Hier geht ja wirklich alles durcheinander
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Was denn nu? Ausländische und teil-ausländische Jugendliche oder Familienwerte?
Zwar stimmt es, dass es immer mehr Patchworkfamilien gibt (der Wert der Individualität und der persönlichen Glücksmaximierung wird eben höher bemessen als das sich unterordnende zwanghafte Zusammenbleiben) und dass in immer mehr Familien mit Kind beide Elternteile arbeiten (was überall in Europa völlig normal ist und dort offensichtlich gut geht, nur eben in Deutschland seit Luther bis zur heutigen Herdprämienanhängerschaft nicht...).
Jetzt müsste man eben mal gucken, ob durchschnittlich mehr Patchwork- und double-income- Jugendliche aller Schichten strafauffällig werden, oder ob das nicht vielmehr am sozialen Herkunftsmilieu liegt. Ich vermute nämlich: zunächst mal entscheidet das Milieu ob aus den kids was wird oder nicht und wenn dann noch "schwierige" Familienverhältnisse dazukommen, wird es noch schlimmer. Da werden nämlich kaum Werte vermittelt und dank dem starken Zusammenhang in Deutschland zwischen "wo Du herkommst wirst Du auch in der Zukunft landen" haben diese Jugendlichen kaum Chancen. Klar - da sind sie zu nem Teil auch selbst für verantwortlich, nur sorgt unsere Gesellschaft eben auch dafür, dass es so bleibt. Wie gesagt: Geld wäre genügend da, nur wird es an anderer Stelle ausgegeben. Wie viele Jungendeinrichtungen haben denn in Hessen dank der Politik von Herrn Koch dicht gemacht?
Gleiches gilt für Erzieherinnen und die ganze Sparte: beschissen bezahlt, sozial wenig anerkannt. Und die haben wenigstens ne Ausbildung was die Fragen rund um die Kindererziehung angeht, während Eltern da anfangs überhaupt keine Ahnung über den Zeugungsakt hinausgehend haben
Die machen das per trial-and-error, wobei sich die Männer vermehrt in die Arbeit stürzen, weil sie offensichtlich zwar Bock auf ihr Kind haben, aber nicht auf die mehr anfallende Hausarbeit und der beste Ausweg ist, im Job mehr zu tun zu haben (da gibt's nämlich Anerkennung von Kollegen und Cheffe für). Dass Erzieherinnen da auch einen guten oder gar teilweise besseren Job machen ist natürlich ein Tabu, zumal wo wir doch mehrheitlich der Meinung anhängen, dass nur die biologische Mutter dem Kind bis es 18 ist wirklich gut tut...