Brunnen in Nachbars Garten raubt den Schlaf - Was tun?

  • Sorry, aber ich weis nicht was solche Threads wie


    - Brunnen in Nachbars Garten stört, was tun ?
    - Briefträger schmeißt Post falsch ein, was tun ?
    - ......


    bringen soll ? Gott gab uns einen Mund zum reden. Warum benutzt man den eigentlich nicht ? :rolleyes:


    Was erwartet so ein Threadschreiber sich von hier bei dieser Frage ? Ich denke eher dass er schon weis was er tun will, nur braucht er noch Zustimmung um sich seines Vorhabens sicher zu sein. ;)

  • Hi VFBler,


    nee ich weiß nicht was ich tun will. Wie gesagt Reden klappte mit denen bisher nie.
    Mir war wichtig zu hören wie andere mit sowas umgehen würden. Ich hab "lächerlicherwiese" eventuell sogar gehofft da ne rechtliche Klausel zu finden ;) Aber dafür ist der "Lärmpegel" des Brunnes zu gering um ihn nach 22 Uhr als quasi Ruhestörung betitulieren zu können.


    Naja... düs ich halt mal zu denen rüber.


    Gruß und Danke



    Dreamsleeper

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  • Sorry, wenn ich mal etwas allgemein werde... ;)


    Aber wenn ich immer wieder lese, dass sofort bei der kleinsten Kleinigkeit nach Paragraphen gesucht wird, und dass fürchterlich gerne gleich im 1. Satz eines Gesprächs mit dem Rechtsanwalt gedroht wird, dann wundert mich auch nicht, dass es so viele (Nachbarschafts)Streitigkeiten gibt.


    1. Warum geht man nicht erst mal mit dem gesunden Menschenverstand vor, und versucht ein klärendes Gespräch zu finden. (Dabei - wie gesagt - ist es kontraproduktiv, sofort mit Vorwürfen und Vorurteilen ins Haus zu fallen oder gar den Rechtsanwalt zu erwähnen.)


    2. Hilfreich ist es sicherlich auch, sich in die Lage/Position des Gesprächspartners (nicht -Gegners!) hineinzuversetzen und sie zu verstehen. Wenn er das Gleiche macht, ist schon eine Menge gewonnen.


    3. Der Ton macht die Musik, und die eigene Erwartung die Stimmung/Atmosphäre. - Wenn ich schon von Vornherein davon ausgehe, dass der Nachbar nicht mit sich reden lässt, kommt leider schnell die sich selbsterfüllende Prophezeiung zum Tragen.


    Bedenke: Nicht jede positive Einstellung führt zum Erfolg, aber jede negative zum Misserfolg. ;)


    4. Es kommt nicht darauf an, 'zu gewinnen', sondern einen für alle Beteiligten guten Kompromiss zu finden.


    5. Das kostet manchmal auch ein wenig Zeit und/oder Mühe, aber die sollte es einem Wert sein; auch im Hinblick auf die zukünftige Wohn-/Lebensqualität und die eigene Vorbildfunktion.


    Merke: Wenn ich freundlich und ruhig ein Gespräch beginne, wird mindest. 80% der Gesprächspartner mir auch freundlich und aufgeschlossen begegnen.
    Dazu gehört auch: Keine (versteckten) Vorwürfe, keine alten Sachen aufwärmen, freundlich nachfragen, was man nicht versteht, die eigene Situation aus seiner Sicht schildern.


    Noch ein Tipp: Ein Kaffee/Tee/Saft und etwas zu Knabbern (= Höflichkeit / legitimer Bestechungsversuch ;-)) während des Gesprächs kann die Lage zusätzlich versüßen entspannen.


    6. Erst, wenn man auf die vernünftige, friedliche Art wirklich nicht mehr weiterkommt (und das nicht nur als billige Ausrede benutzt), sollte man sich andere passende Mittel überlegen, und dabei darauf achten, nicht den eigenen Stress, Frust, Aggressionspegel in die Wahl der Mittel einfließen zu lassen.


    Zitat

    Original geschrieben von dreamsleeper
    Naja... düs ich halt mal zu denen rüber.

    Genau! :top: Warum nicht gleich so?

  • Noch ein anderer Gedanke. Mir GING es ähnlich wie dir, sehr Geräuschempfindlich und dann bei auftretenden Geräuschen, sehr schnell ärgerlich und sauer werdend. In diesem Zustand wird schnell alles zum "Feind", angefangen beim nachbar, bis hin zu den Vögeln und, wie in deinem Fall sogar zum Wasser.
    Aber das Problem liegt weniger bei deinem Nachbar oder den entsprechenden Geräuscherzeugern, sondern eher bei dir. Selbst wenn du mit deinem Nachbar reden kannst und er Einsicht hat, wird das Verhältnis darunter leiden und es werden schlimmere Nachbarn mit noch mehr Geräuschen kommen.


    Gewöhn dich daran! Wasser ist ein wunderbar meditatives Geräusch, ebenso das Singen von Vögeln und im Endeffekt kann es sogar schön sein, wenn Menschen bis in die Früh feiern und tanzen! Wenn man es schafft das Schöne daran zu sehen und sich nicht so krampfhaft auf sich selber fixiert ist(wie gesagt, kenne das ja von mir).
    Ein weiterer Vorteil ist, daß man den anderen mehr Freiraum geben kann, was sie einem danken, indem sie einem selber auch mehr Freiraum geben.
    Ein kleiner, aber sehr folgenreicher Beitrag wäre das von dir, für einen besseren und freundlicheren Umgang!

  • Ich denke schon das es möglich sein sollte sich daran zu gewöhnen, selbst wenn man es sich in der eigenen Wohnung ein ruhiges Umfeld schaffen kann, wenn man beruflich unterwegs ist, oder auch privat, geht das nicht immer.

  • Elke2002
    Klasse Beitrag :top: Die von dir genannten Punkte bringen es am besten auf den Punkt. Aber wahrscheinlich ist es heute unmodern zu sprechen, lieber direkt draufschlagen :rolleyes:

  • mac bertl u. Martyn:
    Ja, das ist noch ein weiterer Aspekt: Ich denke auch, dass Geräusche sehr subjektiv wahr-genommen werden.
    So kann das gleiche Geräusch als überhaupt nicht oder sehr störend empfunden werden, wenn es eine positive oder eine unbekannte Ursache hat oder aus einer ungeliebten Quelle entstammt.


    Beispiele:
    - Kindergeschrei wird von eigenen Kind als nicht störend, von den 'doofen' Nachbarskindern aber als nervend empfunden.


    - Oder im Mehrfamilienhaus: Tritte oder Musik vom Nachbarn über einem, mit dem man gut bekannt oder befreundet ist, werden 'überhört'. - Aber wehe, der Nachbar von nebenan, mit dem man auf Kriegsfuß steht, macht auch nur einen Mucks... Da ist man sofort auf 180!


    - Oder technische Geräusche: Solange sie für einen selbst was Positives bedeuten (eigene Baustelle) kann man sie gut tolerieren. - Sobald es aber eine andere (weniger positive) Ursache gibt (Hupen), kann man gar nicht mehr aufhören, sich darüber aufzuregen.



    AdministratorDr: Solange es noch ein paar Leute gibt, die so 'unmodern' denken und solange ich weiß, was Sokrates und Aristoteles schon 'vor ein paar Jahren' über die 'Jugend von heute' und deren Umgangsformen lamentiert haben, gebe ich die Hoffnung nicht auf. ;)

  • Kann es auch nur wiederholen. Man kann und Imo man muß sich regelrecht "umerziehen", um ein wirkich tolerantes, gutes Miteinander zu erzeugen. Ein gutes Beispiel sind hier in München diejenigen Anwohner, die über einer Kneipe wohnen, die um 22.00 den Außenausschank beenden müssen. Diese lauern teilweise schaon ab 21.30 darauf, wann die Gäste gehen, um bei geringster Überschreitung die Polizei zu rufen. Natürlci aus reinem Frust, selber keinen Spaß, Freunde, Kumpel zu haben. Durch diese Leute werden ganze Stadtviertel kaputtgemacht (wenigstens die Qualität des Nachtlebens).
    In diesem Fall kommt sicher was ähnliches zum Tragen. Wäre das Wassergeräusch von einem Bach, würde der Threadersteller sich wahrscheinlich daran erfreuen, da es aber von einem, anschenend, weniger sympathischen Nachbarn kommt, wird das gleiche Geräusch zur Belästigung (ähnlich wie bei Elkes schönem Kindergeschrei Beispiel ;) ).Mein Tipp: Sich selbst beobachten, woher der Ärger, Stress stammt und wirklich erst bei wirklich objektivem Ärger, Maßnahmen überlegen. In diesem Fall jedoch kommt der Stress IMO aber vom Threadersteller selber.....deswegen a relajar! :p

  • Nunja, verschweigen sollte man aber auch nicht, das tatsächlich *zu viel Lärm* nachgewiesenermaßen krank machen kann. Zu dieser Art akustischer Umweltverschmutzung zählt z.B. Straßenverkehrslärm, aber sicherlich nicht Wasserplätschern. ;)


    Mir ist sowieso aufgefallen, dass mich persönlich 'natürliche' Geräusche (Vögel, Wasser, Wind, auch Gewitter) weniger nerven als von Menschenhand gemachter Krach bzw. technische Geräusche.

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