Bundeswehr: Nach einberufung zur Feuerwehr?

  • Zitat

    Original geschrieben von Grenztruppjäger

    Fraglich ist aus meiner Sicht, ob Landesverteidigung wirklich auch heute eine ungefragte Funktion ist.
    Russland hat seit Herbst wieder rund um die Uhr atomar bewaffnete Langstreckenbomber in der Luft (Kam sogar in der Tagesschau)


    Ich schließe mich Deiner Meinung vorbehaltlos an und sage: Deutschland muss Farbe bekennen und ein Zeichen setzen, wir stationieren den TE in Grenznähe!


    Ein deutliches Signal nach Moskau!


    :D :D

  • Auch wenn ich viele deiner Aussagen ziemlich krass finde, sie aber unter dem Hintergrund das du selbst bei der Bundeswehr arbeitest nachvollziehen kann (vieles ist einfach eine Frage des Blickwinkels) erlaube ich mir zu dieser Aussage eine kritische Frage:


    Zitat

    Original geschrieben von Grenztruppjäger
    KDV ist für Leute die ECHT ein Gewissensproblem damit haben, auf andere Menschen zu schießen (die sie selbst sonst töten würden, und sich lieber von anderen verteidigen lassen


    Wird bei der Bundeswehr gesagt das es ausschließlich um Verteidigung geht? Also quasi ich schieße erst wenn der andere auf mich zielt?
    Ich wäre eher davon ausgegangen das gerade auch in Anbetracht der aktuellen Fragestellung zur Ausweitung der Einsätze in Afghanistan ein Soldat sich nicht nur die Frage stellen muß ob er zum Zwecke des Selbstschutzes sondern eben im speziellen Fall auch aus anderen Gründen auf jemanden schießt.
    Ich freue mich über Aufklärung, gerne auch im Vergleich zu Armeen anderer Länder.

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Kleiner Hinweis: Ich arbeite nicht bei der Bundeswehr.
    Und: Auslandseinsätze, gerade in Afghanistan sehe ich grundsätzlich auch kritisch! Aber die einzelnen Auslandseinsätze jetzt abzuhandeln, ist dann doch zu sehr OT!


    Aber: Kann es nicht auch Sinn machen, sich als Staat, auch als europäischer Staat eine Verteidigungskompetenz erhält - auch über einen hoffentlich mehrhundertjährigen Frieden?

  • Re: Bundeswehr: Nach einberufung zur Feuerwehr?


    Um mal zum Ausgangsposter zurückzukommen. Nun ein Tipp, der zwar nicht ganz astrein ist, da ich die Situation verstehen kann aber legitim sein dürfte.


    Beantrage eine Nachmuster, dies solltest du sehr gut begründen. Sehr erfolgreich ist zum Beispiel eine Story (damit meine ich nichts ganz frei erfundenes) in ein psychisches Problem zu wandeln, irgendwas Schlimmes passiert in der Familie? Scheidung?


    Eintüten, Nachmustern lassen und mit Glück auf T3 und damit quasi raus kommen.



    Und nun mal zu den anderen
    Bei allem Respekt vor unserer Bundeswehr, mir fehlt die Grundlage für ein willkürliches Einziehen (wobei willkürlich ist es ja gar nicht, es werden vorwiegend Gymnasiasten gezogen). Ich bezweifel auch ob ein Jahr mit 3 Monaten Grundausbildung und 6 Monaten Eierschaukeln beim Bund und vermutlich danach 3 Monate Eierschaukeln zuhause hilfreicher sind und der Gesellschaft mehr nützen als ein Akademiker, der 1 Jahr eher von der Uni kommt. Die Gefahrenlage ist natürlich höher als jemals zuvor, die Niederländer bewerfen uns mit Käse, die Franzosen mit Croissants, die Schweizer mit Ricola und jetzt fliegen aus Rumänien schon die Mobiltelefone rüber ;) Es ist doch eh schon seit langem so, dass besonders kreative Leute quasi um den Dienst herumkommen...


    Zitat

    Original geschrieben von Grenztruppjäger
    Aber: Kann es nicht auch Sinn machen, sich als Staat, auch als europäischer Staat eine Verteidigungskompetenz erhält - auch über einen hoffentlich mehrhundertjährigen Frieden?


    Also bitte, Verteidigungskompetenz in Zeiten von Waffen, die sicher nicht von Menschen beherrscht werden, die den Grundwehrdienst ableisten. Die Idee der Nationalstaatlichen Verteidigung ist, zumindest in Europa, absolut obsolet geworden. Kommt es hier noch einmal zu einem Krieg, dann stellt sich doch nur noch die Frage werd das Licht letztlich ausmachen wird. Ich streite nicht ab, dass eine Europäische Armee gebraucht werden kann, aber bitte Berufsarmee mit weitreichenden Kompetenzen auf allen Gebieten und nicht Kanonenfutter aus der Schule :rolleyes:

  • Mal so als Tipp:
    Eine Ausmusterung wegen "Macke" ist einem Klassenkameraden von mir damals (schon eine Weile her) dann bei seiner Bewerbung auf seinen Traumjob im öffentlichen Dienst "zugute" gekommen!
    Das sollte man sich auch aus rein egostischen Gründen mal überlegen.
    Muss natürlich jeder selber wissen, wie er sich am besten rausärscheln kann.


    vodoo:
    Wenn ich in einem Krieg mit keiner Gegenwehr rechnen brauche, lohnen sich Kriege ja vielleicht wieder?


    Aber:
    Lassen wir das, Sinn oder Unsinn der Bundewehr ist nicht Sinn des Threats!


    Ich bleibe dabei: Wenn man eine Pflicht hat, muss man sich ihr stellen! Alles andere finde ich verwerflich!

  • Zitat

    Original geschrieben von Grenztruppjäger



    @ Mephisto:
    ich denke, das brauche ich nicht erklären!


    Im Gegenteil, ich bitte darum!

  • Zitat

    Original geschrieben von diego206
    Und wieso nicht? Ich für mich hab es zum Beispiel nicht eingesehen was der Bund mir gebracht hätte. Gewissensgründe hatte ich keine, sondern einfach kein Bock auf den Laden und deswegen mein Leben 9 Monate auf den Kopf zu stellen.


    Übrigens hab ich meinem Land in den 9 Monaten Zivildienst wohl mehr zurück gegeben als ich es bei der Bundeswehr je hätte tun können :rolleyes:


    Da stimme ich Diego voll und ganz zu! Hatte auch keine Lust und bei meinem Zivildienst im CVJM habe ich mehr über Menschen gelernt als beim Bund.


    Warum soll ich mir als intelligenter Mensch mit einem entspreched hohen Abschluß von einem kleinhirnigen Sonderschüler etwas vorschreiben lassen, der seine Freude am sadistischen Quälen seiner Truppe hat? Das ist unter meinem Niveau.


    Mir ist klar, daß dies sehr pauschalisiert ist und ich weiß auch, daß es nicht überall so ist, aber ich sehe es auch nicht ein, einem Land zu dienen, daß nicht mal in der Lage ist, jedem Menschen einen Job zu bieten, oder sich überall dort einmischen zu lassen, wo man gerade mal aus einer Laune heraus hingerufen wird...


    Für die Nörgler: das ist meine Meinung und von der rücke ich nicht ab - genausowenig wie die, die den Bund toll finden. Also werde ich dazu nicht mehr schreiben.

    Nachdem die meisten User, die unter supranasaler Oligosynapsie (und auch Morbus Bahlsen) leiden, hier endlich gesperrt worden sind, wage ich mal wieder den einen oder anderen Besuch hier...

  • Re: Re: Bundeswehr: Nach einberufung zur Feuerwehr?


    Zitat

    Original geschrieben von _-=voodoo=-_


    Ich bezweifel auch ob ein Jahr mit 3 Monaten Grundausbildung und 6 Monaten Eierschaukeln beim Bund und vermutlich danach 3 Monate Eierschaukeln zuhause hilfreicher sind und der Gesellschaft mehr nützen als ein Akademiker, der 1 Jahr eher von der Uni kommt.



    Naja, speziell für Studenten kann ich mir gut vorstellen das die Zeit bei der Bundeswehr auch eine gute Sache ist.
    Ich selbst bin zwar Zivi gewesen, hab aber auch zuvor ne Ausbildung gemacht.
    Hab den Eindruck das reinschnuppern in die Tätigkeit von nicht Akademikern für manches Jungchen ganz gut sein kann.


    Dein Spruch mit den Croissants hat mir übrigens sehr gut gefallen :top:


    Grenztruppjäger:
    hab ich dich richtig verstanden, dein Kumpel hat sich um die Bundeswehr wg. psychischen Problemen gemogelt und diese Tatsache versperrte ihm später den Weg zu einem anderen Job im öffentlichen Dienst? Sind die Musterungsdaten so leicht zugänglich?

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Re: Re: Re: Bundeswehr: Nach einberufung zur Feuerwehr?


    Zitat

    Original geschrieben von polli
    .....


    Grenztruppjäger:
    hab ich dich richtig verstanden, dein Kumpel hat sich um die Bundeswehr wg. psychischen Problemen gemogelt und diese Tatsache versperrte ihm später den Weg zu einem anderen Job im öffentlichen Dienst? Sind die Musterungsdaten so leicht zugänglich?



    ich denke mal es ging in dem Fall weniger um die "psychischen Probleme" sondern eher um die Tatsache das kein Diesnt absolviert wurden.


    Im öffentlichen Dienst un bei grossen Unternehmen speziell bei höheren Posten wird es oftmals nicht gerne gesehen wenn man keinen Dienst geleistet hat.


    Dieses Problem hatte ein Kollege ebenfalls bei seiner Bewerbung als Personaler bei einem grossen deutschen Unternehmen.

    Gruß
    Flatie


  • Möglichkeit 1: Umgehend das Land verlassen


    Möglichkeit 2: Gesetzestexte lesen und dann feststellen, dass man in Deutschland keine Wahl zwischen Bund und Zivi hat, es gibt lediglich eine Ausnahmeregelung für Menschen, die aus Gewissensgründen, nicht aus gewissen Gründen, keinen Dienst an der Waffe leisten können.
    Ich hingegen wollte seinerzeit einfach kein Lügner und Heuchler sein.


    Möglichkeit 3: Nicht abwertend über Sonderschüler und Soldaten sprechen, wenn man bis dato noch nie eine Kaserne als Soldat von ihnen gesehen hat!


    Warum musstest du überhaupt etwas machen, du bist ja schon sehr berühmt in Deutschland, wie ich einem anderen Thread schmunzelnd entnommen habe? :D


    PS: Natürlich ist der Bund nicht toll, er ist ja auch kein Freizeitclub! :)

    Ich habe dem Teufel meine Seele verkauft und jetzt sind wir beide ein wenig aufgeregt...!

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!