Mündliche Absprachen nichts mehr wert...

  • Zum Thema mündliche Kaufverträge möchte ich auch mal meinen Senf zugeben:


    Ich arbeite im Einzelhandel und erlebe einen Sachverhalt immer wieder: Der Kunde bestellt eine Ware, welche auch geordert wird und ist die Ware dann da hat sich der Kunde bereits anderweitig orientiert. Würde ich mich dann als Verkäufer auf den mündlichen Kaufvertrag berufen, dann wäre wieder von Servicewüste Deutschland die Rede. Ist halt so.
    Das Beste ist: Alles schriftlich festhalten und aus Sicht des Verkäufers am Besten mit Anzahlung.


    Just my 2 Cents...



    MfG BigDaddy

  • Ich schätze den Verkäuder so ein, dass der auch bei einer Anzahlung von meinem Vater den Wagen verakauft hätte. Ihr hättet den mal erleben sollen. Sehr arrogant.


    Im übrigen stand schon fest , dass ich den Wagen nehmen werde und mein Vater gab ihm auch sein Wort. Aber angenommen ich finde an dem Wagen etwas, was man mir bisher verschwiegen hat ? Soll ich das dann einfach so hinnehmen, weil ich ihm mein Wort gegeben habe ? Ich denke irgendwie ist das ganze ne Frage von Anstand. Es handelt sich hierbei übrigens um einen Privatkauf... kein Händler.


    Gunn
    Der Preis war auch klar. Aber irgendwann muss man ja auch mal klären an welchem Tag man sich zum Ummelden trifft , den Kaufvertrag unterschreibt und das Geld bezahlt.

  • Zitat

    Original geschrieben von kingpin166
    Im übrigen stand schon fest , dass ich den Wagen nehmen werde und mein Vater gab ihm auch sein Wort. Aber angenommen ich finde an dem Wagen etwas, was man mir bisher verschwiegen hat ?


    Und sei es nur ein 1 cm langer Kratzer irgendwo im Innenraum ;)


    Mein Tipp: Such weiter ;)

  • Ciao,


    Zitat

    Original geschrieben von kingpin166
    ... stand schon fest , dass ich den Wagen nehmen werde und mein Vater gab ihm auch sein Wort. Aber angenommen ich finde an dem Wagen etwas, ...


    das ist doch nen Widerspruch insich?!? Wenn es feststand, hättet ihr nen Vertrag gemacht. Und auch für wen stand es fest? Bzw. wer von beiden Parteien wäre schneller aus diesem Vertragszustand wieder raus gekommen (bei dieser mündlichen Vereinbarung)?


    Genau was du jetzt schilderst ist leider das Problem. Ein Kunde möchte sich alle Optionen (siehe das "aber" von oben) offen halten und somit auch gerne mal die Rechte/Pflichten Geschichte ausweiten auf den Geschäftsbereich vom Verkäufer.


    Ich mache es mit ebay auch so. Wenn ich dort selbst was kaufe (Selbstabholer) räume ich den Artikeln eine Abweichung (klar subjektiv) von 20 % ein.
    Beispiele ich würde ein Auto kaufen, was ich mir vorher nicht angesehen habe, dann werde ich diese Auto kaufen, auch wenn es dann nicht meinen vorherigen Erwartungen entspricht. Schließlich hätte ich ich mir vorher anschauen können.
    Jetz noch erlebt mit Felgen. Die hatten mehr Kratzer als ich gedacht habe (bzw. auf dem Bildern sehen konnte). Aber ich denke der Verkäufer hat seine Pflicht getan, er hat gesagt das sie Kratzer haben, und er hat Fotos gemacht. Ich war halt (subjektiv) der Meinung das die Felgen auf den Fotos besser aussehen. Tja, man kann nicht alles haben (Schnäppchenpreis + Boutique-Beratungsservice).
    Ich bin ja quasi selber schuld das ich sie mir nicht vorher angeschaut habe, aber genau daran sparen die Leute auch noch. Sie erwarten genau das wie oben gesagt. Internet-Preise (Schnäppchen) aber den Service (Rückgaberecht, Beratung, mach mal noch große Bilder, mach mal nen Gutachten, ....) von einem professionellen. Ist doch klar das beim Privatverkauf die Grenzen viel schwammiger sind.


    Ciao Vito

    Der Mann mit den Hochzeiten

  • Sorry, das haette ich genauso gemacht... Wenn der Haendler die 2500 bezahlt hat, habe ich das Geld, wenn jemand sich das Auto angucken will, ist es noch nicht sicher, ob er es nimmt... Und ich hab das Geld nicht zwangsweise...


    Wir haben auch mal sowas zu hoeren bekommen: Entweder wir kaufen ihn, dann duerfen wir Probefahrt machen, sonst muessen die roten Nummer fuer was anderes verwendet werden... Was fuer ein Unsinn, entweder kaufe ich ihn, dann brauche ich eh keine Probefahrt oder ich weiss es nicht... Daher sind so Aussagen wie "Ich kaufe ihn, will aber erst noch gucken" irgendwie unsinnig oder?

  • Ich muß die Aussagen „dass man den Verkäufer verstehen muß“ genauso unterstreichen. Wer das geforderte Geld auf den Tisch legt bekommt die Ware die er für dieses Geld haben möchte. Wer das nicht tut, bekommt die Ware nicht.


    Der Haken: Die meisten Kunden können solch ein Verhalten nicht nachvollziehen. Und warum können Sie das nicht ? Weil Sie einfach noch niemals in Ihrem Leben auf der Verkäuferseite gearbeitet haben und das Geschäft somit auch nicht verstehen können. Daher muß man auch den Threadersteller verstehen wenn er darüber sauer ist. Allerdings ist das halt normal wie es gelaufen ist. Einfach als Erfahrung abbuchen und gut ist.


    Beim Verkauf meiner Eigentumswohnung (von privat) hab ich das genug erlebt: Von 9 potentiellen Käufern, als die die meinten daß Sie sehr starkes Interesse haben., haben sich gerade mal 2 wieder gemeldet und gesagt daß sie die Wohnung doch nicht haben wollen, 6 haben gar nicht mehr reagiert und auf Nachfrage teilweise den Hörer aufgelegt. Einer hat sie dann doch noch genommen !

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