Kalte Jahreszeit - Fenster schwitzen wieder

  • Re: Kalte Jahreszeit - Fenster schwitzen wieder


    Zitat

    Original geschrieben von kingpin166
    Nun lese ich immer wieder was von wegen richtig Lüften etc..., kann mir aber nicht vorstellen dass es davon weggehen soll.


    Doch absolut.
    Hier ist eine ganz gute Übersicht:
    http://www.mdr.de/ratgeber/woh…5-hintergrund-262138.html


    Zitat

    Dort wird beschrieben, dass wir dauerhaft heizen sollen und mitten am Tag das Fenster aufreißen müssen.


    Ideal ist eben eine relativ konstante Temperatur, und regelmäßiges Stoßlüften. Für ca. 5 Minuten die Fenster ganz aufreißen (bei Durchzug, geht's auch schneller) - dabei geht weniger Wärme verloren als man meint (v.a. weniger als beim längerfristigen Kipplüften). Da die wärme v.a. auch in Möbeln, Wänden etc. steckt, ist nach dem 5-minütigen Lüften meist sehr schnell wieder die gewohnte Raumtemperatur erreicht.


    Zitat

    Muss ich es mir gefallen lassen, ständig zu heizen und am Tage (wo ich eigentlich nie daheim bin)


    Ne, das ist quatsch. Wenn keiner da ist, dann ensteht auch keine Feuchtigkeit, ergo brauchst du auch nicht zu lüften oder eine bstimmte Temperatur zu halten.


    Zitat

    die Fenster sperrangelweit aufzureißen,


    Wenn man das über längere Zeit am Stück macht, dann werden die Wände in der Umgebung des Fensters deutlich kälter, und die Feuchtigkeit kondensiert die im Raum entsteht kann dort erst Recht kondensieren. Daher ist es besser kurz aber dafür öfter zu lüften.


    Zitat

    Eure Gedanken dazu ?


    Das Schlafzimmer einmal morgens nach dem Aufstehen lüften, und kurz vor dem Schlafen gehen. Die Aufenthaltsräume beim nach Hause kommen lüften, und vor dem dauerhaften verlassen (bspw. beim Schlafengehen, oder ausgehen). Wenn die Wohnung den ganzen Tag leer steht braucht man normalerweise gar nicht zu heizen - wenn die Temperatur in der Wohnung unter eine bestimmte Mindesttemperatur fällt, dann laufen viele Heizungen (unsere tut es jedenfalls) von alleine an.
    Beim kochen Küchentür zu und regelmäßig Fenster aufreißen; beim Duschen ebenfalls Tür zu, und nach dem Duschen erst einmal Fenster auf und lüften, bevor man die Badezimmer aufläßt (falls die überhaupt aufgelassen wird). Wenn nicht alle Zimmer gleichmäßig beheizt werden (bspw.. häufig beim Schlafzimmer der Fall), dann sollten die Türen auch geschlossen gehalten werden, da sonst warme und damit feuchte Luft wandert und in den unbeheizten, kälteren Zimmern an Fenster und Wändern kondensiert. Wäsche nach Möglichkeit nie in der Wohnung zum trocknen aufhängen (und wenn dann nur bei Anwesenheit und regelmäßigem Lüften).

    "That's not a hair question. I'm sorry." - 01/31/07 - Never forget!

  • Zitat

    Original geschrieben von ThomasK
    Ich wohne in einer Wohnung, wo das Haus gerade mal 4 Jahre steht. Die Wärmedämmung ist super, die Heizkosten entsprechend niedrig. Aber: Ist es am Morgen kalt (um oder unter 0) so läuft das Wasser munter die Fenster hinunter auf den Boden.


    Das kann schon sein, aber:


    Zitat

    In meiner Abwesenheit (ca. 10h) bildet sich genug Wasser nach so dass ich abends bereits den Boden aufwischen muss, auf dem schmalen Fensterbrett steht das Wasser dann schon.


    Das deutet auf bauliche Mängel - es sei denn es gibt einen anderen guten Grund wo die Feuchtigkeit herkommt.

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  • Ein gutes Zeichen für zu hohe Luftfeuchtigkeit: Balkontüre auf machen und sehen ob die vorher klare Scheibe auf einmal trübe wird und sich ein Feuchtigkeitsfilm bildet. Dananach warten bis dieser "Film" weg ist und schon ist die Luftqualität wieder in Ordnung.

  • Zitat

    Original geschrieben von Sencer

    Das deutet auf bauliche Mängel - es sei denn es gibt einen anderen guten Grund wo die Feuchtigkeit herkommt.


    Von drei Zimmerpflanzen (Kakteen!) in der Wohnung sicher nicht. An kalten Tagen habe ich abends wenn ich die Wohnung betrete, ca 70-80% Luftfeuchtigkeit! Und ich lese immer wie trocken angeblich die Luft sein soll...
    Bauliche Mängel - tja aber welcher Art nur? Und selbst wenn diese existieren sollten, den Nachweis zu führen tue ich mir nicht an. Das dürfte Jahre dauern und dann damit enden dass ich schlecht lüfte und selber schuld bin.
    Den Artikel habe ich gelesen, da steht etwas von mindestens 4x täglich lüften. Ich frage mal meinen Chef ob es ihm was ausmacht, wenn ich täglich 4x hin und her fahre. (einfach 45min) :)
    Ich werde es nun mal mit 2x täglich 30 min Dauerlüftung probieren, mal sehen ob sich das bessert. Was ich auch noch gesehen habe: Es gibt doch Geräte, die Wasser aus der Luft holen, nützt das was? "Passivgeräte" haben wohl Calciumchlorid als Einwegsubstanz, aktive kondensieren das Wasser im Gerät und verbrauchen Strom. Sinnvoll?
    Thomas

  • Zitat

    Original geschrieben von ThomasK
    Bauliche Mängel - tja aber welcher Art nur?


    Morgens einmal gut durchlüften vor dem verlassen des Hauses. Dann alle Zimmertüren schließen, und schauen ob sich alle Zimmer gleich verhalten, oder manche feuchte sind als andere. Das ist schonmal ein gutes Ausgangspunkt zur Quellsuche. Vernünftige Vermieter dürften selber ein hohes Interesse daran haben, solche Dinge frühzeitig zu erfahren - nicht nur weil extreme Feuchtigkeit die Substanz angreift und somit den Wert des Gebäudes mindert, sondern auch weil er möglicherweise noch selber jemanden in Regress nehmen kann.


    Zitat

    Und selbst wenn diese existieren sollten, den Nachweis zu führen tue ich mir nicht an. Das dürfte Jahre dauern und dann damit enden dass ich schlecht lüfte und selber schuld bin.


    Dnn solltest du aber zumindest ans umziehen denken, denn an gesundheitliche Schäden die man durch sowas davon trägt, hat man meist ein ganzes Leben lang "Freude".


    Zitat

    Den Artikel habe ich gelesen, da steht etwas von mindestens 4x täglich lüften.


    Immer vorausgesetzt, dass jemand da ist, der selber oder durch seine Tätigkeiten Feuchtigkeit "erzeugt". Wenn keiner da ist, und nix gemacht wird, sollte auch keine Feuchtigkeit entstehen. In der kalten Jahreszeit sind hier auch immer Fenster voller Wasser, v.a. morgens. Wenn ich aber 2, 3 oder 5 Tage weg bin, ist da gar nichts.

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  • Hab da leider auch schon alles durch...


    ...hab zum Schluß sogar im Campinghandel Entfeuchter mit Gremulat für 3.95 gekauft! Das hat dann geholfen, sieht allerdings bescheiden aus und will regelmäßig gewechselt werden! Inzwischen bin ich in nem 70er Jahre Bau und hier reicht es wenn ich einmal am Tage für 5 Minuten lüfte. Darüber hinaus hab ich sehr viel Fenster auf Kippe!


    Bin gespannt was das jetzt in der neuen Wohnung gibt, da ich ja demnächst umziehe. Der Jugendstilbau hat zu 70% neue Thermofenster und ansonten 2 Fenster im Abstand von 10 cm (wie auch immer sich das schimpft). Da in dem Raum nen schöner alter Kachelofen steht, hat man das dort so gelassen. Ich schätze in dem Raum mit den alten Fenstern wird es weniger Probleme geben als in denen mit den neuen Fenster. Ich hoffe jedenfalls das Beste! Hab nicht wieder Lust auf Gremulat! :)

    Microfaser ist eine Weiterentwicklung der Baumwolle... (Zitat QVC)

  • Regress ist nicht mehr, die 5 Jahre nach Baufertigstellung sind um. Und da ich selbst Eigentümer bin hilft mir auch keine Wohnungsbaugesellschaft mit 5 vollbeschäftigten Juristen, ich müsste den Kampf selber aufnehmen. Auch Umziehen scheidet somit aus, das ist eher bis "dass der Schimmeltod mich scheidet."
    Aber da die unbewohnte Wohnung auch von selbst "schwitzt" wird es dann wohl aus den Wänden kommen. Vielleicht versuche ich neben der Extrem-Lüftung wirklich mal Trocknungsmittel, in der Hoffnung dass da mal ein Austrocknen stattfindet. Zumindest könnte ich dann mal im Winter Urlaub machen ohne nachher das Wasser abpumpen zu müssen. :D

  • Thomas:


    Viele Möglichkeiten für einen solchen massiven Baumangel gibt es eigentlich nicht.


    Wichtig ist, erstmal festzustellen, ob du wircklich eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen hast (bei 20° sollten es nicht mehr wie 55% rel. Feuchte sein) oder die Luftfeuchtigkeit an sich in Ordnung ist und nur die Fenster keine ausreichende Isolierkraft haben (z.B. defekte Isolierglasscheiben)
    Bei defekten Scheiben passiert genau das gleiche wie bei Einzelverglasung: Die Fensterscheibe wird an der Innenseite sehr kalt, die Luft an der Innenseite kühlt sich stark ab und kann die Luftfeuchte dadurch nicht mehr halten -> Wasser läuft am Fenster runter.

  • Ich hatte heute abend im Schlafzimmer 79% Luftfeuchte bei 21 Grad. Das Wasser war an den Fenstern bereits nach unten gelaufen. Nach nun 1h (!) Dauerlüften habe ich noch immer 55% und nur noch 15 Grad.
    Die Scheiben sind doppelt, ob sie innen zu kalt sind ist schwer feststellbar, weil ich ja nicht weiss wie das normal sein müsste. Gibt es da Zahlenwerte, also z.B. aussen 0 Grad, innen 21 Grad -> Fensterscheibe innen 15 Grad bei vernünftiger Isolierung? Ich werde mich wohl damit näher befassen müssen, aber nur so auf Verdacht neue Scheiben bringt es ja auch nicht.

  • Zitat

    Original geschrieben von kingpin166
    Das sollte hinzukriegen sein. Wozu gibt es eigentlich diese Kippstellung bei Fenstern ?


    Die Produktion von Kippfenstern und die Benutzung der selben sollte unter Strafe gestellt werden!


    Einbruchstechnisch ist das Fenster auf. Wärmetechnisch auch. Aber lüftungstechnisch ist das Fenster zu.

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