G8-Gipfel: Straßenschlachten in Rostock - Was passiert mit Eigentum ?

  • Für alle die die Mainstream-Meinung vertreten, dass die Polizei alles richtig gemacht und eine Deeskalationsstrategie gefahren hat, hier ein Interview des Deutschlandfunks mit einem Polizeipsychologen:


    http://www.dradio.de/dkultur/s…n/kulturinterview/631797/


    Auszüge daraus:


    "Und die Polizei reagierte sehr schnell auf Sachbeschädigung mit Körperverletzung. Und ich denke, da ist irgendwo ein Damm gebrochen, der jetzt natürlich nur sehr schwer wieder zu flicken ist."


    "da ist doch sehr vieles passiert, was man unter Polizeibeamten als unverhältnismäßige Reaktion bezeichnen würde."


    "Es ist eigentlich in Rostock alles lehrbuchgerecht so gemacht worden, wie es nicht sein soll."


    Er beschreibt es eigentlich ziemlich genau so, wie ich vor Ort auch den Eindruck hatte. Lasst euch nicht von den Mainstream-Medien blenden!

  • ChickenHawk:


    Wie gut, dass du die Weisheit mit Löffeln zu dir nimmst. Gut auch, dass du alle Abkommen kennst. Jetzt erklär doch mal, warum aus Europa trotzdem Nahrungsmittel quer über den Globus transportiert werden, um in Entwicklungsländern zu landen und dort die lokalen Anbauer in den Ruin zu treiben. Warum Europa und die USA ihre Landwirtschaft weiterhin massivst subventionieren. Warum Weltbank, IWF & Co. die Gewährung weiterer Kredite an so rigorose Privatisierungsmaßnahmen knüpfen, dass die Bude wackelt. Na?

  • Zitat

    Original geschrieben von oleR
    ChickenHawk:


    Wie gut, dass du die Weisheit mit Löffeln zu dir nimmst. Gut auch, dass du alle Abkommen kennst. Jetzt erklär doch mal, warum aus Europa trotzdem Nahrungsmittel quer über den Globus transportiert werden, um in Entwicklungsländern zu landen und dort die lokalen Anbauer in den Ruin zu treiben. Warum Europa und die USA ihre Landwirtschaft weiterhin massivst subventionieren. Warum Weltbank, IWF & Co. die Gewährung weiterer Kredite an so rigorose Privatisierungsmaßnahmen knüpfen, dass die Bude wackelt. Na?



    Das Phänomen landwirtschaftliche Erzeugnisse durch die Welt zu schiffen, kann überhaupt nicht das Problem sein, sofern dadurch Hunger zu stillen wäre. Nicht ökonomisch betrachtet, wäre sogar das Verfahren, in Zonen mit gemäßigtem Klima ohne große Zusatzaufwendungen Nahrungsmittel effektiv zu produzieren und diese über die Welt zu verteilen der effektivste Weg, und dies sogar ökologisch gesehen. Warum muß in einer Zone mit unverhältnismäßig großen Aufwand wie Bewässerung und schlechter aggratechnischer Bodenbeschaffenheit dieses bewerkstelligt werden? Wohlgemerkt nicht ökonomisch gesehen, aber leider befindet sich der Mensch noch in der Geißel der Kapitalströme.



    Es wäre sogar theoretisch möglich, ein ähnlichen Lebensstandard wie in Westeuropa weltweit zu führen, und dies nur bei einer theoretischen Arbeitsleistung einen jeden Menschen von ca. 8,5 h/Woche, abgesehen von der Rohstofffrage. Denn soweit ist die durchschnittliche Produktivität fortgeschritten. Normal sollte jeder einzelne der Spezies Homo Sapiens Sapiens doch froh darüber sein, wenn er durch 8,5 h Arbeit pro Woche relativ sorglos Leben könnte. Leider schließt diese Therorie nicht einen stetigen Fortschritt, und auch das Streben eines jeden Individums nach dem persöhnlichen Mehr mit ein. Daher bleibt es bis auf weiteres bei der Kapitalverrechnung von Leistungen.


    Ökologisch ist so sowieso nichts zu machen, da wird es immer bei hohlen Bekenntnissen bleiben, solange die Ökonomie so bleibt wie sie ist, und ich sehe für unser Raumschiff für die Zukunft sehr schwarz.


    Ein Löwenrudel teilt sich wenn es zu groß wird. Nur wo sollen wir hin bei dem technologischen Wissen von heute, auf den Mars? Daher sollten wir uns vielleicht nicht das Löwenrudel, sondern lieber einen Ameisenstaat als biologischen Beispiel für unsere Zukunft wählen.


    Da wollen sich die gewählten Hohlköpfe ( leider mit qantitativ steigender Tendenz) treffen um zu Debattieren, Verzeihung, sich über das wehrte Wohlbefinden des Gatten auszutauschen, und die wählenden Hohlköpfe habe nichts besseres zu tun, als die gewählten Hohlköpfe von dem Treffen durch Sitzblokaden abhalten zu wollen. Die gewählten Volksvertreter, sofern Sie es denn sind, sollten in Heiligendamm solange eingekesselt werden, und zwar ohne Ihre nicht gewählten Berater, bis Sie sich über das Wohlbefinden Ihrer Gatten ausgetauscht, aber auch im Namen der 8 wirtschaftlich führenden Nationen ein nachhaltiges Zukunftsbild gezeichnet haben, und nicht davon abgehalten! Nicht das mich jetzt jemand falsch versteht, Sie dürfen sich ruhig über das Wohlbefinden Ihrer Gatten austauschen, und auch das Damenprogramm bzw. jetzt teilweise Herrenprogramm ist nicht hochgenug einzuschätzen. Denn in der heutigen Zeit wird der direkte menschliche Umgang oftmals vegessen. Ich fliege auch lieber nach London und spreche mit meinem gegenüber Auge in Auge als via Video Meeting zu kommunizieren.



    Leider findet eines bei der G8 Diskussion viel zu wenig Beachtung. Und zwar das sich das Rudel HomoSapiensSapiens durch das Wirken des Herrn Putin sowie Bush zuzeit wieder auf dem Weg hinein zu einer Blockbildung befindet, und schuld daran ist nur der Kampf um das AlphaMännchen bzw. AlphaWeibchen. Naja vielleicht liegt die Lösung ja darin, dass sich das Rudel während dieses Kampfes wieder selbst dezimiert. In Afrika dürfte dann übrigens dann das Paradies zu finden sein.



    Siemensanier (der einzige Hohlkopf)


    oleR: Glaubst du wirklich an die Mär der Hilfe zur Selbsthilfe?

  • Woran ich auf jeden Fall glaube ist, dass auch "die G8-Gipfel" seit Jahr und Tag versprechen, die Situation in Afrika zu ändern. Und hinterher selbst konkrete Versprechen nicht (!) gehalten werden, jedenfalls, glaubt man z.B. dem Monitor-Beitrag, der Donnerstag lief. Effektiv gelingt es den größten Industriemächten der Welt seit Jahrzehnten nicht, die Situation der Menschen dort durch geeignete Maßnahmen zu verbessern. Und ja, wenn die G8 den Anspruch haben, das zu schaffen (was offensichtlich so ist), läuft gewaltig etwas schief.


    Und für mich klingt es plausibel, dass einheimische Bauern kaum eine Chance haben, wenn der Agrarmarkt von den Industrieländern A im eigenen Gebiet so subventioniert wird und B diese Subventionierung so stark ist, dass es eben wie gesagt anscheinend billiger ist, das Zeugs einmal quer über den Globus zu schippern, anstatt vor Ort anzubauen. Und das soll selbst dort gelten, wo klimatisch die Bedingungen gut sind.

  • Zitat

    Original geschrieben von oleR
    Wie gut, dass du die Weisheit mit Löffeln zu dir nimmst. Gut auch, dass du alle Abkommen kennst. Jetzt erklär doch mal, warum aus Europa trotzdem Nahrungsmittel quer über den Globus transportiert werden, um in Entwicklungsländern zu landen und dort die lokalen Anbauer in den Ruin zu treiben. Warum Europa und die USA ihre Landwirtschaft weiterhin massivst subventionieren. Warum Weltbank, IWF & Co. die Gewährung weiterer Kredite an so rigorose Privatisierungsmaßnahmen knüpfen, dass die Bude wackelt. Na?


    Jeden Morgen wieder und zwar mit dem großen Löffel, das bitte nicht vergessen!


    Und ich brauche eigentlich nichts zu erklären, mal abgesehen davon dass es hierfür bessere Möglichkeiten gibt sich zu informieren, empfehlenswert wäre z.B. mal der Besuch einiger Vorlesungen zum Thema "Volks- und Weltwirtschaft".
    (Sich) erklären muss derjenige der Forderungen stellt, hier also die Globalisierungskritiker. In diesem Falle sollten die Argumente aber sachlich und belegbar sein.


    Mit Parolen wie dieser:

    Zitat

    Oder das Zerstören dortiger Strukturen durch den zwangsweisen Wegfall von Importzöllen (auf Druck der Industrieländer)


    zeigt sich für mich aber, dass die Diskussion alles andere als sachlich sondern äußerst polemisch geführt wird, und dann auch noch mit Argumenten die so schlicht einfach falsch sind, bzw. nicht den Tatsachen entsprechen.


    Das Hauptproblem in meinen Augen bei den Kritikern ist:
    Selbst wenn sie mal ein Thema ausgeraben haben bei der sie auf der Sachebene evtl. sogar mal recht haben könnten disqualifizieren sie sich durch die Art und Weise wie sie "argumentieren" sofort immer selbst.


    Ein Dialog besteht auch darin, dass man sich auch andere Meinungen mal anhört und nicht gleich niederschreit. Für viele Attacvertreter ist jeder der nicht der von ihnen vorgegebene Linie bedingslos folgt ein schlechter Mensch, egal ob die eigene Argumentation nun auf festen Boden steht oder nur ein Strohfeuer ist.

  • Zitat

    Original geschrieben von Aronia
    Für alle die die Mainstream-Meinung vertreten, dass die Polizei alles richtig gemacht und eine Deeskalationsstrategie gefahren hat, hier ein Interview des Deutschlandfunks mit einem Polizeipsychologen:


    War dieser Polizeipsychologe in Rostock? Oder kennt er das alles nur aus den Medien?

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Jetzt bekämpfen die Krawallos schon Ihre eigenen Medien:


    Quelle: Spiegel Online


    Am Rande der Migrations-Demonstration am Montag ist die linksalternative Tageszeitung "taz" Opfer einiger Protestler geworden. Nacheinander beschimpften mehrere Demonstranten Mitarbeiter eines "taz"-Infostands auf dem Gelände des Stadthafens, dann kippten sie den Stand um. "Ich vermute, dass hat mit der kritischen Berichterstattung über die Vorfälle am Samstag zu tun", sagte "taz"-Redakteur Malte Kreutzfeldt. Die Zeitung hatte kommentiert, Krawallmacher hätten nichts bei der Demonstration zu suchen gehabt.

    "Jeder, der wie ich ein fanatischer Liebhaber der Kleinelektronik ist, weiß, dass man Geräte alle paar Wochen wechseln muss, will man den Zustand tiefer Befriedigung erhalten, den diese Objekte in frischem Zustand erzeugen." Dieter Nuhr - wie recht er doch hat!!

  • Zitat

    Original geschrieben von oleR
    Woran ich auf jeden Fall glaube ist, dass auch "die G8-Gipfel" seit Jahr und Tag versprechen, die Situation in Afrika zu ändern. Und hinterher selbst konkrete Versprechen nicht (!) gehalten werden, jedenfalls, glaubt man z.B. dem Monitor-Beitrag, der Donnerstag lief. Effektiv gelingt es den größten Industriemächten der Welt seit Jahrzehnten nicht, die Situation der Menschen dort durch geeignete Maßnahmen zu verbessern. Und ja, wenn die G8 den Anspruch haben, das zu schaffen (was offensichtlich so ist), läuft gewaltig etwas schief.


    Und für mich klingt es plausibel, dass einheimische Bauern kaum eine Chance haben, wenn der Agrarmarkt von den Industrieländern A im eigenen Gebiet so subventioniert wird und B diese Subventionierung so stark ist, dass es eben wie gesagt anscheinend billiger ist, das Zeugs einmal quer über den Globus zu schippern, anstatt vor Ort anzubauen. Und das soll selbst dort gelten, wo klimatisch die Bedingungen gut sind.



    Es gibt da aber noch ein Problem, und ja ich werde hier jetzt politisch unkorrekt es offen hier zu bennen.


    Angenommen, es wird durch Hilfe zur Selbsthilfe geschafft, vor Ort den Lebensstandard auf eine Stufe der freien Entscheidungsfindung zu bringen. So wird es mit der nächsten Generation ein massives Problem geben, denn Ihnen reicht nicht mehr der zum Überleben notwendige Ackerbau aus, sondern Sie werden vielleicht in die Lage versetzt Ihren Marsch in das "Paradies" zu beginnen, arme Wohlstandsaußengrenzen. In Europa konnte in der jüngsten Vergangenheit eine solche Tendenz schon einmal dadurch verhindert werden, schnellst möglich eine EU Osterweiterung zu betreiben. Die Krux wäre also den Lebensstandard quasi von Heute auf Morgen anzupassen.


    Was die Konzerne angeht, so ist doch sowieso klar, dass das System krankt. Wenn mir ein Humangenetiker erläutert: Es gebe einen vielversprechenden Forschungsansatz, er diesen aber wegen eines bestehenden Patentes nicht weiter verfolgen kann. Und dieses Patent einzig dem Zweck dient ein bestehenden Wertschöpfungsprozess abzusichen und Innovationen zu verhindern, so spricht dieses wohl für sich.


    Die globale Resourcenfrage wäre übrigens auch keine. Ist es nötig um mal das Beispiel Telekommunikation aufzugreifen, vier Netzte zu betreiben, wenn nicht der marktwirtschaftliche Wettbewerb bestehen würde? Nein ich spreche jetzt nicht von Planwirtschaft, sondern von Qualitätswirtschaft! Es wäre wesentlich sinniger ein Netz mit der jeweils besten Qualität im Verhältnis zum Aufwand zu betreiben. Es könnten so unmengen von Resourcen eingespart werden und dieses nicht nur im TK Sektor. Die Planwirtschaft ist übrigens auch daran gescheitert, dass sie mit Karteikarten und Schreibmaschiene verwaltet wurde. Was ungefähr so ist, eine Gleichung 10. Grades mit Bleistift und Papier zu lösen, theoretisch möglich aber praktisch viel zu uneffektiv.


    Wir gelangen an einen Punkt, an dem die bestehende Marktwirtschaft Entwicklungen nicht mehr weiter in dem Maße fördert wie es für das notwendige Wachstum von Nöten wäre, sondern in vielen Bereichen sogar ausbremst. Die Marktwirtschaft benötigt im Prinzip ein antreibendens Element, was ja in der Vergangenheit der pseudo Sozialismus im Ostblock war. Denn nur dieser bewirkte stetig den Drang in westlichen Staaten durch staatliche Maßnahmen Innovationen hervorzubringen.


    Lösung kann nur ein vollkommendes Umdenken sein. Solange in jedem Bereich der Politik Geld die Hauptrolle spielt, verändert sich gar nichts!



    Siemensanier

  • Zitat

    Original geschrieben von oleR
    taz = Krawallmedium? Alles klar...


    Die Krawallos von Rostock sind dem linken Spektrum zuzurechnen. Die TAZ ist linksalternativ. Folge: Die TAZ ist ein Medium dieser Sparte.


    Diese einfache Rechnung wird ja gerne im umgekehrten Falle von den Linken bezüglich Konservativer Medien und Rechten aufgemacht. Jetzt ist es eben mal anders rum... :D

    "Jeder, der wie ich ein fanatischer Liebhaber der Kleinelektronik ist, weiß, dass man Geräte alle paar Wochen wechseln muss, will man den Zustand tiefer Befriedigung erhalten, den diese Objekte in frischem Zustand erzeugen." Dieter Nuhr - wie recht er doch hat!!

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