Einzelner Mitarbeiter bei der Société Générale verzockt 4,9 Mrd. € !

  • Das ist ja wohl die unfassbarste Meldung seit langem: http://www.sueddeutsche.de/,tt…anzen/artikel/571/154174/


    Hat der sich rein rechtlich überhaupt strafbar gemacht oder läuft das unter "Passiert halt mal"? Wer hätte gedacht das ein Einzelner unbemerkt fast den ganzen Jahresgewinn einer Weltbank verzocken kann? Bin ja mal gespannt ob wir den Typen bald zu Gesicht bekommen, die Verleger werden Schlange stehen für diese Geschichte! Wäre gerne am Tisch vom Chef gestanden als er das erfahren hat! :eek: :D

    Android hat mich eine vierstellige Summe gekostet. Never again!

  • Einfach nur zu geil!! Und keiner will was bemerkt haben..... Mich würd interessieren Wie er das gemacht hat. Ne einzelne Order in dem Volumen kann das ja fast nich gewesen sein.. Und warum hat er das überhaupt gemacht? Noch bisschen was auf die Bermudas umgeleitet?!...... ;)

  • Einfach gezockt.


    "Bouton teilte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mit, der verantwortliche Händler sei etwa 30 Jahre alt. Er sei kein Starspekulant gewesen, sondern habe unspektakuläre Kursabsicherungen betrieben. "Wir spekulieren hier nicht", sagte Bouton.


    Der Mann hatte viele kleine Geschäfte auf europäische Aktienindizes mit Futures absichern sollen. "Das war ein Trader, der mit kleinen Positionen umging", sagte Bouton. Er habe weniger als 5000 Euro verdient. Auf die Frage, ob der Händler auch hohe Prämien kassiert habe, sagte Bouton: "Er hat seine Prämie für 2007 noch nicht bekommen und ich glaube auch nicht, dass er sie fordern wird."


    Der Händler hatte bei immer wieder vorkommenden Verlusten nicht verkauft, sondern nur Scheingeschäfte getätigt. Dabei baute sich für die Bank ein immer größeres Verlustrisiko auf. Die Kontrollen umging er geschickt: Der Mann hatte jahrelang in der Kontrollabteilung gearbeitet und kannte die Mechanismen. Dennoch machte er am Ende einen Fehler und wurde entdeckt."


    Quelle: http://www.ftd.de/unternehmen/…%20Milliarden/307488.html



    Au revoir...

    "A day without laughter is a day wasted." - Charlie Chaplin


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  • Aijaijaijai! 5 Milliarden €?


    Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, das ein relativ kleiner Mitarbeiter in einer großen Bank über solch eine riesige Geldsumme verfügen kann. Da wird der arme Mann wohl eher als Sündenbock verwendet, oder?


    Gruß
    Christopher

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  • Also ganz im Ernst: Wenn der Mitarbeiter so klein gewesen sein soll und nur kleinere Geschäffte gemacht hat, WIE ZUM TEUFEL KOMMEN DANN BITTE 5 MILLIARDEN ZU STANDE!?!?!? Des is einfach mal die Summe des BSP von nem kleinen Land irgendwo in Afrika.... Wahrscheinlich liegt da noch viel mehr im argen und die wollen des aber nur langsam durchlassen..... Vor allem über was für nen Zeitraum hat der das gemacht?! Sowas fällt doch nem Rechnungsprüfer auch auf.... Oder war das zufällig seine Frau...... :D

  • "Ein in Paris ansässiger Händler habe unverhältnismäßig riskante Wetten auf Aktienindizes verschleiert. Beim Abbau dieser Positionen hat die Bank einen Milliardenverlust eingefahren.


    Eine genaue Summe nannte die Bank nicht. Allerdings ist davon auszugehen, dass der Betrag in den zweistelligen Milliardenbereich ging. Denn nach der Entdeckung am Wochenende entschloss sich die Bank, sofort reinen Tisch zu machen und die Positionen abzubauen. Das ging aber erst ab Montag, und da stürzten die Aktien auf breiter Front ab. „Pech gehabt“, sagte Bankchef Daniel Bouton in Paris. „Das ist Murphys Gesetz“: Wenn etwas schief läuft, läuft alles schief. Weil die Kurse fielen, summierten sich die Verluste bis Mittwoch auf 4,9 Milliarden Euro.


    Weil die Bank befürchten musste, dass der Markt gegen ihre Positionen wetten würde und damit der Bestand des Instituts in Gefahr geraten könnte, machte sie den Skandal erst nach Abschluss dieser Transaktionen bekannt. „Hätten wir am Montagmorgen gesagt, wie die Lage ist, wären die Verluste zehn Mal so hoch gewesen“, sagt Bouton. „Es war unsere Pflicht, die Risikopositionen so schnell wie möglich glattzustellen.“


    Nach Angaben von Société Générale handelte der mit sogenannten Plain-Vanilla-Futures auf europäische Aktienindizies. Plain-Vanilla-Papiere sind Standard-Optionsscheine, die als eigenständiges Wertpapier gehandelt werden können. Der Händler habe es geschafft, die Positionen durch ein System "komplizierter fiktiver Transaktionen zu verbergen", teilte die Bank mit. Die Verschleierung der Geschäfte sei „extrem ausgefeilt und durchdacht“ gewesen, erklärte Bouton.


    Dafür hatte der Mann, der seit Mitte 2005 als Aktienhändler für die Bank arbeitet, innerhalb des Instituts eine fiktive Firma (!) installiert. Seine Aktivitäten fielen nicht auf, weil er für dieses Unternehmen ein fiktives Orderbuch führte, in dem er Verkäufe und damit entsprechende Gegenpositionen verzeichnete. Den Saldo der Positionen hielt er stets so gering, dass die Kontrollsysteme keinen Alarm schlugen. Zudem passte er seine Positionen ständig an und veränderte sie. Der Schwindel schlug unmittelbar vor dem vergangenen Wochenende auf, weil er einen Fehler machte: Der Händler, ein Mann in den 30ern, schloss eine Position nicht richtig, so dass er sein Limit überschritt und damit eine Meldung auslöste.


    ...


    Dass er so lange unentdeckt bleiben und die Kontrollsystem aushebeln konnte, verdankte der Mann seinem beruflichen Werdegang bei der Société Générale. Dort hatte er im Jahr 2000 nämlich zunächst im Back Office - also der Abteilung, die die Risikopositionen der Banken bewertet und überwacht - begonnen. "In dieser Zeit hat er eine intime und perverse Kenntnis der Kontrollsysteme erlangt", sagte Bouton."



    Quelle: http://www.handelsblatt.com/Ne…kt-ganz-grosses-geld.html



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  • Zitat

    Eine genaue Summe nannte die Bank nicht. Allerdings ist davon auszugehen, dass der Betrag in den zweistelligen Milliardenbereich ging. Denn nach der Entdeckung am Wochenende entschloss sich die Bank, sofort reinen Tisch zu machen und die Positionen abzubauen. Das ging aber erst ab Montag, und da stürzten die Aktien auf breiter Front ab. „Pech gehabt“, sagte Bankchef Daniel Bouton in Paris. „Das ist Murphys Gesetz“: Wenn etwas schief läuft, läuft alles schief. Weil die Kurse fielen, summierten sich die Verluste bis Mittwoch auf 4,9 Milliarden Euro.


    Diesen Teil versteh ich nich ganz. Oben ist von einem 2-stelligen Mrd Betrag die rede, und unten summiert sich das ganze durch den Absturz der Kurse am Montag auf "nur" noch 4,9 Mrd?! Sind oben vielleicht zweistellige Mio. Beträge gemeint?!


    Trotzdem stellt sich für mich immer noch die entscheidende Frage nach dem Warum?.... Spaß an der Freude oder hat er doch was abgezwackt? Und wenns nur 1% Vermittlungsgebühr pro Order an seine fiktive Firma war. Das reicht dann trotzdem noch für n angenehmes Leben....

  • Re: Einzelner Mitarbeiter bei der Société Générale verzockt 4,9 Mrd. € !


    Zitat

    Original geschrieben von Aristide


    Hat der sich rein rechtlich überhaupt strafbar gemacht oder läuft das unter "Passiert halt mal"?


    Natürlich ist das strafbar. Und da wird der entsprechende Staatsanwalt sicher auch gegen vorgehen.


    Natürlich ist das eine unglaublich große Summe. Aber glaubt mir: In kleineren Dimensionen kommen Sachen in der Art in jeder Bank auf der Welt vor.


    -Andi-

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