Dresden Teil 1 (später auch Teil 2)

  • Ich fand es nicht schlecht gemacht. Natürlich ist die Liebesgeschichte fiktiv und absichtlich weichgezeichnet. Gerade das soll aber wohl den harten Kontrast zur Grausamkeit und dem Schrecken der damaligen Zeit darstellen.


    Mich erinnert die Machart sehr an "Titanic", auch da hat man die reale Story in eine Liebesgeschichte eingebettet - hier läuft es absolut analog, auch was die Charaktere angeht.


    Ich fand allerdings schon daß gut dargestellt wurde wie erschreckend die Zeit damals war. Plötzlich steht die Krankenschwester an der Wand und soll erschossen werden, nachdem sie einmal den Mund gegenüber den Soldaten aufgemacht hat...


    Wie gesagt, ich fand es sehr beeindruckend und ich werde mir den 2. Teil geben.


    Naja, und Felicitas Woll ist aus männlicher Sicht natürlich schon auch nett anzuschauen :D

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Also ich fand den ersten Teil auch langweilig und absolut unrealistisch. Angefangen beim Absturz des Piloten und dem tollen Versteck im einzigem Gebäude weit und breit, das die dummen Verfolger natürlich nicht durchsuchen bis hin zu seiner Wanderung nach Dresden (im Winter mit einem Bauchdurchschuss). Dort hat er dann nachdem es ihm etwas besser geht nichts besseres zu tun, als in den Funkwagen der deutschen Soldaten zu gehen, an ein paar Knöpfen zu drehen, während die Soldaten am feuer sitzen und nichts merken.
    Die Liebesgeschichte ist eigentlich auch als nicht nachvollziehbar zu bezeichnen und auch ziemlich unglaubwürdig.
    Zudem ist dieser Film eben leider so gar nicht mit Titanic zu vergleichen, das einzige, was ähnlich ist, ist eine fiktive Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer realen Tragödie. Daraus hätte man wirklich was machen können, bei den Hollywood-Filmen klappt das ja auch immer. Hier zog sich aber alles unendlich in die Länge, die Figuren sind nicht klar und insgesamt wenig überzeugend. Der Stoff hätte, etwas gestrafft, wohl auch in einen Teil gepasst, dann wäre es vielleicht auch etwas spannender geworden. Na mal sehen, wie der zweite Teil wird.


    Grüsse


    Uli

  • Ich fand den Film alles in allem sehr unterhaltsam. Für eine deutsche Produktion durchaus gelungen, vor allem, was Ausstattung, Kamera und Effekte anbelangt.


    Realismus erwarte ich garnicht-denke auch nicht, daß man die Schrecken des Krieges jemals überhaupt filmisch abzeichen kann. Manches kann man eben nicht realitätsnah verfilmen. Gerade bei Krieg ist so etwas unmöglich...


    Schlecht fand ich nur, daß das ZDF obwohl es sich um eine Filmpremiere handelte, es nicht lassen konnte, und schon nach wenigen Minuten Einblendungen gemacht hat (bspw. für den ZDF Internetauftritt) und den Abspann völlig rausgeschnitten hat. Hätte gerne gewusst, wer da wie dran mitgewirkt hat-so wirkte es am Ende wie eine billige Tittenkomödie auf RTL, wie es gehandhabt wurde...

  • Zitat

    Original geschrieben von pallmall
    Realismus erwarte ich garnicht-denke auch nicht, daß man die Schrecken des Krieges jemals überhaupt filmisch abzeichen kann. Manches kann man eben nicht realitätsnah verfilmen. Gerade bei Krieg ist so etwas unmöglich...


    und trotzdem fand ich den zweiten Teil sehr gelungen. Da hat die Liebesgeschichte zwar auch noch eine Rolle gespielt, aber sehr untergeordnet, nicht mehr als Hauptplot wie in der Sturmflut.


    Ich fand es sehr eindrücklich, ja, auch sehr bedrückend, diesen zweiten Teil zu schauen. Ich finde zumindest eines ist gelungen: die Sinnlosigkeit von Krieg(en) zu vermitteln. Gewollt oder ungewollt.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Morgen,


    meine Hoffnung wurde erhört. Der zweiter Teil machte den Film, nach dem etwas mager wirkenden ersten Teil, wieder sehenswert. Als Fazit empfinde ich daß es, gesamt gesehen, eine gute deutsche Produktion war. Teilweise etwas langatmig (was den ersten Teil angeht), aber dann doch zum Schluß richtig spannend und dank guter Bilder, effektvoll auf die Leinwand gebracht. Selbstverständlich darf auch hier ein Gruß der Filmemacher nicht fehlen: Krieg zeigt keinen Sinn ! Am Ende war ich richtig bewegt. Gerade als die Bilder der Kirchenweihe (Frauenkirche) gezeigt wurden.


    Fazit: :top:

  • Naja, langatmig war er eigentlich nur, weil sie den in zwei Teile geteilt haben. Am Stück würde der Eindruck glaube ich ein ganz anderer sein, dann würds passen von der Dramatik.

  • Wobei mir der Schluß nicht gefallen hat... plötzlich wird da ein Historienfilm zum Fernsehbericht über die NEu-Einweihung der Frauenkirche... das paßte irgendwie nicht zusammen.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • doch, das passt sogar sehr gut zusammen. Es war kein Fernsehbericht, es war ein Zeichen, was der Filmemacher damit setzen wollte.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Wobei mir der Schluß nicht gefallen hat... plötzlich wird da ein Historienfilm zum Fernsehbericht über die NEu-Einweihung der Frauenkirche... das paßte irgendwie nicht zusammen.


    Doch, das hat mir auch sehr gut gefallen...im Gegensatz, zu der Story, dass Ropert auf dem Weg nach Dresden abgestürzt ist und seinen Sohn nie gesehen hat. :rolleyes:

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