Was haltet ihr von den "Zeugen Jehovas" ?

  • Zitat

    Original geschrieben von Bob_Harris
    Diese Argumentation läuft doch vollkommen ins Leere, wenn Kindern auf Geheiß der Eltern bei notwendigen medizinischen Operationen Bluttransfusionen verweigert werden. Und diese Fälle sind Realität, ich habe es in meiner Zeit als Zivi in einem Krankenhaus selbst 2 mal miterlebt.


    Es wäre ja schön, wenn sich hier eine sachliche Diskussion entwickeln würde, aber ich habe da wenig Hoffnung.


    Gut ich hab ja gesagt ich kann dazu nichts sagen. Aber ich denke mal kein mensch lässt sein Kind freiwillig sterben. Wenn das aus irgeneiner überzeugung heraus kommt finde ich das auch nicht schön. Aber im Endeffekt haben wir da nichts zu sagen, und wenn sie es für richtig halten und das so gesetzlich geregelt ist, kann man da nunmal nichts dagegen tun. Man müsste es halt gesetzlich vorschreiben, dann würde soetwas nicht vorkommen, aber solang das niemand tut, ist es anscheinend egal.


    Hat aber eigentlich nichts damit zu tun was du zitierst, den die aussage bezog sich auf einen ganz anderen sachbehalt.

    Inner beauty is for ugly people

  • Hi,


    nur mal so, ZJ sind Christen, und gar keine Schlechten.


    Zumindest kümmern sie sich um Mitmenschen und hören zu. Sie sind freundlich und nett gegenüber Anderen.


    Was ich hier lesen durfte zeugt bei Vielen von Uwissenheit und Nachgeplappere.


    Die ZJ sind nicht militant, nicht aufdringlich, insofern stören Sie mich nicht. Ich glaube die Abneigung und auch Stimmungsmache hier und anderswo hat eher damit zu tun, dass andere hier nicht erwünscht sind. UNd das ist auch eine Form von Fremden-Ablehnung.


    Vielleicht sollten Kritiker der Zeugen mal ihre eigene christliche Bibel lesen und dann noch mal überlegen, ob sie in der richtigen Kirche sind...
    Kreuzzüge, Taufe von Kleinkindern, Missionare...wir akquirien auch in fremden Ländern.


    Grüße
    babapapa

  • Warum heisst es eigentlich "Zeugen der Jehova" und nicht "Zeugen das Jehova" ?

  • Zitat

    Original geschrieben von babapapa
    Vielleicht sollten Kritiker der Zeugen mal ihre eigene christliche Bibel lesen und dann noch mal überlegen, ob sie in der richtigen Kirche sind...
    Kreuzzüge, Taufe von Kleinkindern, Missionare...wir akquirien auch in fremden Ländern.


    Diese Relativierungen und das Herumlavieren meinte ich. ;)


    Wir sprechen hier über die Zeugen Jehovas, deren Positionen zu Homosexualität, Pornographie und anderem einfach mit dem säkulären Gesellschaftsbild der meisten Menschen in Westeuropa nichts mehr zu tun haben und Befremden auslösen.


    Daß die Kirchen im Mittelalter schlimme Dinge zu verantworten hatten und daß es auch katholische Fundamentalisten gibt, die auf einer wörtlichen und strengen Auslegung der Bibel bestehen und sich damit in vielen Positionen nicht von den Zeugen Jehovas oder anderen christlich-fundamentalistischen Sekten unterscheiden, daß die strenge Auslegung des Koran bei vielen Unverständnis und Kopfschütteln auslöst usw., das alles hat doch mit dieser Diskussion wirklich nichts zu tun, oder? ;)


    Wenn ich als Bayernfan im Bundesliga-Thread auf jede Kritik an der Spielweise meiner Mannschaft immer mit dem Gegenangriff, man solle sich mal besser mit der Spielweise der eigenen Mannschaften auseinandersetzen, kontere, dann wären die Diskussionen auch schnell sinnlos und langweilig. :D

  • Was ist eigentlichlich so shclimm daran Menschen zu akzeptieren, die versuchen strinkt nach der Grundlage der Bibel zu leben, und das in unserer Zeit? Ob das Homosexualität, Pornografie oder Ehebruch ist ist doch egal. Frag mal den Papst wie er dazu steht und ich denke er wird dir nahezu die gleichen antworten geben, wie ein Zeuge Jehova.




    btw. hat jemand ne vollständige Übersetzung des Wortes Sekte? Mit wurde mal gesagt das würde Abspaltung bedeuten, im Sinne von: Vom Ursprung abspalten.


    Ist das richtig? In dem Fall würde das Wort Sekte nicht so abfällig klingen da es z.B. auch zur Evangelischen Kirche passen würde. ;) Falls es das nicht bedeutet, editier ich es gerne wieder heraus ;)

    Inner beauty is for ugly people

  • Einmalige Ausnahme!


    Zitat

    Original geschrieben von laudanum
    Getroffene Hunde bellen!


    Ich sag dir jetzt mal was ich von dir denke. Du bist der Grund, weswegen so viel Lügen und Halbwahrheiten über uns verbreitet werden. Auf der einen Seite beschmeißt du mich mit Dreck und verlangst von mir, dass ich sachlich dazu Stellung nehme. Was soll das? Verlangst du eine ernsthafte Diskussion oder geht es dir einfach nur darum mich oder meine Religion schlecht zu machen? Soll sich jeder selbst ein Bild von dir machen. Deine Signatur spricht da schon bände. Ich habe weder Angst vor dir (oder deinen Argumenten) noch in irgendeinerform vor deinen Beleidigungen. Nur bei mir ist der Punkt erreicht, wenn mich jemand persönlich angreift ohne mich selbst oder meine Religion zu kennen. Das muss ich mir einfach nicht bieten lassen. Das ist nicht nur unfair sondern in meinen Augen ein Armutszeugnis. Ich habe mir das schon einmal bewußt angetan mit Sektenausstiegsberatern zu reden. Fakt war: Die 5 anderen Anwesenden, die keine ZJ waren, waren anschließend froh als die beiden weg waren. Sie haben mich erstens nie zu Wort kommen lassen, selbst wenn man mitten im Satz war kam direkt die Ansage "Ja ja, jetzt kommt wieder dies und das, gehirnwäsche eben". Und zweitens kamen von denen nur beleidigende Parolen. Es war nicht ein Argument dabei das nicht hätte vernünftig erklärt werden können, hätte man mich nur gelassen. Ich will damit nur sagen. Macht euch selbst ein Bild, von mir aus auch auf den Sektenausstiegsseiten. Schaut es euch an und vergleicht es mit dem, was ich selbst erlebt.

    Zitat


    Um noch einmal auf das von dir angesprochene Urteil zu kommen, vielleicht solltest du einmal an dieser Stelle erwähnen, dass Jehovas Zeugen nicht an staatlichen Wahlen teilnehmen dürfen und ein Verstoß dagegen sofort zum Ausschluß aus der Gemeinschaft führt! Der Staat ist nämlich ein Werkzeug Satans, der über diesen Planeten herrscht!Steht auf eurer HP!


    Richtig. Wir nehmen nicht an politischen Wahlen teil. Und, was soll mir das jetzt sagen? Ich unterstütze keine politische Partei, halte mich aus allen Angelegenheiten raus und bin auch froh darüber. Ich bin ehrlich gesagt stolz darauf ZJ zu sein, weil das was ich als ZJ in der Gemeinschaft weltweit erlebe einzigartig ist. Die Liebe die mir überall auf der Welt entgegengebracht worden ist, wenn ich in die dortigen Versammlungen gekommen bin, war bisher einzigartig. Als damals das Oderhochwasser halb Ostdeutschland versunken hat, wurden wir aufgerufen für unsere dortigen Glaubensbrüder zu spenden. Nach einer Woche wurde gesagt, wir sollten aufhören zu spenden, es sei genug Geld für alle eingegangen. Während die Hälfte heute noch auf ihr Geld wartet, sind dort inzwischen alle Häuser/Königreichssäle erneutert und repariert worden. Oder nenn du mir doch mal bitte eine Religionsgemeinschaft die es schafft all den Rassenhass und die Vorurteile in der Welt zu beseitigen? Solche Probleme gibt es unter uns nicht und darauf kann ich doch zu recht stolz sein. Für mich ist ein Mensch Mensch. Ich beteilige mich weder an Kriegen noch an sonstigen politischen Demonstrationen weil ich nicht glaube dass der Mensch dazu in der Lage ist die Probleme zu lösen. Nationalismus (meiner Meinung nach häufiger Grund vielen Übels) ist ein Fremdwort. Nennt es naiv, aber der Glauben an Gott hat zig Millionen schon heute in Frieden zusammengebracht, das ist fakt. Du wirst es sicherlich wieder als Gehirnmanipulation abtun, wie schon gesagt, ich kenne diese Argumentation. Aber mich stört es nicht. Ich versuche mit allen Menschen (auch die, die keine ZJ sind) Frieden zu halten. Ich bin jedoch nicht fehlerlos. Generell möchte ich verdeutlichen, dass man in dieser Hinsicht nicht schwarz weiß denken sollte. Du wirst mir sicherlich vorwerfen, dass ich das tue, aber ich hasse die Taten die manche Menschen tuen, nicht aber den Menschen selber. Ich verurteile solche Menschen jedoch nicht, das steht mir nämlich nicht zu. Jeder ZJ versucht ehrlich zu sein, und das nicht auf dem Papier sondern wirklich echt. Und alleine der Grund, dass es ein jeder versucht, macht die Welt doch ein Stück angenehmer für alle. Letztlich, so glauben wir, weiß nur Gott was wirklich gut für den Menschen ist. Und dementsprechend versucht man Gott zu gefallen. (An dieser Stelle könnte ich noch Seitenweise schreiben, aber dafür ist das Forum eben keine geeignete Möglichkeit). Und nein, ich bin keiner der Blind irgendjemandem folgt oder manipuliert wurde. Und ich versuche nun mal eben die Lehren Jesus als Maßstab für mein Leben zu nehmen. Das versuchen auch andere Religionsgemeinschaften, nur darf die Frage gestellt werden, wie sähe die Welt aus, wenn jeder Christ nicht am Krieg teilnehmen würde und sein handeln, das Jesu Christ wiederspiegeln würde? Ich meine wirklich jeder! Dann sähe die Welt ein ganzes Stück anders aus, da bin ich mir sicher. Es gibt aber eben auch zig Dinge die einer persönlichen Entscheidung bedürfen, sei es der Zeiteinsatz des Predigens, als auch Entscheidungen die ganz persönlich jeder für sich trifft.

    Zitat


    Und das ihr lediglich eine öffentliche Körperschaft werden wolltet, um Steuergelder zu sparen!


    Richtig und was ist daran verkehrt? In Deutschland gibt es imho über 100 Religionsgemeinschaften die den Status einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts inne haben. Die Körperschaft wurde von seiten des Staates gegründet, also sind sie rechtmäßig und ein Mittel das einer Religionsgemeinschaft (wenn sie die Bedingungen einhält) zustehen. Genau darum ging es in diesem Jahre langen Verfahren. Die Rechtmässigkeit wurde bestätigt und wer sich das Urteil bitte doch mal eigenständig und vollständig durchliest, der wird ebenso ein anderes Bild bekommen. Man kann sich natürlich auch kommentierte Fassungen durchlesen, aber man erwarte bitte keine Neutrale Analyse. Das gleicht dann eher dem "Zitate zerfleddern". Bisher waren alle Versammlungen eigenständige Vereine und unterlagen eben dem Vereinsrecht. Das hat die Sache nicht nur erschwert sondern auch einen Bürokratischen Aufwand mit sich gezogen, den keine (andere) Kirchengemeinde sonst hatte.


    Zu deiner Frage ob ich hineingebohren worden bin. Nein, das bin ich nicht. Ich hab mich selbst davon überzeugt und du kannst mir glauben. Ich bin sehr sehr skeptisch an die Sache rangegangen. Ich habe hinterfragt bis zum geht nicht mehr. Das ist halt mein naturell, ich hinterfrage. ;) Aber wahrscheinlich willst du das garnicht wissen. Viel mehr interessiert es dich einen Angriffspunkt zu finden um mir dann zu sagen, dass ich doch garkeine Wahl hätte. Bitte interviewe dazu die zig Millarden Katholiken die jedes Jahr als Baby getauft werden. Ich mache keinem da einen Vorwuf, es wird ihnen ja nicht anders gezeigt. Ich habe mich mit 18 Jahren taufen lassen. Und ich bin davon überzeugt, dass die ZJ meinem Bild von einem Christen am nächsten kommen. Die ebenso vorgetragene Skepsis in Bezug auf die Königreichssäle kann ich nicht teilen. Die Türen stehen zu Zusammenkunftszeiten jedem offen. Kongresse finden öffentlich in großen Stadien statt. Geheimniskrämerei sucht man vergebens. Aber sicherlich wird jemand der persönlich betroffen ist von einem Ausschluss das ganze anders sehen. So wie du das tust.
    Auszug aus dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Berlin (Seite 22..25):

    Zitat


    "Es ist schon nicht ersichtlich, nach welchen Gesichtspunkten der Beklagte die in das Verfahren eingeführten Berichte aus seiner umfangreichen Sammlung ausgewählt hat... Denn freiwillige Aussteigen gewännen ihren Erfahrungen im Rückblick durchaus auch positive Aspekta ab, während mit Zwang aus der Gemeinschaft gelöste Aussteiger eher bei einer ausgesprochen feindlichen Sichtweise blieben und Aspekte erlebten Zwangs deutlich stärker als freiwillige Aussteiger beurteilten. Die äußerst kritische und "feindliche" Retrospektive entwickelt eine besondere Dynamik, wenn die Erfahrungsberichte "deprogrammierter" Aussteiger in der Öffentlichkeit bereits als repräsentativ rezipiert worden seien und so die Möglichkeit eröffnet sei, sich als Experten oder als "Aussteigerberater" zu gerieren und auf diese Weise die soziale Anerkennung wiederzugewinnen, die duch die Lösung von oder den zwangsweisen Ausschluss aus der Gemeinschaft verloren gegangen sei.


    Es gibt nun mal Regeln, woran man sich hält. Ich weiß, das Wort "Regel" oder "Gesetz" stößt viele wieder extrem ab. Aber unser Land besteht auch aus Gesetzen, die gehalten werden müssen. Wenn ich einem Verein beitrete muss ich mich an die Regeln halten, oder ich gehe wieder. Wenn ich jemanden nach mir nach Hause einlade und er anfängt die Möbel umzurücken und die Tapete von der Wand abreiße, dann bitte ich ihn höfflich damit aufzuhören, oder eben zu gehen! So extrem wie das ständig dargestellt wird, ist es nicht. Ich kenne zahlreiche Ausschlüsse, auch welche die ich persönlich mitbekommen habe. Und ich weiß welche Geschichten dahinter stecken. Aber die möchte man nicht hören. Lieber drängt man uns in eine Ecke und bezeichnet uns als Extrem/Weltfremd. Es ist eben heute nicht mehr modern konsequent zu sein. Lieber ist man in solcher Hinsicht "mit der Zeit". Wer das möchte soll doch bitte Katholik oder Protestant werden, dort darf man dann auch machen was man möchte. Mich lehrt die Bibel nun mal das sich Normen und Moral nicht ändern.

    Zitat


    Unter Zeugen Jehovas gilt es wohl als absolut verpöhnt und unanständig, selbst untereinander, kritisch über die Organisation zu sprechen, und ich denke für AdministratorDr.


    Ganz im Gegenteil. Es wird hinterfragt und auch Dinge bemängelt. Es ist halt nur die andere Sache Dinge zu kritisieren und mit einem "milden Geist zu verändern" oder aber als Revoluzer aufzustehen und den Umbruch zu fordern.

    Zitat


    In dem Prozeß ging es nicht um eine inhaltliche Würdigung der Zeugen Jehovas, sondern um einen verwaltungsrechtlichen Vorgang. Insofern entzieht das Urteil auch keinem Gegner den Boden, sondern es wurde nur geklärt, ob die verwaltungsrechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, den Zeugen einen Körperschaftsstatus zuzuerkennen.


    Es ging nicht um eine inhaltliche Würdigung, es ging jedoch darum ob ZJ wirklich dem entsprechen, was von ihnen gesagt würde. Wäre dem nämlich so, wäre das Urteil sicherlich anders ausgefallen. Schau es dir mal an, sofern du es nicht schon gelesen hast.

    Zitat


    Mich würde besonders mal der Standpunkt bzw. die Meinung eines Zeugen Jehovas zu dem hier: Blut


    Wenn ich jetzt die Rheinische Post zitieren würde, dort würde nämlich fälschlicherweise stehen, dass es keiner Alternative zum Blut gibt und deswegen alle zur Blutspende aufgerufen werden. Fakt ist, dass es sehr gute anerkannte Alternativen gibt und das viele Krankenhäuser bereit sind ZJ ohne Blut zu operieren. Dazu gibt es übrigens zahlreiche Studien der EU als auch von zahlreichen Universitäten (amerikanische wie europäische) in denen der Trend aufgezeigt wird, vom Blut weg zu gehen und Alternativen zu nutzen, und das nicht nur wegen des Mangels an Blut sondern weil mit Blut Risiken (ich meine nicht nur Infektionen) verbunden sind. Eine Transfusion ist nichts anderes als eine Transplantation. Es ist für den Körper erstmal was fremdes. Zu dem Einzelfall den du anführst kann ich nicht viel sagen, ich kenne den Bericht und die Umstände nicht. Ich kenne jedoch einen fall, der letztes Jahr stattgefunden hat. Dort ist eine Mutter bei der Geburt ihres Kindes verblutet. In den Medien hieß es, sie hätte überleben können, wenn sie Blut bekommen hätte. Der Chef-Arzt hat einige Zeit danach, jedoch ohne Notiz der Medien, gesagt, dass die Frau auch bei einer Bluttransfusion gestorben wäre. Soviel zu diesen Berichten. Sicher, es gibt den Worst Case Fall, wo jemand stirbt, weil er keiner Bluttransfusion akzeptiert. Derjenige glaubt aber, wie ich auch, dass es eine Auferstehung gibt. Mit dem Unterschied nicht in den Himmel zu kommen, sondern die Auferstehung hier auf der Erde. Das ganze schreibe ich hier zwar in nur einigen Sätzen, aber zu der Blutfrage gibt es eine eigene Broschüre, die haarklein berichtet worum es geht. Wer Interesse hat, fragt nach der Broschüre einen ZJ vor Ort ;) Diese Fälle befinden sich aber im Promillebereich, wenn nicht sogar darunter. Jeder vertritt seine Angelegenheit bezüglich des Blutes übrigens selber.


    Zu den Kindern.

    Zitat


    Diese Argumentation läuft doch vollkommen ins Leere, wenn Kindern auf Geheiß der Eltern bei notwendigen medizinischen Operationen Bluttransfusionen verweigert werden.


    Nun, hier fängt es an das ganze moralisch zu hinterfragen. Was ist verwerflicher? Seine Kinder sterben zu lassen, weil man kein Blut akzeptiert (mit der Hoffnung, dass man es mal wiedersieht) oder als Soldaten ausbilden zu lassen und es in den Krieg zu schicken um Menschen umzubringen (wie aktuelle an zig Schauplätzen der Welt zu beobachten)? Es ist eine moralische Frage, die sicherlich nicht leicht zu beantworten ist. Wer stellt bei einer Abtreibung, einem Mord oder Vergewaltigung die Frage nach der Religion? Das wird nicht gefragt, aber sobald ein Kind bei den ZJ stirbt wird es in den Mittelpunkt gerückt. Das ist grotesk ! Es ist auch eine Frage der Sichtweise. Natürlich ist es traurig, wenn ein Kind stirbt, aber diese Eltern lieben ihre Kinder vielleicht sogar mehr als andere Eltern und wollen wirklich das beste. Und wie schon erwähnt, es ist sehr selten, dass man so eine ungünstige Konstellation hat, dass Kinder bei einem Eingriff mit Blut hätten gerettet werden können. Diese Dinge sind häufig hypothetisch, denn ich kenne auch viele Fälle, wo auch Blut nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat.


    Ich werde mich gleich sowieso wieder ärgern, dass ich mich auf eine Diskussion eingelassen habe. Denn es kommt, wie schon oben erwähnt nichts dabei rum. Das bleibt dann auch mein letztes Posting in diesem Thread. Im übrigen hat ein ZJ weder ein Problem mit einem Moslem, Juden, Protestanten, ja selbst mit einem Pfarrer zu sprechen. Wir sind da absolut vorurteilsfrei. Streitgespräche versuche ich aber ebenfalls zu meiden, weil mir dafür meine Zeit zu schade ist. Wer ein ehrliches Gespräch sucht, der bekommt es. Und Angst hatte ich bisher vor keinem, selbst nicht vor einem studierten Theologen, wieso auch?


    babapapa
    Danke für deinen Kommentar. Das Gefühl hab ich leider auch.


    Ich verabschiede mich aus dem Thread.

  • Hi Andi,


    doch das hat schon damit zu tun.


    Hier diskutieren Leute über eine Religion, deren Kern und Lehren mit den unsren übereinstimmen. Und die Auslegung der ZJ werden abgelehnt ohne die eigene Religion zu kennen.


    Ich kann nicht mit dem Finger auf andere zeigen und selbst das Gleiche tun.


    Allerdings habe ich auch gelernt, dass solche Diskussionen mit Ignoranten nix bringen, die Bild liest sich einfacher als die Bibel. Ein Gebet nachzuplappern (auswendig zu lernen) ist einfacher als darüber nachzudenken.


    Ich habe einige Zeit bei Amish people (Mennoniten, extrem gläubige Christen) gelebt und dabei meine eigene Religion sehr genau kennengelernt. Und ich bin bewusst Christ ohne Kirche.


    Die meisten Leute, die ZJ ablehnen sind in Ihrer Kirche und können die nicht mal begründen, das ist viel skandalöser als ZJ zu sein.


    Grüße
    babapapa

  • Zitat

    In der Regel bringt eine solche Diskussion nichts. Ich sag dir auch warum. Auf der einen Seite findest du die, die ihre Vorurteile haben und sowieso nicht bereit sind vernünftig und sachlich darüber zu diskutieren. Auf der anderen Seite stehen dann die Aussteiger, die emotional so getroffen sind, dass sie in ihrem Leben ebenfalls in keinster Weise Argumentationen zulassen und den Fehler bei den anderen suchen. Für sie gilt dann das Feindbild: Zeuge Jehovas = Böse. Solche Menschen tuen mir leid.


    Zum einen richtig ,Diskussionen mit Leuten die Vorurteile haben,bringen meistens nichts.Aber zum anderen nicht ganz korrekt. Ich war ein ZJ und bin dort ausgeschlossen worden.Bin dadurch emotional nicht getroffen und suche auch keine Schuld bei anderen. ;)


    LG CHris

    Life is too short to be small.

  • Zitat

    Original geschrieben von babapapa
    Ich kann nicht mit dem Finger auf andere zeigen und selbst das Gleiche tun.


    Das ist doch selbstverständlich! Aber wer tut das hier? Würden hier bibelstrenge Katholiken und Zeugen Jehovas aufeinander eindreschen, würde ich den Einwurf ja gelten lassen, aber hier prallen doch säkuläre Weltanschauungen auf tiefreligiöse bis fundamental-religiöse Positionen, da greift dein Vorwurf einfach nicht. ;)


    Aber nochmal: sich kritisch mit Dingen auseinanderzusetzen (hier: Zeugen Jehovas. In anderen Threads waren es die Moslems oder die Fußballfans ;) ) ist nicht immer so vorschnell mit Ablehnung gleichzusetzen. Natürlich bringen die Fragen z.B. lebenserhaltender Bluttransfusionen bei Kindern die nicht selbst entscheiden können eine besondere Emotionalität in solche Diskussionen, das ist doch klar. Und über die anderen Dinge kann man doch sachlich diskutieren, der eine versteht es, der andere nicht.


    Mir persönlich ist es zum Beispiel völlig piepegal, ob ein Zeuge Pornographie für schädlich hält, das tangiert mich in meiner persönlichen Freiheit ja überhaupt nicht. Mir ist auch völlig wurscht, was der Papst zu Verhütung sagt, insofern stösst einiges in solchen Debatten halt bei mir auf Unverständnis, aber mehr dann auch nicht.


    Ich kann nicht wirklich nachvollziehen, wie man seinem Leben so ein Korsett verpassen kann. Ich habe auch Werte und Orientierungspunkte und moralisch sind meine Positionen nicht minderwertiger als die religiöser Menschen, ethische und moralische Werte und Grundüberzeugungen sind kein Exklusivgut der Religionen und um die von AdministratorDr geschilderten positiven Erfahrungen zu machen, muß man natürlich nicht Zeuge sein, das kann man auch in anderen Gemeinschaften erleben, aber das ist alles nur auf mich bezogen, wenn andere das für sich anders beurteilen und aus Religiösität etwas schöpfen können: bitte, kein Problem. Es sei denn, es entstehen welche daraus. ;)

  • Andi,


    die kritische Auseinandersetzung mit anderen Religionen und eventuell daraus resultuierende Erkenntnisse sollten meiner Meinung nach immer mit den eigenen Vorstellungen und Verhaltensweisen abgeglichen werden.


    Leider enden solche Diskussionen sehr oft mit Ablehnung dieser Gruppen, egal ob Fussballfans, Moslems oder ZJ. Aber alles, was man selbst in seinem eigenen Leben tut, geht in Ordnung.


    Genau diese Einstellung ärgert mich.


    Ich bin auch davon überzeugt, dass sich niemand kritisch mit was auseinandersetzen kann, wenn er in seinem Umfeld nicht über das Thema nachdenkt.


    Frag mal einen Raucher nach dem Sinn von Umweltschutz. Umweltschutz finden alle gut, aber die Kippe wegschnippen oder dezent aus dem Auto fallen lassen, können fast alle.


    Deshalb gehört das für mich zusammen.


    @
    Admin...
    Nicht dafür ;)


    Grüße
    babapapa
    der jetzt noch ein bißchen in der Hotelbibel blättert ;)

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!