Lichtblick. Kennt jemand diesen Stromanbieter?


  • mir ist nicht ganz klar was Du willst. Wenn diese Spitzen kommen, kann es ja sein das kein Ökostrom geliefert wird. Dann wird der Anbieter halt nachträglich in dem Maße Ökostrom einkaufen um wieder auf 100% Öko zu kommen.


    Wenn ich 4.500kwh benötige und davon aus irgendeinem Grund 100kwh kurzfristig nicht aus Öko eingespeist werden können, so erwarte ich, das am Jahresende der Anbieter trotzdem 4.500kwh Ökostrom bezogen hat. Ob er das nur tagsüber, oder nur 8 von 12 Monaten macht ist mir egal, am Ende muss die Summe 4.500kwh betragen.


    Was ist daran unklar?



    Grüße


    PS: Da hilft jetzt auch kein Wiki o.ä. es geht darum das über einen Abrechnungszeitraum der eigene Strombedarf aus Ökostrom zugeführt wurde. Und dies wird über das Jahr gesehen, sicherlich immer möglich sein.

  • Zitat

    Original geschrieben von aikhoch
    PS: Da hilft jetzt auch kein Wiki o.ä. es geht darum das über einen Abrechnungszeitraum der eigene Strombedarf aus Ökostrom zugeführt wurde. Und dies wird über das Jahr gesehen, sicherlich immer möglich sein.


    Eben nicht! Und genau das hat dieser Jahrhundertsommer gezeigt! Wenn die Stunde 12 statt den üblichen €120 auf einmal über €2000 kostet, dann kannst du mir nicht damit kommen, dass der Strom dann halt irgendwie, irgendwo und irgendwann wieder aus regenerativen Energien gewonnen wird, die Kapazitäten sind nun einmal begrenzt - auch über einen Abrechnungszeitraum gesehen...


    Und du sagst es doch selbst: Wenn in den Spitzenzeiten nicht genug geliefert werden kann, dann muss au anderen Quellen gespeist werden - gilt jetzt noch ein 100% Ökostrom? Nein, denn du hast Atomstrom benutzt, der auch bezhlt werden muss. Ist genauso als wenn ich sage, ich fahre nur Autogas, wenn der Tank aber leer ist und keine Autogastankstelle in der Nähe, ich trotzdem Benzin tanke...

  • Wenn wir nur Solarstrom, Wind- und Wasserkraft verwenden und für nachts (wo es keinen Solarstrom gibt) und Lastspitzen noch ein Kohlekraftwerk haben, wäre der Umwelt schon sehr geholfen.

    _T_
    HO2
    IW0
    GE0

    HR4 (konvertierte 2019 nach 8 1/2 Jahren von Android zu iOS)  iPhone 12 Pro  Apple Watch Series 8 45mm GPS + LTE  MacBook Air M2 

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Eben nicht! Und genau das hat dieser Jahrhundertsommer gezeigt! Wenn die Stunde 12 statt den üblichen €120 auf einmal über €2000 kostet, dann kannst du mir nicht damit kommen, dass der Strom dann halt irgendwie, irgendwo und irgendwann wieder aus regenerativen Energien gewonnen wird, die Kapazitäten sind nun einmal begrenzt - auch über einen Abrechnungszeitraum gesehen...


    Und du sagst es doch selbst: Wenn in den Spitzenzeiten nicht genug geliefert werden kann, dann muss au anderen Quellen gespeist werden - gilt jetzt noch ein 100% Ökostrom? Nein, denn du hast Atomstrom benutzt, der auch bezhlt werden muss. Ist genauso als wenn ich sage, ich fahre nur Autogas, wenn der Tank aber leer ist und keine Autogastankstelle in der Nähe, ich trotzdem Benzin tanke...


    Da es genau so ist, wie du schreibst, ist es sehr sehr wichtig, dass regenerative Energien dezentral und massiv ausgebaut werden. So kann in gewisser Weise eine Vergleichmäßigung der Einspeisung = Grundlast simuliert werden. Entsprechend ist es schön, wenn viele WKAs an der Küste stehen, aber wenn dort Flaute ist, sind Biogas-Anlagen im Landesinneren doch auch ganz praktisch. Und Biogas-Anlagen funktionieren auf Grund des kontinuierlichen Umsatzprozesses ja quasi wie Grundlastkraftwerke.


    Jahrhundertsommer heißt auch viele Sonnenstunden? Hat du als Insider wenigstens eine thermische Anlage auf dem Dach??? Wir haben uns in unserem Stadthaus eine drauf gebaut (15 m²) und teilen seither (6 Jahre) die Warmwasserversorgung mit insgesamt 14 Personen (3 Familien)... Selbst im Winter macht die Solarthermie jeweils mindestens 50 % des Gesamtbedarfs.


    Wenn nun wenigsten ein hoher prozentualer Anteil der Neubauten analog den Forderungen in Spanien (Pflicht zur Nutzung Regenerativer bei Neubau/Umbau) eine Thermiesolaranlage hätte, hätte dies massive Auswirkungen auf die Fossil-Brennstoff-Versorger. Aber leider für Deutschland zu viele "hätte". Die Lobby der Fossilen ist einfach zu stark. Aber, vielleicht wird das ja anders, wenn die ersten Bundeswehrsoldaten bei der Sicherung der Energiequellen drauf gehen...

    "Massenerschießungen sind ein legitimes Mittel der Revolution." - Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin)

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Eben nicht! Und genau das hat dieser Jahrhundertsommer gezeigt! Wenn die Stunde 12 statt den üblichen €120 auf einmal über €2000 kostet, dann kannst du mir nicht damit kommen, dass der Strom dann halt irgendwie, irgendwo und irgendwann wieder aus regenerativen Energien gewonnen wird, die Kapazitäten sind nun einmal begrenzt - auch über einen Abrechnungszeitraum gesehen...


    Genau dieses wird zumindest bei Lichtblick jährlich überprüft. Und die Aussage zu 2005 war ja sogar, dass es fast zeitgleich passiert. Man wird hinterher (hoffentlich) für dieses wie in den letzten Jahren erkennen können, wie die Zusammensetzung war. Es ist ja für ein Jahr für unabhängige Prüfer möglich, den angekauften und verkauften Strom gegenüberstellen.


    Irre ich mich oder ist die Information über die Zusammetzung des erhaltenenen Stroms nicht inzwschen Pflicht für alle Anbieter? Da war doch eine EU-Richtlinie, die national umgesetzt werden musste ...


    Da kann man ja mal vergleichen .

    Zitat

    Ist genauso als wenn ich sage, ich fahre nur Autogas, wenn der Tank aber leer ist und keine Autogastankstelle in der Nähe, ich trotzdem Benzin tanke...


    Dieser Vergleich ist ja absolut daneben und würde nur gelten, wenn ich privat Solarzellen auf dem Dach hätte.

    Mit Grüßen ...

  • Zitat

    Original geschrieben von Hightower2004
    Wenn wir nur Solarstrom, Wind- und Wasserkraft verwenden und für nachts (wo es keinen Solarstrom gibt) und Lastspitzen noch ein Kohlekraftwerk haben, wäre der Umwelt schon sehr geholfen.


    Für nachts kannste z.B. Druckluftkraftwerke und herkömmliche Pumpspeicherkraftwerke nutzen. Und man sollte doch in der Perspektive unter Voraussetzung weiter steigender Energiepreise auch mit Fortschritten bei der Speicherung von Energie rechnen.


    Wir haben vor Jahren (1994) eine damals fortschrittliche, heute überholte 750 kW-Windkraftanlage im Großraum DD gebaut (Bürger-WKA). Damit decken wir rechnerisch bei einem anteiligen Einsatz von damals 20 TDM den Strombedarf unserer Verwandschaft bis zum 3. Grad aus dieser Anlage. Leider darf ob der verbohrten Kommunalpolitik in 10 Jahren kein Upgrade auf 1,5 MW gebaut werden... Da hat die Fossil-Lobby gut vorgearbeitet. Alle mir bekannten Gemeinde- und Stadträte sehen in WKA nur noch Gelddruckmaschinen. Werden aber böse, wenn man sie auffordert, mit zu drucken.


    Damals (bei) meinem Einstieg in die WKA war ich übrigens noch Student, nicht, dass mir jemand mit "Steuersparer" kommt.

    "Massenerschießungen sind ein legitimes Mittel der Revolution." - Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin)

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Und du sagst es doch selbst: Wenn in den Spitzenzeiten nicht genug geliefert werden kann, dann muss au anderen Quellen gespeist werden - gilt jetzt noch ein 100% Ökostrom? Nein, denn du hast Atomstrom benutzt, der auch bezhlt werden muss. Ist genauso als wenn ich sage, ich fahre nur Autogas, wenn der Tank aber leer ist und keine Autogastankstelle in der Nähe, ich trotzdem Benzin tanke...


    was interessiert mich der Augenblick? Der Abrechnungszeitraum ist für mich interessant.


    Selbst wenn ich 364 Tage im Jahr Atomstrom verwende da z.B. Lichtblick keinen Ökostrom einkauft und am 365. Tag wird für meinen Jahresverbrauch Ökostrom eingekauft, so habe ich insgesamt gesehen Ökostrom verwendet. Das zu bestimmten Zeiten nicht genug Ökostrom zur Verfügung steht ist klar, aber das wird IMHO im nachhinein ausgeglichen. Denn andere Anbieter wie EnBW o.ä. denen es prinzipiell egal ist ob sie Atom- oder Ökostrom verkaufen werden dann einen Teil des Ökostroms den sie erzeugt haben an den Ökoanbieter weiter verkaufen.


    Ich glaube wir kommen da auf keinen gemeinsamen Nenner. Dir geht es um den Augenblick, mir nur um das Ergebnis am Ende.



    Grüße

  • Wie kann man deinen Stromverbrauch im Nachhinein ausgleichen?
    Wenn du jetzt 500 Gramm Fleisch essen möchtest, dann nutzt es dir auch nicht viel wenn man dir jetzt nur 5 Gramm geben kann, der Rest kommt in nem halben Jahr ...

  • Lasst doch gut sein, es geht um zwei grds. verschiedene Dinge. Ich bleibe bei meinem Standpunkt, dass die Behauptung "100% Ökostrom" eine reine Lüge ist, was auch von jedem hier indirekt bestätigt wurde - mehr habe ich auch nie behauptet...

  • Zitat

    Original geschrieben von jungmario
    Wie kann man deinen Stromverbrauch im Nachhinein ausgleichen?
    Wenn du jetzt 500 Gramm Fleisch essen möchtest, dann nutzt es dir auch nicht viel wenn man dir jetzt nur 5 Gramm geben kann, der Rest kommt in nem halben Jahr ...


    wenn allein durch meinen Ökostrom mehr Ökostrom im Netz ist, bin ich soweit zufrieden. Es ist doch ganz einfach. Nimm einfach eine Bilanz. Am Jahresende ist mein Stromanteil aus Ökostrom zugekauft. Die Zwischenschritte sind egal. Am Jahresende wurden in meinem Beispiel 4.500kwh Ökostrom mehr bezogen, da ich Ökostrom 'bestellt' habe. Hätte ich dies nicht getan, wäre in dem Jahr der Ökostrom um 4.500kwh niedriger und ich hätte ziemlich sicher Atomstrom o.ä. bezogen, d.h. der Ökoanteil wäre geringer gewesen...


    Was ist daran eigentlich nicht zu verstehen?




    Grüße

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!