Kannibale: "Ich habe im Garten Rippchen gegrillt!"

  • Re: Kannibalismus oder: Ich verzehre mich nach dir...


    Zitat

    Original geschrieben von Chevygnon
    Hat ja gedauert bis sich jemand getraut hat, das Thema hier anzusprechen.
    Aber nur den Text hier reinzustellen ist irgendwie auch etwas..nunja...sinnlos oder? :rolleyes:





    Sorry, aber ich denke, wer sich das Thema reinziehen will, findet genug im Netz...
    Die fette Headline, welche misk's Thread eröffnet, ist mir zu "Bild"mäßig...
    Ich finde es mehr als sinnlos, diesen Text unkommentiert hier reinzustellen...
    :(


    Der Norbert

    Alles wird gut.

  • Da kann auch ich nur zustimmen.


    Besser als wenn jemand seine dahingehenden Neigungen dadurch befriedigt, in dem er wahllos irgendwelche Menschen umbringt. Da finde ich die Tat des "Washington-Snipers" wesentlich schlimmer.


    Mal abgesehen davon, dass auch eine Tötung auf Verlangen illegal ist, ist dies eine höchst interessante Fragestellung in wie weit man dieses Verhalten als unmoralisch bezeichnen kann. Schließlich ist hier offenbar nichts gegen den Willen "des Opfers" geschehen.


    Ist vielleicht ein schwacher Vergleich, aber es gibt ja auch Sexpraktiken die einige als "pervers" bezeichnen aber andere widerum als extrem befriedigend empfinden und von vielen toleriert werden.

    Lieber Fernsehsüchtig als Radioaktiv!

  • Vor allem wie wollen die den denn verurteilen ?


    Mord?. Glaube ich nicht. Das war ja im gegenseitigem einvernehmen.
    Beihilfe zum Tod ?.


    Ehrlich gesagt ist das was passiert ist viel zu abscheulich um da frei von Emotionen sich das reinzuziehen.


    Die Welt wird immer kränker ! :(

    Gruß
    vom Stefan


    -Wer einmal in Fürth war, der findet es überall auf der Welt schön-

  • Tötung auf Verlangen


    Hi!


    Ich kann nur sagen, dass mir allein bei dem Gedanken nur schlecht wird, der Artikel der hier von misk reingesetzt wurde, hat nicht mehr als Bild-Niveau, was vor allem an der Darstellung mit dem 14-jährigen Jungen deutlich wird.


    Ich fände es wirklich sehr erschreckend, wenn Armin M. nur für Tötung auf Verlangen angeklagt wird, ausserdem ist es bei Tötung auf Verlangen wichtig, dass die Initiative vom später Getöteten ausgeht. Das ist hier aber nicht der Fall, denn Armin M. hat ja die Anzeige geschaltet und damit war er ja quasi der Initiator.


    Was für mich nicht ersichtlich ist ist, wieso Kannibalismus in Deutschland nicht unter Strafe steht, aber vielleicht tut sich da ja noch was.


    censtar

  • Da kann ich mich censtar nur anschließen.
    Wie soll man das Bestrafen? Nur als Tötung auf Verlangen? ich kenne jetzt den Strafrahmen für Tötung auf verlangen nicht, aber das ist sicher weniger als für Mord. Also wird er in diesem Fall sicher nicht Lebenslänglich bekommen. Aber was passiert wenn der wieder rauskommt? Oder stellen wir uns den Aufschrei in der Bevölkerung und besonders in der Bildzeitung vor, wenn der nur 10 oder 15 Jahre bekommt.
    Für den Kannibalismus kann man den nicht bestrafen. Selbst wenn Kannibalismus jetzt strafbar würde, könnte man den nicht rückwirkend für etwas bestrafen was zwar jetzt strafbar ist, aber eben zum Tatzeitpunkt noch nicht war. Oder täusche ich mich da?


    Kann man den zur Lebenslänglichen einweisung in die Psychatrie verurteilen? Auch wenn lebenslänglich bei tötung auf verlangen nicht vorgesehen ist?


    Den Richter der diese Entscheidung treffen muß, beneide ich wirklich nicht. Wenn ich schon als juristischer Totallaie so ins rotieren komme, wie werden da erst die echten Anwälte und Richter schwitzen.


    Aber kommen wir doch nochmal schnel zur Menschlichen Komponente:


    Ich persöhnlich bin geschockt. Wie kann einer im Kopf so krank sein? Ob diese Aussage daß es in De noch etwa 800 Kannibalen gäbe so übernehmen kann? Ich vermute zwar auch, daß es vielleicht noch weitere solche Menschen gibt, aber in der Anzahl? Da hat der sich doch etwas vertan. Glaube ich jedenfalls.

    **** Commodore 64 Basic V2 ****
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    READY.

  • Tötung auf Verlangen oder: Wie du mir, so ich dir...


    Zitat

    Original geschrieben von censtar
    Ich fände es wirklich sehr erschreckend, wenn Armin M. nur für Tötung auf Verlangen angeklagt wird, ausserdem ist es bei Tötung auf Verlangen wichtig, dass die Initiative vom später Getöteten ausgeht. Das ist hier aber nicht der Fall, denn Armin M. hat ja die Anzeige geschaltet und damit war er ja quasi der Initiator.


    Warum würdest du es erschreckend finden?
    Es wurde niemand zu irgendetwas gezwungen, vielmehr fand das Ganze mit beiderseitigem Einverständnis statt.
    Das 'Opfer' hat sogar nach dem "Vorspiel" gesagt, er hätte Angst, weshalb der 'Täter' ihn dann wieder zum Bahnhof gebracht hat. Dort aber überlegte es sich das Opfer anders und gemeinsam fuhren sie wieder in das Haus zurück.
    Es war somit komplett freiwillig.
    Was die Initiative angeht: Armin M. hat die Anzeige geschaltet, korrekt. Aber genauso hat der Getötete die Initiative ergriffen, und auf diese Anzeige geantwortet.
    Es gibt dabei keinen Alleinschuldigen, sofern dieser Begriff überhaupt passend ist.

    Zitat

    Was für mich nicht ersichtlich ist ist, wieso Kannibalismus in Deutschland nicht unter Strafe steht, aber vielleicht tut sich da ja noch was.


    Diese ganze Diskussion basiert doch (wenigstens meines Erachtens) darauf, dass wir die Tat nicht verstehen, nicht begreifen.
    Und was wir nicht verstehen, macht uns oftmals Angst und wir verurteilen sowas, wir bezeichnen es als pervers, abartig, krank, widerlich,...
    Wir können uns weder vorstellen, einen Menschen zu töten, noch ihn zu essen.
    Wir können uns genausowenig auch vorstellen, warum jemand auf diese Art und Weise sterben möchte.
    Das gibt uns aber nicht das Recht, soetwas gleich einem heimtückischen tatsächlichen Morde gleichzustellen, denn das ist es nunmal nicht.


    Ich wüsste auch nicht, warum man soetwas unter Strafe stellen sollte, und genausowenig, wie man es dann bestrafen sollte.
    Zum einen ist die Anzahl potentieller Kannibalen viel zu gering, um deswegen neue Gesetze zu erlassen. (auch wenn das sehr surreal klingen mag)
    Zudem, Gesetze würden nichts bewirken.
    Solange es Menschen gibt, die derart veranlagt sind (und damit meine ich auch solche wie den Getöteten) werden Gesetze nichts verhindern können.
    Alles, was nicht freiwillig passiert, ist ohnehin dann entsprechend strafbar.
    Und wie sollte eine "gerechte" Strafe deiner Meinung nach aussehen?
    Das einzige was in solchen Fällen wohl einigermaßen sinnvoll erscheinen dürfte, ist umfassende ärztliche Behandlung. Aber in solchen Fällen halte ich selbst das für relativ aussichtslos.
    Und ich muss dazu sagen, ich halte Armin M. für "harmloser" als Leute, die ohne Vorwarnung und aus ernsthaft niederen Beweggründen töten.
    Zudem stellt er nach der bisherigen Sachlage keine ernsthafte Gefahr für die Allgemeinheit dar.


    Wie gesagt, es ist ein verdammt schwieriges Thema....


  • Gegenseitiges Einvernehmen?Das glaube ich nicht so ganz.Jungs bitte...wer von Euch lässt sich freiwillig seinen Schwanz...äh..sorry...bestes Stück abschneiden?
    Irgendwie ist mir das Suspekt.


    Bye,
    der sein "Ding" noch braucht.

    "Ich bin wie ich will und ich rede wie ich will. Wer das nicht kapiert, kann mich mal am Arsch lecken."

  • Re: Tötung auf Verlangen


    Zitat

    Original geschrieben von censtar
    Hi!



    Ich fände es wirklich sehr erschreckend, wenn Armin M. nur für Tötung auf Verlangen angeklagt wird, ausserdem ist es bei Tötung auf Verlangen wichtig, dass die Initiative vom später Getöteten ausgeht. Das ist hier aber nicht der Fall, denn Armin M. hat ja die Anzeige geschaltet und damit war er ja quasi der Initiator.


    Ich glaube hier ist eigentlich niemand zu Schaden gekommen.


    Wir haben halt ein Riesenproblem wenn sich unserer Phantasie die Tat abspielt.


    Bei mir wird da auch jede Denkblockade durchbrochen.


    Aber nüchtern betrachtet, und wenn das so stimmt, wollten das beide.

    Was nicht auf Wahrheit aufgebaut ist, kann sich nur durch Gewalt und Tücke aufrecht erhalten.
    Henri Barbusse *1873

  • Zitat

    Original geschrieben von Trauma
    ...Jungs bitte...wer von Euch lässt sich freiwillig seinen Schwanz...äh..sorry...bestes Stück abschneiden?
    ...


    Du nicht und ich auch nicht. Aber das "Opfer" wollte es ja so haben. Auf die verschiedenen "Zubereitungsmethoden", die in diesem Fall ausprobiert wurden, muß man nicht näher eingehen.


    Hier hat ein kranker Geist einen anderen kranken Geist getroffen und beide haben in gegenseitigem Einvernehmen ihre Lust befriedigt.


    Die Tötung eines Menschen ist zweifellos eine strafrechtlich relevante Frage. Wie es allerdings mit dem anschließenden Verzehr aussieht, ist schon schwieriger einzuordnen. Ich würde das eher vom Strafrecht weg und hin zu ethisch-moralischen Gesichtspunkten bewegen.


    Kannibalismus rundweg zu verteufeln, bringt trotz aller Vorstellungs- und Verständnisschwierigkeiten wenig. Man erinnere sich nur an Notsituationen, wie z.B. im letzten Weltkrieg oder nach Flugzeugabstürzen in unwegsamem Gelände, wo man schon von einigen Fällen von Kannibalismus gehört hat.


    Hat zwar jetzt mit dem aktuellen Fall ziemlich wenig zu tun, aber man muß das Ganze ein bisserl relativieren. Man ist schnell verleitet, eigene Normen, Wert- und Moralvorstellungen als den Normalfall zu unterstellen. Solange es Menschen gibt, gibt es auch die verrücktesten Neigungen.


    So grausam sich die Details auch lesen, mich läßt der Fall einigermaßen kalt. Ein durchgeknallter Massenmörder, der wahllos tötet, würde mich mehr erschaudern lassen.

    Man muss nicht wahnsinnig sein, um hier zu posten. Aber es hilft...

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