Gewinnwarnung der Telekom

  • Zitat

    Original geschrieben von raix
    Und nen paar Wirtschaftlern sollte man mal beibringen, daß man auch vorausschauend planen sollte.


    Aber es wird ja lieber nach dem Motto "Geiz ist geil" gehandelt....


    Ich denke, wir kommen gewaltig ab... Ich bin seit zig Jahren selbständig mit derzeit 25 Angestellten. Da MUSS ich betriebswirtschaftlich denken, schließlich bringen Visionen ohne betriebswirtschaftlichen Erfolg nur rote Zahlen und damit im schlimmsten Fall die Extistenzgefährung der ganzen Firma. Volkswirtschaft ist für den Betriebswirtschaftler Luxus. Wäre er das nicht, müsste man z.B. dutzendfach über Bedarf Leute ausbilden... Das Problem ist, dass man von Sozialstaatsromatik und Vorausschau am Monatsende keinen bezahlen kann.


    Das Ganze kannst du wegen meiner Betriebsblindheit, Profitgier oder sonstwie nenen. Ich nenne es Überlebenskampf.


    Einerseits möchtest du den BWLern die BWL abgewöhnen, andererseits möchte aber sicher auch T-Tommy jeden Monat regelmäßig, pünktlich und in voller Höhe sein Geld. Da stehen sich zwei Sachsen gegenüber, die sehr sehr schwer vereinbar sind. Schließlich ist die Masse der in der Volkswirtschaft Tätigen nicht in der komfortablen lage sein Geld nach Bedarf drucken zu können...


    Wer verteilen will, muss VORHER erarbeiten. Vergisst man das, hat man ganz schnell eine BRD mit einer Staatsverschuldung inkl. Anwartschaften aus Renten etc. von > 5 Billionen € und 5 Billionen durch in 2020 bestenfalls 70 Mio Köpfe = 71000 € macht dann etwa 3550 € Zinden p.a. sofern wir ein Ratung von mindestens B+ halten können.

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  • Zitat

    Original geschrieben von HoldaT
    Aber wenn man die Sache betriebswirtschaftlich sieht, gibt es nur hopp oder topp, dazwischen ist nichts...


    Die werden schon Rentabilitätsberechnungen gemacht haben, nicht umsonst beschränkt man sich auf 50 Städte.


    naja bei den telekomikern und bei dem herrn eick wäre ich mir da nicht so sicher.
    der mann gehört ausgewechselt. verstehe nicht warum man an ihm festhält.

  • Ich denke mal, dass ich mit meinen "Unterstellungen" gar nicht sooo falsch gelegen haben kann bzw. liege:


    http://ftd.de/technik/it_telekommunikation/158358.html


    Dort arbeitet Obermann klar heraus, dass die Personalkosten deutlichst über denen der Wettbewerber liegen und bei 25 % Anteil der Personalkosten an den Gesamtkosten dringend Handlungsbedarf besteht. Da bin ich ja mal ganz verspannt, da ja ganz viele Angestellte auch hier bei TT davon ausgehen, bei Kosten und Produktivität bereits am Limit zu sein... Entweder es geschehen Wunder oder die Telekom wird hinweggeweht bzw. zerlegt und danach geschehen Wunder.


    Der Obermann MUSS anscheinend zwangsweise die Dividende löhnen, da ansonsten Blackstone wahrscheinlich schon jetzt nicht mehr ruhig bliebe. Mit der Dividende können die zumindest kreditierte Anteile halbwegs gegenfinanzieren. Im Gegensatz zur Telekom als immer noch vergleichsweise überheblichem Konzern scheint Blackstone seinen Anteilseignern jedenfalls rechenschaftspflichtig zu sein... (Die Telekom iste s eigentlich auch, wenn man das Aktiengesetz genauer liest, aber Staatskonzerne halten es damit nicht sooo genau. Dort versteht man sich eher noch als Beschäftigungsgesellschaft mit volkswirtschaftlichem Auftrag... siehe auch Volkswagen oder RAG)

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  • nur eine kurze Anmerkung: ich glaube kaum, dass ein Telekommunikationsunternehmen mit Preisen konkurrieren kann, die jemand errechnet, wenn sich x Parteien über Grundstücksgrenzen hinweg einen DSL-/telefonanschluss teilen.
    Da kann die verlegte Leitung alt sein wie sie will, wenn man ein Mindestmaß an Zuverlässigkeit und Service erwartet, dann sollte man auch bereit sein, dafür zu bezahlen.
    Ich glaube nicht, dass man das für 3-5 EUR im Monat anbieten kann, ohne Verlust zu machen.
    Und auf 4 Wochen Wartezeit, wenn etwas nicht geht, haben die meisten auch keine Lust. Vielleicht kommt das ja mal, der Telefonanschluss-Kassenpatient-Tarif - Leitung tot, nächster Servicetermin in 6 Wochen ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von raichlerockt
    nur eine kurze Anmerkung: ich glaube kaum, dass ein Telekommunikationsunternehmen mit Preisen konkurrieren kann, die jemand errechnet, wenn sich x Parteien über Grundstücksgrenzen hinweg einen DSL-/telefonanschluss teilen.
    Da kann die verlegte Leitung alt sein wie sie will, wenn man ein Mindestmaß an Zuverlässigkeit und Service erwartet, dann sollte man auch bereit sein, dafür zu bezahlen.
    Ich glaube nicht, dass man das für 3-5 EUR im Monat anbieten kann, ohne Verlust zu machen.
    Und auf 4 Wochen Wartezeit, wenn etwas nicht geht, haben die meisten auch keine Lust. Vielleicht kommt das ja mal, der Telefonanschluss-Kassenpatient-Tarif - Leitung tot, nächster Servicetermin in 6 Wochen ;)


    Irgendwie habe ich einen :apaul: oder du hast was falsch verstanden... Die Pressemitteilung zu den zu hohen Personlakosten war nicht von mir sondern von Herrn Obermann! Alles klar?!


    Es geht doch nicht um 3 - 5 € im Monat sondern darum, dass Festnetz + DSL derzeit locker 50 € kosten (16 € + 24 € + 10 € + Telefonate), es die Wettbewerber aber durchaus preiswerter können. Dieses Problem scheint dem Herrn Obermann unter den Nägeln zu brennen.


    Wenn die Telekom 25 % Personalkosten hat, der Wettbewerb (KPN, Telefonica etc.) aber "nur" < 15 %, dann sind da 10 % Potential... Man kann aber auch verschiedene Landesgesellschaften innerhalb der Telekom herauspicken und erkennen, dass z.B. in den USA deutlich mehr Umsatz pro Mitarbeiter gemacht wird, als bei T-Mobile D. Nun kommen sicher wieder ein paar Zwischenrufe zur sozialen Marktwirtschaft und das man deutsche Äpfel mit amerikanischen Birnen gar nicht vergleichen kann...

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  • HoldaT:
    naja, ich bezog mich auf die Aussage "Warum soll man denn pro Haushalt und Monat > 30 € investieren, wenn es auch für < 3 € geht." und die kam nicht wirklich von Herrn Obermann, oder? ;)


    Und mit so einer Rechnung kann auch Herr Obermann nicht konkurrieren, selbst wenn er sein gesamtes Personal entlässt.
    Vermutlich habe ich das aber nur falsch verstanden.


    Dass die DTAG im Vergleich zu Konkurrenten noch Einsparungspotiential hat und die aktuelle Preisgestaltung nicht mehr ganz marktgerecht ist, stelle ich nicht in Frage.

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