Welche gesetzliche Krankenkasse / Krankenversicherung?



  • Ich glaube du bringst da etwas durcheinander, denn 650 EUR als Einzelperson bei einer GKV geht nicht, die Beitragsbemessungsgrenze 2008 liegt bei 3.600 EUR, macht einen monatlichen GKV Beitrag von um die 460 EUR!


    Dingens,


    mit Frau ohne eigenen Einkommen, und Kind(ern), muss man m.E. gar nicht über einen GKV Ausstieg nachdenken.


    @All,


    mal noch eine Frage zur Familien(mit)versicherung. Die Frau ist ja kostenfrei mitversichert, wenn sie mit einem eventuellen eigenen Einkommen nicht über ein Siebtel der Bezugsgröße( sind wohl derzeit bei 2450 EUR) liegt. Auf deutsch, sie ist kostenfrei mitversichert, wenn sie im Monat nicht selbst 350 EUR verdient.


    So weit klar. Aber es zählen ja auch Zinseinkünfte (und dergleichen) als Einkommen, aber wie bitte will die GKV in einer Familie Zinseinkünfte einem Familienmitglied zuordnen? Oder ist es wirklich so einfach, dass eben in einem solchen Fall, die Ehefrau (und eigentlich auch die Kinder) kein eigenes Konto haben sollte, was Zinsen über 350 EUR monatlich abwirft?

  • Zitat

    Original geschrieben von delli1
    Ich glaube du bringst da etwas durcheinander, denn 650 EUR als Einzelperson bei einer GKV geht nicht, die Beitragsbemessungsgrenze 2008 liegt bei 3.600 EUR, macht einen monatlichen GKV Beitrag von um die 460 EUR!


    ich habe die Zahl von butchoka übernommen, sorry für das Versehen ;)
    Im übrigen kommt das ganz drauf an. Bei der AOK Bayern zahlt man z.B. ~ EUR 550,-/mtl. in die GKV (Standardbeitragssatz). Es kommt natürlich drauf an ob ermässigt oder erhöht. So genau beschäftige ich mich nicht, ist noch nicht meine Gehaltsstufe. :D


    Zitat


    @All,
    So weit klar. Aber es zählen ja auch Zinseinkünfte (und dergleichen) als Einkommen, aber wie bitte will die GKV in einer Familie Zinseinkünfte einem Familienmitglied zuordnen? Oder ist es wirklich so einfach, dass eben in einem solchen Fall, die Ehefrau (und eigentlich auch die Kinder) kein eigenes Konto haben sollte, was Zinsen über 350 EUR monatlich abwirft?


    nun, Zinsen werden ja immer beim Stpfl. erfasst. Wenn das Sparbuch auf das Kind läuft dann ist prinzipiell das Kind stpfl. Wenn der Betrag unter ~ 7.500,-/Jahr ist sind diese steuerfrei wg. Grundfreibetrag. Die Zinsen fliessen ja dem Kind zu und nicht den Eltern, daher bei den Eltern kein Problem.
    Achtung: Steuerpflichtig ist immer die einzelne Person (bei Ehegatten kann Zusammenveranlagung gewählt werden) und nicht die Familie als ganzes. Sollten Kinder also Einkünfte über dem Grundfreibetrag haben sind diese auch verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben und Steuern zu zahlen.
    Jetzt aber auf die Idee kommen und den Kindern Sparbücher mit tausenden von Euro einzurichten ist auch kritisch da dies dann als Schenkungen gewertet werden können und das "wiederholen" wenn das Kind mal nicht brav war o.ä. ;) ist auch nicht so einfach möglich, da das Geld dann eigentlich dem Kind gehört. (wiederholen ist gestohlen)....


    Ansonsten steht ja auf den Zinsbescheinigungen immer derjenige drauf auf den das Konto läuft und die Zinsen müssen natürlich richtig im Formular bei der Frau oder beim Mann eingetragen werden (bei Konten die auf beide laufen 50:50).



    Grüße

  • Zitat

    Original geschrieben von Dingens
    ... bin im Moment mit meiner Entscheidung, bei GKV freiwillig versichert zu sein, recht glücklich...


    ...und damit bist Du nicht allein. Viele meiner Kollegen haben sich auch stolz für die PKV entschieden, um dann zu merken, dass das gar nicht alles so toll ist, wie immer gesagt wird.
    So habe ich schon Leistungsausschlüsse mitbekommen, weil ein Arztbesuch wohl nicht ganz korrekt angegeben war (unabsichtlich, nach besten Wissen und Gewissen). Es gab Ärger mit Rechnungen und Anerkennung, denn auch 'ne PKV zahlt nicht immer alles und das Beste, sondern schaut genauso nach Sinn und Angemessenheit (soviel zu dem Klischee).
    Meiner Meinung nach ist man mit einer GKV zudem auch nicht hoffnungslos unterversichert, wie einem das immer weißgemacht wird.

  • robrt:
    mir fehlt grad die Zeit ausführlich zu antworten, deshalb nur kurz dein letzter Satz:


    "PS: Und man muss mal ehrlich sein und ein Grossteil der Menschen in D verdient nicht oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze. Immer mit dem Maximalsatz der GKV zu rechnen ist unseriös. Dies trifft nicht viele Arbeitnehmer in D. Dann würde aber mein Vergleich noch günstiger für die GKV ausfallen."


    -> diesen Teil der Menschen betrifft der ganze Spaß mit der PKV doch garnicht, weil der Gesetzgeber ihnen die Möglichkeit nicht bietet zu wechseln ;)


    Und bei den 650€ ist dann die Pflege mit bei,bei den teuren AOK sollte das überschlagsweise recht gut hinkommen(auch wenns ein paar € weniger sind, dann sind da halt die Zusatztarife schon mit)... Ich sag ja jetzt auch nicht, die PKV würde unter bestimmten Umständen auch nur 300€ kosten, auch wenn ich einige Fälle kenne(und die sind nicht Anfang 20) -habe einen realistischen Mittelwert angenommen

  • Und nicht vergessen, die AOK ist hat zwar hohe Mitgliedspreise, zahlt an die Ärzte aber weniger aus als andere Kassen...

  • Zitat

    Original geschrieben von butchooka
      robrt:
    "PS: Und man muss mal ehrlich sein und ein Grossteil der Menschen in D verdient nicht oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze. Immer mit dem Maximalsatz der GKV zu rechnen ist unseriös. Dies trifft nicht viele Arbeitnehmer in D. Dann würde aber mein Vergleich noch günstiger für die GKV ausfallen."


    -> diesen Teil der Menschen betrifft der ganze Spaß mit der PKV doch garnicht, weil der Gesetzgeber ihnen die Möglichkeit nicht bietet zu wechseln ;)


    nö, es gibt auch viele Selbständige und Freiberufler die nicht soviel verdienen aber auf die Versprechungen der PKV reinfallen und sich privat versichern. Das Wort 'Arbeitnehmer' war etwas falsch gewählt.


    Zitat


    Und bei den 650€ ist dann die Pflege mit bei,bei den teuren AOK sollte das überschlagsweise recht gut hinkommen(auch wenns ein paar € weniger sind, dann sind da halt die Zusatztarife schon mit)... Ich sag ja jetzt auch nicht, die PKV würde unter bestimmten Umständen auch nur 300€ kosten, auch wenn ich einige Fälle kenne(und die sind nicht Anfang 20) -habe einen realistischen Mittelwert angenommen


    auch nicht richtig. Da ist die Pflegeversicherung schon dabei ;)



    Grüße


    PS:
    Dingens


    Ich habe diverse Versicherungen und für mich damals meine Wünsche relativ breit und umfassend abgedeckt. Aktuell (seit mehreren Jahren) bestehen Verträge bei Mannheimer (sehr gut bei Naturheilverfahren), Arag (war ich früher schon normal PKV vor Fall unter die Beitragsbemessungsgrenze), Barmenia (guter Zahnbereich), Deutscher Ring (guter Ambulanttarif). Aktuell kann es schon wieder bessere Angebote geben, aber Versicherungshopping mag ich nicht unbedingt. Ein guter Makler kann Dir aber normal weiterhelfen und es macht Sinn sich ausführlich beraten zu lassen. Falls Du nähere Info zu meinen Tarifen bzw. Entscheidungsgründen willst PN, da ich hier keine Tarifdiskussion anstossen möchte. Jeder sollte selbst entscheiden was einem wichtig ist.
    Nein ich bin kein Versicherungsverkäufer o.ä. :D

  • Hallo zusammen,


    was haltet Ihr denn von einer solchen Zusatzversicherung
    Klick
    Ist doch auch ein netter Zusatz zu der GKV. Gibt es noch andere Zusatzversicherer, die einem diese Leistung " Privatpatient beim Hausarzt" anbieten? Habe schon wie wild gesucht, jedoch findet man genau diese Leistung kaum noch wo anders.


    Gruß


    Marcel

  • Zitat

    Original geschrieben von Phantom3000
    Ist doch auch ein netter Zusatz zu der GKV. Gibt es noch andere Zusatzversicherer, die einem diese Leistung " Privatpatient beim Hausarzt" anbieten? Habe schon wie wild gesucht, jedoch findet man genau diese Leistung kaum noch wo anders.


    gibt es IMHO häufig (bei der ARAG bin ich mir sicher). Das Problem ist dabei: Kostenerstattung können oft nur freiwillig Versicherte in Anspruch nehmen und die Kosten für so einen Tarif sind sehr hoch (in meinen Berechnungen teilweise bis EUR 100,-/mtl.). Muss man dann selbst wissen ob sich das lohnt. Wohl gemerkt nur für den ambulaten Bereich.


    Viele Grüße

  • @akhoch:
    jetz hab ich wieder Zeit ;)
    so mal dein Post aufmerksam gelesen, ich glaub wir kommen auf keinen grünen Zweig bei dem Vergleich....
    ----
    So wenig Beamten gibt es nicht, von den Personen die theoretisch in die PKV könnten sind viele Beamten(Dank Gesetzgeber, der es ja fast allen anderen verbietet), wenn du wenig Kontakt zu ihnen hast einfach nicht täuschen lassen ;)
    Der größte Teil von denen ist bei einem(!) Unternehmen, und dann gibts noch paar Mitbewerber. Bei ner GKV wird man nur ganz verwirrte Beamten finden, und viele andere PKV können keinen sinnvollen Schutz anbieten.
    ----
    so wie du die Kosten gegeneinander stellst kann man das finde ich nicht vergleichen.


    z.B: die SB bei den PKV würdest gerne mit einrechnen, aber die höheren Kosten(Zuzahlungen), die man bei der GKV auch hat werden nicht erwähnt:
    Bring dir mal ein Beispiele aus der Familie, mein kleiner Bruder war dieses Jahr ein paar Tage im Krankenhaus für ne kleine OP, und danach kamen noch Cremen und Nachuntersuchungen dazu.
    Wäre er über meinen Vater (Beamter) privat versichert gewesen hätte der Spaß nix gekostet, da er aber über meine Mutter GKV ist hat die Aktion problemlos 500€ gekostet. Fahrten,KH-Gebühr, Arztrechnungen etc.
    Meine Eltern haben beide "vergleichbare" Gleitsichtbrillen gekauft, Vater ~100€, bei meiner Mutter wars dann was um die 600€
    ---
    GKV+Pflege Beitrag hab ich wohl etwas zu hoch gegriffen, mein Fehler: ~600€ bei den "Massenkassen"
    ---
    Beitragsrückerstattung sind immer pro Person, nicht auf die ganze Familie umgelegt, Beispiel für einen Angestellten(Single, bei dem Beitrag über 40):
    PKV Beitrag 400€ (davon je 50% für Arbeitnehmer/-geber)
    Beitragsrückerstattung: 1600€ (4 Beiträge)
    Ergibt Beitrag für Arbeitnehmer: 2400€-1600€=800€, 66,67€ monatlich *noch fragen*
    wenn man sich das Geld dieser Jahre, in denen man allein versichert ist, auf ein Konto legt, kann man problemlos Kinderjahre durchbringen, einfach immer denken, was einen die GKV kosten würde(7200€ Jahr vs. 2400€/800€), da kommt in kurzer Zeit eine riesen Summe zusammen. Und da nimmt man sicher einige Jahre mit, wenn man nicht wegen jeden "Mist" zum Arzt rennt, und gleich am ersten Tag in der PKV 4 Kinder bekommt *g*
    Außerdem spart hier der Arbeitgeber jeden Monat gut 100€, die er vielleicht bereit ist anderweitig an den Mia weiterzugeben- z.B. Betriebliche Altersvorsorge
    ---
    Das angesprochene "Werbeblatt" ist eine Musterrechnung, die verpflichtend beizulegen ist, will heißen, wenn man sich damals mit dem Alter versichert hätte, würde der angegebene Preis stimmen! Nichts hin gebogenes für die Werbung!
    ---
    Auch in der PKV werden Beiträge bei Arbeitslosigkeit etc unter gewissen Umständen übernommen.
    Außerdem würde ich sagen, du sprichst gerade Selbstständige an, wenn ich keine Kohle hab wenn ich nicht arbeiten gehe(= kein Krankentagegeld versichert), dann bin ich wohl selber Schuld, wenn ich zu geizig für die paar Kröten war.
    ---
    zu guter letzt: die meisten Zahnzusatztarife sind für den Fuss!
    entweder sind die % angaben schöngerechnet (100% des GKV Satzes- also wenn die nix zahlen zahlen wir auch nicht), oder es gibt super niedrige Höchstsätze(die ersten 5Jahre max 1000€ pro Jahr)
    und wenn man echt mal ne größere Behandlung hat kostet das schnell mal nen 5-stelligen Beitrag




    @delli: die 460€ hat man aber auch nur bei den günstigsten GKV, die meisten zahlen deutlich mehr

  • Zitat

    [i]
    Wäre er über meinen Vater (Beamter) privat versichert gewesen hätte der Spaß nix gekostet, da er aber über meine Mutter GKV ist hat die Aktion problemlos 500€ gekostet. Fahrten,KH-Gebühr, Arztrechnungen etc.


    :eek: Sobald ein Elternteil privat versichert ist, müssen die Kinder auch privat versichert werden.


    Zitat


    da er aber über meine Mutter GKV ist hat die Aktion problemlos 500€ gekostet. Fahrten,KH-Gebühr, Arztrechnungen etc.


    Die Rechnung dann mal bitte genauer! Und vor allem, was für Fahrten (mit dem Privatauto?) und Arztrechnungen.


    Zitat

    [i]
    @delli: die 460€ hat man aber auch nur bei den günstigsten GKV, die meisten zahlen deutlich mehr


    Falsch, habe ein Mittelmaß genommen, es gibt also auch welche die weniger zahlen. Und wer mehr zahlt, ist selbst schuld.

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