ein Studium anzufangen. Hab mich aber dagegen entschieden (obwohl ich erst 22 bin).


    1) Ich glaube das inzwischen schon einige auf den Trichter gekommen sind, dass ein Studium erstmal zu nix qualifiziert. Hört sich hart an, spiegelt aber das wieder, was ich in den letzten Jahren für Kollegen hatte, die zwar alle schön studiert haben, aber doch nicht mehr konnten.
    2) Hab ich mit einer gesprochen, die neben ihrem Beruf studiert. 90 % davon ist für den Alltag unbrauchbar.
    3) Mich reizt es nicht, die gleiche Tätigkeit wie jetzt zu tun und dann einen Abschluss zu haben, der mich für mehr qualifiziert.


    Für jemanden, dem der Job stinkt ist es sicherlich eine Alternative. Ich persönlich würde mich aber an deiner Stelle lieber bewerben. Der Arbeitslosenmarkt ist voll von immer mehr qualifizierten Leuten. Wenn man Arbeit hat sollte man vielleicht sich umschauen nach einer neuen Arbeitsstelle. Auch ohne Studium und mit entsprechender Erfahrung kann man interessante Stellen finden. :top:

  • Also erstmal:
    Ein Studium bezahlt Dir keiner (außer man hat nen BA-Studium bei dem das Unternehmen die Studiengebühren übernimmt).
    Ein Studium kostet daher immer Geld, gerade nachdem die Bundesländer ja dazu übergehen bis zu 500 €/Semester an Gebühren zu kassieren. Hinzu kommen noch die allg. Lebenshaltungskosten die Du als Student auch selbst aufbringen musst, sei es durch Nebenjobs, BaföG oder die Eltern.


    Für die eigene Zukunft muss man halt wissen wo man gerne mal hin will. I.d.R. (jaja ich weiß gleich schreien wieder welche) ist es nun mal so das man ohne Studienabschluss nicht unbegrenzt die Karriereleiter hochklettern kann.
    Nur bloß ein Studium ist im Gegenzug noch lange keine Garantie, dass man auch die tollen Jobs tatsächlich bekommt. Es gibt wie schon geschrieben (gerade auch im Wirtschaftsbereich) ne Menge qualifizierter Absolventen die ohne Anstellung sind.


    Meine persönliche Erfahrung:
    Wenn Studium dann richtig! D.h. Vollzeit Student und idealerweise nebenbei weiter arbeiten. Aber nicht Vollzeit Arbeit und nebenbei Studium. Die Doppelbelastung die ein Abend- oder Fernstudim sofern es denn auch erfolgreich sein soll mit sich bringt sind nicht zu unterschätzen gerade weil es über mehrere Jahre geht. Da haben sich schon viele Leute dran kaputt gemacht bzw. viel Geld und Zeit investiert um letztendlich dann doch ohne Abschluss dazustehen.


    Auch werden viele dieser manchmal recht seltsamene "Unis" von vielen Personalen doch eher belächelt. Ein Fernstudium an der WaldundWiesenFernUni von Hintertupfingen ist das Papier nicht wert auf dem es steht. Dafür steht man dort einfach mit zu vielen Leuten von renomierten Einrichtungen in Konkurrenz.


    CH

  • Also ich habe selber nach Ausbildung und Berufstätigkeit mit 26 Jahren ein Vollzeitstudium begonnen und in Regelzeit abgeschlossen. Ich kann das jedem empfehlen der nicht ganz doof und faul ist und bereit ist auf einen Teil des Komforts, der sich durch ein regelmäßiges Einkommen ergibt, zu verzichten.
    Durch das Studium habe ich mich nicht nur auf dem Papier höher qualifiziert, sondern es haben sich insgesamt ganz neue Perspektiven aufgetan, an die "nur" mit einer Ausbildung nicht zu denken gewesen wären.
    Finanziell bin ich zwei tarifliche Gehaltsgruppen nach oben gesprungen, die ich mit der Ausbildung wahrscheinlich nie erreicht hätte. Das gleiche gilt für die Stelle die ich heute habe.

  • Re: Re: Re: Weiterbildung: Lohnt (Fern-)Studium mit 28 noch?


    Zitat

    Original geschrieben von Storki
    Warn das nicht die mit dem bezahlten Abschluß ?! :rolleyes:


    Und die, die damit werben, in welchen tollen Unternehmen ihre Absolventen so gelandet sind und welche hochrangigen Positionen sie da besetzen?


    Hatten mal so einen als Werksstudenten bei uns... tolle Sache.. die Klausuren wurden bei ihm im Vorfeld schon besprochen.....


    Na da hat er aber wirklich Glück gehabt. Ist zumindest in meinem Studiengang nicht so. Es gibt zwar teilweise Einschränkungen, was drankommen kann und was nicht, aber so einfach wird es einem dann doch nicht gemacht.


    Viele Grüße
    Seby

  • ich häng mich mal hier ran...


    hallo,


    ich arbeite in einem unternehmen für SAP-datenbankspezialisten im energie-versorgungsbereich. ich bin ebenfalls 28 und habe vor, mich per fernstudium, weiterbilden zu wollen. mein ziel wäre dipl. betriebswirt.


    auf der suche nach einer fernuni, bin ich auf die "european business school" in der schweiz gestoßen - http://www.bwa-bwa.com ...dort soll es, unter gegebenen vorgaben (die ich allesamt erfüllen kann), möglich sein, seinen diplom in nur 18 monaten zu machen - ich weiss: theoretisch. hat evtl. jemand erfahrung mit der uni machen können bzw. wie ist euer eindruck vom angebot auf der internetseite?


    wo könnte man finanzielle unterstützung bekommen? die firma, in der ich arbeite? gibts evtl. (einen kleinen) anspruch auf bafög für fernuni-studierende, die bereits arbeiten?


    gruß

  • Ob Du dafür von Deinem Unternehmen nen Zuschuss bekommst kannst Du nur mit denen selbst klären. Bafög gibt es imho dafür nicht, es könnte aber sein dass Du nen "Studierendenkredit" von das KfW bekommen kannst. Müsstest mal auf deren Seite schauen ob die auch Fernstudiengänge fördern.


    Generell denke ich wird es jedoch schwer sein dafür was zu bekommen, gerade wenn man schon berufstätig ist.


    CH

  • Allein schon die angesprochenen 18 Monate bis zum Diplom sollten sehr skeptisch machen und Zweifel aufkommen lassen ob die Bude seriös ist. (Was natürlich auch Auswirkungen auf die Anerkennung dieses Abschlusses bei einem Arbeitgeber hat.)
    In Deutschland kenne ich das so, daß dem Diplom als akademischer Grad und berufsqualifizierender Abschluss ein gewisser rechtlicher Schutz zukommt, der ein soweit ich mich erinnere mindestens 7(?)-semestriges (Fach-)Hochschulstudium voraussetzt.
    Deshalb sind Bezeichnungen wie z.B. Diplom-Kosmetikerin oder Diplom-Nagelpfleger was auf nem Wochenendseminar erworben wurde auch rechtlich umstritten.

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