Meister dürfen in Zukunft in Bayern an der FH ohne Abitur studieren

  • Grade vom Kabinett neben einigen anderen blödsinnigen Entscheidungen beschlossen worden.


    Hier die einzige Seite, die jetzt schon drüber berichtet: http://www.linie1-magazin.de/linie1/index.php?rubrik=news&ressort=&id=11023


    Ich finde, es ist ein riesen Schwachsinn, das verringert die Qualität der FHs nach der Abschaffung des Diploms noch weiter.
    Und ich weiß, in 10 Jahren kommt der Bachleor an der Handwerkskammer. Was für eine miese Politik!
    Was haltet ihr davon?


    Grüße
    Johannes

  • Was ist daran neu? Ist es nicht schon lange so, dass Menschen mit mittlerer Reife (also Realschulabschluß) und einer abgeschlossenen Lehre ein FH-Studium (zumindest fachgebunden zur Lehre) machen können?

  • Ich verstehe die Aufregung auch nicht, denn neu ist das bestimmt nicht.


    "Mit der Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes wird nunmehr besonders qualifizierten Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeistern ein direkter fachgebundener Zugang zur Fachhochschule für die der Meisterprüfung fachlich entsprechenden Studiengänge eröffnet, wenn sie ein Beratungsgespräch an der Fachhochschule absolviert haben. Die besondere Qualifikation ist durch ein erheblich über dem Durchschnitt liegendes Ergebnis im Zeugnis über die Meisterprüfung nachzuweisen. Ein erheblich über dem Durchschnitt liegendes Ergebnis liegt vor, wenn eine im ersten Fünftel des jeweiligen Prüfungstermins liegende Prüfungsgesamtnote erreicht wurde."


    "Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister sowie die Absolventen der aufgeführten beruflichen Fortbildungsprüfungen, die die oben genannten Voraussetzungen für den direkten Zugang zum Fachhochschulstudium nicht erfüllen, haben die Möglichkeit der Teilnahme an einem Propädeutikum zum Erwerb der fachgebundenen Fachhochschulreife."


    Quelle:
    http://www.hwk-bayern.de/5009,359,277.html


    Was soll daran jetzt schlecht sein? Da finde ich bestimmte Dünnbrettbohrer Abi`s an diversen Schulen die auch eine fachgebundene FH Reife bringen viel schlimmer.

  • ich habe ein FH-studium nie für etwas gehalten, auf das man sich was einbilden kann. wenn man die möglichkeit hat an eine normale uni zu gehen, sollte man diese chance auch nutzen. für alle anderen und die, die das wissenschaftliche an einem studium nicht mögen, ist die FH eine gute möglichkeit die qualifikation zu verbessern.
    vergleiche ich die qualität des FH studiums einiger kumpels mit der lehre an meiner uni, ist das schon was anderes.. aber genau dieses "anders" ist der grund, warum ich an einer uni bin. ;)

    Ich bin ein Regenwurm mit toupierten Haaren und trinke ein riesengroßes Stück Holz. Auf Wiedersehen.

  • Aber auf ein Uni Studium kann man sich was einbilden?


    Derartige pauschal Aussagen sind doch Quatsch (haben wir zu diesem Thema nicht in paar geschlossene Beiträge?).


    Ich kenne Studiengänge an der FH da fragt man sich was die machen und ich kenne Uni-Studiengänge und deren Studenten mit denen würde ich im Leben nicht zusammenarbeiten wollen.


    Je nachdem was man will und wo man studieren kann, muss man sich entscheiden ob man zur FH will oder zur Uni. Pauschal die Uni als die ultima ratio anzupreisen ist ausgemachter Blödfug.

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Pauschal die Uni als die ultima ratio anzupreisen ist ausgemachter Blödfug.


    ich habe ganz bewusst den begriff anders benutzt und meine meinung möglichst wertneutral dargestellt. dem einen liegt eine FH eher als eine uni. aber beantworte du mir doch mal die frage, was die höchste bildungseinrichtung in deutschland ist? kommen meister ohne abi auf eine uni?


    wie gesagt, ich finde es gar nicht schlecht, dass meister nun auch auf eine FH können. bildung ist wichtig für dieses land!!

    Ich bin ein Regenwurm mit toupierten Haaren und trinke ein riesengroßes Stück Holz. Auf Wiedersehen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Tobbi
    kommen meister ohne abi auf eine uni?


    Weiß ich nicht, ist mir persönlich aber auch Schnuppe.
    Es gibt da ein 42 seitiges PDF über den "Hochschulzugang für beruflich qualifizierte Bewerber ohne schulische Hochschulgangsberechtigung" der Kultusministerkonferenz. Wer Spaß dran hat kann sich da ja durcharbeiten, im Ergebnis kommt raus: Auch ohne Abi kann man an die Uni.


    So und was sagt uns das jetzt? Eben nicht wirklich was.

  • Ich finde wenn man ein Hochsuchlstudium anstrebt sollte man nicht nur mit Fachwissen glänzen sondern auch eine solide Basis an Allgemeinwissen haben.


    Und das hat jetzt nichts mit ner Meisterprüfung zu tun.


    Wer studieren will soll gefälligst Gymnasium oder Fachoberschule/Berufsoberschule besuchen.

  • es kommt immer auf die einzelne hochschule an..ich bin an einer fh (bzw jetzt heisst ja hochschule oder university of a.s) und hatte jetzt im ws 14 prüfungen in 2 wochen, meine kumpels an der uni werden wenns hochkommt 5 prüfungen in 1 monat schreiben (dipl.ing)..des ständige uni is besser wie fh ist ausgemachter schwachsinn, es steht vlt noch theoretisch noch über den fhs, aber das ändert sich dank bachelor und master alles..bei meinem studiengang bin ich sogar die hälfte der zeit im ausland und wird mir komplett angerechnet, ich denke nicht dass ich dann mit meinem fh-bachelor schlechter bin wie ein uni-bachelor, dank praxiserfahrung wirds sogar einen tick einfacher sein nen job zu finden behaupte ich jetzt mal..

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